WAPPENALBUM DER GRÄFLICHEN FAMILIEN DEUTSCHLANDS UND OESTERREICH-UNGARNS ETC. HERAUSGEGEBEN VON M. Gritzner und JId. M. Hildebrandt. & VIERTER BAND. ENTHALTEND WAPPENTAFEL 586-700.NEBST TEXT s-z. LEIPZIG. T. O. WEIGEL NACHFOLGER. 1890. □ Grafen von Saint-Genois, Freih. von Anneaucourt (Oesterreich -Ungarn) k. k. Oesterr. Grf. d. d. Wien 25. Januar 1827. *) Grafen von Saint-Julien Grafen von und zu Waldsee — im Diplom: Sant Julian, Grf. von und zu Walsee — (Oesterreich - Ungarn) Bestätig, des dem Heinrich v. St.-J., Freih. v. W. d. d. 23. September 1627 verliehenen R.-Grf. für denselben u.. Ausdehn, auf seine Vettern Philipp Wilhelm u. Karl, d. d. Wien 29. September 1638. Wappenalbum griltl. Familien. T. O. WEIGEL in LEIPZIG. ■ m Grafen und Herren von Salburg zum Salaberg Freiherren auf Falkenstein — im Diplom: S. zu Salaberg, Freih. zu Falckhenstain — (Oesterreich -Ungarn) Reichs- u. Erbld. Grf. d. d. Salzburg 3. November 1665. Graf von Saldern-Ahlimb-Ringenwalde (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. bei Lebzeiten des älteren Bruders u. gleichzeitige Genehmigung, dass der jedesmalige Besitzer des Majorats Ringenwalde obigen Namen (statt Ahlimb - Saldern-R.) führen soll 1. A. C. O. d. d. Berlin 30. Dezember 1885. 587 Grafen von Salis-Soglio(-Bondo) (Schweiz; Grossbritannien) Reichs-Grf. d. d. Wien 12. März 1748. Graf von Salis-Seewis (Schweiz) Kgl. Französ. Grf. nach dem männl. Erstgeburtsrecht d. d. 1. Februar 1776. Wajipenalbura gräli. Familien. T. 0. AVEIGEL In LEIPZIG. 1 □ Grafen von Salis-Zizers (Oesterreich-Ungarn; Schweiz; Italien) Reichs- u. Erbld. Grf. d. d. Wien 26. August 1694. Grafen von Salm-Hoogstraeten (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. (als »Grf. Hoogstraeten«) d. d. 28. Mai 1831, Kgl. Preuss. Erl. zur Führung des obigen Namens, nebst dem Wappen des F.-Hauses Salm mit der Grafenkrone, 1. A. C. O. d. d. Sanssouci 30. Juli 1847, Kgl. Preuss. Wappenbesserung d. d. Berlin 9. Octbr. 1858, Urkunde 13. Juni 1860. Wappenalbum grafl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. Salvadori Grafen de San Nazzaro (Oesterreich -Ungarn) Bestätig, des dem Rochus Anton de S. durch K. Karl VI. nach dem Recht der männl. Erstgeburt d. d. Wien 27. April 1739 verlieh. Reichs- u. Erbld. Grf. als eines Oesterreichischen mit ders. Beschränkung 1. A. E. d. d. Ofen 29. März (Bestät.-Urkunde d. d. Wien 22. August) 1868. Grafen von und zu Sandizell (Bayern) Reichs- u. Kurpfalzbayer. Grf. (durch Kurf. Carl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar) d. d. München 26. April 1790. 590 ss^ & Grafen und Marquis Saporta (Bayern; Frankreich) Kurpfalz. Anerk. des Grf. 9. Septbr. 1768; immatr. bei der Grafenklasse der Kgl. Bayer. Adelsmatrikel 1. October 1814. Grafen Saracini von Beifort (Oesterreich-Ungarn; Italien) Reichs- u. Kurpfalzbayer. Grf. (durch Kurfürst Carl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar), d. d. München 3. August 1790, k. k. Oesterr. Bestät. des Grf. 1. A. E. d. d. Wien 14. März 1827 (Diplom- ( ausfertigung d. d. Wien 25. Januar 1834) — als Graf Saracini —. Wappenalbum grilü. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 591 Grafen Sardagna von Neoburg und Hohenstein (Oesterreich-Ungarn) Reichs- u. Kurpfalzbayer. Grf. (durch Kurf. Carl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar) d. d. München 27. Juli 1790, k. k. Oesterr. Bestät. d. d. Wien 14. März 1827. Grafen von Sarnthein — im Diplom: Särntheim — (Oesterreich - Ungarn; Italien) Reichs- u. Erbld. Grf. d. d. Ödenburg 12. Dezember 1681. *)Graf von Sauerma-Ruppersdorf, Graf von Sauerma-Zülzendorf (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. mit ob. Beinamen, nach dem Rechte der männl. Erstgeburt und Geburt von adliger Mutter für den jedesmal. Besitzer der genannten beiden Majorate 1. A. C. O. d. d. Berlin 15. October 1840 (Diplom d. d. Erdmannsdorf 10. October 1846). Grafen von Saurma-Jeltsch, Freiherren von und zu der Jeltsch Kgl. Preuss. Grf. (unbeschränkt) d. d. Berlin 6. Juli 1798 und Graf Saurma von der Jeltsch -Lorzendorf (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. (nach dem Rechte der männl. Erstgeburt u. Geburt von adliger Mutter für den jedesmal. Besitzer des Fideikommisses Lorzendorf-Struse) 1. A. C. O. d. d. Berlin 15. Octbr. 1840 (Diplom de eod.) Vappeualbum grüfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 593 Grafen Schach von Wittenau (irrthümlich: Schack v. W.) (Preussen) Reichs-Grf. d. d. Wien 15. März 1759. Graf von Schack (Preussen; Mecklenburg; Bayern) Kgl. Preuss. Grf. (nach dem Rechte der männl. Erstgeburt, geknüpft an den Besitz des Fideikommisses Zülow i. M.), d. d! Berlin 22. Novbr. 1876, Grossh. Meckl.-Sclnverin'sche Bestiit. d. d. 28. Dezbr. ejd. 591 Herren und Grafen von Schärffenberg — im Diplom: Scherffenberg — (Oesterreich-Ungarn; M. *j* 15-/9- 1847) Erbländ.-Böhm. Grf. d. d. Wien 18. Februar 1717. Grafen von Schaesberg (Preussen; Württemberg) Reichs- u. Erbld. Grf. d. d. Wien 9. September 1706 (nicht 26. Februar 1705). Wappenalbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 595 Grafen und Herren zu Schallenberg, Freih. auf Luftenberg u. Biberstein — im Diplom: Gf. v. S. auf Lufftenberg und Piberstein — (Oesterreich-Ungarn) Reichs-Grf. d. d. Wien 5. April 1666. Grafen von Scheler (Württemberg) Kgl. Württemberg. Grf. d. d. Stuttgart 23. October 1812. Wappenalbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 597 *)Grafen von Schimmelmann zu Lindenburg (Preussen; Dänemark) Kgl. Dänischer Lehens-Grf. (unbeschränkter Vererbung) d. d. 8. April 1779. Grafen Schirndinger von Schirnding (Oesterreich-Ungarn) Erbld.-Oesterr. Grf. d. d. Wien 18. Dezember 1793. inilbnm irrüfl VnmilinTI Grafen von Schlabrendorf (Linie Seppau; Preussen) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Berlin 15. October 1786. Grafen von Schlieben (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Berlin 9. August 1718. Wappennlbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 599 *)Grafen von Schließen (Preussen; Mecklenburg-Schwerin) Kgl. Preuss. Grf. I. A. C. O. d. d. Berlin 3. (nicht 1.) März (Diplom-Ausfert. d. d. Berlin n. April) 1812. Grafen von Schlik zu Bassano und Weisskirchen — im Diplom: Schlickh von Passaun — (Oesterreich - Ungarn) Reichs-Grf. (als *Gf. zu F.«) d. d. Prag Freitag nach St. Simon und Juda (i. November) 1437 (Kaiser Siegismund), kais. Bestiit. des Grf. d. d. Wien 19. Octbr. 1626 u. d. d. Regensburg 24. Septbr. 1641. ^ Wappenalbum griill. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. coo Grafen und Herren von Schlitz genannt von Görtz, Herren zu Schlitz, Wegfurt und Rechberg (Grossh. Hessen) Reichs- und erbld. Grf. nebst Wb. d. d. Laxenburg lo.Juni 1726. . ———————————— Wappenalbum gräfl. Familien. T - WEIGEL in LEIPZIG. Grafen Schlippenbach, Grafen von Wath und Sköfde, Freih. v. Liuxula und Salingen (Preussen; Oesterreich - Ungarn) Kgl. Schwedischer Grf. d. d. i. Juni 1654. 601 'S Grafen von Schmettow j Grafen von Schmettau (Gottfriecl'sche oder Tschanitz'sche Linie) | (Ernestinische oder Drömling sehe Linie) — nach dem Diplom: Schmettau — (Preussen ; Dänemark) Reichs- und Kurbayerischer Grafenstand d. d. Frankfurt a. M. 24. Februar 1742 (K. Karl VII.) anerk. in Preussen 31. Juli ejd. Wappenalbum grliü. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. Grafen von Schlitz, genannt von Görtz-Wrisberg (Braunschweig; Preussen) Kgl. Hannov. Erl. z. Führ, des R. Grf. nach dem Dipl. d. d. Laxenburg 10. Juni 1726 — 1. d. d. Carlton- House 26. Februar 1817 und 2. d. d. Carlton-House 3. Juni 1817. Grafen Schmidegg von Sär-Ladäny — im Dipl.: Schmidegg, ohne Präd. — (Oesterreich - Ungarn) Erbld. Ungar. Grf. d. d. Wien 7. Februar 1738. (älterer Ast) (Bayern) Reichs - Grf. d. d. Wien 5. August 1701, in Bayern b. d. Grafenklasse immatrikulirt 22. Juni 1813. 603 Grafen zu Schönborn-Buchheim — früher S.-Heussenstamm; mittlerer Ast — Grafen zu Schönborn — jüngster (Böhmischer) Ast — (Oesterreich - Ungarn) Reichs- u. erbld.Grf. d. d.Wien 5. Aug. 1701. Obersttruchsess-Amt in Nd. Oesterreich d.d.Wien 19. Febr. 1711 Grafen und Herren zu Schönburg, Grafen und Herren zu Glauchau und Waldenburg, der niederen Herrschaft Hartenstein etc. (Kgr. Sachsen). Wappenalbura gr&U. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 1 □ Grafen von Schönfeld auf Löbnitz, Stromthal und Liebertvolkwitz (Oesterreich - Ungarn) Reichs-Grf. d. d. Wien 6. Dezember 1788. Grafen von der Schulenburg (Schwarze Linie; jüngstes Haus zu Lieberosa) — (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Berlin 17. Januar 1816. Wappenalbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 605 Grafen von der Schulenburg (ältere weisse Linie) Häuser Hehlen, Beetzendorf, Wolffsburg, Nimptsch, Hornhausen und Closterroda (f) — (Mecklenburg - Schwerin, Braunschweig, Preussen) Reichs- und erbld. Grf. d. d. Wien 7. Dezember 1728, anerk. in Preussen am 28. Mai 1729, in Kurhannover (f. Haus Hehlen 24. Nov. 1747). Grafen von der Schulenburg (jüng. weisse Linie; ält. Ast) Häuser Kehnert, Traiupe (Dipl. d. d. Berlin 2. October 1786) Emden, Altenhausen Bodendorf (Dipl. d.d. Berlin 6.Juli 1798). — (Preussen, Wappenalbum gräü. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. Grafen von der Schulenburg-Hessler (jüngere weisse Linie; jüngerer Ast; i. Zweig) — Haus Vitzenburg — (Preussen) Reichs-Grf. d. d. Wien 26. August 1786, Kgl. Preuss. Nv. 5. März 1844. Grafen von der Schulenburg (jüngere weisse Linie; jüngerer Ast; 2. Zweig) — Haus Angern — (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. laut A. C. O. d. d. Berlin 20. Juli 1753 (Diplomausfert. d. d. Berlin 16. Juli 1774). *) Grafen von Schweinitz und Crain, Freiherren v. Kauder (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Berlin 13. September 1748. *) Grafen von Schweinitz-Schlichting (Preussen) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Berlin 13. September 1748, Kgl. Preuss. N. u. Wv. (Schi.) d. d. Berlin 2. Juni 1797. Grafen von Schwerin (Linien Walsleben, Wildenhoff, Wolfshagen) (Preussen) Reichs- und erbld. Grf. d. d. EbersdorfF n. September 1790. Kurbrandenb. Anerk. lt. Rescr. d. d. Cöln a. d. Spree 26. November ejd. *) Grafen von Schwerin (Linie Schwerinsburg) Kgl. Preuss. Grf. 1. A. C. O. d. d. Charlottenburg (Diplom d. d. Berlin) 31. Juli 1740. Wappenalbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 609 *) Grafen von Schwerin (Linie Wendisch-Wilmersdorf) Kg l. Preuss. Grf. d. d. Berlin 2. Januar 1787. (a. d. H. d. Herren von Schwerin) Kgl. Preuss. Grf. d. d. Baden-Baden 14. September 1859. N. u. Wv. nach d. Erstgeburtsrecht für den jedesmaligen Besitzer des Fideicommiss Wustrau aus adliger Ehe. Graf von Zieten-Schwerin 610 Grafen von Schwicheldt (Braunschweig; Preussen) Reichs- und Kurpfalzbayer. Grf. (durch Kurf. Carl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar) d. d. München 25. September 1790, anerk. in Kurhannover lt. Publik, d. d. 20. Dezember ejd. Grafen von Seckendorf (Linie Aberdar-Oberzenn) (Bayern) Kgl. Wurtt. Grf. d. d. Stuttgart 6. November 1810; imm. b. d. Grafenkl. d. K. Bayer. Adelsmatrikel 16. August 1841. Wappenalbum gräfl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. Cll Grafen von Seebach (Kgr. Sachsen) Kgl. Belgischer persönlicher Grf. d. d. 20. Februar 1864, Kgl. Sachs. Bestätigung (und Ausdehnung) d. d. 21. Dezember 1865. Grafen Segur-Cabanac (Oesterreich - Ungarn) k. k. Oesterr. Anerk. des Grf. (durch Ertheilung des Mährischen Incolats 1. A. E. Baden 15. Juli 1810, sowie des Böhmischen pp. im Herrenstande d. d. Wien n. Juli 1811). Wappenalbum gräfl. Fanlilien. T. 0. WF.IGEL in LEIPZIG. 613 ü ü Grafen von Seilern und Aspang — im Dipl. ohne dies Präd. — ( Oesterreich - Ungarn) Reichs- u. erbld. Grf. d. d. Wien 5. November 1712, Anerk. des Grf. als eines erbld. Böhmischen d. d. Wien 3. October 1746. Grafen von Seinsheim zu Kottenheim, Seehaus und Sinching — so im Diplom — (Bayern) Reichs- u. erbld. Grf. d. d. Wien, 17. September 1705; imm. b. d. Grfkl. d. K. Bayer. Adelsmatrikel 30. März 1811 u. 16. Dezbr. 1812. Wappeualbum griifl. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. 615 Grafen Serenyi von Kis Sereny (S. d. K.-Serydn) — im Diplom: Sereny •— (Oesterreich - Ungarn) Erbld. Böhmisch-Mährischer Grf. d. d. Wien 7. April 1656. Wappenalbum gratl. Familien. Grafen von Seidern (Oesterreich - Ungarn) Oesterr. Grf. 1) d. d. Wien 22. Juni 1807 (für Karl; + 30. 4. 1866) und 2) 1. A. E. Wien 25. (Diplomausfert. 20. Februar) 1845 für Johann (des obigen Neffen), 616 (Bayern; Oesterreich - Ungarn; Preussen) Herzogl. Savoyischer Marquisstand i. März 1375, Kurbayer. Ausschreib, als Grafen 21. Dezember 1774, immatr. b. d. Grafenklasse daselbst 13. Januar 1815, Kgl. Preuss. Anerk. t . October 1829. Grafen Seyssel d'Aix Grafen von Sickingen-Hohenburg (Preussen; Oesterreich - Ungarn) Reichs Grf. d. d. Wien 19. Februar 1790. Wappen&lbum gräü. Familien. T. 0. WEIGEL in LEIPZIG. u Schweden den Grafenstand und sub 142 die Introduction. Salvadori. Den Reichsgrafenstand de 1739 erhielt Ro chus Anton de S., stammend aus der Stadt Riva di Trento, wo die Familie zuerst der Cittadinanza, dann dem Patriziate und seit 1583 dem dortigen Adel zugehörte. Die Bestätigung de 1868 erhielt Franz Graf S. de S.-N., Gutsbesitzer in Roveredo , Urenkel des Obigen. — Der Adler ist goldbewehrt, die Sterne golden. Sandels. Diese gegenwärtig durch Vermählung auch nach Preussen gekommene Familie erhielt 1815 ein schwedisches Grafendiplom und sub Nr. 124 die Introduction. Sandizell. Die Büfielhörner auf dem Helme (mit Stirnf ell und Ohren) sind gleichsam mit Hermelinfell überzogen ; die Ritter stahlgeharnischt mit holzfarbenen Lanzen, gelben Handschuhen, die Fransen der Fahnen golden. Das Postament golden (ex dipl. cop.). Sandor von Szlawnicza. Aus diesem uralten ungarischen gräflichen Geschlechte, welches den Ungar. Grafenstand am 27. August 1787 erhielt, existirt, nachdem der letzte Mannesspross, Graf Moritz, am 23. Februar 1878 gestorben ist, nur noch eine Dame, seine Tochter Pauline, vermählte Fürstin Metternich. Das Wappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplementband vorbehalten, ist bei Kneschke im Allgemeinen richtig angegeben, jedoch ist der Berg ein spitzer Dreifels, der zwölfendige Hirsch hält drei einzelne Blätter, der Pfeil ist silbern, die schildhaltenden Adler sind gekrönt und goldbewehrt und stehen auf grünem Rasen. Die Adlerflügel auf Helm I und III ermangeln der Adlerklauen. Die Decken links sind blausilbern. Anscheinend eine andere Linie, die Grafen Sandor de Bajom, führen im blauen Schilde auf grünem Boden einen gegen hohen, in den rechten Schildrand verschwindenden Fels aufgerichteten zehnendigen Hirsch, welcher mit dem Maule eine von drei auf dem Felsen an Blätterstengeln wachsenden Rosen abfrisst. Auf dem Helme wächst der Hirsch, eine Rose am Blätterstengel im Maule haltend. Sandreczky und Sandraschütz. Das Wappen dieses, mit Graf Hans v. S. u. S. am 2. Dezember 1886 erloschenen, durch Diplom d. d. Breslau 6. November 1741 (nicht 28. Juni 1742) in den Preussischen Grafenstand erhobenen Geschlechts giebt Koehne, Preuss. Wappenbuch I. 86, ziemlich richtig sub Sandrasski. Wir behalten uns die Abbildung für einen ev. Supplementband vor. von Sangiantoffetti. L. A. E. und Diplom d. d. Wien 14. November 1819 erhielt Lorenz de S., aus einem altadeligen Geschlechte der Stadt Crema, den k. k. Oesterr. Grafenstand. Die Familie gehörte seit 1638 auch dem Patriziat von Venedig an. Das Wappen, dessen Reproduction wir einem ev. Supplementbande vorbehalten, zeigt einen mit Grafenkrone bedeckten, von zwei auf grünem Rasen stehenden goldenen Löwen gehaltenen Schild, welcher einen natur- farbenen gekrönten Löwen, ein silbernes Gitter (Rahmen mit einem senkrechten und zwei Querstäben, alle mit Nagelkuppen) in den Pranken haltend, im Roth über Silber ge- theilten Felde zeigt. Sangiuliani. Laut k. k. Oesterreichischer A. E. d. d. Pavia 22. Februar 1816 (Decret 3. u. 16. September ejd.) erhielten die Söhne des f Grafen Anton v. S.: Abbe Johann Baptist und Franz, sowie des Letzteren Sohn Joseph, die Bestätigung des Grafentitels, welcher nach dem Rechte der männlichen Erstgeburt durch König Karl II. von Spanien d. d. 19. October 1693 ertheilt, d. d. Mailand 28. August 1770 dem Conte Giov. Steffano S. anerkannt worden war. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed. Saporta. So wie wir gegeben, wird das Wappen gefüh rt, also ein schreitender Löwe im Schi ldhaup t. Die Familie existirt augenscheinlich noch in Frankreich. Saracini. Bereits d. d. Wien 30. September 173t hatte Leonhard Sigmund Cajetan S. aus der älteren Linie mit dem Prädikat v. B. und demselben Wappen wie im Diplom de 1790, nämlich einem von Grafenkrone gekrönten in rosa Cartouchebord, durch den zwei grüne Palmzweige sich schlingen, befindlichen Ovalschild, darin die 3 Löwenköpfe (ohne Helme), den Reichs- und Erbländischen Grafenstand mit Prädikat »Hoch- und Wohlgeboren«: erhalten. Die Herrschaften Molveno und Beifort, die ältesten Lehen im Reichsfürstenthum Trient, hatte die Familie bereits von Kaiser Leopold I. »cum mero et mixto ingenio« erhalten. Sardagna. Der Herzschild ist goldbordirt; der Löwe auch in beiden Diplomen linksgekehrt. In Feld II und III ist ein von grünem Felsen herabfallender Wasserfall (I) dargestellt. Nach dem Reichs-Vicariats - Diplom sind die Büffel- hörner auf Helm I anstatt mit Quer- je mit Schräg-(rechts-) Spange bezeichnet, sonst ist alles wie im Diplom de 1827. CXLIX - Sarnthein. Feld I und IV ist das Wappen der alten Sarntheiner von Nordheim, welche 1646 erloschen und deren Wappen dem David Wagner, welcher ihre Herrschaft 1648 käuflich erworben, bei der Erhebung in den Freiherrnstand d. d. II. November 1681 anstatt des Wagner'schen verliehen worden war. Feld II und III ist das des f Geschlechts der Hopfau, welches durch Diplom Kaiser Karls V. d. d. Valla- dolid 20. März 1541 dem gleichnamigen Grossvater des obigen David als das seiner Mutter zu dem, seinem Vater Georg d. d. Augsburg 20. Septbr. 