Grabisch — Grabow.
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Gr ab i scb, die Herren von.
Ein Zweig des Hauses Gorgowicz in Gross-Polen wendete sichvor Jahrhunderten nach Schlesien, und besass hier unter dein Namenv. Grabisch mehrere Güter, namentlich Stein und Schwontnich im Oelsi-schen. Diese Familie führte einen blauen Adler mit rothen Krallenim goldenen Felde, und auf dem Helme zwei Adlerüiigel und Beine,jene blau, diese roth, wie im Schilde. Meiling beschreibt dieses Wap-pen, II. Till. No. 300. Siebinacher giebt es, 1. Tbl. S. 65- Spener,Theor. insign. p. 213, und Sinap., 1. S. 4l2, geben einige Nachrich-ten über Die v. Grabisch.
Grabow, die Freiherren und Herren von.
Ein uraltes Geschlecht der Priegnitz, welches, wie aus uns vorlie-genden Urkunden hervorgeht, schon im Jahre 1200 in hohem Ansehenstand. Aeste dieses alten berühmten Stammes hatten sich auch frühin Pommern und später im Liineburgschen und Ilolsteinschen, so wieauch im Mecklenburgschen, wo sie jedoch in der zweiten Hälfte des18. Jahrhunderts erloschen sind, verbreitet. Eben so ist auch eineschon im 14. Jahrhunderte in Lüneburg ansässig gewesene Linie bereitsim 15. Jahrhunderte ausgegangen. Uebrigens führen auch verschiedeneStädte und ansehnliche Dörfer in Mecklenburg, in Polen, im Magcle-burgschen u. s. w. diesen Namen uud wahrscheinlich stehen sie in ei-ner oder der andern Verbindung mit der freiherrlichen gleichnamigenFamilie. Vor Zeiten sind auch die v. G. Dienstmänner der Kirchedes Erzbisthumes Bremen gewesen. Einige Autoren haben wegenAehnlichkeit des Namens das Geschlecht Der v. G. hin und wieder mitDen v. Grambows und Grubbe in Pommern, und Grabowski, Grabie, auchGrabowinski verwechselt, v. Gnndling schreibt Grabau und bezeich-net sie als Besitzer von Bantikow und Grabow in der Priegnitz. Diepommersche Linie war im Besitz des Rittergutes Pennow, im Wolgast-schen gelegen, und in einer uns vorliegenden Urkunde nennt KurfürstFriedrich Wilhelm seinen lieben Getreuen, den Ctino, Freiherrn v. G.,zur Wottkow. — Von den Vorfahren dieses Geschlechts wird schonsehr zeitig Meldung gethan. Sie bekleideten am Anfange des 14. Jahr-hunderts ansehnliche Hofämter. — Dietrich v. G., der um das Jahr1327 lebte, war des Herzogs Otto von Pommern zu Stettin Küchen-meister. (M. s. Micrälius, <j. Buch, S. 347.) Achim und Emst v. G.belagerten mit dem Herzoge von Braunschweig die Stadt Braunschweigim Jahre 1492. — Christoph Heinrich v. G. starb als königl. preuss.Generalmajor, Chef eines Füsilierregiments, Ritter des Verdienstordensu. s. w., am (j. Juni 1770. Er hatte sich besonders in den Schlachtenbei Kesselsdorf, Lowositz und Rossbach, so wie bei der Belagerungvon Prag ausgezeichnet, auch in den Treffen bei Kay und Kalzig, sowie in der Schlacht von Cunersdorf tapfer gefochten. Den Orden desVerdienstes erhielt er im Jahre 1747. Im Jahre 1764 trat er mit Pen-sion nach einer 54jährigen Dienstzeit in den Ruhestand. (M. s. Bio-graph. aller Helden und Militairpersonen, 2. Tbl. S. 63 u. f.) — ImJahre 1806 standen mehrere v. G. im preuss. Heere. Von ihnen istgegenwärtig der damals als Lieutenant in dem Regiment Garde ge-standene v. G., Generalmajor und Commandern.- der 8. Infanteriebri-gade, Ritter verschiedener Orden, namentlich des eisernen KreuzesL Classe (erworben in der Schlacht vor Paris). Er ist mit einer vonRochow vermählt. Der im Jahre 1806 in dem. Regimente Prinz Fer-v. Zedlitz Adels-Lex. II. 18