306
Gatten — Gatzmerow.
auf Stetterlingenburg ist aus der Familie v. G. Ein Friiul. Ernestinev. Gustedt war 1835 Conventualin des Stiftes Lippstadt.
Es liegen verschiedeneWappenabdriicke dieser Familie vor uns. Daseine zeigt im goldenen Felde drei schwarze Baumsägen und eine eben solcheauf dem Helme. — Ein anderes hat auf dem Helme zwei Sägen. — Ein drit-tes zeigt drei schwarze Widerhaken im goldenen Felde, und auf demHelme stehen zwei solche Haken abgekürzt und gestürzt. — Sehrverschieden von diesen ist das Wappen Der v. Gutstedt auf Dorsheim.Dieses zeigt im goldenen Felde drei, mit acht Zähnen und oben mitSicheln, unten zusammen verbundene und mit einem Ringe verseheneSägen, wenn sie anders als solche zu bezeichnen sind. Auf dem Helmesind zwei einzelne dergleichen Figuren angebracht. Nachrichten überdieses Geschlecht findet man in l'fe(Fingers Braunschweigscher Ilist.S. 152 — 180. Seiferts Genealogie adeliger Eltern und Kinder. Gaulle,I. S. 552 u. f.
Glitten, die Herren von.
In Schlesien war noch im 17. Jahrhunderte eine adelige Familiebegütert, die früher Flotke (Flutke) geheissen, und sich später vonFlotke, genannt Gatten oder Guttin, und auch v. Guttin-Flotke ge-nannt, geschrieben hat. — Melchior v. Guttin-Flotke, Herr aufSaber-witz und Pristelwitz bei Trebnitz, war Schirmvogt des fürstlichen Stiftsund Jungfrauenklosters zu Trebnitz. Der letzte Besitzer von Pristel-witz, Balthasar v. Gutten-Flotke, kommt um das Jahr 1020 vor. Dieseadelige Familie führte im blauen Schilde einen weissen Fisch mit zweisilbernen Hirschgeweihen. Siebmacher giebt es, 1. Till. S. 04, undSinapius erwähnt diese Familie 1. Bd. S. 303 u. 423, auch 2. Bd. S. 657.
Gutzkow (Gutzkow), die Grafen von.
Ein altes gräfliches Geschlecht in Pommern, das schon im Jahre1357 mit Johann, Grafen v. G., erloschen ist. Ihre Grafschaft liel denHerzögen von Pommern zu. Sie bildete früher eine der Kastellaneiendes Fürstenthums Wolgast. Conrad III., Graf v. G., war vom Jahre1233 bis zum Jahre 1245 sechster Bischof von Camin. Er hat sichdurch den wolilthätigen Bau grosser Mühlenwerke in Stargard ausge-zeichnet.
G u t z m a r, Herr von.
Johann Heinrich Gutzmar, Syndikus der Stadt Breslau, wurde imJahre 1736 geadelt und 1740 böhmischer Ritter. M. s. Megerle vonMühlfeld, österreichisches Adelslexicon, S. 148 und 306.
Gntzmerow, die Herren von.
Eine alte der Provinz Pommern angehörige adelige Familie, dienamentlich das Dorf Freist im Kreise Stolpe als Lehn trug. AdamEwald Georg v. Gutzmerow starb im Jahre 1754, und sein mit Doro-thea Maria, v. Bandemer gezeugter einziger Sohn, Lorenz Erdmannv. G., übernahm 1764 das Gut Freist. — In der Armee dienten unddienen noch jetzt Edelleute dieses Namens. Ein Major v. G., der biszum Jahre 18U6 in dem Regiment v. Reinhardt zu Rössel gestanden