1530 verliehenen Wappen (was jetzt unbekannt ist) hinzugefügt hatte. Mittelschild und Jerusalemskreuz kam bei der Grafung hinzu und erst in diesem Diplom wurde gestattet, auch den ursprünglichen Familiennamen Wagner fortzulassen und sich Grafen von Sarnthein zu schreiben. Die Sterne sind golden. Weder auf dem Herzschilde (wie irrig bei Kneschke) noch auf dem Hauptschilde steht im Diplom eine Krone. Sauer, Grafen von und zu Ankhenstein, Freiherren zu Klossniackh (nicht Kosiak). Dieses Geschlecht, welches noch am II. Februar 1814 in die Bayerische Adelsmatrikel bei der Grafenklasse eingetragen war, (cfr. Gritzner, Bayer. Adelsrepertorium, Seite 386) muss bald nachher erloschen sein. Das Wappen nach dem Grafendiplom ist nirgends, auch nicht bei Tyroff, Bayer. Wpb. II 10 complet gegeben und behalten wir uns seine Abbildung und Erklärung für einen ev. Supplementband vor. Sauerma. Im Diploms-Concept ist der Schrägbalken im hinteren Felde, worin der naturfarbene laufende Fuchs, erniedrigt, also nicht vom rechten Ober- zum linken Untereck gezeichnet, es ist dies indess unheraldisch und so wie in der »Geschichte der Sauerma« auch von uns verbessert, sowie der auf Helm I fälschlich rechtssehende Adler in einen einwärtssehenden verwandelt, insgleichen auch die ungeschickte Haltung des Schwertes im Rachen des Fuchses, (schrägrechtssteigend) in die natürlichere (schräglinksgestürzt) wie in der »Geschichte der Sauerma« verwandelt. Das Postament besteht aus blauem Marmor. Sauerma. Die Löwen als Schildhalter sind von der 1798 gegraften Linie angenommen worden, obwohl im Diplom der ovale (sie) Schild lediglich frei auf einem brettartigen Fussgestell ruht. Auch im Diplom de 1840 sind Schildhalter nicht verliehen. Schild und Helm beider Diplome sind im Uebrigen völlig gleich. Graf Saurau, Freiherren auf Ligist, Fridlstain, Läbegg und Prembstetten. Den Reichs- und Erbländischen Grafenstand, unter Vereinigung des Wappens mit dem des j" Geschlechts der von Lindegg, dem Prädikat Wohlgeboren und obigem Titel, erlangte d. d. Prag 12. Januar 1628 Karl Freih. v. S., kais. Rath und Kämmerer und als »Grafen von Saurau, Freiherrn zu Grosslobming, Herrn der Herrschaften Thana und Thranerspach zu Sauerprunn und Reifferstein«, d. d. Wien 17. Januar 1636 die Gebrüder Ehrenreich und Erasmus Wilhelm, Freiherren v. S., mit demselben Wappen, ferner d. d. Pressburg 5. Januar 1638 das Prädikat »Hoch- und Wohlgeboren« und endlich auch d. d. Ebersdorf 5. October 1676 Seyfried Freiherr v. S., Herr auf Fridt und Vestenburg, Erblandmarschall in Steyermark, Deutschordensritter und Comthur zu Laibach, Möttling und Tscher- nembl mit demselben Wappen. Karl gründete die jüngere Linie, welche sich mit des Stifters Söhnen Wolf Rudolf und Sigmund Friedrich in den älteren Steyermärkischen und den jüngeren Oesterreichischen Zweig spaltete. Letzterer erlosch gänzlich mit des Stifters Ururenkel Graf Franz (geboren 10./9. 1760) am 9. Juni 1832. Der ältere Steyermärkische Zweig erlosch am 28. August 1846 im Mannesstamme mit Graf Zeno v. S., dessen Wittwe erst am 20. November 1880 starb. Die ältere Linie mit Diplom de 1636 erlosch bereits Anfangs des 18. saeculi. Das Wappen, welches überall, so auch bei Kneschke theils falsch, theils incomplet abgebildet ist, hat einen sechsfeldrigen Hauptschild mit geviertem Mittelschild und fünf Helmen, und behalten wir uns die Abbildung für einen ev. Supplementband vor. Sauvage. D. d. 30. December 1855 erhielt Etienne Noel Joseph Chevalier de S. und nachdem sein Vater Friedrich Joseph de S. d. d. 28. Dezember 1840 die Belgische Anerkennung des Ritterstandes, auf Grund eines dem Friedrich Joseph S. d. d. 8. Mai 1762 ertheilten Erbländischen Ritterstandsdiploms und der bereits durch König Wilhelm I. der Niederlande ertheilten Anerkennung vom 7. October 1822 erhalten hatte, den Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen: gespalten; vorn in Gold ein wilder, mit Epheu bekränzter und umgürteter Mann, mit Keule über der Schulter, hinten in Blau ein roth-bezungter und -bewehrter goldener Löwe. Grafenkrone. Gekrönter Helm: der wilde Mann wachsend. Decken: blaugolden. Schildhalter: 2 Löwen wie im Schilde, je mit Banner, wie der Schild, stehend auf grünem Boden. Sawadowsky (Zawadowski). Diese in Russland noch blühende Familie (u. A. starb 1854 ein General der Cav. Graf Z., Hetman der Kosaken des schwarzen Meeres) erhielt den Grafenstand des heiligen Römischen Reichs d. d. Wien 27. Juni 1794 in Person des Peter Wasiliewitsch S., Kais. Russ. Geh. Raths, und seiner Brüder Jacob (Jakow) und Elias (Ilja) mit »Hoch- und Wohlgeboren«, sowie Wappenbesserung. Der Vater der Gebrüder hiess Wassili (Basilias) und war Geistlicher in der Ukraine, dessen Vater hiess ebenfalls Basilius und des Letzteren Vater trat im 17. saec. in Russische Dienste. Peter war Günstling Katharinas II., er war auch bei Kaiser Paul beliebt, der ihn d. d. 17. April 1797 mit seinen Brüdern auch in den Russischen Grafenstand erhob. Wir behalten uns die Abbildung des bei Siebmacher, Supplement XI, 19 5, jedoch mit mehreren Fehlern gegebenen Wappens für einen Supplementband vor. Sayn-Wittgenstein-Sayn. Von dieser im Grafenstand verbliebenen, in Bayern bei der Grafenklasse am 16. September 1815 immatrikulirten Linie starb der letzte Mannesspross Graf Gustav (geb. 10. März 1811) am 24. Juni 1846. Seine Wittwe, geborene Gräfin Salisbury und deren CL «tu . fW Töchter, Gräfin Eleonore, vermählte Prinzess Otto zu Sayn- | Wittgenstein-Berleburg, und Leontine, vermählte Gräfin Carl i v. Königsmarck, leben noch. Das Wappen dieser Linie ist: geviert, mit Herzschild (Sayn), I und IV: Wittgenstein, II: Homburg, III: Freysburg. 3 gekrönte Helme. I (rechts): Sayn, II: Wittgenstein, III: Homburg, cfr. Neuer Siebmacher, Hoher Adel, I. Reihe. Sbruglio. Franz Heinrich S. und seine Mutter Marianne, geborene Gräfin Antonini erhielten durch Allerhöchste Ent- schliessung d. d. Mailand 13. Mai 1825 die k. k. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes, den, verliehen d. d. 8. Juli 1683 durch den Grossherzog Cosmus III. von Toscana, d. d. 10. Februar 1734 dem Heinrich Conte Sbroglie seitens der Republik Venedig bestätigt worden war. Die Bestätigung des rittermännischen Adelstandes, unter Verleihung des Ritterstandes für Reich und Erblande, hatten d. d. Wien 9. Mai 1640 die aus Friaul stammenden Nikolaus de Sbrulio und seine Brüder Ferdinand, Richard, Julius Cäsar, Rudolf, Carl, Johann Joseph und Johann Franz, und d. d. Ebersdorf, 7. September 1695 die Gebrüder Franz und Rudolf erhalten. Wappen: In Silber ein flugbereiter rother Hahn, statt des Schwanzes Kopf und Hals einer grünen Schlange habend. Letzterer auf dem Helme. Das gräfliche Wappen kennen wir nicht. della Scala. Eine Linie dieses Geschlechts, nämlich Claudius d. S., erhielt am 10. December 1816 die k. k. Oesterreichische Bestätigung des Grafenstandes cfr. annuario della nobilta italiana de 1883/4. Sceriman. Stephan und Johann Baptist de S. erhielten d. d. Laxenburg 24. Juli (Decretsausfertigung vom 3. August) 1817 die k. k. Bestätigung des Ungarischen Grafenstandes, den, mit Prädikat »Hochgeboren« ihr Vorfahr Stephan d. d. 23. Juni 1669 erhalten hatte. Derselbe stammte aus dem Geschlecht der Serat Seriman, aus Armenisch-Persischem Geschlecht, worüber Kaiser Leopold d. d. Wien 12. Mai 1699 noch eine Bestätigung ertheilt hatte. Wappen (1699) geviert. I: 4 (l. 2. I.) goldene Sterne in Blau, II und III: beidköpfig gekrönter schwarzer Adler in Silber, IV: zwei aus den Schildrändern hervorgehende »treue« Hände mit rothen Aermeln. Auf dem Schilde fünfblättrige Krone, zwischen den Blättern Perlenzinken. Schach von Wittenau. Die Familie schreibt sich zu Unrecht Schack, denn erstens hat sie mit dieser Familie absolut Nichts gemein, dann aber weist das Schachbret im Mittelschilde genügend auf den Namen hin. Schack. Die Mecklenburgische Linie ist mit Nichten die einzig blühende; zwar ist die Linie der Grafen Schack zu Giesegaard, mit dänischem Grafendiplom vom 18. October 1749, am 19. November 1821 erloschen, doch blüht noch eine gräfliche Linie Schack - Schakkenborg mit dänischem Lehns - Grafendiplom vom 25. Mai 1671 und Ausdehnung des Diploms vom 17. September I77 2 > deren Wappen-Abbildung wir einem ev. Supplementbande vorbehalten, in Dänemark. Schärffenberg. Die Grafenkrone ist im Diplom 1717 verliehen und zwar so, dass sie, des halbrechtsgekehrten Helmes Bruststück umschliessend, auf dem Helme ruht. Kneschke hat sie fortgelassen. Schaesberg. Ueber dieses Geschlecht cfr. Neuer Siebmacher, Hoher Adel, II. Reihe. Heut werden als Schildhalter zwei auf grünem Rasen stehende goldene Löwen geführt, welche indess nicht diplomgemäss sind. Schaffgotsch. Erst im Diplom de 1708 ist das bis- herige gevierte Wappen als Herzschild auferlegt worden dem der Fürsten von Liegnitz, Brieg und Wohlau. Die Pfäle sind das alte Stammwappen, der Greif das der "j" Greiffenstein. Im Diplom de 1703 ist ein Wappen überhaupt nicht verliehen und scheint erst nach dem Jahre 1708 auch die andere Linie angefangen zu haben, sich dieses vermehrten Wappens zu bedienen. Hanns Anton Graf v. Schaffgotsche, genannt des heiligen Römischen Reiches Semperfrey, und von Kynast, Freih. zu Trachenberg, W. Geh. Rath, Kämmerer, Landeshauptmann des Fürstenthums Schweidnitz und Jauer (geb. 1675, -j- 1742), führt, obwohl Empfänger des Diploms de 1708, laut seines grossen Siegels das vermehrte Wappen nicht, sondern nur den Herzschild, darin I und IV von Silber und Roth sieben mal (acht Plätze) gespalten, II und III der Greif, hier anscheinend stehend auf felsigem Boden. Auf dem rechten rothsilbern-bewulsteten Helme das Lamm mit der Glocke vor einem Baume. Auf dem linken gekrönten Helme der Greif. Aus der Böhmischen Linie zeigt ein Siegel, wahrscheinlich des Stifters Johann Ernst (geb. 1685, f 1747), den Schild ebenso, als Schildhalter zwei gekrönte rücksehende Greifen auf Postament. Das jetzige Wappen hat bald gekrönte widersehende, bald ungekrönte Greifen als Schildhalter. Das Lamm auf dem Mittelhelme hat, nachdem man ihm unrichtiger Weise im Diplom diesen (Ehren)platz eingeräumt hatte, der dem Schlesischen Helmkleinod gebührt hätte, die Linkswendung, wie es auf dem rechten Helme hatte, beibehalten. Schall. Das vereinigte Wappen wie abgebildet, übereinstimmend nach Siegeln, so auch noch mit Grafenkrone Tyroff, Sächs. Wappenb. VII. I. — Ein älteres Siegel der Grafen Schall zeigt die Sparren von Gold und Roth ge- schacht. Die vordere Hälfte ist Schall, die hintere, mit Helm II, III, IV: Riaucour. Schallenberg. Kneschke giebt das Wappen falsch und uncomplet, wir dagegen nach dem Diplom, in dem die Schildhalter verliehen sind. Die Adler sind goldgekrönt, alle Kronen an der Gans (nicht Schwan), die über 8 (nicht 6) Quertheilungen sitzt, sind golden, der Löwe im Herzschilde wächst aus Mauer mit 2 Scharten. Scheler. Die Rose ist das Stammwappen, das Hirschhorn ein württembergisches Gnadenzeichen, das Schwert das Zeichen der comtes - militaires, sonst immer angebracht in einem blauen rechten Obereck. Das Reichsadelsdiplom d. d. Wien 26. Juni 1727 lautet auf Mathäus Scheller aus Ulm, Dr. juris (nicht Feldhauptmann), und zeigt nur die Rose im blauen Schilde und vor geschlossenem Flug auf dem Plelme. CLI Scheel. Diese am 29. Septbr. 1725 in den dänischen Grafenstand erhobene erloschene Familie ist von denen von PI essen beerbt worden, welche sich jetzt Scheel - Plessen nennen (cfr. dort). Schellart von Obbendorf. Angeblich 1844 im Mannesstamm erloschen, nach anderer Nachricht noch verarmt weiterblühend. Den Grafenstand erhielt d. d. Wien 7. November 1674 Franz Caspar Adrian v. S. zu O., Freiherr zu Gürzenich, aus rheinischem uradeligem Geschlechte, Kais. Geh. Rath, Obristkämmerer und Kurpfälzischer General- Lieutenant. Das Wappen, welches wir einem ev. Supplemente vorbehalten, zeigt in Silber einen rothbewehrten gekrönten schwarzen Löwen mit Doppelschweif. Auf dem Schilde eine Blätterkrone. Schildhalter: rechts ein goldener Greif, links ein widersehender doppelschweifiger Löwe. Kneschke giebt statt der Blätterkrone die Grafenkrone und den Stammhelm, was falsch ist. Schenk zu Castel. S. Castel. Schenk von Staufenberg. S. Staufenberg. Schilling von Canstadt. Die am 7. October 1866 verstorbene Gemahlin des Grafen Adalbert zu Waldeck und Pyrmont, geb. Freiin S. v. C., erhielt am 16. April 1819 den Württembergischen Grafenstand (cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnadenakte deutscher Landesfürsten). Schilling auf Schillingshof. Das Wappen dieser d. d. Wien 17. August 1781 in den heiligen Römischen Reichs-Grafenstand erhobenen, in Kurland noch heutigen Tages blühenden deutschen Familie behalten wir uns vor, in einem ev. Supplementbande zu bringen (cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch). Schimmelmann. Das Dänische Wappenbuch IX. T. 34 giebt, abweichend von der jetzigen heraldisch richtigeren Darstellung, der auch wir gefolgt sind, den Pfauschweif ohne Xlelm direkt aus der Grafenkrone, den Plerzschild des Gräflich v. Rantzau'schen Wappens in I und IV gekrönt und die Staude im Herzschilde schwebend. Feld II und III ist das von Rumohr'sche Wappen. Schimmelpenninck. D. d. 13. Juni 1834 erlangte Gerrit S. nach dem Erstgeburtsrecht den Königl. Niederländ. Grafenstand. Das Wappen hoffen wir in einem ev. Supplementbande zu bringen; es ist das Stammwappen (2 Schlüssel) mit Schildhaltern und Devise. Schinchinelli. Joseph S. aus Mailand (und dessen Gattin Marie) erhielten Oesterreichischer Seits d. d. 16. September 1816 die Bestätigung des Grafenstandes nach dem männlichen Erstgeburtsrecht. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ. nouv. dd. Schirnding. Das Wappen nach den Freiherren- Diplomen vom 13. Dezember 1717 un ^ S.Juni 1746 (Vorfahr des Grafen) hatte die Löwen in I und IV wachsend, das vom II. April 1737 dagegen schoD ganz; dem Grafendiplom ist dann statt der flinfperligen Freiherren - die Grafenkrone hinzugefügt worden, ferner der rechte Helm und die Schildhalter. Deren Schwertscheiden sind schwarz mit goldenen Beschlägen, die Griffe golden, die Lanzen braun mit silbernen Spitzen. Alle Flammen roth und gelb — so nach dem Diplom. Schizzi. Graf Ludwig S. aus Cremona erhielt 1. A. E. d. d. Wien 21. November (DecretWien 12. Dezember) 1816 die Bestätigung des alten Adels und, nach dem Rechte der männlichen Erstgeburt, auch des Grafenstandes, auf Grund eines von König Karl III. von Spanien und Herzog von Mailand dem Ludwig S., Sohn des Giacomo S., Enkel des Ludwig S., mit obiger Beschränkung d. d. 17. November 1670 verliehenen Maiiändischen Conte-Diploms. Des Grafen Ludwig einziger Sohn war Folchino Graf S., und dessen Nachkomme Don Giacomo Conte S. in Cremona, welcher laut Decret vom 8. October 1790 in die Mailändische Matrikel als Graf aufgenommen wurde. Wappen: getheilt, oben in Gold ein schwarzer Doppeladler, unten von Roth und Gold in 5 Reihen senkrecht gespickelt. Grafenkrone. Auf dem biaugoldbewulsteten Helme der Adler, hier goldbescheint. Decken: roth-gold-schwarz, beiderseits vermischt. Schlabrendorf - Seppau. Dies auch auf Siegeln vielfach falsch dargestellte Wappen geben wir nach dem Diplom. Der Adler ist der Schlesische, trotzdem irrig im silbernen Felde und, obwohl in der Wappenbeschreibung kein Wort davon erwähnt, in der Zeichnung mit dem Kopfe linksgewendet abgebildet, was wir verbesserten. Die Lanze auf Helm I und die Fahnenstangen auf Helm II sind braun, letztere haben 2 silberne Troddeln, alle aber silberne Spitzen. Der Ritter hat goldenes Ketten-Panzerhemd, stahlfarbenen Brustharnisch und Beinschienen, er hält mit der Rechten nicht einen Spiess, sondern eine Hellparte. Der Löwe ist naturfarben. Die Trophäe unter dem braunen Postamentbrett, als »Armaturen« bezeichnet, haben wir in ihrer ganzen »Schönheit« wiedergegeben, um wieder ein Beispiel jener entsetzlichen Heraldik, welche das vorige Jahrhundert gezeitigt, zu zeigen. Schlabrendorf-Stolz. Preussisclier Grf. d. d. Berlin 17. November 1772, j- M. 1. Januar 1858. Auch dies Wappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplemente vorbehalten, ist Nichts weniger als heraldisch. Bei Koehne I 87 im Ganzen richtig abgebildet, muss hinzugefügt werden, dass an den goldenbespitzten silbernen Stangen der Fahnen auf Helm I je 2 silberne Troddeln an langen Schnuren befestigt sind. Das blonde Plaar der Jungfrau, deren Halsausschnitt im Diplom weiter ist, deren Kleid als »roth« beschrieben, als purpurfarben gezeichnet, ist viel länger. Beide Rosen (in Feld I und IV) sind fünfblättrig, die in IV rosa. Der Vergissmeinnichtzweig im Herzschild steht schräglinks und hat sieben Blüthen und sechs Blätter. Beide Wappen haben dem eigentlichen Helmkleinod: einer auf einem Kissen sitzenden Meerkatze mit Ring, keinen Platz eingeräumt, ein heraldischer Fehler ersten Ranges; auch sind bei dem Wappen des Stolzer Zweiges die Schrägbalken irrig blau und aus dem Ganzen das alte schöne Stammwappen in keiner Weise mehr herauszuerkennen. CLII Schladen. Das Wappen dieser d. d. Breslau 2. (nicht 20.) Februar 1813 gegraften, im September 1845 im Manns-, 1 855 auch im weiblichen Stamme erloschenen Geschlechts, giebt Koehne, Preuss. Wappenb., im Ganzen richtig. Wir behalten die Abbildung einem ev. Supplementbande vor. Schleinitz. Die gräfliche Linie ist mit dem Tode des Kgl. Preuss. Hausministers Grafen v. S., welcher erst am 15. Juni 1879 den Preussischen Grafenstand erhalten hatte, 1885 wieder erloschen. Das Wappen, welches in einem ev. Supplementbande erscheinen wird, zeigt das Stammwappen mit Grafenkrone und zwei preussischen Adlern, mit dem I-Iohenzollernschilde auf der Brust, als Schildhalter. Devise: In Bereitschaft sein. Schlieben. So wie abgebildet (also der Kopf abgerissen und mit IC ö n i g s kröne) ist das Wappen nach dem Diplom, wogegen Koehne, Preuss. Wappenb. I. 90, den Adlerkopf irrig mit rother Schnittfläche und adlig-gekrönt etc. darstellt. Schlieffen. So nach dem Diplom ; wir haben jedoch den unrichtiger Weise auf Helm I nach rechts sehenden »Heiden« nach einwärts, der Helmrichtung entsprechend, gewendet. Derselbe hat rothes Haar, dito Bart und 7 goldene Knöpfe am Kleide. Der im Diplom als »sitzend« bezeichnete, gräflich- (auf Siegeln öfters irrig mit ICönigs- krone) gekrönte Adler ist natürlich auch eine heraldische Missgeburt, ebenso dass man dem wachsenden Löwen auf Helm III noch einen Berg unterschob! Schlik. Das Wappen bei Kneschke (nach Trier und Cons.) ist ungebräuchlich. Das Grafendiplom de 1437, ebensowenig die Renovationsdiplome, zeigen irgendwie ein Wappen. Wir haben dasselbe nach einem Siegel des 16. Jahrhunderts (cfr. auch Siebmacher, Wappenb.), mit den schildhaltenden Löwen auf Siegeln der Neuzeit, die damit übereinstimmen, wiedergegeben. Schlippenbach, Herzschild ist Stammwappen, welche s, warum ist nicht ersichtlich, im Grafendiplom statt des ganz schwarzen in ein schwarz-silbern schräglinks getheiltes Feld verwandelt wurde, Kette, Krone, Waage, zwei Fähnlein, alle Fahnenstangen und die rechte Helmfeder des Ritters sowie das Medusenhaupt auf seinem Schilde golden; Jungfrau griinbekränzt, silberngekleidet, Ritter silberngeharnischt, Flügel auf dem Janushelm silbern, die Lanze in III braun mit silberner, in II silbern mit blauer Spitze. Löwen seit über 100 Jahren b. d. Linie in Preussen im Gebrauch. Schlitz, gen. v. Görtz. Die Figur in I und IV (eine Gatterthür) ist das Wappen der Ehegattin des Gegraften Anna Dorothea geb. v. Haxthausen (f 6. Dezbr. I7 2 3)- Feld II und III das der f von Kerstlingerode, deren Gut Garthe bei Göttingen er erworben hatte. Die Figuren des vorderen Feldes beschreibt das Diplom als ,,rotheingefasste Kreuz- Couverts ohne Siegel (sie!). Zweifelhaft ist es, ob dieselben ursprünglich rothe Ziegel (Schindeln) darstellten. Herzschild ist das Stammwappen. Warum die Mauer-Schrägbalken, entgegen der Darstellung des ältesten Siegels de I3>73i jetzt schräglinks dargestellt werden, wissen wir nicht, ebensowenig, weshalb das Gatter auf allen Siegeln die entgegengesetzten Richtungen wie im Diplom hat. Schlitz, gen. v. Görtz-Wrisberg. Grote Hannöv. Wappenb. A. 3 giebt das Wappen mit diversen Unrichtigkeiten, wir nach den übereinstimmenden Siegeln. Die Diplome enthalten keine Gräflichen Erhebungen, sondern nur die Erlaub- niss, sich des Grafen-Diploms d. d. 10. Juni 1726 (für ihren Grossältervater) zu bedienen und zwar d. d. 26. 