Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
69
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zur Statistik des Adels.

CD

Aebtissin: Verwittwete Freyiii t>. Bottenberg, geborne Gräfin v.Maluschha.

Stiftsfräulein:

Fräulein Ida v. Franhenberg-Lud-wigsdorff.

Charlotte v. Johnsion.Griselda v. Woyrsch.Grälin Josephine v. Neuhaus.Fräulein Amalie v. Stössel.

Jenny v. Wostrowshj.Mariane von Közegliy.

Eliren-Curator: Herr Graf v. Dyhrn und Freiherr zti Schönauauf Bosewitz, General-Landschafts-Director.

Stiftspropst: Herr v. Meier auf Ranzen, Landratli des SteinauerKreises.

Fräulein Joseplia v. Aulocl;.

Juliane v. Lettisch.Gräfin Emma v. Franhenberg.Fräulein Auguste v. Schhopp.

Mariane v Engelhardt.Marie v. Heidebrand.Emilie v. Salis.

2) Das Fräuleinstift zu Rietschiitz bei Glogau.

Die Grälin v. Schwerin, geborne Grälin v. Schmeltau, gründete die-ses Stift im Jahre 1782, indem sie die Einkünfte ihrer Güter Riet-schütz, Schabitzen und lllgowitz zum Unterhalt von fünf adeligen Fräu-lein bestimmte. Bei der Vermählung eines der Stiftsfränlein hörtder Genuss der Stiftung für dasselbe auf. Das Stift hat seinen Vor-steher und das älteste der Fräulein ist ihm als Seniorin vorgesetzt.Die vier Stiftsfräulein führen den Titel Canonissinnen.

S e n i o r i n: Fr. Gräfin Karoline v. Rödern.

Canonissinnen:

Gräfin Bernhardine v. Rödern. Gräfin Amalie v. Rödern.

Karoline v. Rödern. Fräulein Pauline v. Hahnenfeld.

Vorsteher: Herr Graf v. Sclmicltau auf Braucliitsclidorf.

An merk. Ausser diesen beiden wichtigen Stiftungen für die Töchterdes Adels in Schlesien besteht ein drittes Fräuleinstift, welches auseinem uns unbekannten Grunde nicht in dem Handbuche über denkönigl. preuss. llof und Staat aufgeführt wird. Es ist das v. Lest-witzsche Fräuleinstift, welches seinen Sitz in dem herrschaftlichenSchlosse zu Gross-Tschirnau, in alten Urkunden Czernina, Czyrna,auch Scyrna genannt, zum Regierungsbezirke Breslau gehörig undMeile von der Stadt Gurau gelegen, hat. Karl Rudolph vonLcstwilz (Lesswitz) , der Letzte seines alten Geschlechtes, starb am27. August 1803 kinderlos. Er schenkte durch seinen letzten Willenseine Güter zur Gründung eines Stiftes für mehrere evangelischearme adelige Fräulein, die unter einer Aebtissin und einer Priorinstehen, und theils im vollen Genüsse der Stiftung in dem genanntenSchlosse wohnen, theils sich ausserhalb belinden und ein Jahrgeldvon 150 lleichsthalern erhalten. Dieses Stift wurde am 29. Septbr.1815 erölfnet. Seine Verwaltung wurde unter Beaufsichtigung derkönigl. Regierung zwei Curatoren anvertraut, dem Baron v. Sloschauf Gleinich und dem Grafen v. Rödern auf Glumbowitz. (M. s. auchden Art. die Freiherren und Herren von Lestwitz.)