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Fiildner — Fürst.
geboren, und der Solin des dasigen Oberpredigers und Superintenden-ten Fuchs, und starb 1704 als kön. preuss. wirkl. Geheimer Staats- undKriegsminister, Lehnsdirector, Präsident des kurmärkischen Consisto-riums, und Erbherr auf Marcliau, Fuchshofen und Wedderan. Seineeinzige Tochter, eine sehr gelehrte Dame, wurde die Gemahlin desGeheimen Staatsministers v. Schmettau. M. s. Juglers Beiträge zurjur. Biographie, VI. S. '71.1. Sonst linden wir diese Erhebung nicht er-wähnt. — 3) Der König Friedrich I. erhob am IS. Jan. 1701 den Geh.Rath G. v. Fuclis, der im Jahre 1684 vom Kaiser in den Adelstanderhoben worden war, zum Freiherrn. Er starb kinderlos. Sein Wappenwar quadrirt. Im lsten und 4ten goldenen Felde stand ein halberschwarzer Adler, in den Feldern zwei und drei aber ein aufsprin-gender Fuchs auf blauem Grunde. Im Herzschilde ist ein grünerZweig in Silber. Zwei gekrönte Heline bedeckten das Hauptschild.Auf dem rechten ist der Zweig, auf dem linken der Fuchs zwischeneinem schwarzen Adlerfluge. — Ein geheimer Justizrath Fuchs soll(nach Hyalinen jur. Beiträgen, I. S. 251) am 20. Novbr. 1716 geadeltworden sein. — In derselben Zeit war Johann Heinrich v. F., ausBerlin gebürtig, Geheimer Kammer- und Finanzrath. Er wurde am41. Septbr. 1723 Vicepräsident und dirigirender Minister des General-Ober-Finanz-, Kriegs- und Domainen - Directoriums, und starb 1727.In späterer Zeit kommt dieser Name selten vor. Wie bekannt, hiessdie alte berühmte Familie v. Voss früher Fuchs, und noch heute istdas Ilauptbild ihres Wappens ein Fuchs.
Fiildner, Herr von.
Ein Offizier dieses Namens stand in dem Kürassier-RegimentGraf v. Henckel in Breslau, und wurde 1811 verabschiedet. Er warspäter Gutsbesitzer.
Fürst, die Freiherren von.
Dieses altritterliche Geschlecht kommt schon in den Turnierbü-chern des 10. Jahrhunderts vor. In Modena ist ein Denkmal aus Mar-mor errichtet dem Kriegsobersten David v. F., der um das Jahr 1500starb. In Schlesien kommen sie erst im 16. Jahrhunderte mit demBeinamen Fürst von Kupferberg vor. Das als ihr Stammhaus bezeich-nete, jetzt grällich Matuschkasche Städtchen Kupferberg liegt auf ei-nem Sudetenzweige, eine Meile von den Quellen der Katzbach im ehe-maligen Fiirstenthume Jauer. Sict/munil v. Fürst und Kupferberg,Herr auf Albrechtsdorf, wurde in den böhmischen Freiherrenstand er-hoben (er starb am 28. Septbr. 1674 zu Breslau). — Ein Enkel sei-nes Bruders, Karl Joseph Maximilian, Freiherr v. Fürst, wurde 1755Kammergerichtspräsident, am 23. April 1763 wirkl. geh. Staats- undJustizminister, und am 14. Novbr. des Jahres 1770 Grosskanzler, Chefder Justiz u. s. w. Als solcher richtete er 1773 die Justizverfassungin der neuerworbenen Provinz Westpreussen ein. In Folge der Unzu-friedenheit König Friedrichs II. mit der Justizpflege bei Gelegenheitdes bekannten Prozesses mit dem Müller Arnold wurde der hochver-diente Freiherr v. F. am 11. Decbr. 1770 seiner Dienste als Gross-kanzler entlassen. Von der beibehaltenen Stimme im geheimen Staats-rathe machte er keinen Gebrauch mehr und starb am 20. März 1700.Seine Ehe mit Sophie Alberline Dorothea, Grälin v. Podewils, bliebohne Nachkommen, und es erlosch mit diesem merkwürdigen Manne