2. 1817 für Plato von Görtz-Wrissberg zu Vogelsang, Drost Werner v. G. -W. zu Wrissbergholzen und Kammerjunker Moritz v. G.-W. zu Hannover, Gebrüder, sowie d. d. 3. 6. 1817 für der Vorigen Bruderssohn Heinrich August Carl v. G.-W. Die Namens- und Wappenvereinigung mit Wrisberg hatte bereits, in Folge der 1735 erfolgten Vermählung mit Katharina Eva Sophie, Erbtochter des Freiherrn v. Wrisberg d. d. Wien 12. Juni 1737 Karl Friedrich Graf S. zu S. erhalten. Der Vogel ist nicht, wie Kneschke angiebt, ein auf schwarzem Hügel stehender grüner „Psittich" (sie!) mit rothem Schnabel, sondern ein natürlicher Gold-Fasan auf schwarzem Boden, das Wappen der "j" von Wrisberg, deren ITelm- kleinod de jure hätte dem vereinigten Wappen hinzugefügt werden müssen. Die am 25. Juli 1831 erloschene Linie der Freih. v. Labes, gen. Grafen v. Schlitz, creirt in Person des Hans Freih. v. Labes, Adoptivsohnes des Joh. Eustachius Grafen von Schlitz, gen. Görtz, führte das Wappen wie es Koehne Preuss. Wappenb. I. 91 nach dem Kgl. Preuss. Diplom v. 24. Dezember 1793 giebt. Schlotheim. Ausser der d. d. Semlin 14. Mai 1788 vom Reich gegraften bekannten Karoline Albertine Juliane v. Schlotheim, Stammmutter der heutigen Grafen v. Hessenstein hatte Friedrich Wilhelm v. S., Oberst des k. k. Uhlanen- Regiments Nr. 2, d. d. Wien 9. Mai 1811 den Kais. Oesterr. Grafenstand erhalten, seine Linie ist jedoch am 1. Februar 1856 mit dem ohne Erben Verstorbenen erloschen. Das Wappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplemente vorbehalten, hat im silbernen Schilde ein gestürztes schwarzes Schildlein; der auf der Grafenkrone ruhende gekrönte Helm mit Pfauschweif hat schwarzsilberne Decken. Schildhalter: zwei geharnischte Ritter mit je 3 rothen Helmstraussfedern. Schmettau(ow). Das bei Koehne I. 92 nicht ganz correkt abgebildete Wappen geben wir nach dem Diplom. Der goldbewehrte und -bescheinte Adler im Herzschild trägt den bayerischen Weckenschild. Sterne und Balken sind Stamm- wappen, die Bedeutung von Feld I und IV unbekannt. Der „Hundskopf" verschlingt einen rothen Pfeil und ist am Halse blutig abgeschnitten. Helm I trägt Hahnfedern. Die Kugeln in der purpurnen Spitze eisenfarb (nicht schwarz), die oberen brennend; die Bänder der Kaiserkrone roth mit goldenen Fransen. Der schildhaltende Kanonier hat goldenen Kragen, Aufschläge, Knöpfe und Schossaufschläge, sowie Hutborde und Flasche am weissen Bande, braune Hosen und weisse Gamaschen; er hält eine Zündruthe. Die Eisentheile der Armaturen links sind sämmtlich stahlfarb, die hölzernen braun, die messingenen golden. CLIII Schmidegg, hiessen ehedem »Messerschmidt«, waren siebenbürgische Deutsche und erhielten mit Prädikat »v. Schmideckh« d. d. Laxenburg 31. Mai 1675 durch K. Leopold I. Kgl. ungarische Adelsbestätigung, Thomas Theodor Leopold M. v. S. d. d. Wien 30. März 1689 den Freiherrn-, sein Sohn Friedr. Freih. v. Schinideg den Grafenstand, ohne des Prädikat Sär-Ladäny. Wir geben das Wappen nach dem Diplom, wogegen Siegel fälschlich auf Helm I und III den Palmbaum zwischen zwei Schwertern wiederholen. Der Greif ist golden, der Palmbaum in II und III golden-be- fruchtet, die Rosen im Ilerzschild golden-besaamt. Schmising-Kerssenbruck s. Korff. Schönaich, die gräfliche Linie dieses jetzt als »Fürsten von Carolath-Beuthen« florirenden alten Lausitzischen Geschlechts erlosch erst mit Graf Otto v. Schönaich (geb. I. Mai 1801), Herrn auf Gaffron und Riegersdorf im Mai 1832. Den Grafenstand für Reich und Erblande erlangte mit dem gevierten Wappen (mit Herzschild und drei Helmen) Johann Georg Freiherr von Schönaich, Besitzer der Herrschaften Carolat und Beuten in Schlesien (welche schon K. Karl V. zu einem Baronat erhoben hatte, was K. Matthias d. d. Prag 28. Juni 1616 bestätigte) d. d. Wien 5. Februar 1700. Schönborn. Das Nähere über die Verzweigung der Linien und die Bedeutung der Wappenfelder cfr. Neuer Siebmacher hoher Adel II. Reihe; desgleichen Schönburg, welche ihr altes schönes Wappen bis dato uuverunziert weiter führen. Schönfeld. Die wilden Männer tragen natürliche Löwenhäute und braune Keulen und steht der Schild auf moosbewachsenem braunem Stein. Schrattenbach. Die Gräfliche Linie erlosch im Mährischen Zweige am 25. Mai 1816 im Mannesstamm, am 9. October 1875 im Weibsstamm, im Steyerischen mit Graf Otto am 31. Dezember 1820. Das Reichsgrafenstands- Diplom vom 12. October 1649 verleiht das sechsfeldrige Wappen mit Spitze, Herzschild und vier Helmen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplementbande vorbehalten; der Name ist im Diplom Schrottenbach geschrieben. Schulenburg. Ausser diversen erloschenen Linien existiren zur Zeit noch die sechs gräflichen, deren Wappen wir nach den Diplomen abbilden. DieseWappengleichen sich im Allgemeinen, nur ist der Adler bald ein-, bald doppelköpfig, der Stier (Erbküchenmeisteramt der Kurmark Brandenburg) bald mit zwei, bald mit drei Fähnlein: theils gänzlich, theils der Kopf für sich quadrirt. Die einzelnen Linien wie folgt: 1) Lieberosa (Diplom 17. I- 1816 für Friedr. Ferd. Bernhard Achaz v. d. S. zu L.) Stier stehend, ganz silbern roth quadrirt, roth-weiss getheilte Fähnlein an rothen Stangen, Flug, (nicht Flügel) auf Helm I. Männer graubärtig, der auf Helm Ilmit drei Straussfedern silber-roth-silbern; Schild in Zeichnung des Diploms goldbordirt. Schildhalter ohne Klauen. Postament: lila Marmor. 2) Hehlen, Beetzendorf etc. (Diplom 7. 12. 1728 für Christian Günther Freih. v. d. S. und Bruder Adolf Friedrich.) Stier von Roth und Silber quadrirt, schreitend, zwei weiss-roth getheilte Fähnlein an rothen Stangen mit Silberspitzen, Flug offen (bei Koehne I. 93 irrig geschlossen), Mann mit drei rothen Straussfedern; Schildhalter ohne Klauen auf grünem Boden. 3) Kehnert, Trampe, Bodendorf etc. (Diplom: 1) d. d. Berlin 2. 10. 1786 für Friedr. Wilh. v. d. S. auf Kehnert und dessen Vetter Alex. Friedr. Georg v. d. S. auf Blumberg und Altenhausen. 2) d. d. Berlin 6. 7. 1798 für Philipp Ernst Alex. v. d. S. auf Emden, und die Gebr. Aug. Carl Jacob auf Altenhausen und Funckenhagen, und Leop. Christoph Wilh. Johann auf Bodendorf. Kopf des roth-silbern quadrirten Stiers ebenso quadrirt, drei Fähnlein, abwechselnd silbern roth quadrirt, an rothen Spiessen, linkes Büffelhorn silbern, der Adler nicht mit Königskrone, die Schilde nicht goldbordirt, wie bei Koehne I. 94, aber mit goldenen Waffen und ICleestängeln. Männer alle mit Pfaufedern auf dem Kopfe, Klauen und weissen Bärten. Postament: Marmor, rechts schwarzgold- links roth-silbern geschacht. 4) Vitzen- burg-Burgscheidungen, (Diplom d. d. Wien 26. August 1786 für Levin Friedr. Freih. v. d. S., Kursächs. Geh. Rath und Khr. und Bruder Heinrich Moritz Freih. v. d. S., Kursächs. Khr. und Amtshauptmann des Thtiring. Kreises) Stier ganz rothsilbern quadrirt, schreitend, zwei silbern-roth getheilte Fähnlein an braunen Stangen mit silbernen Spitzen; offener Flug, Mann auf Helm II mit drei rothen Straussfedern und ebenso wie die Schildhalter mit grauem Bart. 5) Schulen - burg-Hessler, Diplom wie 4; im Diplom v. 5. 3. 1844 keine Wappenvermehrung, welche aus Siegeln dennoch durch Feld IV (W. Hessler) und den linken Schildhalter geführt wird. Die Namens - u n d Wappenverbindung war jedoch durch Testament des Moritz v. Hessler, ultimus stirpis, d. d.Vitzen- burg 6. Ii. 1801 gefordert für den jedesmaligen Besitzer der Fideicommisse Vitzenburg und Weissenschrimbach. 6) A n g e r n (Diplom d. d. Berlin 16. Juli 1774 für Alex. Friedr. Christoph v. d. S., k. k. Rittmeister auf Angern, Wentorf und Balitz); Adler hat goldene Waffen und Kleestängel; Stier schreitend, ganz rothsilbern quadrirt, drei Fähnlein, abwechselnd roth- silbern getheilt an goldenen Lanzen, Männer alle mit Pfaufedern und Klauen und weissen Bärten, der linke Adlerflügel auf Helm I roth, die Btiffelhörner silbern roth übereckgetheilt. Herzschild ohne goldene Borde, Decken rechts: schwarzsilbern, nicht schwarzgolden wie bei Koehne I 94.) Ausserdem existiren noch Grafendiplome d. d. Wien 14. 10. 1715 und d. d. Wien 10. März 1734 (älteste Linie zu Lieberosa "j" 6. Dezember 1778) sowie dänisches Grafendiplom d. d. 8. Mai 1741 (f ältere Linie Lieberosa, verbessert von Dänemark 9. 8. 1754) — diese sämmtlich erloschen, ebenso die Linie zu Rippen mit Preuss. Diplom vom 5. Juni 1798 (Koehne I 95), welche ebenfalls erloschen ist, sowie ein Kursächs. Reichsvicariats-Diplom d. d. Dresden 7. August 1790 für eine gleichfalls erloschene Linie, deren ev. Abbildung einem Supplementbande vorbehalten ist. Schulin. Kgl. Dänischer Grafenstand d. d. 5. März 1750. Wappen richtig bei Kneschke; die Abbildung bringen wir in einem ev. Supplementbande. CUV MM M Schulin-Zeuthen (in Dänemark blühend). Kgl. dänische N. und Wv. d. d. 27. März 1867 und 10. März 1873. Das Wappen behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Sartorius Graf v. Schwanenfeld. Kgl. Preuss. Grf. nach dem Erstgeburtsrecht d. d. 26. August 1873, erloschen mit dem kinderlos verstorbenen ersten Grafen bereits 20. Dezember 1874. Das Wappen werden wir in einem ev. Supplementbande bringen. Schweinitz. Wir haben dem schwarzbeohrten Dachs (W. der -j- Dachs von Polsnitz) auf Plelm I die heraldisch richtige Darstellung nach einwärts gegeben. Die hintere Schildhälfte ist das Wappen der f v. Schliebitz, Herzschild in Helm II das Stammwappen. Schweinitz - Schlichting. Dachswendung wie oben; Herzschild bei Koehne Peuss. Wappenb. I. 97 falsch, muss wie hier quergetheilt sein, oben das vollständige Schweinitz'sche, unten das vollständige Schlichting'sche Wappen: drei, im Diplom als silbern beschriebene und da Metall auf Metall unsinnig, als naturfarben (rectius schwarz) gemalte Hirschstangen ; hierzu Helm IV. Schwerin. 1) Linien Walsleben, Wildenhof etc. Der Brandenburgische Adler auf Helm I mit goldenen Waffen und ICleestängeln hält den , .Oranjenzweig mit 3 goldenen Früchten" Bord und Schlüssel des Herzschildes golden. Die Krone auf Helm III soll nach dem Reichsgrafendiplom eine Freiherrnkrone sein, der Schlüssel ist wegen des Erbkämmereramtes verliehen, die Raute ist das Stammwappen, das Pferd das der alten f Dynasten von Schwerin. 2) Linie Wendisch-Wilmersdorf. Wir haben die unsinnige und heraldisch durchaus falsche Auswärtskehrung der Adlerköpfe auf Helm I und III durch deren Richtigstellung verbessert. 3) Linie Schwerinsburg. Wir haben dem Adler auf Helm I die heraldisch einzig richtige Wendung des Kopfes nach einwärts gegeben. Der Ritter auf Helm III soll entschieden den Feldmarschall selbst darstellen, da er den Stern und am Orangeband über die Schulter an der rechten Hüfte das blaue Kreuz des schwarzen Adlerordens trägt; er hält in der Rechten den goldbeschlagenen schwarzen Marschallsstab, mit der Linken den goldenen Griff des Degens an rothem Wehrgehänge in goldbeschlagener schwarzer Scheide. Harnisch, Handschuhe und Helm sind Stahlfarben mit goldenen Verzierungen ; Helmfedern weiss; das Postament ganz golden. Eine nach Siegeln vorkommende Devise: Honneur, Vertu, Franchise ist nicht diplomgemäss. Zieten-Schwerin führen in I und IV den Kesselhaken der beerbten gräflichen "j" Linie Zieten-Wustrau (Preuss. Diplom d. d. 15. October 1840) und auf Hehn I deren Helmkleinod, die roth mit weissen Ueberschlägen gekleidete blondhaarige Jungfrau, mit Eichkranz, sowie auch deren Schildhalter: den Preussischen und Brandenburgischen Adler (dieser mit purpurnem hermelinverbrämten Kurhut und blauem Herzschild mit goldenem Kurzepter). Nach heraldischer Regel müsste das Stammwappen (Schwerin) in I. und IV., das Zieten'sche im II. und III. Felde stehen, ebenso die Helme vertauscht sein. Es ist dies einer der vielen heraldischen Fehler, welche dem Kgl. Preussischen Heroldsamt aus der Zeit des Regims des Grafen Stillfried zur Last fallen. Schwicheldt so nach dem Diplom; jetzt gewöhnlich statt der Helmdecke ein hermelingefütterter rother Wappen- inantel und die Devise: Et amor et gloria honorque. Die Sterne an den Enden der Hahnfedern sind golden. Scotti-Gallarati. D. d. Wien 12. Dezember 1816 erhielten Carl, Franz und die väterlichen Oheime Constanz und Don Philipp (Cardinal) S. -G., die Ersteren vererblich nach dem Erstgeburtsrecht , die kaiserlich Oesterreichische Bestätigung des alten Adels, Grafen- und Marchesestandes, nachdem laut Decret d. d. Mailand 21. März 1770 Conte Joh. Baptist S.-G. bei der Mailändischen Matrikel eingetragen worden war. W. Rietstap, armorial gen£ral, nouv. edition. Seckendorf. Im Diplom de 1816 ist der Hut spitz, der Knopf roth, im Diplom de 1S10 der Hut niedrig, aber nicht wie bei Kneschke mit hermelinenem, sondern stets mit weissem Stülp und mit weissem Reif um die Mütze, der bei Tyroff, Bayer. Wappenb. XIII, 10 und XX, 42, wo irrig auch nur 7 Hahnfedern abgebildet sind, fehlt. Ein älteres Grafendiplom d. d. Wien 2. April 1719 hatte noch eine Wappenvermehrung durch einen Adler auf dem Helme und Armaturstucke um den Schild; die Linie ist indess erloschen. Secco d'Arragona. Laut k. Oesterr. A. Ii. EntSchliessung d. d. Wien 21. November 1816 erhielten Franz, Markus und Cyrus, Gebrüder Secco d'Arragona d& Conte Boni aus Brescia, nebst Schwester Theresia, Wittwe des Johann Anton S. d'A., die lc. Oesterr. Bestätigung des Adels und Erlaubniss, den Grafenstand in der Person des jedesmaligen Erstgeborenen des Geschlechts zu führen. Ferner erhielt die gleiche Bestätigung d. d. 12. December 1816 Kajetan S. d'A. aus Mailand nebst dessen Vetter Carl Franz, minderjähriger Sohn des Marchese Johann Anton S. d'A. und des letzteren Wittwe Maria Theresia, unter Anerkennung des Marchesetitels. Wappen unbekannt. Secco-Comneno, d.d. 12. December 1816 erhielt auch Peter S. - C. die lc. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes. Wappen unbekannt. Sedlnitzky, des polnischen Wappenstammes Odrow; eine Figur, die, horribile dictu, von den Zopfheraldikern in einen Schnurrbart mit Oberlippe verwandelt, weiter nichts ist, als ein Wurfeisen, oder vielleicht Bogen (ohne Sehne) mit aufgelegtem Pfeil. Wir behalten uns vor, das Wappen dieser am 25. März 1871 erloschenen Familie, welches auch in das Wappen der Grafen Perponcher und Widmann (s. d.) übergegangen ist, in einem ev. Supplementbande abzubilden. Seeau. Diese Familie erlangte den rittermässigen Adelstand für die Oesterreichischen Erblande d. d. Wien 19. März 1582 und Prag I.Juli 1592; den Freiherrnstand d. d. Oedenburg 19. September 1681 und Wien 5. Januar 1682. Sie hiessen früher Seauer. Im Adelsdiplom ist das Kameel (hier braun mit hängendem rothen Zügel in Gold) mit einem See in einer Aue (der Hallstädter See von dem sie | stammen — auch Namensanspielung) geviert; es ist dies das ihnen von Kaiser Ferdinand I schon durch Wappenbrief verliehene Wappen, welches hier bestätigt wird. Die Lilie, (hier silbern in Roth), der Reiter zwischen den Büffelhörnern und der Flug mit dem Balken erscheint zuerst im Diplom de 1682, worin sie ,,v. Seeau zu Mühlleuthen, Freiherren von Württing" genannt werden; die drei silbernen Balken scheinen durch Missverständniss aus den zwei silbernen „Schussgattern" desselben Diploms gemacht zu sein. Jetzt ist die Lilie griinbordirt, silbern, in Silber (!); das Kameel naturfarben in Schwarz (!), der See, von bebuschter Aue umrahmt hellblau in Silber, der Reiter mit goldenem Rennfähnlein an rother Lanze, rothem Helmbusch und Schärpe auf schwarzem Ross (wir haben denselben — auf Helm I von rechts — die heraldische richtige Einwärtswendung gegeben). Der Reichsadler im mittleren Felde trägt ein goldenes L (Leopold I) auf der Brust. Die Salzkufen in Feld VI und auf Köpfen und Schultern der Bergleute bedeuten die Salzbergwerke, welche die v. Seeau als Oesterreichische Ober- Salzamtsleute unter sich hatten. Seebach führen das alte schöne Stammwappen, die drei durchbrochenen Seeblätter, mit Stammhelm, Grafenkrone und Schildhalter; der Mann hat goldenes Haar und Bart. Segur, zu unterscheiden von der Familie S£gur-Rauzan im Limonsin, welche ein ganz anderes Wappen führt. Der Windhund hat schwarzes, mit goldenen Borden, Knöpfen und Ring versehenes Halsband. Das Handbuch zum Taschenbuch der gräflichen Häuser beschreibt Feld II und III des Herzschildes als: hermelin mit rothem Rande; es soll das natürlich Bande (d. h. Balken) heissen, womit alle Siegel übereinstimmen. Seherr-Thoss. Wir haben (zum ersten Male) den Versuch gemacht, das durch den Preussischen Herold de anno 1775 auf das schrecklichste verunzierte gräfliche Wappen wieder heraldisch zu gestalten, indem wir zunächst den Preussischen Adler in das ihm gebührende weisse Feld stellten, wodurch auch Abstechen der Farben herbeigeführt wird, alsdann den aus ebenso unglaublicher Laune schwarzgefärbten Flügeln des Stammwappens mit dem Baumstamm ihre richtige uralte rothe, letzterem seine gelbe (goldene) Farbe statt der ganz unheraldisch braunen, zurückgaben. Der Familie muss es natürlich anheimgestellt bleiben, ob sie geneigt ist — was ihr zweifellos zu Recht zusteht — die von einem Unkundigen begangenen, im Diplom der im Mannsstamm 1877 wieder erloschenen, am 15. October 1840 in den Preussischen Grafenstand erhobenen Hohenfriedberger Linie glücklich vermiedenen heraldischen Schnitzer wieder gut zu machen. Es ist übrigens fraglich, ob die Familie den Baumstamm ursprünglich gold in Roth (Siebmacher I, 74 — v. Tase) oder umgekehrt (polnische Autoren) geführt