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Erbach.
ohne Kinder starb. — Die v. Ii. führten im goldenen, mit vier ro-then Querbalken belegten Schilde einen schwarzen, aufrechtstehendenLöwen mit doppeltem Schweif; auf dem Helme ein hervorwachsendesWeib, mit Flügeln statt der Arme und mit einein um die Stirn ge-wundenen Bande. Die v. Dienheim führten dasselbe Wappen. Eineandere gleichnamige Familie führte einen Sparren im schwarzen Felde,
Erbach, die Grafen und Herren von.
Dieses vornehme Haus gehört zu den ältesten Grafengeschlech-tern in Franken, das seine Stainmreihe mit Eginhart, einem der er-sten Beamten Karls des Grossen, der mit der kaiserlichen PrinzessinEmma vermählt war, erülfnet. In verschiedenen Zweigen verbreitet,vereinigte es sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts in zwei Haupt-äste, von denen der eine den Namen Erbach-Erbach, der andere denNamen Erbach-Fürstenau annahm. Der erstere Hauptast erlosch imJahre 1731 mit dem Grafen Friedrich Karl, und der letztere folgte ihmin den ansehnlichen Besitzungen, und theilte sich wieder in die Li-nien Erbach-lieichenbcrg, jetzt Erbach-Erbach, Erbach- Fürstenau undErbach-Schönberg. Alle drei haben unter sich den Bang und das Se-niorat nach dem Alter eingeführt. Es verwaltet zwar jede Linie ihreBesitztingen selbst, indess werden die Haus- und Familienangelegen-heiten gemeinschaftlich behandelt, so wie dieses auch Titel und Wap-pen sind. Ihrem Besitze nacli gehören sie dem Grossherzogthume Hes-sen, unter dessen Oberherrschaft die Besitzungen Erbacli und Broi-berg stehen, und dem Königreiche Baiern, unter dessen Oberherrschaftdas Mediatgericht Eschau steht, an, allein wir führen dieses reichsgräil.Haus hier auf, weil verschiedene Söhne aus demselben in der diesseiti-gen Armee zum Tlieil hohe militärische Würden bekleidet haben. — Derim Jahre 1803 den 10. Mai verstorbene Christian Karl, Graf v. Er-bach - Fürstenau , war königl. preussischer Generalmajor v. d. A. —Denselben Bang bekleidete Graf Gustav v. Erbach-Schönberg, der imJahre 1812 zu Zwingenberg gestorben ist. — Endlich war auch derVater des gegenwärtigen Standesherrn, der Graf Christian Karl v. Er-bach-Fürstenau, nachmals königl. win tern bergischer Generalmajor,preuss. Ollizier der Armee. — Wir fügen hier diesen Angaben nochfolgende statistische und genealogische Notizen, die sich auf das ge-genwärtige Verhältniss dieses reichsgrällichen Hauses beziehen, hinzu:Der Besitz des Hauses beträgt gegen 11 □ Meilen mit fast 40,000 Ein-wohnern ; nicht mit eingeschlossen dabei sind die StandesherrschaftBoth und die Allodialgiiter des gräll. Hauses Wartenberg, welche derLinie Erbach-Beichenberg, jetzt Erbach - Erbach, zugefallen sind. —Die Grafen v. Erbach-Erbach führen nach der Verordnung des Stif-ters, Georg Wilhelm, den Namen Franz, und im Wappen den vonFranz I. 1755 demselben beigesetzten kaiserl. Adler. Die Primogeni-tur ist in dem Hause 1784 eingeführt. Ausser dem Antheile an Er-bach, 44 □ Meilen mit 12,000 Einw., besitzt diese Linie auch dieGrafschaft Wartenberg-Both im Wiirtembergischen und das dazu ge-hörige Amt Steinbach in Baiern, 14 DM. mit 3900Einw. Beide etwamit 110,000 Gulden Einkünfte. Die Besidenz ist Erbach und Both. —Gegenwärtig ist Standesherr dieser Linie Graf Franz Eberhard, Grafzu Erbach und von Wartenberg, Herr zu Breuberg, Curl und Oster-mannshofen, geb. den 27. Novbr. 1818..— Ein Oheim des GrafenFranz Georg Friedrich, geb. den 14. Febr. 1785, ist königl. baieri-scher Oberstlieutenant von der Cavallerie. — Von der Linie Erbach-Fürstenau ist gegenwärtig Albrcclit August Ludwig, Graf zu Erbach,