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Ellersbach — Eberstein.
Derer v. E. zeigt ein getheiltes Schild, dessen Obertheil scliwarz, darinein unten abgekürzter goldener Greif mit aushängender rother Zunge,ausgestreckten Vorderkrallen und ausgebreiteten Flügeln; der untereTheil ist schwarz, und darin drei goldene Sturmpfahle. Auf dem ge-krönten Helme wiederholt sich der goldene Greif. Sinap. S. 3-10.
Ebersbach, die Herren von.
Schon in dem Bardenliede des Freiherrn v. Abschatz werden diev. Ebersbach oder Eberspach unter den alten Rittern der Gnaden undLygier aufgeführt. Sie sollen ursprünglich Baiern angehören; aberschon im 14. Jahrhunderte kommen Edelleute dieses Namens in Schle-sien vor, und im Jahre 1320 kommt ein Percgrintts v. E., der ein an-gesehener Cavalier am Hofe Herzogs Conrad von Oels war, als imNamslausclien begütert vor. Merkwürdig ist es, dass ihr späteresStammhaus dasselbe Brunzelwalde bei Freystadt gewesen, das nachmalsein Schloss der Freiherren v. Abschatz war. Die Tochter des umdas Jahr 1570 verstorbenen letzten Zweiges aus dem Hause Ebersbach-Brunzelwalde, des Ritters II uns v. F., vermählte sich an Christoph vonKottwitz, und brachte die Güter des Hauses demselben zu. Eine an-dere Linie Derer v. E. besass das Dorf Ebersbach bei Görlitz, das inder neuesten Zeit dem geheimen Kriegs-Kammerrathe v. Broitzen (m.s. diesen Art.) gehörte. Als die Hussiten im Jahre 1420 die Lausitzverwüsteten, zerstörten sie auch das Schloss der Ebersbache. Da-mals wohnten zwei Brüder auf diesem Schlosse, der eine war zu-gleich Pfarrer seines Dorfes ( Parochus loci), der andere aber war dereigentliche Besitzer des Gutes. Den Ersteren ermordeten die Hussi-ten, der Letztere Holl ins Ausland und begab sich nachmals nach Schwe-den, wo er der Stammherr eines adeligen Geschlechtes wurde, dassich später auch in Liefland und in Preussen ausgebreitet hat. (M. s.Krause, schlesische Priesterquellen.) — Die v. E. in Schlesien führ-ten ein gespaltenes, abwechselnd roth und weiss getheiltes Schild, aufdem Helme aber eine Tonne, die mit dreiStraussfedern geschmücktwar (rotli, weiss, roth).
Eberstein, die Grafen und Herren von.
1) Von den alten Grafen v. E. im Braunschweigschen gehört die-jenige Linie nur hierher, welche im Jahre 1263 nach Pommern kam,und in dieser Provinz grosse Besitzungen erwarb. Der erste nachPommern gekommene v. E. war Otto v. E., ein Sohn des unglückli-chen zu Braunschweig hingerichteten Dietrich, Grafen v. E. Jener Otto,der erste Graf v. E. in Pommern, war der Schwestersohn des BischofsHerrmann v. Camin, aus dem gräfl. Hause Gleichen. Dieser, seinOheim, belehnte ihn 1263 mit der Stadt Naugardt und den dazu ge-hörigen Gütern. Einer seiner Nachkommen, Graf Ludwig v. E., erbautedas schöne Schloss zu Naugardt, welches jedoch gegenwärtig in Trüm-mern liegt. Georg I. wurde im Jahre 1523 von dem Herzoge Boles-lav X. mit dem Lande Massow belehnt, und dieses der Grafschaft Nau-gardt einverleibt. Seit dieser Zeit schrieben sich die Grafen v. E.Herren des Landes zu Naugardt und Massow. Aus ihrer langen Stamm-reihe, die man bei Micräl. VI. S. 446 verzeichnet findet, erwähnenwir namentlich des Grafen Ludwig v. E, der im Jahre 1471 zum 22.Bischof von Camin erwählt wurde. Albert Graf v. E. hatte eine En-kelin des berühmten Kanzlers v. Distelmeyer zur Gemahlin. Nachdemdiese aus Braunschweig vertriebenen und dort ihrer Güter verlustigen