habe. Das Wappen der Linie Hohenfriedberg behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Seiboltsdorf. Mittelfeld und Mittelhelm mit dem geh arni schten Ritter, welcher übrigens keineswegs, wie in den Abbildungen bei Tyroff Bayerisches Wappenbuch und bei Kneschke, einen Waffenrock trägt, auch das Schwert nicht in der Hand hält, sondern wie hier abgebildet hinter seinem Kopfe schwingt, sind erst durch das Grafeudiplom hinzugekommen. Vorher existirte nur der gevierte Schild mit zwei Helmen, auf deren rechtem der Adler, links der Flug erscheint, laut des Reichs-Freiherrndiploms d. d. Wien 15. Januar 1643. — Hierbei ist ein heraldisches Curiosum erster Gattung zu erwähnen, dass nämlich dies Wappen genau so an die neuerdings geadelte Familie von Wichelhaus verliehen worden ist. Dieselbe mag es — natürlich bona fide — vielleicht seit Jahren als ihr „angestammtes altes Familienwappen" geführt haben, nachdem einein der Vorfahren es von einem unserer modernen comites palatini, zu deutsch Wappenfabrikanten, als solches „verliehen" worden ist. Wieder ein eklatanter Beweis von der Nothwendigkeit eines auch den Heroldsämtern zugänglichen Wappenlexikons, damit die Neuverleihung vorhandener Wappen an Unberechtigte zur Unmöglichkeit wird! Seilern. Die jetzigen Grafen v. Seilern stammen von dem Diplome de 1712 ab, haben daher das von uns abgebildete Wappen mit drei Helmen, nicht das auch von Kneschke gegebene freiherrliche zweihelmige zu führen. Das Diplom de 1746 ist lediglich eine Anerkennung des Reichs-Grafenstandes für Böhmen. Die Griffe des „Degen" und der Löwe sind golden. Nach dem Freiherrndiplome sind erstere als „Dolche" bezeichnet. Im Grafendiplome sind weder die Schildhalter, noch das Prädikat „Aspang" verliehen , doch werden erstere auf allen Siegeln seit lange geführt. Seinsheim. Im Diplom ist kein Wappen verliehen. Feld II und III die springende gekrönte Sau (nicht Eber) ist das Wappen des "j" von Sinching. Schildhalter werden seit diesem Jahrhundert geführt, oft auch um das Ganze ein aus Grafenkrone herabwallender Mantel. Die Familie ist eines Stammes mit den Fürsten von Schwarzenberg und den Freiherren von Schwarzenberg - Ilohenlandesberg. Seidern. Die heutigen Grafen d. PI. stammen ab von dem d. d. Düsseldorf 20. Mai 1711 nebst Bruder Adam vom Pfalzgrafen Johann Wilhelm bei Rhein als Reichsvicar und d. d. Wien 9. Januar 1728 durch Kaiser Karl VI. in den Böhmischen Freiherrnstand erhobenen Dominik von Selder(n) aus einem Augsburger Goldschmiedegeschlecht, dem u. W. ein Adelsdiplom vorher nie zu Theil geworden war. Des Dominik Enkel war der 1807 gegrafte Karl und dessen Neffe der 1845 gegrafte Johann Freiherr von Seidern, letzterer k. k. Kämmerer und Besitzer des Freiherrlich von Löwenstockischen Geldfideikommisses (geb. 1783 zu St. Pölten). Das Wappenthier ist ein Gemsbock. Dennoch weist ein gutes Siegel aus der Barockzeit einen Steinbock auf; den Schild deckt eine Krone mit 5 Blättern und 4 Perlen und 2 Adler en barroque als Schildhalter. Kneschke giebt das Gräfliche Wappen mit einem eigenthümlich bekuppelten, pelzgefütterten goldbordirten rothen Mantel. Sellon, d. d. Wien 26. August 1786 erhielt Johann von Sellon, Mitglied des grösseren Raths zu Genf, Sohn CLVI tmHaStUmm des Johann Franz v. S., Vasall der Republik Bern, Mitglied des grösseren und Sechziger Raths zu Genf, stammend aus altadeligem Schweizer Geschlecht, mit Prädikat „Hoch- und Wolgeboren" sowie Wappenbesserung den Reichs - Grafenstand. Wappen: flugbereiter schwarzer Adler auf grünem Hügel im silbernen, mit der Grafenkrone gekrönten Schilde. Schildhalter: 2 widersehende goldene Löwen. Das Geschlecht blüht u. W. noch in der Schweiz und in Spanien. Wir hoffen, das Wappen in einem ev. Supplement noch abbilden zu können. Senfft von Pilsach genannt Lauhe. Kgl. Sachs. Grafenstand vom n. März 1812, erloschen 17. Februar 1853. Wir geben das Wappen in einem ev. Supplementbande. Serbelloni, d. d. Mailand 13. Juni 1823 (Placat 25. Juni 1825) erhielt Alexander v. S., Major des Ruhestandes der k. k. Cavallerie die k. Oesterr. Bestätigung des „Grafen- oder Conte-Titels" und die Erlaubniss, sich des Titels eines ausländischen Duca zu bedienen, ohne die Rechte des Oesterreichischen davon ableiten zu dürfen, auf Grund eines seinem Vorfahren von König Karl II. von Spanien und beider Sizilien, Herzog von Mailand d. d. 13. November 1684 ertheilten Mailändischen Duca- (Herzogs-) Diploms, nach dem Rechte der männlichen Erstgeburt, eingetragen für Gabrio Duca Serbelloni in die Mailändische Adelsmatrikel d. d. Mailand 8. October 1770. Das Wappen der Serbelloni ist gespalten und zweimal getheilt, mit Herzschild (der Hirsch). Feld I und IV: Greifen und Baum, Feld II und V: das Kreuz, Feld III und VI: die Schräg- theilungen (s. unten S. - Sfondrati). Auf dem Schilde die Grafenkrone, auf der die Päpstliche Standarte mit den gekreuzten Schlüsseln (s. unten) steht. Nach Siegeln umgiebt den Schild ein aus einer auf der mittleren Spitze mit Reichsapfel und Kreuz versehenen neunzackigen („heidnischen") Krone herabwallender hermelin - gefütterter goldbefranster purpurner Mantel. Serbelloni - Sfondrati. Der natürliche Sohn des Grafen Johann Baptist Serbelloni-Sfondrati und der Franziska Erkelin, geboren am 7. Juni 1823, getauft am 10. ejd. in Niguarda auf den Namen Johann Maria Consolo, erhielt nach dem Tode seines Vaters, laut Kaiserl. Oesterr. Allerh. Entschliessung d. d. Wien 22. März 1856 die Erlaubniss, sich des Namens und Titels wie Wappens seines Vaters im Sinne und mit der Rechtswirkung des § 162 des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches bedienen zu dürfen. Graf Johann Baptist, stammend aus der vorigen Familie, führte Namen und Wappen der "j" venetianischen Patrizierfamilien Sfondrati (aufgenommen als Grafen in die Mailändische Matrikel d. d. 27. September 1772) mit dem seinigen wie folgt vereinigt: gespalten, mit aufgelegtem goldenen Herzschild, darin ein aufrechter gekrönter blauer Hirsch von zehn Enden (Serbelloni Stammwappen). Vordere Schildhälfte (Serbelloni) zweimal getheilt. Im oberen Felde zwei gegen einen goldbefruchteten Apfelbaum anspringende gekrönte goldbewehrte rothe Greifen; das mittlere Feld von Silber und Roth fünfmal schräg getheilt; im unteren silbernen ein fascettirtes gemeines rothes Kreuz. Flintere Schildhälfte (Sfondrati) gespalten und halbgetheilt, vorn in Roth die schirmartige goldene „Päpstliche Standarte", vor dem Lanzenschaft schrägrechts der silberne, hinter dem der goldene Schlüssel, deren Ringe durch silbernes Band (ex sig. Kette) verbundene Päpstliche Schlüssel, hinten oben in Gold ein mit goldenem Leisten- schrägbalken belegter blauer Wechselzinnen - Schrägbalken, unten in Blau auf grünem Boden ein grüner Pappelbaum. Auf dem Schilde die Grafenkrone. Wir hoffen, das Wappen in einem ev. Supplementbande abbilden zu können. di (de) Serego und Serego di Alighieri. Friedrich, Anton und Albert Serego aus Verona erhielten 1. A. E. d. d. Verona I. März (Placat 6. März) 1820 und die Gebrüder Marc Anton, Dante Simeone Bertoldo und Friedrich, Söhne des j- Conte Pandolfo Serego - Alighieri 1. A. E. d. d. Wien 9. (Placat 13.) Dezember 1S19 die k. Oesterr. Bestätigung des Grafentitels. Den (Römischen) Grafenstand hatte bereits d. d. Ulm 10. Juli 1434 (als Conte di Sagramoso) Kaiser Sigismund dem Cortesia dal Serego verliehen. Ersterer war anerkannt worden im Jahre 1582 dem Grafen Bonifacio de S. von Kaiser Rudolf II. und König Philipp von Spanien hatte durch Diplom d. d. 24. December 1583 das Geschlecht in die adelige Bürgerschaft (cittadinanza) von Mailand aufgenommen, auch Kaiser Karl VI. dies am 25. September 1725, unter Bestätigung des Grafenstandes, der auch am 12. Dezember 1774 in Venedig (Aufnahme des Conte Giovanni S. aus Verona in die Mantuanische Adelsmatrikel) anerkannt wurde, confirmirt. Wappen geviert, mit Herzschild (Alighieri — Familie des berühmten Dichters Dante, aus dem eine Dame dieses Geschlechts Grossmutter des S. war) darin in Blau ein goldener Flügel, Saxen rechts. I und IV: silbern-beidköpfig-gekrönter schwarzer Doppeladler in Gold, II und III: 3 über einander schrägrechts gestürzt liegende silbern - begriffte silberne Dolche in Roth. — Grafenkrone — So der obengenannte Giovanni. Von Anton und Marc Anton stammen Nachkommen. Serenyi, unsere Abbildung ist diplomgemäss und stimmt mit der bei Siebmacher Supplement VI, 7, No. 12 gegebenen. Die Grafenkrone wird geführt, ist indess nicht diplomgemäss. Siegel zeigen viele Irrthümer, auch Kneschke giebt das Wappen inkorrekt — die Schlange ist goldgriin. Sermage. Die Abbildung bei Kneschke ist in vielen Punkten falsch. Wir geben es im Wesentlichen nach Tyroff Oesterr. Wappenb., welches mit Siegeln übereinstimmt. Die drei spanischen Münzen (Rosellas) zeigen einen Mannskopf, die Bedeutung der Felder und Fahnen fehlt. de la Serna de Laguna de Terminos. In Belgien, mit k. Belgischem Grafendiplom nach dem Erstgeburtsrecht d. d. 20. October 1840 dem Pierre Ferd. de la S. de L. verliehen, blühend. Näheres: Poplimont la Belgique heraldique und Rietstap arm. g£n., nouv. ed. Sesso, Arduino und Antonio S. (Söhne des f Benedetto) erhielten 1. A. E. d. d.Pöggstall 5. August (Placat 10. August) 1821 und Alexander (Sohn des f Karl) sowie Almerico, Franz, Scipio und Benedict (Söhne des f Nicolaus Ferdinand S. CLVII aus Vicenza) 1. A. E. d. d. Weinzierl 28. August (Placat 1. September) 1821 die k. Oesterreichische Bestätigung des bereits von Kaiser Maximilian I. d. d. 23. Mai 1516 dem Johann Ludwig de S. ertheilten und d. d. Bologna 22. December 1532 dem Gibertus und Benedict, dem Philipp und Vincenz (Erben des f Fregnani) dem Laurenz, Benedict und Ugolin (Söhnen des f Johann Ludwig) und dem Palmerius, Johann Baptist, Nicolaus und Constantin confirmirten und renovirten Grafenstandes. Die Familie gehörte zum Veroneser Patriziat und blüht noch. W. : cfr.Rietstaparm. univ., nouv. dd. Seth, in Schweden mit Grafendiplom vom Jahre 1 762 blühend. Eine Comtesse S. in das Gräfl. Eulenburgsche Haus vermählt. Schwed. Wappenb. No. 88. di Settala dei Capitani di Settala. Alois (Luigi) d. S. d. C. d. S., k. Oesterr. Geh. Rath, Kämmerer und Grosszeremonienmeister des Lombardisch - Venetianischen Königreichs erhielt 1. A. E. d. d. Wien 3. Februar 1825 (Diplom-Ausfertigung Wien 18. October 1834) die k. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes. Derselbe stammte aus altem Mailänder Patriziergeschlecht, aus welchem bereits Donna Catalina (Catharina) Marchesa Settala di Pozzo, Wittwe des Don Gaetano Manuele S. d. P. d. d. Wien 20. April 1717 die Bestätigung des Marchesestandes und Don Giovanni Antoni dei Capitani di S., von der Mailändischen Regierung laut Decret d. d. 4. August 1770 den Adel und d. d. 9. September 1791 den Grafenstand anerkannt erhalten hatte. Das Wappen nach dem Diplom de 1825/34, wie es auch Tyroff, Oesterr. Wappenb. VII, 58 giebt und welches wir in einem ev. Supplementbande bringen werden, zeigt einen quergetheilten Schild, oben in Gold ein gekrönter, goldbewehrter schwarzer Adler, unten in Roth sieben (1. 2.1. 2. 1.) goldene ,,niedergeschlagene" Flügel (Saxen rechts). Auf der den Schild deckenden Grafenkrone drei mit rechts schwarz- gold, links rothgoldenen Decken und Wülsten versehene, ausserdem aber gekrönte Helme, auf deren äusseren je einer der Flügel (Saxen einwärts) von drei Straussfedern (roth gold roth — gold roth gold) auf dem mittleren zwischen sechs abwechselnd goldrothen Straussfedern der Adler des Schildes, hier mit silbernem Band im Schnabel, mit der Inschrift: „treu und frumb" (in schwarzen gothischen Buchstaben) steht. Schildhalter: zwei mit Keulen bewaffnete, barhaupte blondbärtige und -haarige wilde Männer, mit Löwenhäuten (nebst Tatze) um die Hüfte, stehend auf grünem Rasen. Seydewitz. Nach dem Diplom die Fähnlein silbern und ohne Balken, auch silbernbespiesst, jetzt aber wie hier gegeben geführt. Ringe und Quasten golden, Gürtel und Kragen des Mannes silbern, Federn rothsilbern wechselnd. Seyssel. Tyroff, Bayer. Wappenb. II, 19, Kneschke und neuere Siegel geben die Ständerung mit Blau beginnend. Das ist aber sowohl nach dem Savoyischen Wappenbuch, wie nach älteren Siegeln, auf denen auch die Schlüssel und Schildhalter wie Devise, welche indess jetzt schon lange geführt werden, fehlen, unrichtig. Sickingen, so nach dem Diplom; es ist die einzig noch blühende gräfliche Linie, alle übrigen sind erloschen. Siekierzynski, des polnischen Stammes Zadora. — Ceslaw Zadora S. in Siekerzynce erlangte d. d. Wien 21. Februar 1783 vom Kaiser Joseph II. den Erbländisch- Galizischen Grafenstand. Wappen: brauner, goldgekrönter Löwenrumpf, aus dem Rachen eine fünfzungige natürliche Feuerflamme speiend, im blauen Schilde und auf dem gekrönten, auf Grafenkrone stehenden Plelme. Decken: blaugolden. Ob noch blühend? Siemienski, des polnischen Stammes 'Dabrowa. Kreuzchen, Borten und Lanze golden, Kopf bluttriefend, Flügel grau, Pfeilschaft braun, Flitsch weiss, Spitze eisenfarbig. Sierakowski, des polnischen Stammes Ogonczyk; der Ring golden, darauf von Perlen eingefasster Smaragd, aus dem ein silbernes Pfeileisen an braunem Schaft hervorgeht, Löwen braun, Arabeske grüngolden. Wir haben, entgegen der Darstellung des Diploms, wo aus der Uber dem Schilde schwebenden Grafenkrone die Arme wachsen, nach heraldischer Regel dem Schilde seinen Helm nebst Kleinod gegeben. Sierstorpff, cfr. Francken. Sievers. Ueber diese beiden in den Russischen Ostseeprovinzen noch blühenden gräflichen Linien mit Reichsgrafendiplom vom 15. Februar 1760 und Russischem Grafendiplom vom — October 1802 (Ukas schon vom 1798, cfr. 30. x 8. April ' J v. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Wir hoffen die Wappen im ev. Supplementbande noch geben zu können. Sigray. Löwen, Stern, Greif, Forellen, Kronen, Schwertgriff und Halsbänder der Hunde sind golden; der Drache goldgriin, die Granate blau mit natürlicher Flamme und grauem Rauch. Die Aermel mit silbernen Aufschlägen, Monde silbern. Sigray v. St. Marsan. Ob eigene Composition oder diplominässig ist fraglich; die Namens - und Wappenvereinigung ist indess 1867 ausgesprochen. Das Wappen ist nach Siegel wie folgt zusammengesetzt: Herzschild wie Sigray, jedoch sind die Arme aufrecht gekreuzt, der rechte eine Sonne, der linke einen zunehmenden Mond haltend, I und IV in Blau ein goldener Zinnenthurm, II: der Löwe, III: das Einhorn aus I. Schildhalter: rechts ein Windhund wie bei S., jedoch nicht widersehend, links ein brauner Greif. Devise fehlt. Der goldene Thurm würde hiernach das Wappen der St. Marsan sein. Wird in ev. Supplement!), abgebildet. Silva, d. d. 12. December 1816 erhielt Franz Niclas (1835 k. k. Hofrath in Mailand) und d. d. 10. Februar 1817 Herkules und Sigmund de S. die k. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen? CLVIII Sizzo. Wie abgebildet ist das Wappen nach dem Diplom de 1774; wohingegen das nach der dem Arnold Grafen S. (Urenkel des 1774 diplomirten Philipp) laut Placat d. d. Wien 8. April 1885 ertheilten Bestätigungsurkunde des den Schild überziehenden rothen Balkens ermangelt. Den Adelstand für Reich und Erblande hatte Christoph und Thomas, sowie Anton, Bernhard und Johann S., Gebrüder und Vetter, Bürger von Trient, d. d. Wien 6. October 1654 von Kaiser Ferdinand III. erhalten. Hier theilt der Balken den vom Adler und Schifflein getheilten Schild; der Anker 1774 ist hinzugekommen. Skarbek von Gura, Johann Thomas S. v. G. erhielt d. d. 14. November 1835 die k. Oesterreichische Bestätigung des 1778 dem Ludwig und Johann und d. d. 1782 dem Joseph Benedict v. S. ertheilten erbländ.- Galizischen Grafenstandes. Die Familie gehört dem polnischen Wappenstamme Abdank an, wurde 1846 als gräflich auch im Königreich Polen anerkannt und blüht noch in zwei Linien. Das Wappen und Näheres über die Diplome hoffen wir in einem ev. Supplemente geben zu können. Skörzewski, das Wappenbild des polnischen Stammwappens Leszczyc im I. Felde des Wappens de 1787 ist, verinuthlich wegen der gleichfalls rothen Felder II und III (W. Abdank) in Blau verwandelt (sie!). Die Jungfrau des polnischen Stammwappens Rawicz in Feld IV trägt ein silbernes Kleid, dieFarben des »Regenbogens« (sie!) imStamm- wappenDrogosfaw (Herzschild) sind: lila (!), grün, golden, das Marmorgestell grau, die Straussfedern auf dem Helme als natürliche beschrieben, grauweiss gemalt. Wir haben anstatt des gräflich - gekrönten Helmes im Diplom 1787 lieber die gräfliche Rangkrone auf den Schild gestellt, aber auch dies ist nicht heraldisch. Im Diplom de 1840 ist der Bogen nur gold und grün, das Marmorpostament weiss. Sobeck von Kornitz, diese am 18. October 1716 in den Reichsgrafenstand (Diplom für Karl Heinrich) erhobene Linie des im Freiherrnstande fortblühenden Geschlechts, welche wahrscheinlich mit dem anno 1837 unvermählt j- Grafen Ferdinand S. v. K. erloschen ist, führte den Schild gespalten und halbgetheilt, vorn die Sobeck'sche Wappenfigur »Kornic« (Antoniuskreuz auf drei Stufen) hinten oben in Blau schräg übereinander drei Pfeile, unten zwei zum Kranz verschränkte grüne Oelzweige in Silber. Grafenkrone mit drei gekrönten Helmen. Helm I: der Kranz, Helm II: der Sobeck'sche Mannesrumpf, Helm III: die drei Pfeile, hier sternförmig verschränkt (nach Siegel des Diplomempfängers). Soden, die bei Kneschke erscheinenden schildhaltenden widersehenden goldenen Löwen sind nicht diplomgemäss, auch sind (von uns nach dem Diplom abgebildet) die Rosen vier- nicht fünfblättrig, der Adler ganz, nicht wachsend. Beide Fehler macht auch Tyroff Bayer. Wpb. II 20 und nach ihm v. d. Becke-Ivlüchtzner, Adel des Königr. Württemberg. Sokolnicki. d. d. Berlin 9. Juni 1817 erhielt Coe- lestin v. S., des polnischen Wappenstammes Nowina, den Preuss. Grafenstand. Graf Joseph v. S. besass noch 1853 das Gut Wierzeja (Kr. Samter). Das Stammwappen Nowina ist dahin geändert, dass das Schwert mit der Spitze in der Höhlung eines die Stollen aufwärtskehrenden silbernen Hufeisens steht. Grafenkrone. Auf dem gekrönten Helm mit blaugolden-blausilbernen Decken kniet das stahlgeharnischte goldbespornteBein. Abbildung folgt in ev. Supplementbande. Sola-Cabiati. (Gräfl.Taschenbuch 1885.) Das Wappen wird in einem ev. Supplementbande abgebildet werden. Solares de la Ballera. Alphonse de S., Kaiserl. Oberstlieut. im Regiment »de Clerfayt«, Sohn des Frangois Manuel Solares y Jove erhielt am 12. Dezember 1787 den Erbländisch - Niederländischen Grafenstand. Das Wappen ist unbekannt, ebenso, ob und wann die Familie erlosch. Solms. Wir geben hier die Wappen der Linien so, wie sie thatsächlich jetzt im Gebrauch sind. Des vereinfachten der Linie Sonnewalde, Zweig zu Sonnewalde, nach dem Entwurf des damaligen Familienseniors Fürsten Wilhelm Christian Karl zu Solms - Braunfels vom 26. November 1805, bedient sich die übrige Familie indess nicht. Das Wappen der Grafen v. Solms zu Rödelheim ist dem der zu Laubach durchaus gleich, doch wird bei Ersterem mitunter der Sonnenwalder silberne Löwe gekrönt und doppelschweifig geführt. Statt der Helme bedienen sich die Grafen vielfach eines Hermelinmantels mit der Krone der Erlauchten Grafen. Löwen als Schildhalter führt auf mehreren Siegeln auch die Linie zu Baruth, d. h. die jüngeren Söhne des durch König Friedrich III. 1888 gefürsteten Zweiges, wenn solche vorhanden. Das Wappen dieser Linie, wie es im Fürstendiplom verbessert, würden dieselben ohne die fürstlichen Insignien ebenfalls zu fuhren haben, da der Fürstenstand nur nach Erstgeburtsrecht verliehen ist. Die Geschichte und Entwickelung des Wappens cfr. Neues Siebmacher'sches Wappenbuch hoher Adel I. Reihe. Sommariva. Aus diesem Geschlecht sind bekannt: Marquis Hannibal, geb. zu Lodi 10. März 1755, f zu Wien 10. Juli 1829 als k. Oesterreichischer General der Kavallerie zu Wien und (sein Sohn ? !) Marquis Karl, geb. in der Lombardei "j" als k. Oesterr. F.