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2 (1842) E - H
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Herda — Herder.

und auf dem Helme eine goldene Krone mit einem schwarzen, mitgoldenen Herzen besäeten Adlerflügel beigefügt wurde. Nachrichtenüber dieses alte vornehme Geschlecht giebt Gauhe, I. S. G21 — 2ti.Sinapius, I. S. 3b — 39. II. S. 107. u. s. f. ßncellini Steininatograph.II. f. 30. Naso von Löwenfelss, Monument, bist, panegyricum Eqnitum,Baron, et Comitnm ab Herberstein. Wissgrill, IV. S. 249 — 310 mit4 Ahnentafeln. Gräflich Ilerbersteinscher Stammbaum, 1657 zu Grätzaufgelegt durch Jacob Brugnel. Weitere Continuation durch JosephBartholomäus. Allgemeines geneal. Handb. I. S. 594 — 97. Hühnersgenealog. Tabellen.

Herda, die Herren von.

1) F.in altes thiiringsches Geschlecht schreibt sich Herda, auchHeerda zu Brandenburg, oft wird es auch Hörde genannt. Es führteinen schwarzen Rumpf mit Pferdeohren, im rothen Schilde und aufdem Helme. 2) Ein adeliges Geschlecht in Westphalen. Dem ersterengehöl te der aus dem Kisenachschen gebürtige Major v. Herda im Reg.v. Schimonski zu Schweidnitz an, der 1811 im Pensionsstande starb.Ein Bruder von ihm stand als Stabscapitain im 3. Musquetierbataillondes Regiments von Zenge zu Crossen, und ist 1807 gestorben. Gegen-wärtig dient kein Mitglied dieser Familie in der Armee.

Das Hassesche Wappenbuch giebt drei Wappen Derer v. Herda,nämlich das der zuerst erwähnten brandenburg- und thiiringschen, wiewir es oben gegeben. — Ein anderes, wo die Pferde- oder Hasen-ohren blau sind. — Das dritte gehört der bei uns zuletz erwähntenFamilie an. Es ist ein silbernes Schild, welches von der oberen lin-ken zur untern rechten durch einen rothen Balken in zwei Hälftengetheilt wird.

Herder, die Herren von.

Der Stammherr dieser adeligen Familie ist Johann Gottfried v. Her-der, bekannt als einer der geistreichsten deutschen Schriftsteller. SeinVater war ein redlicher Bürger; früher Tuchmacher, später Küster inMohrungen in Ostpreussen. Iiier wurde Herder am 25. August 1744geboren. Nachdem er einige Jahre hindurch privatisirt hatte, auch einekurze Zeit Lehrer an der Domschule zu Riga gewesen, einen Prinzenvon Holstein-Oldenburg auf einer Reise durch Frankreich und Italienbegleitet hatte, nahm er im Jahre 1771 den Ruf als Hofprediger, Su-perintendent und Consistorialrath in Bückeburg an. Dort wurde ihmdie Stelle eines Professors in Göttingen angetragen, er zog aber dieStelle eines General-Superintendenten und Ober-Consistorialraths inWeimar vor. Nach fünfzehnjährigem, sehr verdienstvollem Wirken aufdiesem Posten ward er zum Präsidenten des Ober-Consistoriums er-nannt. Seine Söhne erwarben das im heutigen Königreiche Baiern ge-legene Rittergut Stachesried. Bei dieser Gelegenheit erhob der Kur-fürst von Baiern den Vater und die Söhne v. H. durch ein Diplomvom 8. Octbr. 1801 in den Adelstand, und am 15. Febr. 1819 sind diev. H. immatriculirt worden. Der Vater starb am 18. December 1803in Weimar. Seine Schriften über Religion, Theologie, über die schö-nen Künste, über die Literatur, über Philosophie und Geschichte sindin 60 Bändchen, Tübingen bei Cotta 1827, in drei Abtheilungen, er-schienen. Als Theolog. brach er der Erklärungsweise der heiligenSchrift eine neue Bahn, und als Dichter, wie als klassischer Schrift-steller erwarb er sicli den Beifall und die Bewunderung von ganz