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2 (1842) E - H
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Gaudi.

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Gaudi, die Herren von.

Aus dieser Familie fiel Andreas Erhard von Gaudi, Oberst desSchliclitingschen Regimentes, am 14. Febr. 1745 in dem Gefechte beiHabelschwerdt auf dem Bette der Ehre. Von ihm sagt Friedrich derGrosse:Der tapfere Oberst ward sehr bedauert, er hatte wichtigeDienste bei der Belagerung von Stralsund geleistet, und einen Wegangezeigt, wodurch man sich von der Meerseite nähern und der Ver-schanzungen bemächtigen konnteSeine mit Maria Elisabeth v.Grävenitz erzeugten Sühne sind zu hohen Würden gelangt, ilie sie ih-rer Thätigkeit und Brauchbarkeit, so wie auch ihren seltenen Kennt-nissen verdankten. Friedrich Wilhelm Ernst von Gaudi, geborenzu Spandau, war künigl. preuss. Generallieutenant, Chef eines Fiisi-lierregiments, Inspecteur der westphälischen Truppen, Commandant vonWesel, Ritter des Ordens pour le merile. Er hat den Feldziigen dessiebenjährigen Krieges theils als Adjutant des Generals v. Hülsen, theilsals Ffiigeladjntant des Königs, mit der grössten Auszeichnung beige-wohnt. Eir war ein vortrefflicher Generalstabsollizier, und seine selte-nen Kenntnisse in der Kriegskunst machten ihn zu einem durchdrin-genden Beobachter der Verhältnisse. In dem Treffen bei Strehlen17(50 erwarb er sich den Verdienstorden, und in seiner Stellung beidem Generallieutenant v. Hülsen war er der Geist aller Unternehmun-gen. Die westphälische Inspection hatte er im Jahre 1785 unter deinTitel eines Generalats erhalten. Er befehligte auch als Generallieu-tenant im Jahre 1787 in den Niederlanden, zunächst dem Herzoge vonBraunschweig. Neben seinen ausgezeichneten militairischen Eigen-schaften war er auch ein Mann von sehr edlem Charakter und daherallgemein in der Armee geschätzt. Er starb am 13. Decbr. 1788 zuCleve auf dem dortigen Schlosse, eben im Begriff, mit dem Kammer-präsidenten v. Buggenhagen das Protokoll einer abgehaltenen Confe-renz zu unterzeichnen. Unter seinen hinterlassenen Papieren fandman eine eigenhändig geschriebene kritische Geschichte des sieben-jährigen Krieges, die König Friedrich Wilhelm II. an sicli gekauft hat.Seine Lebensbeschreibung und sein Bildniss findet man im Berlinermilitairischen Taschenkalender für das Jahr 1793. Mit seiner Gemah-lin Wilhelmine Sophie Charlotte, geb. v. Hack ans dem Hause Gross-kreutz, hinterliess er nur eine Tochter, die sich iin Jahre 17S1 miteinem Grafen v. Wedeil in Ostfriesland vermählte. Sein BruderLeopold Otto v. Gaudi, ans Preussen gebürtig, ward, nachdem er imMilitärdienste gestanden hatte, Präsident der Magdeburgischen Kam-mer und 1775 wirkl. geh. Staats- und Kriegsrath, Vicepräsident unddirigirender Minister bei dem General-Oberfinanz-, Krieges- und Do-mainendirectorium, Chef des Departements von Ost- und Westpreussen,Litthauen, auch aller Kassensachen. Er erhielt im Jahre 1789 dieAmtshauptmannschaft zu Fischhausen und starb am 11. Septbr. des-selben Jahres.

Das dritte berühmte Mitglied dieser Familie ist Friedrich WilhelmLeopold v. G., geb. in Ostpreussen 1704 und seit 1779 in königl. Dien-sten. Er erwarb in der Hheincampagne vor Mainz den Orden pour lemerite, und war Anfangs Inspectionsadjutant des Generallieutenant vonKleist. Im Jahre 18051 wurde er Commandeur eines Grenadierbatail-lons, und im JabrelSOfi fiel die Wahl eines Gouverneurs für den Kron-prinzen auf ihn. Im Jahre 1813 wurde er zum Militairgouverneur vonSchlesien, und 1814 zum preuss. Generalgouverneur von Sachsen, nachdem Frieden aber zum ersten Commandanten von Danzig und zumGenerallieutenant ernannt. Auch hatte er den rothen AdlerordenI. Classe erhalten. Er trat im Jahre 1816 in den Ruhestand und starb