Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
265
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Golzheim Gonschen.

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Armee. Das ursprüngliche Wappen der Familie v. d. G. giebt Sieb-macher unter den märkischen, 1. S. 176. Hier stellt im rothen Schildeein eingebogener, eingerundeter oder auch bogenweis gebildeter sil-berner und blauer Sparren , und auf dem ungekrönten Helme siebenHahnenfedern. Die Freiherren v. d. G. führen ein gespaltenesSchild. In der rechten silbernen Hälfte steigt aus einem roth undsilbernen Mauerwerk ein goldener Lowe (der Dienheimsche) empor, derin den Vorderpranken einen goldenen Hing hält, in der linken blauenHälfte ist ein goldener, die Spitze nach oben gewendeter Sparren, überdemselben aber zwei, und unter demselben eine französische Lilie an-gebracht. Das letztere Bild, die Lilien, wurde im Jahre 1666 deinGeneral Joachim Rüdiger, wie wir schon oben erwähnten, von Seitendes Königs von Frankreich als Vermehrung seines Wappens zum ewi-gen Andenken geleisteter Dienste verliehen. Zugleich wurde bei die-ser Gelegenheit das ursprünglich rothe Feld in ein blaues verwandelt.Das Schild ist mit zwei gekrönten Helmen bedeckt und wird von zweimit Hellebarden bewaffneten Rittern in reicher Rüstung gehalten. Ausdem rechten Helme wächst der oben erwähnte Löwe, auf dem linkensteht eine gekrönte halb roth, halb weiss gekleidete Jungfrau ohneArme, mit blutenden Stutzen. Auf der Krone sind drei halb roth,halb weisse Wecken eingesteckt. Die Grafen v. d. G. führen da-durch ein verschiedenes Wappen, dass eine der Linien, die ain 19.Septbr. 1780, und die, welche am IS. Januar 1787 in den Grafenstanderhoben wurde, ganz dasselbe Schild der Freiherren beibehalten haben;nur ist der Löwe in ganzer Figur, auf zwei der vier Zinnen der Mauerstehend, dargestellt. Dasselbe ist mit einer neunperligen Grafen-krone bedeckt und trägt drei Helme. Auf dem rechten ist der Löwe,aus dem mittleren wachsen zwei geharnischte Arme, die rechte Handhält einen goldenen Schlüssel, die Linke ein Schwert, so dass Schlüsselund Schwert ins Andreaskreuz gelegt sind, der linke trägt die Jung-frau, die aber hier roth gekleidet ist und goldene Wecken ins Hauptgesteckt hat. Dagegen aber die andere Linie, welche am 19. Septbr.178(1 in den Grafenstand erhoben worden ist, den Löwen nur in hal-ber Figur und ausserdem ein silbernes Herzschild mit dem schwarzenAdler in demselben und eine Grafenkrone auf demselben, führt. Auchträgt der mittlere Helm den schwarzen Adler statt der geharnischtenArme. Endlich ist das Wappen der beiden vorerwähnten Linien miteinem Hermelinmantel, das der letztern aber mit vielen militairischenTrophäen und Armaturen geschmückt. Nachrichten über diese Fa-milie giebt Wissgrill, III. S. 25S 260. Gaulle, I. S. 519. II. S. 364u. f. Dienemann, S. 185. 199. v. Meding beschreibt die Wappen,II. No. 29.

Golzheim, die Herren von.

M. s. Stach v. Golzheim.

Gonschen, die Herren von.

Ein pommersches erloschenes Geschlecht, das EIzow und Micrälius(487) erwähnt. Siebmacher giebt im III, Th. S. 164 das Wappen De-rer v. Gonschen, und v. Meding beschreibt es im III, Bd. No. 263. Sieführten im silbernen Schilde einen rothen, dasselbe in zwei Hälftenfliehenden Balken. Auf dem ungekrönten Helme stand ein Bund l'feile,die Spitzen nach oben gekehrt und mit einem rothen Bande unwundenoder festgebunden. Die Decken und das Laubwerk silbern und roth.