aus seinen famosen handschriftlichen Collektaneen, Herrn M. von Janecki in Berlin fürzahlreiche werthvolle Zusätze und Ergänzungen, betreffend die polnischen Grafengeschlechter,sowie endlich Herrn Generalmajor z. D. Freiherrn von Ledebur für die Hersrabe vonOriginalsiegeln aus seiner Sammlung, deren Reichhaltigkeit und Ordnung zur Klärungund Berichtigung von manchen Zweifeln nicht wenig beigetragen hat. — Hinsichtlich der Farben-bezeichnungen bemerken wir, dass, wo die Feinheit des Stiches Zweifel zuliess, wir die noth-wendige Erklärung stets im lext gegeben haben; im Uebrigen wiederholen sich auf jeder Tafeldie Schildchen mit den für die Farben üblichen heraldischen Schraffirungen, so dass selbst einLaie hiernach die Wappen bunt auszumalen in der Lage sein dürfte.
Um jedoch jedweden Irrthum auszuschliessen, wird bemerkt, dass die heraldische Schraffi-rung nur innerhalb des Schildes nach dessen Achsen läuft, dagegen Alles was ausserhalbdes Schildes sich befindet, nach der Achse des Papiers schraffirt ist. Ein roth, d. h. mit inder senkrechten Schildachse laufenden Linien schraffirter Schild bleibt also auch dann roth, wenner \ schräggelehnt ist und demnach die Schraffirungsstriche in der gleichen \ Richtung laufenwogegen e i ne ausserhalb des Schildes, auf dem Helm oder hinter dem Schilde ebenso\ schräggelehnte Fahne um als roth zu gelten | so, also in der Achse des Papiers schraffirtsein muss (Beschluss des Vereins „Deutscher Herold" in Berlin).
Von benutzten Quellen führen wir ausser den obigen an: Die Akten des Hauptstaats-archivs zu Dresden, des Reichsheroldenamts zu München, des k. Ministeriums des Innern zuStuttgart, die gothaischen Taschenbücher, einige Wappenbiicher, sowie das'Neue Siebmacher'scheWappenwerk (Nürnberg, Verlag von Bauer & Raspe) und die „Standeserhebungen undGnadenakte deutscher Landesfürsten der letzten drei Jahrhunderte (Görlitz, C. A. Starke)des unterzeichneten Verfassers, auf welche mehrfach verwiesen worden ist.
Abkürzungen sind nur in geringem Umfange gebraucht worden, hauptsächlich in denUnterschriften und zwar R. für: Reichs, Erbld. für: Erbländisch, Grf. für: Grafenstand, Gf. für:Grafen, Fh. für Freiherren, N. und Wv. für: Namens- und Wappenverbindung, H. Qu. für: Haupt-quartier, ejd. für: ejusdem, d. d. für: de dato, 1. A. E. für: laut Allerhöchster Entschliessung,lt. Handschr. für: laut Handschreibens, 1. A. C.-O. für: laut Allerhöchster Cabinetsordre. Sehr oftist die Allerh. Entschliessung oder Cabinetsordre vom selben Tage aber aus einem anderenOrte datirt, was dann durch Klammern markirt wurde.
Indem wir die Schlusslieferung dem verehrlichen Abonnentenkreise hiermit übergeben,hegen wir die Hoffnung, dass das Werk sich selbst weiter empfehlen und als erstes authen-tisches und Pracht-Werk bald auf keinem Tische der Liebhaber ehrwürdiger Familiengeschichteund edler Heroldskunst mehr fehlen wird.
Der unterzeichnete Verfasser ist gern bereit, Ergänzungen sowie Berichtigungen, sofernsie auf authentischen Beweisen basiren, für einen, wie wir hoffen, später erscheinendenSupplementband entgegenzunehmen.
Steglitz bei Berlin, im August 1890.
Leipzig.
Grunewaldstrasse 20.
Maximilian Gritzner,
Die Verlagshandlung.
Kgl. Preuss. Kanzleirath, Prem.-Lieut. a. D.