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Feilitzsch — Felbiger.
stand, ist gegenwärtig Postmeister in Oels. — Ein Premier-Lieute-nant v. F. im 18. Infanterieregiment starb im Jahre 1813 zu Prag auseinen Wunden. — Das Wappen der Herren v. F. bestellt aus einemblauen Schilde, in dessen Witte ein Mohrenarm mit rothem Aerinel an-gebracht ist, der einen Stengel mit drei Kleeblättern hält. Das Moh-renbild steht abgekürzt mit blossem Haupte, rothem Rocke bekleidet,die rechte Hand in die Seite gestützt und in der linken ein Kleeblatttragend, auf dem Helme. Die Helmdecken sind blau und roth.
Feilitzsch (Feilitsch), tlie edlen Herren von.
Eine Sage und selbst mehrere alte Genealogen lassen die v. F.von den Felicibus romanis, die kaiserliche Landpfieger in Judäa wa-ren, wie uns die Apostelgeschichte lehrt, abstammen, während es durchUrkunden festgestellt ist, dass die ersten Stammherren dieses alt-adeligen Geschlechtes zu den Zeiten Heinrich I. im Voigtlande umdas Jahr 900, nach manchen Schriftstellern noch weit früher bekanntwaren. Der Stammort dieser Familie, das Dorf Feilitsch, liegt in derNähe der gegenwärtig bairischen Stadt Hof, an der Grenze des säch-sischen Voigtlandes, und daher gehören sie sowohl zum fränkischen,als zum sächsischen Adel. Sie sind aber auch in die diesseitigen Staa-ten gekommen, namentlich nach Schlesien, wo sie schon im 17. Jahr-hunderte das Gut Cawallen bei Oels besassen. — Auch in der Armeehaben einige Mitglieder dieser Familie gedient. Karl Adam Heinrichv. F., aus dem Hause Treuen und Unterlauterbach im Voigtlande, er-hielt wegen seiner bei Kesselsdorf empfangenen Wunden, als Obristerdas Commando über das Invalidencorps bei Berlin, und starb den 18.Januar 1768 unverheirathet zu Berlin. Auch bis zum Jahre 1^00 dien-ten bei der Infanterie noch einige Olliziere dieses Namens. Zum Theilschrieben sie sich auch Feilitzer, wie der frühere Hauptmann v. F.,im Regiinente Renouard, der im Jahre 1813 als Postmeister in Bran-denburg starb. Gegenwärtig ist Karl Heinrich Auyust v. F. königl.bairischer Kammerjunker, Mitglied des Domcapitels zu Naumburg un-ter den majores praebendati. Die edlen Herren v. F. haben ein indrei Theile zerfallendes Schild, oben weiss, in der Mitte roth, untenschwarz. Auf dem gekrönten Helme steht zwischen zwei Flügeln eingespitzter Hut (Ilofrath Salver nennt denselben eine Pyramide odereinen orientalischen Spitzhut), der, wie die Flügel selbst, die oben er-wähnten drei Farben trägt. — Merkwürdig ist Fabian v. F., ein Rathdes Kurfürsten Friedrich von Sachsen, durch das Zeugniss, das ihmDr. Luther gab, der von ihm sagte: „Dieser Rittersmann urtheilt pure,argute, pie et feliciter." M. s. Gauhe, I. S. 400 — 40?. König, I. Tli.S. 337—92. M. M. Pfuntälii Analecta liistoriar. de origine, patria, di-gnitate, virtutibus et rebus gestis nobilium a Feilitsch. Cur. \ ar. 1628.
4. 12 Bogen. Sinap. 360. Siebmacher giebt das Wappen I. S. 153. V.
5. 90. v. Meding beschreibt es II. No. 235. Die jetzt gräll. Familiev. Zettwitz führte früher ein mit Denen v. F. ganz übereinstimmendesWappen.
Fei Ii ig er, Herr von.
Im Jahre 1733 wurde der Oberfiscal in Schlesien, Ignatz AntonFelbiger, böhmischer Ritter. Ein Sohn seines Bruders war der be-rühmte Pädagog Abt Felbiger in Sagan.