-M.-L. am 13. Mai 1858 zu Rakos Palota in Ungarn. Wappen: in Gold fünf blaue Schrägbalken. Auf dem Schilde eine fünfblättrige Krone. Helm : wachsender Plerkules. Schildhalter: zwei dergleichen. Abbildung in einem ev. Supplementband. Somogyi von Medgyes. Die Abbildung des Wappens dieser am 17. Juli 1816 in den Ungarischen Grafenstand erhobenen, am 5. November 1865 im Manns- am 25. Juni 1881 im Weibstamme erloschenen Geschlechts behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Somssich. Die Pfeile sind eisenbespitzt, rothbeflitscht, liolzfarben und kommen auch mit den Spitzen nach oben gerichtet vor. Sontheim. Die Familie ist im Mannsstamm am 25. April 1873 erloschen; das Grafendiplom d. d. Stuttgart 24. Januar 1807; das Wappen wird im ev. Supplementband erscheinen. CLIN Soranzo. Thomas Soranzo-Mocenigo (geb. 19. Juli 1 7 6 5) i Venetianischer Patrizier, Sohn des Thomas S., dessen Vorfahr Giovanni S. 1312—1329 LI. Doge von Venedig gewesen, erhielt, mit Prädikat: »Hoch- und Wolgeboren« 1. A. E. Aachen und Diplom Wien 1 o. October 1818 den k. Oesterreichischen Grafenstand. Wappen: mit Grafenkrone gekrönter, von zwei widersehenden goldenen Löwen auf grünem Boden gehaltener gespaltener Schild; vorn von Gold über Blau schräglinks getheilt, hinten getheilt Blau, Silber, darin über einander zwei vierblättrige Rosen verwechselter Färbung ohne Kelchblätter; Wappen wird in einem ev. Supplement abgebildet werden. Sordi, laut k. Oesterr. Allerh. EntSchliessung d. d. Zara 6. Mai 1818 erhielt Benedict v. S., Vicedelegat von Mantua, nebst Oheim Josef, Abt von St. Barbara in Mantua, die Bestätigung des Adels- und Marchesestandes auf Grund eines d. d. Mantua 21. Mai 1771 dem Alexander v. S., Kais. Rath zu Mantua nach dem Erstgeburtsrecht er- theilten Marchesediploms. Wappen: Rietstap arm. univ., nouv. ed. S. 800, Herzschild gräflich-gekrönt, hierzu drei gekrönte Helme. I: Adler, II: Komet zwischen den Flügeln, III: wachsender Löwe. Soresina de Vidoni, der 1818 geforstete Joseph (cfr. Neuer Siebmacher hoher Adel, III. Reihe B) erhielt 1. Dezember 1816 die k. Oesterr. Bestätigung des Marchesestandes. Sormani. d. d. Wien 9. Dezember 17 71 ertheilte Kaiserin Maria Theresia dem Alexander Conte S., Patrizier von Mailand, Kais. Kämmerer und decurione der Sechziger der Stadt Mailand, dessen Vorfahren 1523 von König Franz von Frankreich den Titel »Conte« (bestätigt von Kaiser Maximilian I. und Karl V.) erhalten hatten, den Grafentitel. Die k. Oesterreichische Bestätigung desselben nach dem Erstgeburtsrecht erhielt 16. September 1816 Cäsar, sowie d. d. Mailand 5. November 1818 Alexander und dessen Neffe Joseph S. unbeschränkt den Oesterreichischen Grafenstand. Das Wappen wird in einem ev. Supplementband gebracht werden. Die Letztgenannten schreiben sich auch S.-Giussani; wahrscheinlich war ihre Mutter D. Fulvia S., geb. G., deren Wappen d. d. Milano 13. Mai 1788 vom Kaiserl. Gouvernement bestätigt worden war. Soro, Johann Graf S., Sohn des 1760 "j" Kais. F. M . Lts. Johann Sebastian Grafen S., geboren zu Ofen 1730, starb in gleicher Charge zu Lagos im Banat am 15. Februar 1809. Wappen (ex plur. sig.): Schild geviert, bedeckt mit Grafenkrone. I: in Silber aus grünem Boden wachsender Baum, dessen Wipfel ein Kreuz entwächst, II: goldener (?) Doppeladler in Roth, III: in Roth eine gekrönte Warte mit drei /• • -\ runden Schiessscharten, IV: in Blau, über drei im Schildfuss balkenweis stehenden Sternen, 6 (2. 2. 2.) Kugeln. Kneschke giebt das Wappen unvollständig und nicht ganz correkt. Spannocchi. Das Diplom de 1846 ist kein Grafenstands- oder Anerkennungs -, sondern lediglich ein Inkolats- diplom. Das oft incorrekt beschriebene oder abgebildeteWappen wird hier entsprechend dem Diplom 1S25 richtig dargestellt. Sparr. Wir haben hier zwei ganz verschiedene gräfliche Linien dieses Brandenburgischen Geschlechts zu unterscheiden, mit ebenso verschiedenen Wappen. Ausser der 1670 in den Reichsgrafenstand erhobenen Linie, deren Wappen wir nach dem Diplom, Koehne II 2 und Siebmacher Suppl. VI 9 berichtigend, abgebildet haben und deren Personalbestand das Gothaische gräfliche Taschenbuch giebt, scheint noch, allerdings in sehr bescheidenen Verhältnissen, vielleicht auch nur im Weibsstamm eine zweite Linie zu existiren, mit kaiserlichem Diplom für Reich und Erblande d. d. Regensburg 17. Februar 1654 für Georg Ernst Freih. v. S., Kaiserlichen Generalfeldzeugmeister, unter Verleihung des Titels »Hoch- und Wolgeboren« und dem Recht, Silbermünzen zu schlagen. Die Familie war in Böhmen ansässig; ihr Wappen: geviert mit Herzschild und drei Helmen, giebt Siebmacher Supplement VI, 8, Nr. I ziemlich richtig; wir werden ev. die Abbildung correkt noch in einem ev. Supplement bringen. Diese Familie hat durchaus Nichts gemein mit den Freiherren und Grafen von Sparre in Schweden. Sparre-Kroneberg. Wir halten dafür, dass diese im Grossh. Baden lebende Familie, wenn auch der Grafentitel dort stillschweigend anerkannt ist, eine Berechtigung zur Führung desselben in keiner Weise besitzt und werden dies genealogisch nachweisen. Karl Freiherr Sparre af Krone- berg, geb. 1648 7 1716, aus einem uralten, in Schweden am 6. März 1647 den Freiherrenstand erhobenen und 1649 sub Nr. II introduzirten Geschlechte, hinterliess u. A. zwei Söhne: Friedrich Heinrich (geb. 1691 f 1764 als General - Lieut. und Landeshöfding) und Erik (geb. 1700 71742 als k. Französischer Oberstlieutenant). DesErsteren Sohn Friedrich ("j" 30. Januar 1803) erlangte am 1. November 1799 mit einem sehr complicirten Wappen (neun Felder und drei Helme) den schwedischen Grafenstand und 1802 sub Nr. in die Introduction in das Ritterhaus zu Stockholm. Nachdem am 7. Februar 1812 sein einziger Sohn Gustav Adolph (geb. 1787) unvermählt verstorben, war dieser gräfliche Zweig rite erloschen. Eine Adoptirung, oder Uebertragung des Grafenstandes auf die im Freiherrnstande verbliebene Linie des oben erwähnten Erik hat niemals stattgefunden. Dennoch schreibt seit dem Jahre 1832, ungefähr seit der Zeit, wo er sich mit einer Gräfin Eckbrecht von Dürkheim vermählt, .Eriks Enkel: Freiherr Karl Christian Friedrich (geb. 1801 -j- 1849), Sohn des Freiherrn Henning (geb. 1740 -j- als K. Französischer Kapitain 1816) aus dessen Ehe mit Caroline Freiin v. Bettendorf-Wed es- heim, Letzten der Linie Wedesheim und Erbin der Grundherrschaft Alt-Wiesloch und Bayerthal (wodurch er dort grundherrlich geworden), sich »Graf«. Das von ihm und seinem Sohne Erich (geb. 1838) geführte Wappen ist das in Kleinigkeiten veränderte freiherrliche de 1647 mit Grafenkrone und Schildhaltern, der Ring das Wappen der v. Bettendorf, deren Namen der Vater eine Zeit lang führte. Spaur. Wir bemerken zuvor, dass weder im Grafen- Diplom de 1633, noch 1637 ein Wappen abgebildet oder beschrieben ist, dass aber nach dem Handbuch zum Taschenbuch der gräflichen Häuser de 1855 die von Georg v. S. abstammende Linie ein anderes Wappen, als das von uns CLX abgebildete der Abkömmlinge Johanns führt. Allerdings führt sowohl Leop. Maria Joseph (Bischof von Brixen seit 1749) aus der Linie Georgs, wie auch dessen Bruderssohn und Nachfolger Joseph Philipp dieses andere Wappen, welches im I. und IV. Felde den Löwen mit dem Schenkenbecher linksgekehrt, im II. und III. schräg von Roth über Silber getheiltem Felde zwei Sterne gegenschräg, mit wechselnden Färbungen, Helm I den Löwen, Helm II einen wie Feld II bezeichneten geschlossenen Flug zeigt. Indess giebt Tyroff, Bayer. Wpb. II 21, XVII 57 als das Wappen der in Bayern am 10. Juli 1816 bei der Grafenklasse immatrikulirten Linie von-Winkel (vormals daselbst auf Roggenburg angesessen) das von uns dargestellte der Johann'schen Linie. Was den Grafenstand der Letzteren betrifft, so ist das Diplom vom 27. Juni 1637 lediglich den direkten Nachkommen Georgs ertheilt, dahingegen soll (nach Hübner) der d. d. Ebersdorf 23. October 1637 gegrafte Zweig (des Dominicus Vigilius) mit des Diplomempfängers Sohne erloschen sein, ein Grafendiplom de 1660 aber existirt nicht. Immerhin könnte bei der grossen Unsicherheit in der genealogischen Reihenfolge des Johann'schen Zweiges, dessen einzelne Linien bisher in keiner Weise genealogisch an Hübner anschliessen und nirgends bis vor das Jahr 1650 zurückreichen, die Abstammung von dem Grafendiplom de 23. October 1637 möglich sein, deren Nachweis sicher sehr erwünscht wäre. Das Wappen betreffend, so ist der Löwe mit dem Schenkenbecher (wegen des Obersterbschenken- und Panieramts von Tirol seit 1450) das Stammwappen, Feld II und III nebst Helm II das der •J beerbten Familie Lichtenberg in Tirol. Die Sterne im Wappen der Georgslinie sind das Wappen der -j- Tiroler Pflaum. Spee. Die bei Kneschke angegebene Devise »Spes durat avorem« ist nicht diplommässig, der grüne Boden (auf dem der Helm steht) dort und bei Bernd, Rhein. Wpb. I 116, falsch. Spiegel. Beide Diplome für Philipp, Graf v. Sp., verleihen dasselbe Wappen, die Ruine (Diesenberg) im Herzschilde ist braun auf grünbewachsenem braunem Felsen, die Spiegel in I und IV Stammwappen, der Maueranker in II und III das der -j- v. Hanxleden. Der Löwe ist blaugekrönt (der Bergische), die Adler goldbewehrt und gräflich-gekrönt, die Schrift golden. Durch ein zweites Diplom d. d. Berlin, 17. Januar 1816 hatte übrigens (mit dem einfachen Stammwappen , darauf Grafenkrone und der gräflich - gekrönte Stammhelm, unten die Devise) der Domdechant Ferd. Aug. Maria Josef Anton, Freih. v. Spiegel, (geb. 25. Dezember 1764, 2. August 1835 als Erzbischof von Cöln), Bruder Philipps, gleichfalls den Grafenstand erhalten. Spinuzzi. Siegelsammlungen ergeben das Wappen, welches eine noch im vorigen Säculo in Sachsen blühende gräfliche Familie v. S. führte, nämlich: Unter rothem Schildhaupt, worin ein linksgekehrter Pelikan, brustritzend, flugbereit (alias gekrönter Adler), in Blau ein oben von 3 (1. 2.) Sternen, unten von Rose begleiteter, mit einem Dorneuhag, alias Palmenzweig (Damascirung? 1), belegter Balken. Auf dem Schilde die Grafenkrone. Sponeck, Sponneck. Bekanntlich Herzogl. Württembergische Mömpelgart'sche Abkömmlinge, erzeugt mit der T ochter eines von Held wicher (nicht Hedwiger). Sie führten bis zur Grafung diesen Namen. Stern und Mond sind golden, der Fisch eine »Asche«, Wappen der v. IL, verliehen von Kaiser Max. II. Mit ähnlichem Wappen und dem Namen »Graf v. Horneburg« wurde d. d. Wien 2. September 1761 ein natürlicher Sohn des -j- Herzogs Leopold Eberhard zu Württemberg - Mömpelgart, Karl Leopold, in den Reichsgrafenstand erhoben. Das oft falsch dargestellte Wappen ist hier dem Diplom und guten übereinstimmenden Siegeln entsprechend abgebildet. Sporckh. Das fast überall incorrekt gezeichnete Wappen hier nach dem Diplom. Der Türke hat braunen Bart, goldene Agraffe, schwarzen Reiherbusch, rothen Mantel mit weissem Futter, purpurfarbenen Rock mit goldenem Gürtel und hält einen goldenen Kolben, die Lanze des Fähnleins ist golden, die Adler goldbewehrt. Spreti, nach dem Taschenbuch der gräfl. Häuser; woher vermehrt, nescimus. Graf S. auf Weilbach, Weichs, Käpping und Berg führt, nach grossem Siegel vor. Säculums, nur den Herzschild, auf dem ungekrönten Helm fünf Straussfedern. Palmzweige umgeben den Schild. Aehnlich so Siebmacher, Suppl. VII 3, Nr. 9. Sprinzenstein. Wie abgebildet wird das gräfliche Wappen, welches freilich im Diplom nicht beschrieben oder dargestellt, geführt, sehr ähnlich dem im Freiherrndiplom d. d. Prag, 18. Dezember 1591 verliehenen. Ebenso führt es z. B., laut grossen schönen Siegels, Johann Ehrenreich, Graf und Herr v. Sp. auf Neuhaus. Das Mittelschild (der goldbewehrte Stier) dazu Helm II, Wappen der f Tiroler v. Gechling) kam durch genanntes Freiherrndiplom hinzu. Kneschke bildet das Wappen falsch ab, Dorst, Schles. Wpb. II 135 ziemlich richtig. Stackelberg. Die Wappen dieser beiden Linien in Esthland (Diplom 16. Mai 1775 — blühend) und in Esthund Livland (Diplom 31. Mai 1786, erloschen 10. Novbr. 1 869), giebt Klingspor, Balt. Wpb., wir werden sie im ev. Supplement geben. Stadel v. Kornberg. Der letzte Graf scheint Graf Emanuel, geb. 17. August 1787, k. k. Kreiskommissar im Viertel unterm Wiener Wald, J* 24. September 1845, gewesen zu sein (cfr. Gräfl. Taschenbuch 1842 ff. und Frhl. Taschenbuch 1849). Wappen: Drei übereinanderliegende, roth mit goldenem Stülp gekleidete, am Untertheil mit neun goldenen Knöpfen besetzte Arme in Schwarz. Stadion. Das Kreuz kommt auf Siegeln auch als gemeines vor; oft halten Löwe und widersehender Wolf den Schild. Wie abgebildet nach dem Diplom. Stadnicki. Hier sind verschiedene theils irrige, theils incorrekte Angaben im Gräfl. Taschenbuch zu berichtigen. Den Grafeustand erhielten A) aus der Linie zu Zmigröd 1) als Graf v. Z.-St. zu Zabno: Michael, d. d. Wien, CLXI 26. März 1784, er starb bereits 1800 ohne Nachkommen; 2) als Grafv. Z.-St. zuNiemiröw: Josefv. St., Gutsbesitzer in Galizien, Sohn des Alex. St. und der Juliane geb. von Drohojew-Drohojewska , 1. A. E. 7. April 1783, Diplomausfertigung für seine Söhne Johann zu Boratyn und Alexander zu Kozienice d. d. Wien, 14. September 1836. Dieser Zweig ist ebenfalls und zwar am 29. November 1853 erloschen. Diese beiden Diplome verleihen lediglich den silbernen schwebenden Schrägstrom (Wappen Druzyna) im rothen, von der Grafenkrone, darauf gekrönter Helm mit rothsilbernen Decken, ohne Kleinod (!) besetztem Schild. B) Aus der II. Linie i) Diplom Wien 14. Januar 1783 für Anton (Desc. erloschen 1. September 1863) und Felix (Desc. blüht). 2) Diplom d. d. Wien 12. Dezember 1788 (Diplom für Peter, Desc. blüht). Deren Wappen, welches wir, ebenso wie die übrigen fehlenden, einem event. Supplementbande vorbehalten, hat in Feld I das poln. Stammwappen Topor, desgl. auf Helm I. Schildhalter: 2 natürliche Leoparden auf violetter Arabeske, sonst ganz wie das vom 2. Mai 1783. 3) Zweig zu Ruznow: a) Diplom 2. Mai 1783 für Franz (Descendenz blüht), b) Diplom d. d. Wien 15. Mai 1783 für Joseph v. St. zu R. (Descendenz erloschen 1884). Das Wappen dieser Linie ist wie das vom 2. Mai 1783, aber in Feld I ein goldbewehrter silberner Greif in Roth und statt des rechten Büffelhorns auf Helm I der Greif wachsend. Die übrigen Felder mit den poln. Stammwappen Beil (Topor), Pfeil mit Adlerschweif (Niesobia), Pferd mit Gurt (Starykon), Jagdhörner (Tr^by I) und Strom mit Kreuz (Sreniawa) sind zu bekannt, als dass nähere Beschreibung nothwendig wäre. Stahlburg. Diese im Mannsstamm bereits am 25. Mai 1809, im Weibsstamm erst am 16. November 1860 erloschene Tiroler gräfliche Familie ist im Goth. gräfl. Taschenbuch de 1861 ausführlich abgehandelt. Den Grafenstand für Reich und Erblande erhielt die "j" Linie zu Hauzenheim, d. d. Wien 1. August 1698. Das darin um einen dritten Helm, darauf ein mit zwei gekreuzten Schwertern und dem Oesterr. Erzherzogshut vermehrte Wappen weicht wesentlich von dem im zweiten Grafendiplom (gleichfalls Wien I. August 1698) für die Linie zu Partschins verliehenen ab, denn letzteres hat 4 Felder, indem es mit dem des J" Geschlechts Botschisch (nicht Botsch) vermehrt ist. Die Iiauzen- heimer Linie erlosch früh, die Partschinser blühte bis 1809/1860. Wappen (cfr. auch Tyroff, S. Wpb. II, 24) für einen ev. Supplementband ausersehen. Stain zum Rechtenstein. Der 1779 in den Reichsgrafenstand erhobene Karl Leopold Graf v. S. z. R., k. k. F.-Z.-M., starb bereits am 5. März 1809 ohne Erben. Wappen geviert, 1 / i : in Gold drei gestürzte schwarze Wolfsangeln pfahlweis untereinander, " 2 / 3 : in Gold ein zweireihig rothsilbern geschindelter Schrägbalken. Grafenkrone mit drei Helmen, statt der Decken mit silberngefuttertem rothen Mäntelchen. Helm I (gekrönt rechts): Pfauschweif, dahinter eine linkswehende silberne Fahne. Helm II (ungekrönt): eine aufrechte, an den Spitzen gekrönte und mit je drei Pfaufedern besteckte Wolfsangel. Helm III (gekrönt): Flügel wie Feld II. Schildhalter: Zwei widersehende goldene Löwen auf Postament. Stainach (in beiden Diplomen »Steinach«). Der 1767 erhobene Carl von Moinsell war kais. Lieutenant und der älteste eheliche Sohn erster Ehe der Schwester Isabella Justina des 1757 Gegraften. Stainlein. Der Mann ist nicht, wie Kneschke, anscheinend nach Tyroff, Bayr. Wpb. X 57 und XI II, an- giebt, weiss, sondern schwarz gekleidet, mit dergl. Mütze, gelbgrauem Bergleder (nicht Schurzfell) und schwarzem Hammer. Die schi ldhalt enden Greife halten keinen Stern. Stampa di Soncino. d. d. Wien 16. September 1816 erhielten Maximilian (Sohn des Max. Johann), geb. 13. April 1790, S. di S., die k. Oesterr. Bestätigung des Adels-, Marchese-, Grafen- und Freiherrnstandes (derselbe war 7. Februar 1810 französ. Reichsgraf nach dem Erstgeburtsrecht geworden), desgl. Joseph die des Grafenstandes. Maximilian hatte 3 Söhne. Der Titel Marchese di Soncino war bereits am 5. Januar 1659 ertheilt, die Bestätigung des Grafenstandes (durch Kaiser Karl VI.) d. d. Wien 8. Octbr. 1 7331 Karl v. S., k. k. Geh. Rath, F.-M.