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Adelmann.
abermals den Bestand des Familienbesizthums; in Folge desselbenzeigen sich als neue Erwerbungen: das Scliloss Rechenberg mitZubehör, Güter zu Gerbertshofen, Weipertshofen, Blindheim,Thannweiler, Geyersberg, Bernhardsdorf und das Weiler Deuf-stetten. Dieser Wechsel erfolgteunter Georgv.A., einem Sohne Wil-helms, und Mitglied des schwäbischen Bundes unter dem CantonKocher, und scheint in Verbindung gestanden zu seyn mit demdamaligen Bestände der Familienglieder; denn ungeachtet Georgder einzige war, auf dem damals die Fortpflanzung beruhte, soergiebt sich doch aus dem in Bucelins Stemmatographie (2. und4. Theil) einverleibten Stammbaum, dass die Zahl der Familien-glieder binnnen kurzem sich wieder vermehrt hatte, indem Georg vonseiner Gemahlin, Brigite von Leonrod, 14 Söhne und 4 Töchterhinterliess. Von diesen kamen drei in Besiz des väterlichenErbes, indem der eine zu Neubronn, der andere zu Schechingen,und der dritte zu Rechenberg seinen Wolinsiz aufschlug. Vonden übrigen war Johannes 1501 Domherr zu Blumenthal, spä-ter Fürst und Deutschmeister in den deutschen und welschenLanden. Dieser wohnte, wie aus den Reiohsabschieden zu er-sehen ist, vor und nach erworbener fürstlicher Würde verschie-denen Reichstagen an, und starb 1515 zu Mergentheim, woselbster auch begraben liegt. Wilhelm war kurbaierisclier Präfect;Camillus Bernhard (geb. 1457, 1'16. Dec. 1523) und Conrad(geb. 1460, f 6. Febr. 1547), Domherren zu Augsburg und Eich-städt; sie zeichneten sich durch Gelehrsamkeit und Eifer für die An-sprüche und den Glauben der Protestanten aus. Beide Brüderstanden mit den gelehrtesten Männern ihrer Zeit, wie z. B. mitHutten, Pirklieiiner , Peutinger u. A. in Briefwechsel, und Eras-mus von Rotterdam widmete ihnen die schönsten Produkte seinesseltenen Geistes. Wie sehr Bernhard die Aufnahme der Wissen-schaften, insbesondere der lateinischen Sprache am Herzen lag,erhellet aus seinen Briefen an Joli. Reichlin (in illustrium viro-rum epist. ad Joh. Reiclilinum; Hagenoae 1519, 4.) und aus den29 Briefen, die er an Wilib. Pirklieimer schrieb, welche J. Heu-mann in seinen Documentis literariis; Altb. 1758, 8. abdruckenliess. Durch seinen rastlosen Eifer für die Sache der Reforma-tion zog sich Bernhard lange Zeit den Hass und die VerfolgungJohann Ecks zu, der den Inhalt der päpstlichen Verdammungs-bulle 1520 auch auf ihn auszudehnen versucht hat. Bernhard istzugleich Gründer des noch bestehenden sogenannten Bruderhauseszu Eichstädt, eine Anstalt für betagte arme Männer, derenAufnahme der Familie zusteht. Ein anderer von Georgs Söhnen,Christoph v. A. war im gelobten Lande, wurde aber auf seinerRückkehr ins Vaterland unweit Abtsgmünd meuchlings überfallenund getödet. Balthasar v. A. war Obervogt und Statthalter zuSchorndorf, in welcher Eigenschaft er sich während des Bauern-aufruhrs in dortiger Gegend besonders auszeichnete, indem esseiner Besonnenheit und seinem unerschrockenen Muthe gelang,