Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
172
Einzelbild herunterladen
 

172

Fisclienich Fischer.

und über denselben einen Mond. Auf dem Helme ist der Mond, aufdem ein Pfeil liegt, und der auf jeder »Spitze einen goldenen Sternträgt, dargestellt.

Fischen ich, tlio Herren von.

Verschiedene Urkunden bezeugen, dass Die v. Fisclienich Güter inder Iii fei besassen, und dass ihr Stammhaus in dem Dorfe Fischenichim Landkreise Cöln lag. Im Anfange des 14. Jahrhunderts wurdeCuno v. F. mit Fischenich von Kurcöln belehnt; ebenso im 15. Jahr-hunderte Adam v. F. mit einem Hause zu Dollendorf vom HerzogGerhard von Jülich. Hin jüngerer Bruder des Adam v. F., Reinhard,liinterliess aus seiner lihe mit Eva v. Brandscheid nur eine Tochter. Mit Hermann v. F., dem Sohne Adams, erlosch das Geschlecht imMannsstamme, da er nur eine Tochter, Maryarclha , liinterliess, welchesich mit Winand v. Broil vermählte. Schon früher war ihr StammhausFischenich in die Hände Der v. Zweifle! gekommen.

Fischer, die Herren von.

Ks befinden sich in den preuss. Landen mehrere adelige Familiendieses Namens, die durch Abstammung und Wappen ganz verschiedensind. Sie gehören zu den liier aufgeführten älteren und neueren Ge-schlechtern. 1) Die Fischer v. Fischerbach, die schon im 16. Jahr-hunderte zum schlesischen Kitterstande gezählt worden. Von ihnenwird Juli. Adam F. v. F. um das Jahr 1704 angeführt. 2) Die v. Fi-scher -Iwoschwitzgeadelt von Kaiser Rudolph II. am 22. Aug. 1607.Ks gehörte ihnen das Gut Kraschwitz bei Schweidnitz. Der in denAdelstand erhobene war Petrus v. F., ein Sohn des zu seiner Zeit alsPoet glänzenden Tobias Fischer auf Kraschwitz. Sie führten ein gelbund blaues Schild, im blauen Fehle einen gelben, im gelben einenblauen schwimmenden Walllisch ; zwischen diesen Fischen ist ein Schiifs-anker dargestellt, weil diese Familie dem Handelstande angehörte, ä)Karl Benjamin Fischer auf Tschistey bei Gnhrau, Kriegsrath, wurdeam 18. Octbr. 1786 in den preuss. Adelstand erhoben. 4) Der königl.preuss. Domainenrath Daniel Erbrecht v. F. in Ilalberstadt, erhielt un-ter dem 14. Januar 1789 ein Anerkennungsdiplom seines Adels. 15) Die 'Brüder Gustav Emanitel David und Adolph Ferdinand Max, Lieutenantsbei der leichten Infanterie , wurden am 8. März 1804 geadelt. (DerJüngere starb 18Ii als Staabscapitain des 5. Infanterieregiments.)Noch erwähnen wir als hierher gehörig, dass mehrere Herren v.F. inder Justizverwaltung höhere Posten bekleidet haben, namentlich MaxDavid Benj. v. Fischer, der schon 1806 Oberamtsregierungs-, Obercon-sistorial- und Pupillenrath war. Im Jahre 1806 war einer v. F. Re-gierungsrath in Posen. Einer v.F. ist gegenwärtig Justizrath in Mag-deburg, ein anderer Oberlandesgerichtsassessor und beim Land- undStadtgericht in Thorn angestellt. In der Armee dienen drei Offi-ziere dieses Namens, namentlich der Major v. Fischer, Ritter mehre-rer Orden (auch des eisernen Kreuzes, das er sich 1814 in den Nie-derlanden erwarb). Kr stand zuerst bei dem Regimente v. Lettow inMinden, 1828 war er Commandern' eines Landwebrbataillons, jetzt aberist er der älteste Major im 4. Infanterieregiment zu Danzig. Kr istauch Mitglied der deutschen Gesellschaft zu Königsberg. Friedrich