-L., General- Feldzeugmeister im Herzogthum Mailand und kaiserlichen Plenipotentiar - Commissar in Italien, sowie seine Brüder Guido Anton und Cajetan S. di S. aus der Lombardei, nebst Prädikat: »Hoch- und Wolgeboren«, sowie Wappenbesserung. Ferner erhielt, laut Mailändischen Decrets d. d. 29. September 1770, Graf Don Maximiliano Giuseppe Marchese di Soncino die Bestätigung seiner Titel. Endlich erhielten die Söhne des Johann Baptist: Don Decio und Don Francesco, Gebr., d. d. Wien 5. April 1787 den longo- bardischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht und laut Decret des k. k. Gouv. Raths zu Mailand d. d. 21. August 1787 die Bestätigung desselben. Ausserdem hatte bereits d. d. Wien 6. April 1769 durch Kaiserin Maria Theresia genannter Johann Baptist, Kämmerer des Herzogs von Lothringen, Sohn des Don Philipp Maria Grafen v. S., die Bestätigung des Adelsstandes fürs Reich und die Erblande erhalten. Die Bestätigung der Würde als Grand von Spanien, welche dem Christian Graf v. S., Sohn des Guido Anton d. d. Wien 5. Juli 1730 von Kaiser Karl VI. verliehen war, erfolgte d. d. Wien 2. Mai 1822 und Wien 29. November 1839 (diese für Marchese Max Joh. Rinaldo Graf v. St.). Wappen (1733) cfr. Siebmacher, Suppl. II 3, Nr. 4 und Rietstap, arm. univ., nouv. 6d. —Wir werden das Wappen in einem ev. Nachtrage bringen. Stanga. Gänzlich verschieden von voriger Familie, ist die Familie v. Stanga, welche den Grafentitel bereits d. d. Genua 6. October 1496 nach dem Erstgeburtsrecht, als »Conti di Castelnuovo Bocca d'Adda« erhalten hatte. Das Marchesediplom erhielt die Familie d. d. Parma 13. Januar 1686 vom Herzog Farnese. Der Grafenstand wurde vom Kaiser von Oesterreich 1. A. E. d. d. Wien 19. November (Diplom 26. November) 1816 nach dem Erstgeburtsrecht dem Johann Baptist S., Patrizier von Cremona, der Marchese- titel, 1. A. E. d. d. Wien 28. Januar (Diplom 10. Februar) 1817, mit derselben Einschränkung dem Julius Cäsar S. aus Cremona bestätigt. Den alten Adel hatte bereits König Ludwig XII. von Frankreich d. d. Mailand 14. November CLXII 1509 anerkannt. Wappen (bestät. 1. Decret Mailand 26. Juni 1773 Conte Don Camillo St.) von Gold und Schwarz fünfmal gespalten. Auf dem Schilde die Grafenkrone und ein mit schwarzgoldenem Wulst und Decken versehener Helm ohne Kleinod. — Die Familie blüht in Italien. Starhemberg. Das abgebildete Wappen ist das der ausser der Fürstlichen einzig noch blühenden Linie zu Eschelberg, welche im Goth. gräfl. Taschenbuch als jüngerer Gun- dakkarscher Ast, 1. Zweig, bezeichnet wird, und zwar des von Josef Franz Xaver (f 1774) abstammenden Zweiges. Die Wappenvermehrung mit Schwert, Türkenkopf, Stephansthurm und Buchstaben L erhielt der Befreier Wiens Graf Ernst Rüdiger v. St. d. d. Wien 28. November 1686. Nachdem mit seinem Sohne seine Linie erloschen war, ging dieselbe auf den Grafen Franz Anton (aus der Linie Eschelberg), Schwiegersohn Ernst Rüdigers, Uber. Die Linkskehrung des Panthers ist eine keineswegs heraldisch richtige, daher hier verbessert. Starhemberg-Kaunitz-Rietberg. Karoline Leopoldine Gräfin v. Starhemberg, in erster Ehe Wittwe (seit 12. Octbr. 1842) des Grafen Anton Gundakkar des Aelteren, mit dessen am 3. Octbr. 1859 kinderlos verstorbenen Bruder Karl der 2. (ältere) Zweig des jüngeren oder Gundakkar'schen Astes erlosch, war die Tochter des 1848 verstorbenen letzten Fürsten von Kaunitz - Rietberg. Sie erhielt im Andenken an diese berühmte Familie, laut A. E. und Ministerialdecret d. d. Wien 27. October 1855, die Vereinigung des Wappens derselben mit dem Starhemberg'schen und vermählte sich am 19. Juni 1860 in zweiter Ehe mit Peter d'Alcantara Prinzen von Arenberg; mit ihrem am 8. Juni 1875 erfolgten Tode erlosch dies combinirte Wappen wieder. Dasselbe zeigt einen quergetheilten Schild, oben das abgebildete gräflich Starhemberg'sche complete Wappen, der Panther aber grün und linksgekehrt, Anker und Schlange etwas auswärts gelehnt, unten das complete Wappen der Fürsten von Kaunitz - Rietberg - Questenberg , wie dasselbe Neuer Siebmacher, Hoher Adel, I. Reihe, Tafel 94 abgebildet ist, jedoch sind 1855 die Geissein irrthümlich als »zwei goldene Stäbe, an denen je ein goldener Sporn an seinen weissen Anschnallriemen hängt«, beschrieben und abgebildet. Auf dem also getheilten Hauptschilde steht die Krone mit Pfaufedern, Stephansthurm und grünem Panther, jedoch linksgekehrt (Stahremberg), zwischen vier gekrönten Helmen mit rothsilbernen - blaugoldenen Decken. Von diesen trägt Helm I (rechts) einen goldenen, Helm IV (links) einen schwarzen Löwen, beide gekrönt, Helm II eine goldbesaamte blaue Rose mit grünen Kelchblättern, Helm III einen schwarzen Flügel (aus dem F. Kaunitz'schen Wappen). Wir werden dies complete Wappen in einem ev. Supplementbande bringen. Starzenski. d. d. Wien 1. Dezember 1780 erhob Kaiser Joseph II. die Gebrüder Mathias, gewesener Bran- sienser Jurisdictions-Starost, und Peter, gewesener Polnischer Oberst, Gutsbesitzer in Galizien, in den erbländ. Grafenstand von Galizien und Lodomerien, mit Titel »Hoch- und Wol- geboren«. Die Erhebung wurde durch Decret der Königl. Preuss. Regierung zu Bialystock d. d. 7. Dezember 1799 dem Mathias Graf S. anerkannt. Die Familie gehört zum polnischen Wappenstamm Mzura(Lis) und führt dies Wappen; zwischen Schild und Helm die Grafenkrone. Die Familie blüht in zwei Linien; ihr Personalbestand ist zuletzt im Goth. gräfl. Taschenbuch de 1866 aufgeführt. Ihr voller Titel ist: Grafen (Mzura) von Starzenice-Starzenski. Das Wappen werden wir in einem ev. Supplement abbilden. Starzsinski d'Oliva. Unter diesem Namen wird als am 21. October 1863 zu Tarczal im Zempliner Comitat in Ungarn verstorben ein »Graf« Karl, geb. 1774, k. k. Oesterr. Kämmerer und Major in Pension, aufgeführt. Derselbe dürfte der Familie Starzynski aus dem polnischen Wappenstamm Doliva (I) entstammen, welche unseres Wissens niemals ein Grafendiplom erhalten hat. Stauffenberg. Das Wappen ist lediglich wie ehedem verblieben, also ohne Grafenkrone; die beiden Köcher auf dem Helm je mit rother Spange, beschreibt, komisch genug, das Gräfl. Taschenbuch de 1875 als »zwei in der Mitte mit einem rothen Knopf versehene silberne Schalmeien« (siel), die beiden schreitenden Löwen als »zwei auf allen Vieren (sie!) übereinander laufende« (!). Die ältere d. d. Wien 15. August 1791 in den Reichsgrafenstand erhobene Linie des Geschlechts, mit demselben Wappen (jedoch Grafenkrone und der Hut vorn noch mit schwarzem Hahnfederbusch), erlosch im Mannsstamm 1833 mit Graf Clemens (dem Sohne des gegraften Damian Hugo Friedrich Anton), welcher am 17. August 1813 der Grafenklasse der Königl. Bayer. Adelsmatrikel einverleibt worden war. Stedingk. Eine Linie dieses pommerschen Geschlechts (Wappen: 2 Streitkolben) hat in Schweden den Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht d. d. 21. Novbr. 1809 (intro- ducirt 181 1 im Ritterhause zu Stockholm sub Nr. 117) erhalten und blüht daselbst. Wapppn cfr. Rietstap. van den Steen de Jehay. Am 5. August 1847 erkannte der König der Belgier den d. d. Rom bei St. Peter 22. Mai 1846 durch Papst Gregor XVI. der Wittwe Car- lotta v. d. St. d. J., ihren Töchtern Carlotta und Eleonore und ihren Söhnen, den Baronen Amand, Aloyis, Leopold, Eduard, Xavier und Victor, nebst Wappenvermehrung (durch die päpstlichen Schlüssel und die Devise »Semper et ubique fidelis«) ertheilten Grafenstand an. (cfr. Poplimont, la Belgique heraldique und Rietstap, arm. univ., nouv. ed.) van den Stegen. (Linie de Schrieck.) Joseph Constantin Philipp v. d. St., in dessen Familie bereits in zwei f Linien, nämlich d. d. 30. Januar 1698 der Spanischniederländische und d. d. 17. September 1825 der Königl. Niederländische Grafenstand gekommen war, erhielt durch König Wilhelm I. der Niederlande den persönlichen Grafenstand. Letzterer wurde seinem Sohne Philippe Marie Norbert (geb. 1796, lebte noch 1867), dessen älterer Sohn Albert Philipp Joseph Marie bereits d. d. 5. Septbr. 1856 den K. Belgischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht erhalten hatte, laut Diplom d. d. 8. Juni 1871 vom König der Belgier auf seine gesammte Nachkommenschaft ausgedehnt. (cfr. Poplimont, la Belgique heraldique und Rietstap, arm. univ. dd.) CLXIII Stenbock und Stenbock-Fermor. Ueber diese in E sthland blühenden Grafengeschlechter cfr. v. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Stepperg. Das Wappen der Gräfin d. N. ist bereits sub Arco gegeben und dahin zu berichtigen, dass die Schrift auf dem Spruchbande aus gothischen Minuskeln besteht, nur das D ist eine Majuskel, golden, die beiden »s« roth, das Ausrufungszeichen am Schluss blau, sonst schwarz auf gelbgrauem Bande. Sternberg. Das Wappen aller Linien ist wie abgebildet und zwar das der Linie Rudelsdorf laut Diplom. Im Grafendiplom de 1661 ist kein Wappen angegeben. Hiernach ist also Dorst, Schles. Wappenb. zu berichtigen, welches im Wappen des St.-R. den Stern über Dreiberg und auf dem Helme zwischen Büffelhörnern giebt. Sternberg-Mauderscheid. Das vermehrte Wappen dieser im Mannsstamm am 8. April 1830, im Weibsstamm am 15. Dezember 1870 erloschenen Linie des vorigen Geschlechts cfr. Neuer Siebmacher, hoher Adel, II. Reihe, Tafel 98. Sternberg, Küchmeister von, s. Küchmeister. Steven-Steinheil; d. d. ^ September 1812 erlangte einer aus der deutschen Familie v. Steinheil (cfr. Klingspor, Balt. Wappenb.) den Russischen (Finnländischen) Grafenstand und am I3 ' August 1824 durch Adoption die Namen- und Wappenverbindung »St.-St.«. Das vereinigte Wappen cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. cd. Stiebar auf Buttenheim. Diese Familie, welche noch 1835 in Oesterreich angesessen blühte, erlaugte den Grafenstand aller Kaiserl. Oesterr. Erblande d. d. Wien 23. September 1795 in Person' des Johann Joseph Herrn v. S. a. B., k. k. Oberst-Erblandkiichenmeisters im Erzherzogthum Oesterreich ob und unter der Enns, niederösterr. Land- und Regierungsraths und ständischen Vorredners. Wappen: ein von Silber und Schwarz getheilter Schild, oben wachsend eine rothe Saufeder (Jagdspiess) mit goldener cs-'-förmiger Parirstange. Auf der den Schild deckenden Grafenkröne ein gekrönter Helm mit »altväterischer«, d. h» mantelartiger, silberngefütterter schwarzer goldbefranster und mit dergleichen Quastenschnüren aufgebundener Decke. Auf der Krone steht ein silberngestülpter niederer schwarzer Hut, der einen dergleichen gestürzten, in der Höhlung mit sechs schwarzen Hahnfedern gefüllten trägt. (Dies Helmkleinod war ursprünglich eine verdeckte Schüssel, auf das Erbamt hindeutend.) Auf Siegeln ist der Helm mit einem Fürsten- (dem Oesterreichischen Erzherzogs-) Hut gekrönt und der Mantel purpurn (sie!). Stillfried. Der Tiger ist naturfarben. Die Borde, Lilien, Rosen, Gürtel der Jungfrau golden, die letztere mit Lorbeerkranz, Hirschgeweih naturfarbig, Löwe roth-gekrönt. Stockau. Der Schild ist das Stammwappen der Grossherzöge von Mecklenburg; auch die Greifen deuten auf die Abstammung hin. Helme sind nicht verliehen. Stockhammern. So, nicht Stockhammer, wird in dem, dem Joseph Edlen v. St., k. k. Mundschenk d. d. Wien 15. Januar 1777 durch Kaiserin Maria Theresia ertheilten Erbländ.-Oesterr. Grafendiplom der Name geschrieben. Die Familie ist am 8. August 1858 mit Graf Hermann (geb. 1796) erloschen. Das Wappen ist im genealogischen Handbuch zum Taschenbuch der gräfl. Häuser de 1855 beschrieben, diplom- gemäss aber hebt der Adler in I die Fänge (»fliegt«), der Reiter schwingt einen Streithammer; die Schabracke des auf grünem Boden rechtsgekehrt galoppirenden Pferdes ist roth, die Vögel (Falken) in IV sind blau, der eine liegt auf braunen Eichenstäben, daraus links unten ein trockener Ast wächst. Mittelschild silbern, Nasenring des Stierkopfes golden. Grafenkrone, drei gekrönte Helme mit schwarzsilbern — schwarz-goldenen Decken. Helm I (rechts) der Adler, hier auf den Füssen stehend, Helm II der Stierkopf, Helm III radschlagendes Pferd. Schildhalter: widersehende goldene Greifen auf grünem Boden. Hiernach ist die Abbildung bei Kneschke zu berichtigen; für einen ev. Supplementband behalten wir uns dieselbe vor. Stolberg. Das im Diplom d. d. Prag t8. April 1597 verliehene Wappen wird jetzt, warum ist nicht klar, derart verschoben geführt, dass zu Ungunsten des früher in der linken Schildhälfte befindlichen completen Wappens der Grafschaft Hohenstein (vier Felder und Herzschild) der Schild z. Z. in fünf Pfäle getheilt ist, so dass das hohn- steinsche auf ' 2 / B der Schildbreite reduzirt ist, eine heraldisch kaum zu rechtfertigende Abänderung. Graf Christian Friedrich v. Stolberg-Wernigerode musste sich eine Königlich West- phälische Bestätigung seines Urgrafenstandes vom 10. Juli 1813 gefallen lassen, was natürlich nur pekuniäre Opfer zu Gunsten des Hofes in Kassel erforderte. Stomm. Nur widerstrebend haben wir den heraldischen Nonsens, den Adler direkt auf die den Schild bedeckende Grafenkrone zu stellen, wiedergegeben. Derartige heraldische Unsinnigkeiten durch Einschiebung eines Wappenhelms zu verbessern muss dem guten Geschmack der Wappenherrn überlassen bleiben. Stosch. Wir haben anstatt der völlig unsinnigen Darstellung bei Koehne II 3, wo eine riesige Grafenkrone den Helm ohne Kleinod krönt, letztere dem Schilde aufgesetzt. Warum anstatt dessen nicht lieber das alte schöne Helmkleinod geführt wird, vermögen wir nicht zu enträthseln. Strachwitz. Unsere Darstellung entspricht dem Diplom, wonach die Kleestängel in den Flügeln des Adlers im Herzschilde silbern sind, daher wohl an den Schlesischen Adler gedacht und das Feld nur deshalb nicht golden gemalt ist, weil der Hauptschild von diesem Metall schon mehr als genug hat. In der Beschreibung heisst es: »Auf dem (mittleren) Helme steht der im silbernen Felde (Herzschild) befindliche Adler«. Die Zeichnung zeigt denselben indess so, wie wir ihn abgebildet haben: mit Scepter und Schwert (irrig zwei Schwerter) bewaffnet und ohne Kleestängel. Kneschke giebt ihn daher falsch. Die schildhaltenden Löwen sind ebensowenig wie die gebräuchliche Devise: »Vis vim vincit« diplomgemäss, noch weniger CLXIV die auf Siegeln beliebte Darstellung des II. und III. Feldes, welches von Silber und Blau dreimal (vier Plätze) getheilt mit 10 (3232) Muscheln belegt dargestellt wird. Straka von Nedabylitz. Diese 1835 in Oesterreich noch angesessene gräfliche Familie erhielt d. d. Linz 11. September 1732 mit Prädikat: »Hoch- und Wolgeboren« sowie Wappenbesserung den Erbländisch-Böhmischen Grafenstand, in Person des Johann Karl (Erbländisch-Böhmischen) Freiherrn (seit d. d. Laxenburg 6. Mai 1721) St. v. N. (Sohnes des Albrecht Karl St.v.N.), Beisitzer der Kgl. Böhm. Kammer und Hof-Lehenrechtsbeisitzer. Wappen : im gold- bordirten blauen Felde ein auf grünem Hügel schreitender schwarzer Hahn mit rothem Kamm und Lappen und silbernem Schnabel. Auf dem Schilde die Grafenkrone mit gekröntem Helm (mit blausilbernen Decken), darauf der Hahn. Stralenheim-Wasaburg. Ueber diese am II. Mai 1872 im Mannestamm erloschene gräfliche Familie erschien ein guterund wahrheitsgetreuer Artikel im »Deutschen Herold * No. 4 de 1889. Auf denselben verweisend, behalten wir die Abbildung des Wappens einem ev. Supplementbande vor. Strassoldo. Unsere Abbildung ist die allein diplom- gemässe und richtige. Die auf Siegeln erscheinenden Darstellungen, wonach u. A. der Adler mit Kaiserkrone, der Herzschild zweifeldrig, die Mohrenbüsten in II und III als wachsende Mohren, statt der sechs Straussfedern deren nur drei erscheinen etc., gehören sämmtlich in den Bereich des heraldischen Unfugs, der, Mangels genauer Kenntniss des diplommässigen Wappens von Wappenherren wie Siegelstechern getrieben wird und nicht genug zu rügen ist. Alle alten Siegel, auch das Wappen des berühmten Grafen Raymund Anton, 1751—81, Bischofs von Eichstädt schliessen sich durchaus unserer Darstellung an. Auch die Linie in Italien führt es nach dem »annuario della nobiltä italiana« genau so. v. der Straten, blühend in den Linien Ponthoz und Waillet. Abbildungen und Siegel ergeben sowol den abgebildeten Schild geviert mit einein blauen Felde, worin ein von 4 (3. 1.) goldenen Ringen begleiteter goldener Balken, wie auch andererseits einen gevierten Schild mit Herzschild (Stammwappen). I und IV: in Roth ein goldenes gemeines Kreuz, in der Mitte desselben ein gekrönter aufrechter Löwe, II und III: von Silber und Blau siebenmal getheilt. Auf dem Schilde die gräfliche Krone mit dem Stammhelm; hinter dem Schilde bald zwei, bald vier Banner verschränkt. Schildhalter: die Adler mit Halsbändern, theil- weise auch widersehend, (cfr. auch Poplimont, la Belgique lieraldique, sowie Rietstap, arm. univ., nouv. ed.) Stratico. Dem Simon S. aus Zara, ansässig in Mailand, welcher d. d. 11. October 1810 den k. Französischen Grafenstand und die Senatorwürde erhalten, wurde d. d. Wien 24. November 1816 Oesterreichischer Seits für seine Person diese Würde anerkannt, cfr. Neuer Siebmacher, Dalmatiner Adel S. 84. Strein von Schwarzenau - Dammer. Der d. d. II. Februar 1856 in den Preussischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht Erhobene starb am 8. Januar 1872 unbeerbt. Das Wappen behalten wir einem ev. Suppleinent- band vor. Strigelli. Nur für seine Person erhielt Oesterreichischer Seits d. d. 20. Mai 1816 Anton S. die Bestätigung des ihm von der Französischen Regierung Italiens ertheilten Grafenstandes. Näheres und Wappen unbekannt. Striggi di Gonzaga. Vincenz Striggi hatte d. d. Mantua 28. Juni 1771 die Bestätigung als Marchese erhalten, welcher Titel und das Prädikat: »di Gonzaga« dem Alexander St. aus Mailand Oesterreichischer Seits für ihn und seine männliche Descendenz 1. A. E. d. d. Wien 21. November (Placat 12. Dezember) 1816 zuerkannt wurde. Wappen: in Silber ein von goldenen Sternen bordweis begleiteter, mit zwei übereinander schwimmenden silbernen Fischen zwischen zwei goldenen Sternen belegter blauer Balken. Marchesekrone. Strogonow. Das Wappen dieser wieder erloschenen Linie des Russischen Geschlechts nach dem d. d. Wien 9. Juni 1761 dem k. Russ. Kämmerer und Gesandten zu Wien Alexander Sergiewitsch S., mit Prädikat »Hoch- und Wolgeboren«, verliehenen Reichsgrafendiplome, giebt ziemlich richtig Siebm., Suppl. X 3, No. 9, nur muss der Kopf im Schilde und auf Helm I der eines weissen Bären, der auf Helm III der eines schwarzen Fuchses sein, letztere auch als Schildhalter. Eine andere, in den Russischen Grafenstand erhobene Linie cfr. Klingspor, Balt. Wappenb. Strozzi. L. A. E. d. d. Wien 19. (Decret 23.) Nov. 1816 erhielten die Gebrüder Carl, Alexander und Johann Franz St., Söhne des Philipp St. (geb. 1708, f 1773) aus dem Mantuanischen Aste dieses italienischen Geschlechts (cfr. la nobilta italiana, Jahrg. 