Ebcrstcin.
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Grafen v. Ii. 400 Jalire hindurch in Pommern geblühet und wieder inIioliein Anseilen und Reiclithume gestanden hatten, erlosch mit Lud-icig Christoph Graf v. 15., der zu Friedrichsberg, damals Quaikenburg,am 3. Decbr. 1063 kinderlos starb, das gräll. Haus der K. in Pom-mern. Schon einige Decennien früher, und zwar am 22. April 1625,hatte Herzog lloguslav XIV. dem Herzoge Ernst Bogislaus zu Croyund Arschott die Anwartschaft auf Naugardt und Massow ertheilt, diewirkliche Belehnung erfolgte am 17. Februar 1665. Nach dem am 7.Februar 1684 zu Königsberg erfolgten Tode des gedachten Herzogslielen diese Herrschaften dem Kurhause Brandenburg anheim, undwurden in königliche Domainenämter verwandelt. Das Wappen derGrafen v. E. giebt Siebmacher, I. S. 14 u. 17, II. S. 14, III. S. 15 u.26. Das der pommerschen Linie oder Eberstein-Naugardten (nichtNeugardten, wie im Wappenbuche steht) zeigt einen nach der rechtenSeite aufspringenden goldenen (nach v. Meding einen silbernen) Lö-wen im blauen Schilde, und aut dem gekrönten Helme einen Plauen-schweif. Vor ihrer Vertreibung aus dem Braunschweigischen aber führ-ten sie eine rothe Kose im silbernen Schilde, später auch einen undhin und wieder zwei schwarze Eber im silbernen Schilde. In dem beiSiebmacher III. S. 15. aufgeführten gräll. v.Ebersteinschen Wappen ist derLöwe weiss und nach der rechten Seite gekehrt, und auf dem Helmewiederholt sich der Hals desselben Löwen. M. s. T. M. Crollii ob-sero. geneal. ad Palatm. IVitlclsbach. et Eberstein. Comilum familias;in Iiistor. et Commentar. acadein. clecl. scicnt. Theodor, Pnlatinac.Vol. IV. liistor. Matth. 1778. 4. Micräl. S. 446. D. Pol. Leyser Iii-slar. comilum Eberstcniens. in Saxon. Heimst. 1724. 4. Siebenkees,Bd. 1. Abschn. I. S. 344. Gauhe, II. S. 229 — 236. Bucelin, P. II.S. 7. 2. Abschn., S. 4. P. III. app. S. 115. Hoppenrodt, S. 31—33.Briiggemann's Beschreib, von Pommern, II. Tbl. S. 290 u. 291. Wut-strack's Beschr. von Pommern, S. 68. 520. 534 u. s. f.
2) Das adelige Geschlecht von E., aus welchem zu verschiedenenZeiten Mitglieder im preuss. Heere gedient haben, stammt aus Thü-ringen, Franken und dem Mansfeldschen ab, und kommt hin und wie-der auch als eine Linie der gräll. vor. Wolf Georg v. E., aus derGrafschaft Mansfeld, hat sich in vielen Schlachten des siebenjährigenKrieges ausgezeichnet, auch in der Campagne 1778 den Orden pourle meritc erhalten. Er starb als Major und Commandeur eines Grena-dierbataillons im Jahre 1779 zu Berlin. In der 1. ostpreuss. Füsilier-Brigade stand ein Major v. E.; im Jahre 1810 war er Oberstlieute-nant im 3. Infanterieregiment, und, als Oberst in Pensionsstand getre-ten , starb er noch in demselben Jahre. ■— Ein anderer v. E. warLieutenant im Regiment Prinz Ludwig Ferdinand. Er commandirteim Jahre 1820 unter dem Namen Ellcr v. E. ein Bataillon des 15.Landwehrregiments, und ist gegenwärtig Oberstlieutenant a. D. undRitter des rothen Adlerordens III. Classe, nachdem er sich bei Lignydas eiserne Kreuz erworben hatte. In der Gegenwart dienen nochmehrere Offiziere, Barone v. E , in der Armee, namentlich der Oberst-lieutenant Baron Eberstein v. Düring, der aus sächsischen Dienstenin preuss. getreten ist. — Ein im Jahre 1807 diinittirter Capitain v.E., der früher in der ostpreussischen Füsilierbrigade gestanden hat,führt den Namen Firnhalter v. E. Siebmacher giebt das Wappen derfränkischen E. I. S. 104. Es sind drei mit den Stengeln zusammen-kommende, einen Triangel bildende, weisse Lilien im blauen Felde.Auf dein ungekrönten Helme steht eine nach der linken Seite gekehrteMohrin ohne Arme, mit einer silbernen Krone und einem silbernenZopfe. M. s. Schannat, Client. Fühl. S. 75. Gauhe, I. S. 355 u. f.,II. S. 229 — 235. Königs Adelshistorie, III. S. 238 u. s. f.