Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
148
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Eulcnlnirg Exter.

Stadt Habelscliwert in der Grafschaft Glaz. In der Gegenwart ste-hen noch zwei Offiziere dieses Namens in der Armee, die Gebrüdery. E. in dem 19. Infanterieregiment.

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Dieses uralte vornehme Geschlecht leitet seinen Ursprung, wie dielangst erloschenen Grafen v. Wettin, von dem Sachsenkönige Wittekindab. Dietrich und Albrecht, Grafen zu Eulenburg, und Heinrich, Freili.zu Eulenburg, waren die jüngeren Söhne Albrechts, Markgrafen zuMeissen. Dietrich starb kinderlos, Albrecht war Cointhur des deutschenOrdens, und Heinrich, Herr der Herrschaften Sonnenwalde in der Lau -sitz und Steinau in Schlesien, wurde als Gemahl der Prinzessin Hed-wig Henrica der Eidam eines Herzogs von Glogau. Sein Enkel Bo-tho Wenzel, Freiherr v. Eulenburg, war der tapfere Yertheidiger desOrdenssitzes Marienburg 1445, zum Lohne erhielt er ansehnliche Gü-ter zu Lehn, namentlich Gallingen, Leuneburg u. s. w., und wurdedadurch einer der grössten Grundbesitzer in Preussen. Doch machteweder er noch die lange Reihe seiner Nachkommen von der ange-stammten alten grätlichen Würde Gebrauch. Selbst sein Urenkel Gott-fried, der 1598 geboren war, und 1554 Landhofmeister von Preussenwurde, starb am 9. Febr. KjtiO als Freiherr v. Eulenburg, eben so wardessen Enkel Gottfried, der sich Freiherr von und zu Egenburg schrieb(Klaproth a. a. O. S. 418), wirklicher geh. Kriegsrath und Obermar-schall von Preussen im Januar 1743. Erst Thomas, Freiherr v. Eu-lenburg, geh. Rath, und sein Vetter Ernst Christoph, Freiherr v Eu-lenburg, wurden mit ihrer ganzen Nachkommenschaft durch ein Diplomvom 19. Februar 1786 wieder in den Grafenstand erhoben. Die Gra-fen zu E. besitzen noch gegenwärtig die Gallingenschen, Leuneburg-Prassenschen und die WickenschenGüter in Preussen. Namentlich Leu-neburg-Prassen als Majorat Went Botho Elimar , Graf zu Ii. (durchAbtretung seines noch lebenden Vaters, Botho Wilhelm, Obersten v. d.A.);er ist mit Bertha, Grätin v. Dohna-Schlodien, vermählt. Die Gallin-genschen Güter besitzt Alexander Ernst, Graf zu E., königl. preuss.Oberstlieutenant v. d. A., Wittwer von Eriederihe v. Rauter ; die Wik-kenschen Güter aber Botho Heinrich, vermählt mit Therese, Gräfin v.Dünhof- Friedrichstein. Die beiden Letzten sind die Söhne M enzelHeinrichs, Grafen zu E., Majors v. d. A., des jüngeren Bruders vomGrafen Botho Wilhelm, der ebenfalls bei Lebzeiten die genannten Gü-ter diesen seinen Sühnen abtrat. Das Wappen dieses gräll. Hausesbesteht aus einem oben goldenen, unten rothen Schilde. In dem obe-ren goldenen Felde steht ein gekrönter, unten abgekürzter, nach derrechten Seite gewendeter, schwarzer Greif. Derselbe wiederholt sichmit goldenen Flügeln auf dem Helme. Die Decken und das Laubwerksind roth und golden.

Exter, Herr von.

In Berlin prakticirte in dem ersten Decennium dieses Jahrhundertsein Hofrath Dr. v. E. M. s. Handbuch 1 iir den königl. preuss. Hofund Staat. Jahrg. 1804. S. 423.