1879) die k. k. Oesterr. Bestätigung des Marchesestandes , den ihr Vater und seine Brüder d. d. Mantua 17. August 1770 bestätigt erhalten hatten. Das Wappen nach letzterem Diplom zeigt im goldenen Schilde den von rothen Balken, worin drei zunehmende silberne Monde, durchzogenen Ovalschild mit Cartouchebord, darauf die Marchesekrone und ein gekrönter Helm mit rothgoldenen Decken, aus dem ein widersehender silberner Bracke wächst. Den R e i c h s grafenstand hatte d. d. Regensburg 27. März 1623 Jacob S., kais. Kämmerer, nebst Brüder Americus, Karl und Leo (Johannitterritter) erhalten (ohne Wappen im Diplom). Stuart-Leincester, Grafen d'Albany. Noch jetzt in der Oesterreichischen Armee ; Prätendenten auf Schottland nach dem Wappen, welches den vollständigen schottischen, königlich - gekrönten rothen Löwen, innerhalb doppelten glevenbesteckten inneren Bordes zeigt. Auf dem Schilde Grafenkrone. Schildhalter: zwei königlich - gekrönte Einhörner, um den Hals mit einer zweiten (Blätter-) Krone, daran eine um den Leib geschlungene herabhängende goldene Kette; sie halten goldbefranste Banner, rechts wie der Schild, links blau mit silbernem Andreaskreuz. Devise: »In my Depence God me depent« (in Lapidarschrift). CLXV ... w -»» jm m .MW HHÜ _ Stubenberg-. Wir haben an anderer Stelle bereits früher betont, dass der sogenannte »Zopf», welcher durch den Ring des »Ankers«, der ursprünglich wohl auch etwas anderes dargestellt haben mag, sich schlingt, lediglich einer modernen Wappensage seinen Ursprung verdankt und sicher nur ein Tau-Ende war. Doch haben wir, da die Familie das Wappen seit ca. 200 Jahren so führt, auch diesem »Zopf« in der Abbildung sein Recht gegeben, dessen romantisches Original noch immer getreulich im gräflichen Familien-Schrein aufbewahrt werden soll! Stubick. Das von uns abgebildete , auch von Siebm. V 22 u. 42 u. III 49 No. 5 gegebene, ist das diplommässige Wappen, alle anderen sind unrichtig oder unvollständig. Die Namenszüge auf der Brust des Adlers (C. und R. II) sowie die auf Helm II, nebst der dazugehörigen Krone, die Waffen sämmtlicher Adler, Scepter und Schwertgriff, Reichsapfel, Kissenquasten und Uberhaupt alle Kronen sind golden, die Sauerampferpflanze im Mittelpfahl hat drei gelbbraune Blüthen, der Igel ist natürlich (hellbraun), die Kissen kirschroth, der Thurm in III »röth- lich«, mit goldenem Schildchen, worin die schwarze Initiale F. II, Feld III ist das Ungarische, IV das Böhmische Wappen. Auf Helm II der Erzherzogliche Hut, darauf eine gekrönte »Marmortafel«, auf dieser der Reichsadler, dessen Hals die Kette des goldenen Vliesses umgiebt. Der »kriegerische Merkur« auf Helm I, dessen Rechte den braunen, mit goldenen Knöpfen, silbernen Flügeln und grünen Schlangen versehenen Caduceus, die Linke die Sauerampferpflanze hält, war bereits in etwas anderer Form das Kleinod des laut rittermässigem Adelsdiplom d. d. Prag 18. August 1562 dem Ahnherrn der gräflichen Familie: Johann St., Doctor der Arzneikunde, nebst Brüdern Lorenz, Gregor und Matthias verbesserten Wappens, dessen Schild geviert, im eingeschobenen Mittelpfahl die Sauer- ainpferpflanze, im I. und IV. blauen Felde V 2 goldenen Adler am Spalt, im II. und III. schwarzen zwei silberne Balken, im oberen den schwarzen Dreiberg enthielt. Des Merkurs Panzer und Helm sind blau mit goldenen Beschlägen, der Helmflügel roth in goldener Fassung, goldbefranste Schärpe und Kleidsaum kirschroth. Der Ungar auf Helm III hat goldene Litzen und Knöpfe am silberngefütterten pelzverbrämten blauen Mantel, rothen Rock mit silbernen Knöpfen und Gurt. Agraffe und Schwertgriff, sowie Degengriff des Merkur sind golden. Dies complicirte Wappen war übrigens bereits in dem d. d. Wien 12. Dezember 1659 verliehenen Ungarischen Freiherrndiplom ebenso verliehen. Das im Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1862 S. 879 ff. beschriebene Wappen ist hiernach zu berichtigen, ebenso die gänzlich unmotivirten Erklärungen , welche dort an die beiden Helmfiguren geknüpft sind, zu streichen. Stürgkh. Kneschke giebt (und auch das noch nicht einmal correkt) irrthümlich das im Diplom de 1721 verliehene, nicht das 1731 verbesserte Wappen, wie wir es laut Diplom abbildeten. Der goldene Ring, den der Storch hält, hat blauen Stein. Stürmer. Diese am 14. Juli 1863 mit dem Diplomempfänger wieder erloschene gräfliche Familie erhielt den k. k. Oesterr. Grafenstand 1. A. Handschr. d. d. Wien 9. November (Diplom Wien 27. Dezember) 1842, in Person des Bartholomäus Freiherrn v. St., k. k. Geh. Rath und Internuntius bei der Ottomanischen Pforte für die deutschen und ungarischen Staaten. Er war ein Sohn des d. d. Wien 12. Juni 1801 in den Oesterr. Ritter- und Adelstand, d. d. Wien 27. Mai 1813 (als Commandeur des Ungarischen Stefausordens) in den Oesterr. Freiherrnstand erhobenen Ignaz Frh. v. St., k. k. wirkl. Hofraths. Das von Kneschke abgebildete Wappen ist theils falsch, theils incorrekt; zunächst stehen die Helme im Schilde: I. 2. (!) Wir gedenken die correkte Abbildung in einem ev. Supplementband zu geben. Suardi. Den erbl. Oesterr. Grafenstand erhielten von K. Maria Theresia: Karl Ludwig, k. k. Kämmerer und Rath bei der Intendanza zu Triest und Julius Philipp, Weltpriester, Gebr., aus uraltem Görzer Geschlecht d. d. Wien 19. October 1774. Das Wappen werden wir in einem ev. Nachtrage bringen. Subow (Zuboff). Reichsgrafendiplom d. d. Wien 7. Februar 1793; cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Suchodolski. Adalbert v. S., aus einem polnischen Geschlechte des Stammes Janina erhielt d. d. Wien 10. Juli 1800 den Galizischen Grafenstand durch K. Franz II. Nachkommen blühen in Russland und der Türkei. Wappen: (in Roth ein von goldenem Cartouchebord eingefasstes dunkelviolettes Schildchen, Grafenkrone. Gekrönter Helm: Pfauwedel von fünf Federn. Decken: rothgolden) einem ev. Supplementbande vorbehalten. Suminski. Eigentliche Grafenstands-Bestätigung hat nirgends, höchstens stillschweigend stattgefunden. In Preussen ist nur das Prädikat »Leszczyc« genehmigt worden. Die Helmdecke ist beiderseits roth und golden. Surgant. Johann Graf S., k. k. Hauptmann, geboren zu Jaslowitz in Mähren 14. Juni 1760, gefallen bei Aspern 22. Mai 1809, stammte aus einem alten Niederländischen, Mitte 18. saec. nach Oesterreich übergesiedelten Geschlechte. Ueber Grafenstandserhebung und Wappen ist uns Nichts bekannt geworden. Sweerts-Sporck. Die Wappenabbildungen bei Siebm. Suppl. VI 8. No. 5 und hiernach bei Kneschke sind nicht ganz correkt, hier folgt die Darstellung nach dem Diplom. Herzschild und Helm I, III und IV sind dem Gräflich Sporck'schen Wappen entnommen, wogegen der Rückschild und Helm II und V dem freiherrlich Sweerts'schen entstammen. Der Kopf steht diplomgemäss im goldenen Felde, hat rothes Kleid, braunen Bart, rothen Turban mit silbernem Bande und schwarzer Reiherfeder an Agraffe und steht schräg. Der Türke auf Helm V hält (wie bei Sporck) einen goldenen türkischen Commandostab, hat rothes Kleid mit weissem Gürtel, purpurnen Mantel und Turban wie im Herzschild. Der Arm auf Helm V ist stahlgeharnischt. Diese Familie Swderts stammt aus Louvain. CLXVI I IT *« % Uh»' r f .ßW Syberg. Das Wappen findet sich bei Ivlingspor, Baltisches Wappenbuch und ist beim Erlöschen des Geschlechts an die Grafen Plater übergegangen. Sylva-Tarouca, Fürsten von Turnhout. Diese Familie fuhrt das Wappen so wie die nunmehr erloschenen Grafen Sylva-Tarouca-Unwerth, jedoch mit dem Unterschiede, dass der hintere Theil des Herzschildes (mit dem Wappen Unwerth) und der Helm wegfällt und statt dessen ein Fürstenhut auf dem Schilde steht, ferner sind zwei goldene Löwen Schildhalter, der linke mit einer Standarte wie der (sechs- feldrige) Rückschild, die Schildhalter auf grünem Boden, um das Ganze ein hermelingefutterter, goldbefranster rother Mantel. So ist das Wappen, laut Diplom Kaiser Karls VI., unter Ertheilung des Herzogstitels für den jedesmaligen Geschlechtsältesten, verliehen d. d. Wien 12. Januar 1735 (für die Oesterreichischen Niederlande) anTellezdeSylva Menezes et Castro, aus dem Hause der Grafen von Tarouca, Rath und Aeltesten des Obersten Rathes für die Angelegenheiten der Niederlande, aus einem uralt Spanischen Grandengeschlecht. Feld I, III und V des Rückschiides ist das Wappen der Osorio, die übrigen das von Arragon; das silberne Feld des Herzschildes mit dem blau-bewehrten und -bezungten rothen Löwen ist das Stammwappen der de Sylva, das II. und III. goldene leere Feld des Herzschildes das der de Menezes. Synard, zwei Grafen dieses Namens wurden 1806 als Lieutenants beim Preussischen Regiment v. Courbiere dimittirt. Ursprung des Grafenstandes und Wappen unbekannt. Szaniawski. Der d. d. Wien I. Mai 1800 durch Ka iser Franz H. in den Erbländisch-Galizischen Grafenstand erhobene Stanislaus v. S., aus polnischem Adelsgeschlecht des Wappens Junosza, starb 1822 ohne Nachkommen. Wappen: in Roth auf grünem Boden ein blutbespritzter silberner stehender Widder. Grafenkrone. Auf dem gekrönten Helme 5 silberne Straussfedern. Decken: rothsilbern. Szäpäry. Die Wappen-Darstellung bei Kneschke ist falsch; nicht ein Mann, sondern ein Weib entwächst der Krone. Als Schildhalter erscheinen auf Siegeln theils die Adler, theils zwei Ungarische Könige, (sie!) Szechenyi. Wie abgebildet ist das Wappen nach dem Grafendiplom de 1697. Neuerdings trägt die den Schild deckende Grafenkrone oft einen Helm, auf dessen Krone sich die rothbewehrte Taube des Herzschildes mit Zweig (nicht Ring) im Schnabel wiederholt. Auch finden sich zwei widersehende Adler als Schildhalter und die Devise: » Si Deus pro nobis quis contra nos «. Der Herzschild ist golden, nicht wie bei Kneschke irrig: blau. Szecsen. Die Darstellung bei Kneschke ist incorrekt; die unsrige, diplomgemässe, stimmt auch mit Siegeln Uberein. Die Rose hat goldenen Saamen, die Arme sind stahlgeharnischt. Im Diplom sind Schildhalter nicht verliehen, obwohl sie sich (zwei widersehende natürliche Löwen auf grünem Boden, alias Postament) auf Siegeln finden. Szembefcjk. Die Abstammung dieser Familie ist bisher überall nicht correkt gegeben, insbesondere im genealog. Handbuch zum Taschenbuch der Gräflichen Iläusser. Wahr ist dagegen folgendes: Bartholomäus, Nicolaus, Stanislaus und Johannes Gebrüder Schembegk, von denen der Erstere bereits unter obigem Namen am 25. Juli 1566 das polnische Indigenat erhalten hatte, wurden d. d. Prag 23. October 1579 durch Kaiser Rudolph II. in den Adelstand des heil. Rom. Reiches erhoben und ihnen hierbei ihr altes Wappen mittelst Ersetzung des bisherigen Stechhelms durch einen offenen Helm » verbessert«. Das adlige Wappen war dem im Preussischen Grafendiplom d. d. Berlin 12. Juni 1816 an Ignaz v. S. auf Siemianice verliehenen, welches wir in einem ev. Supplementbande abbilden werden, völlig gleich und ursprünglich wohl Namenswappen (Schön=Bock), nur wuchs der Bock auf dem Helme und der Schrägbalken war auch in den Flügeln mit den drei Rosen belegt. Szeptycki. Das Geschlecht gehört dem Stamm Lubicz (Abart) an. Das Kreuz ist golden, der Pfeil hat braunen Schaft, silberne Spitze und Flitsch, der Greif goldenen Schnabel und Vorderfüsse. Szirmay. Das Wappen ist nach Siegeln gegeben, da das Diplom nicht zu erlangen war. Szluha v. Iklad. Die Familie, welche mit Graf Karl S. v. I. 1847 erloschen ist, erlangte den Ungarischen Grafenstand d. d. Wien 13. April 1743 in Person des Freiherrn (seit d. d. Wien 25. August 1726) Georg v. S. de I., Kgl. Ungarischem Hofrath und Referendarius. Das Wappen war ein gevierter Schild, mit silbernem Herzschild, darin auf natürlichem Dreifels ein röthlich-grauer » Leuchtthurm «, von dessen rechter Zinne an schräger Stange ein eiserner Pechkorb herabhängt. Feld I und IV: in Roth auf natürlichem Boden einwärtsgekehrt aufrecht ein natürlicher Bär mit 3 Gartenlilien an grünen Blüthenstengeln in den Tatzen. II und III: in Blau ein aufgerichtetes einwärtsgekehrtes silbernes Einhorn, .ein senkrechtes Schwert in den Vorderläufen haltend. In der zwischen Feld III und IV eingeschobenen silbernen Spitze fünf (2. 3) natürlich fliegende Lerchen /.\. Auf der den Schild deckenden Grafenkrone vier gekrönte Helme, von denen der rechts einen wachsenden goldenen Greif, ein silbernes Doppelkreuz in den Pranken, Helm II den Bären aus I wachsend, Helm III den Thurm des Herzschildes (ohne Fels), Hehn IV das Einhorn aus II trägt. Decken: I: rothgolden, II: rothsilbern, III: schwarzsilbern, IV: blausilbern. Schildhalter: zwei aufgerichtete natürliche Elefanten mit erhobenen Rüsseln. Szöldrski. Diese d. d. Berlin 5. Juni 1798 in Preussen gegrafte Familie blüht noch. Das bei Koehne II 5 ziemlich richtig gegebene Wappen werden wir in einem ev. Supplement bringen. Sztäray. Wie hier abgebildet, ist das Wappen dipl ommässig. Das Thor ist halb offen, die Vögel Elstern, der Ring hat rothen Stein. Die Husaren haben grüne Aermelaufschläge, braune Pelzmützen und rothe Kaipaks daran, Stiefeln gelb, Hosen roth, Attilas silbern-bordirt, mit CLXVII »^gcr* dergleichen Knöpfen, goldenem Leibbund, die Tigerfelle an goldenen Ketten, vorn mit grossem dergleichen Schloss, mit karmoisinrothem Futter, die Säbel mit goldenen Griffen und goldbeschlagenen schwarzen Scheiden. An gold- bebuckeltem schwarzem Riemen trägt der rechte eine hölzerne Pulverflasche, der links eine goldbestickte grüne Kugeltasche; das Postament ist marmorfarben. Uebrigens zeigen alle neueren Siegel die Mauer nicht aus dem Schildfuss hervorgehend und beiderseits anstossend, sondern aus einer Edel- krone hervorgehend, links mit 3 etwas hervorstehenden Balken, aber ohne Zinnen, oben darauf die Elstern, das halboffene Thor mit aufgezogenem Fallgatter. Taaffe. Bereits d. d. Wien 10. August 1676 hatte pranzT., Graf zu Carlinford, Oberstlieutenant im Regiment » Lothringen « das Incolat für Böhmen und dessen incorporirte Lande erhalten, ebenso dessen Erbe (im Besitz des Gutes Teutschleuthen in Schlesien) Theobald Graf T. d. d. Wien 2. November 1702. Die Bestätigung ihres Stammbaums de 1 839 erhielten die Gebrüder Franz und Ludwig Grafen T. mit dem abgebildeten Wappen. Die das Ross besäenden Seesterne sind schwarz, der Arm stahlgeharnischt, mit goldenen Reifen. Taczanowski. Der Preussische Grafenstand vom 17. Mai (Diplom 6. September) 1854 war zunächst nur als persönlicher verliehen, wurde im Diplom auf des Erhobenen eventuellen Nachfolger (nach dem Erstgeburtsrecht aus adliger Ehe) im Fideikommiss ausgedehnt, ist indess nach dem am 10. Mai 1867 erfolgten Tode des ersten Grafen bisher nicht weiter beansprucht worden. Die Abbildung des Wappens behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Talbot, Fanny Gabriele de Talbot (geb. 1781), Stiftsdame des Kgl. Bayerischen Damenstifts St. Anna zu München, abstammend aus der bekannten Englischen Familie dieses Namens, erhielt lt. Allerh. Handschreibens d. d. Wien 9. Januar 1831 (Diplom d. d. Wien 26. Januar 1833) den k. Oesterr. Freiherrn- und lt. Allerh. Entschliessung d. d. Wien 8. Mai (Diplom d. d. Wien 5. Juli) 1841 den k. Oesterr. Grafenstand. Der rechts von goldenem Bracken (»Talbot«) links von blaubezungtem rothen Löwen, stehend auf goldener Arabeske, gehaltene, von fünfperliger Freiherrn- resp. der Grafen - Krone überhöhte Rauten - Schild zeigt innerhalb goldenen Dornenbords einen goldenen, mit schwarzen Hermelinschwänzchen besäten Löwen. Die Abbildung behalten wir uns für einen ev. Supplementband vor. Tannenberg. Diese im Mannsstamm am 19. Dezember 1846, im Weibsstamm am 24. Mai 1874 erloschene, d. d. Wien 4. Juli 1737 gegrafte Familie, deren (bei Kneschke nicht ganz correkte) Wappenabbildung wir iu einem ev. Supplementbande zu geben gedenken, hat erst d. d. Neustadt 19. Mai 1685, in Person des Georg Tannauer, Gewerke der Tiroler Bergwerke den rittermässigen Reichs- und erbländischen Adelstand mit Prädikat: »v. Tannenberg« und Besserung des den Gebrüdern Tannawer d. d. Linz 28. Mai 1493 vom Rom. König Maximilan I. beigelegten Wappens (die 3 Aeste und der Mannsrumpf) erhalten. Tanzi, Antonio T., aus Mailänder Patriziergeschlecht, erhielt von Kaiserin Maria Theresia mit Prädikat »Don« d. d. Wien 27. Februar 1772 den Adelstand für die Lombardei und d.d. Wien 10. Januar 1787 durch Kaiser Joseph II. die Lombardische Grafenstands-Beslätigung, welche dem Grafen Ernest d. d. 2. September 1816 Oesterreichischer Seits nochmals bestätigt ward. Das Wappen (Abbildung in ev. Supplement) cfr. Rietstap arm. univ., nouv. ed. Hierher gehört u. A. Gräfin Irma T., geb. 1847 zu Gratz, Gattin des am 29. März 1873 auf Söll verstorbenen Gutsbesitzers Otto Freih. Unterrichter von Rechtenthal auf Rechtenthal. Tarnowski, Johann Graf Amor Tarnowski, erhielt d. d. Wien 18. Juli 1785 von Kaiser Joseph II. die Gali- zische Grafenstands-Bestätigung. Als Devise erscheint auf Siegeln: Astra peti. Tascher de la Pagerie. Am 6. September 1S24 wurde in die Kgl. Bayerische Adelsmatrikel bei der Grafenklasse aufgenommen: Graf Karl Joseph Ludwig Philipp v. T. d. 1. P., dessen Vater Peter Claude Ludwig Robert T. d. 1. P., Kaiserl. Französischer Oberst, vermählt mit Amalie Therese Marie Antoinette Charlotte Prinzessin v. d. Leyen, am 9. Mai 1810 den Kaiserl. Französischen Grafenstand (bestätigt von Ludwig XVIII. am 14. August 181S) erhalten hatte. Eine weitere Tochter aus letzterer Ehe war u. A. Sofie, geb. 3. März 1823, vermählt an Ferdinand Freiherrn Waldner v. Freundstein (geb. 1819, f 1857). Das Wappen (welches wir ev. Supplementbande vorbehalten) giebt Tyroff, Bayer. Wappenbuch IX 89. Nach Siegeln kommen als Schildhalter zwei widersehende Löwen und die Devise » Honori Fidelis « vor. Tattenbach. Der Herzschild ist das Stammwappen T., Feld I und IV das der f Intobler, Feld II und III das des f Freih. v. Trenbach; das rechts befindliche Schildchen und Helm enthält das Wappen der Grafen v. Rheinstein (Hirschstange) und das Jagdhorn wegen des Erblandjäger- meister-Amtes im Herzogthum Bayern, das linke das Wappen des f Rösch. Alle diese Wappen sind im Diplom de 1637 in der abgebildeten Form verliehen, es kommen indess Siegel mit 6 Feldern vor, in denen Feld V die Bilder des rechten, Feld VI die des linken Schildes und 5 Helmen, von denen der erste rechts Hirsch- und Jagdhorn, der linke den wachsenden Wolf trägt. Endlich ist noch einer 1671 mit dem enthaupteten Grafen Johannes Erasmus erloschenen gräfl. Linie zu gedenken, deren Wappen bei Siebmacher Supplement VII 3, No. 2 abgebildet ist und im quergetheilten Herzschild unten einen mit 5 blauen Eisenhütlein belegten Schrägbalken zeigt (vielleicht das ebenfalls im Diplom 1637 verliehene Wappen der j Freih. v. Triibeneck, früher Luxberg genannt). Aehnliche Zusammenstellungen, worin besonders bemerkenswerth eine abwechselnd rothe und schwarze Hirschstange (wegen Regenstein und Blankenburg) zeigen Siegel des Wilh. Leopold Gf. v. T. de 1631, Hans Erasmus de 1663 und Joh. Christoph de 1641. CLXVIII am- 1 I ä»l I I Taube. Wie hier abgebildet nach dem schwedischen Diplom, Siegel zeigen Abweichungen. Ausserdem existiren in Schweden noch Grafen Taube mit Diplom de 1734 (immatr. sub Nr. 112). Taubenheim. Das Haus ist im gräflichen Stamm erloschen. Tauentzien. Die Familie ist im Mannsstamm bereits am 20. Februar 1824, im Weibsstamm am 28. Dezember 1859 erloschen. Das Grafendiplom ist d. d. Berlin S.Juni 1792, die Allerhöchste Ordre schon Charlottenburg 6. Juni ejd. ausgestellt, die Wappenvermehrung Paris 3. Juni 1814. Abbildung geben wir in einem ev. Supplementbande. Tauffkirchen. Das Wappen der Linie zu Gutten- berg in seiner jetzigen Gestalt wurde schon durch das Diplom d. d. Prag 20. October 1602 für Burkhard und Johann Christoph v. Tauffkirchen zu Nussdorff zusammengestellt. Feld I und IV ist das Wappen der J v. Schwarzenstein (die Schwester des Hans Wolf v. Schwarzenstein war an Burkhard v. Tauffkirchen vermählt), Feld II und III das der 1525 j Mautner v. Kazenberg, welche wieder von den j Schwarzenberg aufgeerbt waren. Das Wappen der Linie zu Ybm enthält im IL und III. Felde das laut Diplom 1666 bestätigte Wappen der beerbten f v. Thumberg (Tumberger zum Klebstein zu Klebing), im I. und IV. das der "i" Diepolds- kircher v. Diepolding. Taverna, Franz T., Mailänder Patrizier, erhielt, auf Grund eines von K. Karl V. d. d. 31. October 1531 der Familie ertheilten Grafendiploms, 1. A. E. Wien 5. November 1816 die Kaiserl. Oesterreichische Anerkennung des Grafenstandes. