Held.
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Generals Lord Cormvallis mit. Im Jahre 1789 war er Fliigeladjutantdes regierenden Landgrafen von Hessen. In dieser Eigenschaft wohnteer der Rheincampägne hei, und für die einsichtsvolle Leitung des Stur-mes auf die Stadt Frankfurt a. M. am 2. Septbr. 1792 ertheilte ihmder Konig von l'reussen den Verdienstorden. Im Jahre 1796 schrieber ein neues Exercier-Reglement fiir die hessische Armee, 1797 wurdeer Generaladjutant des Kurfürsten und 1798 trat er als Oberstlieutenantder Cavallerie in den preuss. Dienst, und zwar in das Dragonerregi-ment v. Voss, dessen Commandenr er ein Jahr später wurde. Balddarauf avancirte er auch zum Obersten. Nachdem er den Feldzug von1806 im Corps des Fürsten von Hohenlohe mitgemacht hatte, wurdeer nach dem Tilsiter Frieden Generalmajor und Brigadier der schle-sischen Cavallerie. Im Jahre 1813 ernannte ihn Se. Majestät zumCommandanten von Breslau, später zum commandirenden General desBlokadecorps von Glogau, und 1814 zum Generallieutenant und Mili-tairgouverneur in den Provinzen zwischen dem Rhein und der Weser.Er organisirte hier die Landwehr und wurde nach dem Frieden Inspec-teur derselben. .Sein Tod erfolgte am 21. Juli 1816 zu Carlsbad. Erwar ein Mann von biederm, edlem Sinne und ein Gegenstand allge-meiner Hochschätzung. — Seine Söhne dienen im preuss. Heere undzwei derselben sind bereits Stabsoffiziere im Gardecorps. Von ihnenbesitzt der Major v. II. im Garde-Kürassier-Regiment das eiserneKreuz 2. Klasse (erworben in dem glücklichen Cavalleriegefechte beiHainau), und der Major v. IL im I. Garderegiment denselben Orden(erworben 1814 vor Paris). — Das Familienwappen Derer v. II. istein griinbelaubter Baum im silbernen Schilde, an dessen Stamme einegoldene Sonne dargestellt ist. Das gräil. von Heistersche Wappen istfjuadrirt und mit einem Herzschildlein versehen. Das letztere zeigtden Ileisterschen Baum; das Hauptschild selbst aber enthält im l.nnd 4.goldenen Felde einen rothen Löwen, die blauen Felder 2 und 3 jedesdrei rothe Pfennige. Das Schild ist mit zwei gekrönten Helmen be-deckt, wovon der rechts zwischen einem goldenen und rothen Adler-iliigel einen Arm, der den Pfennig hält, und der links einen abge-kürzten, gekrönten rothen Löwen, welcher ein Schwert hält, zeigt.Nachrichten über die Familie giebt Gaulle, I. S. 613. Sinapius, ILS. 103. u. s. f. Schmuz, II. S. 46. u. f. Pantheon des preussischenHeeres vom Freiherrn von Zedlitz, I. S. 61 und 62.
Heid, die Herren von.
In den preuss. Staaten sind verschiedene adelige Familien diesesNamens anzutrelfen, die theils aus Böhmen und Mähren nach Schlesiengekommen sind, theils in andern Provinzen schon lange Zeit einheimischwaren. In der Provinz Preussen und namentlich im RegierungsbezirkeKönigsberg ist die Familie v. Held noch in neuester Zeit ansässiggewesen. Von den gegenwärtig lebenden Edelleuten dieses Namenssind anzuführen: der Generalmajor und zweite Commandant des In-validenhauses zu Berlin, Ritter des eisernen Kreuzes (erworben beiLöbnitz oder Hagelsberg). Er stand bis zum Jahre 1806 in dem Regi-ment Alt-Larisch zu Berlin, war 1825 Oberst und Commandenr des24. Landwehr Regiments und schied in demselben Jahre als General-major aus dem activen Dienste —- und der Ober-Accise und Zoll-Rath, auch Direclor der Salz - Factorei in Berlin v. II., der sich auchdurch politische und critische Schriften und anderweitige Verhält-nisse bekannt gemacht hat.