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. cd. Teleki von Szek. Das Wappen ist (nach Siebm. Suppl. VIII 4. i.f) bei Kneschke annähernd richtig abgebildet. Der Bock hält einen dreiblättrigen grünen Zweig. Der Mond ist silbern, Kronen und Löwen golden. Tenczin von Paczinsky; mit Reichsgrafen-Diplom vom 28. Juli 1692, erloschen im Mannsstamm bereits am 21. Juni 1807, im Weibsstamm 10. Januar 1877. Wir behalten die Wappenabbildung einem ev. Supplementbande vor. Tereczkoi = Thoroezkay. Terlago. Die Bestätigungen sind (warum ist nicht ersichtlich) stets an direkte Descendenten ertheilt, die von 1778 an die Gebrüder Johann Anton II. (geb. 1724, f 1790) und Vincenz (geb .1728, f 1806), Enkel des 1636 Gegraften, die von 1840 an Alois f 1859 und Franz, geb. 1799, Enkel des Johann Anton II. und Lothar (geb. 1796) nebst Brüdern, Enkeln des Vincenz, und endlich die von 1888 an Sigmund Victor (geb. 1841) Sohn des Alois, Gabriel (geb. 1825) Sohn des Franz und Robert (geb. 1842) Sohn des Lothar. Das Wappen überall gleich, so wie abgebildet (Halsband des Windhundes, Kronen, Waffen des Adlers: golden). Mit einem gevierten Wappen mit 3 Helmen wurde eine andere Linie im Rheinischen Reichsvicariat d. d. München 13. September 1790 gegraft, doch scheint sie erloschen (cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnadenacte deutscher Landesfürsten). Der Adelstand der Familie ist d. d. Parma 5. April 1432 von IC. Sigismund datirt. Terzago, laut k. Oesterr. Allerh. Entschl. d. d. Wien 2. September 1816 erhielt Alexander T. die Bestätigung des Marchesetitels nach dem Erstgeburtsrecht. Die F"amilie blüht in Mailand wo bereits laut Decret Mailand 4. August 1770 die gleiche Anerkennung erfolgt war. Wappen: von Gold und Blau in 9 Plätzen geschacht. Helm: wachsender gekrönter schwarzer Adler. Terzi. Alois und Vincenz T. erhielten Oesterreichischer Seits 1. A. Entschl. d. d. Schönbrunn 12. August 1820 die Bestätigung des Marchesetitels. Wappen : unter goldenem Schildhaupt mit beidköpfig-gekrönten schwarzen Doppeladler, von Roth, Silber und Schwarz halbgespalten und getheilt. Theux de Meylandt. d. d. 18. März 1840 erhielt Theodor Chevalier de Th. d. M. den Kgl. Belgischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed. Thiene. Auf Grund eines d. d. Venedig Ii. Februar 1469 dem Clemens, Leonhard und Jacob (Söhnen des "j" Johann) sowie Franz (Sohn des *j" Anton) von Kaiser Friedrich III. verliehenen Diploms als comites Palatini und besonders eines Reichsgrafendiploms von Kaiser Maximilian II. d. d. Augsburg 21. Mai 1566 (für Julius) erhielten Hieronymus, Leonhard, Hannibal und Franz Th. aus Vicenza 1. A. E. Weinzierl 28. August 1821 die k. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes, nachdem eine solche bereits d. d. Wien 20. November 1816 dem Leonard conte T. aus Vicenza (Napoleonisch - italienischer Grafenstand) für seine Person ertheilt worden war. Wappen: geviert; 1/4: gekrönter schwarzer Adler in Gold, 2/3 : silberner Zickzackpfal in Blau. Grafenkrone. Schildhalter: zwei widersehende gekrönte Adler (cfr. annuario della nobiltä italiana de 1880/84). Thiennes de Leyenbourg et de Rumbeke. Uradel, seit 13. September 1649 Grafen, laut Erhebung der Herrschaft Rumbeke zur Grafschaft durch König Philipp IV. von Spanien. Der Grafenstand in den Niederlanden durch das organische Adelsdecret anerkannt. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. dd. Tholdalagyi. Das Lamm ist golden, der gefleckte Löwe in Feld II hat den Schweif durch die Hinterpranken geschlungen, die Lerche im Herzschild ist naturfarben, die Köpfe in Feld IV haben braune Vollbarte und sind blutig am Halsabschnitt. Ein ganz anderes Wappen wie das von uns abgebildete diplommässige giebt Tyroff, Wappenbuch der Oesterreichischen Monarchie XXIV Tafel 13, nämlich: ein schwebender Arm, ein Wagenrad hochhaltend. Auf dem Helme das Osterlamm. Ob dies einer anderen Linie oder einem anderen Geschlechte dieses Namens angehört, vermochten wir nicht zu erfahren. CLXIX Tholdy v. Nagy - Szalonta und Fekete - Bätor, t 7- J u li 1862, cfr. Horväth-Tholdy. Thöroczkay. Das Diplom vom 19. September 1757 hat nur zwei gekrönte Helme, deren jeder einen schwarzen Flügel, der rechts mit zunehmendem silbernen Monde, der linke die Sonne trägt. Welche dieser beiden Linien (?) noch blüht, ist uns nicht bekannt. Thürheim. Feld I, II, III ist bei Tauffkirchen erwähnt, Feld IV ist das im Diplom de 1666 den Thürheim ertheilte Wappen der f v. Nussdorf, welches Geschlecht gleich den Tauffkirchen die Schwarzenstein und Mautner beerbt hatte. Thun. Die Abstammung von den alten f Grafen von Thun ist keinesfalls erwiesen, denn erst d. d. Worms 7. Dezember 1495 ertheilte K. Max I. dem Sebastian Th. den Freiherrnstand für Reich und Erblande, was d. d. Prag 9. März 1604 dem Christoph Simon, Herkules, Johann Arbogast, Johann Cyprian und Georg Sigmund, Vetter und Brüder, also den nachmaligen Empfängern des Grafendiploms de 1629, unter Erhebung ihrer Personen in den Reichsund Erbländischen Freiherrnstand bestätigt wurde. Hierbei erhielten sie zugleich das Wappen ihrer Stammmutter aus dem *j* Geschlecht der von Caldess in Tirol, welches Schloss sie besassen. Dies Wappen ist der Herzschild (roth mit weissem Balken, darin eigentlich ein Stern, der aber weggefallen ist, so dass der Schild nun wie der Oesterreichische aussieht, der es aber nicht ist), Feld I und IV ist das Stammwappen, Feld II und III wol später ererbt. Alle neueren Siegel haben zwischen Schild und Helmen die Grafenkrone und als Schildhalter zwei widersehende Einhörner. Devise: nomen de facto simul et omen. Thurn-Valsassina. Die Genealogie dieses Geschlechts aus dem Hause der della Torre ist so ausserordentlich verwickelt, dass trotz der aufklärenden Abhandlung im »Kärnthner Adel» des neuen Siebmacher wir es nicht unternehmen mögen, hier definitiv sichtend einzugreifen, umsomehr als in geradezu unverantwortlicher Weise die Familie mit den Thum und Taxis verquickt worden ist. Auch konnten hier nur die Wappen der Hauptlinien gebracht werden. Vielleicht ermöglicht ein Supplementband späterhin der Genealogie mehr Raum, nach den inzwischen fortgesetzten Untersuchungen eine eingehende Erläuterung zu geben. Tiefenbach. Das Wappen dieser Gräfinnen, Reuss- Greizer Grafenstand 7. Juli 1840 und 25. Mai 1844, Oesterr. Anerkennung 31. März 1845, behalten wir einem ev. Nachtrage vor. Tiepolo. Johann Dominik Almorö T., aus altem venetianischen Patriziergeschlecht, aus dem Jacopo der XLIII. Doge (1229—1249), sein SohnLorenzo der XL VI. Doge (1268—1275) von Venedig war, erhielt laut Allerh. Ent- schliessung d. d. Persenbeug (Diplom d. d. Wien) 14. Juli 1S20 den k. Oesterreichischen Grafenstand. Die Abbildung des Wappens, (4 Felder, Herzschild, 4 Helme) behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Tiesenhausen. Reichs - Grafendiplom d. d. Wien 27. April 1759. Wappen: cfr. Klingspor, Balt. Wappenbuch. Tige. Wie abgebildet ist das Wappen diplomgemäss. Die Leibbinde des Mohren ist von Gold gewunden, die Kopfbinde roth, die Perlenschnur um den Hals silbern, das Kreuz golden. Tisza. Die Beschreibung des recht complizirten Wappens, welches wir abbilden, giebt das goth. gräfl. Taschenbuch de 1885. Zu verbessern ist: der Mann hat nur die Scheide am Gurt; das Monogramm enthält auch ein A. Todleben, Russischer Grafenstand, cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Török. Die Wappenabbildung bei Kneschke ist falsch, die unsrige nach dem Diplom de 1774. Ein gutes neueres Siegel aber zeigt ein vermehrtes, wahrscheinlich selbst componirtes Wappen: 4 Felder, Herzschild, Grafenkrone, 3 Helme und als Schildhalter 2 Ritter. Törring, blühend nur noch die Linie zu Seefeld, welche die von Jettenbach zu Gutenzell (f 30. April 1860) aufgeerbt hat. Ueber die Kgl. Bayer. Namens- und Wappenvereinigung Törring - Minucci, überhaupt die Genealogie vergl. Neuer Siebmacher, Hoher Adel II. Reihe. Stammwappen sind die Rosen; die Wecken (nebst Helm mit Pfau Wappen der f v. Seefeld, Herzschild und Mittelhelm das der J Grafen v. Medling, alle drei vereint laut Wappenbesserung und Einigung d. d. Nürnberg 27. Juni 1491. Durch Rom. König Maximilian für Veit v. T. bestätigt d. d. Regensburg 19. Dezember 1653 und Regensburg 12. April 1654 für das ganze Geschlecht. Toggenburg, Grafen und Herren. Im Oberland von Graubündten, zu Zizers und Vorarlberg blühte noch 1847 dies Geschlecht auf 16 Augen im Mannsstamme mit folgendem Wappen: in Silber eine aufgerichtete schwarze Dogge. — Zwei gekrönte Helme. Helm 1: 2 gestürzte goldene Fische; Helm II: die Dogge wachsend. Decken: schwarzsilbern. Woher stammt der Grafenstand? Toll. Russischer Grafenstand, cfr. Klingspor, Balt. Wappenbuch. Tolvay v. Köspöcsd. d. d. Wien 3. April 1754 erhielt Johann Freih. T. d. K. den Erbländisch-Ungarischen Grafenstand. Aus dieser Familie stammte wohl Gräfin Starhemberg, geb. (Gräfin?) T. v. K., welche noch 1837 lebte. Das Wappen soll in einem ev. Supplementband folgen. Torelli, Franz Marchese T. aus Pavia, aus uraltem Geschlecht, erhielt, auf Grund der Erhebung der Herrschaft Casei durch den König von Sardinien zum Marchesat, d. d. Pavia 22. Februar 1816 die k. Oesterr. Anerkennung des laut Dekret d. d. Mailand 20. Februar 1772 bereits bestätigten Marchesestandes; er starb 1825 ohne Söhne. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed. CLXX Tornieri. d. d. Wien 9. Mai 1829 wurde Arnold I. und Arnold III. Lorenz T. in Vicenza, auf Grund eines Grafendiploms d. d. München 15. November 1748 von Kurfürst Max III. Joseph in Bayern für Cäsar Tornieri, deren Vater, der Grafenstand Oesterreichischer Seits anerkannt. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. dd. Deila Torre s. Thum. Torres. Vincenz Graf de T., k. k. Oberstlieutenant geb. zu Görz 21. März 1770, starb zu Venedig 5. Juni 1805. Aus welcher Familie, war nicht nachweislich. Traitteur - Brauneberg. Römischer Grafenstand 9. April 1825, bestätigt in Baden 21. Juni 1825, erloschen 17. November 1871. Wir behalten uns die ev. Wappenabbildung vor. Tramp. Zwei Brudersöhne dieses altadligen im Stammlande Pommern erloschenen, in Dänemark naturali- sirten Geschlechts erhielten den Grafenstand des heiligen Römischen Reiches und zwar: 1. d. d. Wien 15. März 1704 Adam Friedrich v. T., Herr von Loegimose und Flensdorf, Kgl. Dänischer Generallieutenant, Oberst über ein Regiment Dragoner und Commandant der Kgl. Dänischen Auxiliar- truppen und 2. d. d. Wien 15. März 1736 Philipp Dettleff »Freiherr« v. T., Kgl. Dänischer Generalmajor der Cavallerie und Kurpfälzischer Kämmerer, beide mit Prädikat: »Hoch- und Wohlgeboren« (für Reich und Erblande) sowie Wappenbesserung. Der Erstere starb vor Ausfertigung des Diploms, eine Wittwe Sofie Amalie geb. v. Adler und einen Sohn, sowie einen Bruder, gleichfalls mit einem Sohn: Philipp Detlef! hinterlassend. Die Descendenz ist erloschen. Der 1736 Gegrafte erhielt d. d. 26. Juli 1743 die Anerkennung als dänischer Graf, nebst einer Wappenvermehrung und seine Descendenz blüht in einer dänischen und einer norwegischen gräflichen Linie. Wir behalten uns die Wappenabbildung für einen ev. Supplementband vor. Trapp. Die Darstellung bei Kneschke ist gänzlich verfehlt; das Mittelschild nebst Mittelhelm enthält das Wappen der J Grafen von Mätsch (nicht Maltsch und nicht Mölsch), deren Erbtochter an Jacob II. v. T., Stadthauptmann von Bregenz sich 1440 vermählte und ist das heutige gräfliche Wappen bereits ebenso im Freiherrndiplom d. d. Prag 25. April 1605 verliehen, wohingegen das Grafendiplom de 1655 eines solchen nirgends Erwähnung thut, dennoch wird es so geführt und zwar ohne Grafenkrone. Die Trappe ist naturfarben, der Flügel auf Helm III »grau und schwarz gesprenkelt«, die die Büffelhörner auf Helm II verbindenden Spangen golden. Trauttenberg. k. k. Oesterreichische Anerkennung des Grafenstandes laut A. E. vom 11. April 1870. Trauttmansdorff. Zur Zeit blüht nach dem 1835 erfolgten Erlöschen im Mannsstamm des II. Zweiges der Böhmischen — Adam Mathias'schen — Linie und des am II. Mai 1867 erfolgten Absterbens des jüngeren Zweiges der Steyrischen — Georg Sigmunds — Linie (T.-Weinsberg) nur noch der ältere Zweig des Letzteren zu Gleichenberg. Die Cadets des fürstlichen Zweiges der Böhmischen Linie führen wie der Fürst fünf Helme, ohne die fürstlichen Insignien (cfr. Neuer Siebmacher, Hoher Adel I. Reihe). Travers zu Ortenstein. Dieses Namens starb am 15. Dezember 1862 Gräfin Josephine, geborene Freiin v. Salis-Samaden, Wittwe des Grafen Anton Vincenz T. z. O. und Paspels. Wir kennen kein Gräfliches Diplom dieses Namens; das nach Siegeln geführte gräfliche Wappen zeigt den mit der Grafenkrone gekrönten Schild mit gräflich-gekröntem von zwei Palmzweigen umrahmten silbernen Herzschild, darin ein aufrechter brauner Bär, einen geknorrten Ast in den Tatzen senkrecht haltend. Feld I und IV ist rothsilbern geviert, II und III gespalten, vorn roth, hinten in Silber drei blaue Balken, also genau so, wie es mit kleinen Abweichungen in dem dem Johann v. T. zu O. als »Freiherr zu Raezins und Herr zu Rameiz« d. d. Linz 29. Dezember 1683 verliehenen Reichsfreiherrndiplom ertheilt worden ist. Trazegnies d'Ittre. Egid (Gillon) Karl Josef Marquis de T. et d'Ittre (geb. 15. October 1772, f 3. Mai 1847), Kurbayerischer Kämmerer (vermählt mit Amalie Constanze - Marie Gräfin v. Nassau) aus uraltem niederländischen Geschlecht, aus dem Karl Baron T. d. d. 8. Februar 1614 durch Erzherzog Albrecht und Erzherzogin Isabella und Gillon Otto Alexis Ghislain de T. (des Erstgenannten Vater) am 26. October 1777 durch Kaiserin Maria Theresia den Erbländisch - Niederländischen Marquisstand erhalten hatte, wurde lt. Allerh. EntSchliessung d. d. Wien 4. Januar 1817 (Diplom d. d. Wien 23. Juni 1818) in den Oesterreichischen Grafenstand erhoben. Die Familie blüht in Belgien. Das Wappen behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Trench le Poer, Grafen von Clancarty, Marquis (nach dem Erstgeburtsrecht) van Iieusden. Die Familie scheint erloschen, blühte aber noch 1818 in den Niederlanden, wohin sie aus Irland gekommen war (cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed., Seite 935. v. d. Trenck. Stammwappen ist Feld I und IV, der »goldgehörnte graue« Büffelkopf und zwar zwischen zwei goldenen Sternen. Das Grafendiplom hat in sehr unheraldischer Weise dies Wappenbild auseinandergerissen, indem es die Sterne in ein besonderes blaues Feld und auf einen anderen Helm gesetzt hat. Mittelschild und Mittelhelm ist das Wappen einer -j- Familie v. Taube in Ostpreussen, deren Ahnherr der K. Poln.-Kursächs. Oberst und Chef eines Dragoner-Regiments v. T. war. Die Tochter seines Sohnes Jacob Ernst v. T., Preuss. Lieutenants j nach 1730, vermählte sich 1756 mit Carl Albrecht v. d. Trenck auf Scharlack, dem späteren ersten Grafen, welchem das Wappen seiner Gemahlin mit dem seinigen vereint wurde. Wir haben geglaubt, den Fehler des Preussischen Herolds, der unheraldischer und unverständiger Weise die Taube überall links gewendet, verbessern zu müssen. CLXXI Triangi. Wappenbrief ist d. d. Prag i. April 1570 von Erzherzog Ferdinand von Oesterreich-Tirol an Stefan T. ertheilt, der Adel d. d. Prag I. März 1616 durch K. Mathias für die Gebrüder Johann Baptist und Hieronymus T. aus Trieut, der Freiherrnstand d. d. Wien 20. Januar 1781 für Franz Hieronymus v. T., Oberösterr. Reg.-Rath und Landmann in Tirol. Die Engelsköpfe, mit blondem Haar, haben röthlich- gelb- blauschillernde Flügel. Die Schlange ist grünlich, der Oelzweig und der Bord golden, das Postament bronzefarben. Nach Siegeln wird die Devise: Fortitudini geführt. Trissino. Johann Georg T. aus Vicenza erhielt lt. EntSchliessung des k. k. Ministeriums des Innern Wien 6. April 1837 (Urkunde d. d. Wien 8. Januar 1838) die Oesterreichische Bestätigung des gräflichen Wappens, sowie des Prädikats: »del Vello d'Oroü. Wir behalten die Wappenabbildung einem ev. Supplementbande vor. Ausser dieser Bestätigung hatten bereits früher Kais. Oesterreichische Bestätigungen des Grafenstandes stattgefunden und zwar lt. A. Entschl. Schönbrunn 21. August 1820 für Johann Georg (s. oben) Kajetan und Markus Anton Gebrüder (aus Vicenza), 1. A. E. d. d. Troppau 24. November 1820 für Pannensacco T. und I. A. E. d. d. Troppau 30. November 1820 für Parmenion, Sohn des t Aleasto T. aus Vicenza, auf Grund einer von Kaiser Friedrich II. im Jahre 1236 dem Zufredo T. ertheilten Bestätigung des Grafenstandes. Triva. Königl. Bayerisches Grafendiplom d. d. 3 . Dezember 1816, erloschen im Mannsstamm am 8. April 1827, im Weibsstamm am II. April 1862. Wappenabbildung einem ev. Supplementbande vorbehalten. Trivulzi. Dem Grafen Josef T. aus Mailand wurde lt . All erh. Entschliessung d. d. Wien 30. Dezember 1817 die Bestätigung des alten Adels und Grafenstandes von Oesterreich bestätigt und zwar auf Grund eines von Ranunzio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza dein Gioranni Angelo T. verliehenen Grafendiploms und zufolge des Besitzes der d. d. Mailand 14. Juli 1656 seinen Vorfahren ertheilten Lehen Casina Bardana und Casinetto de Biraghi im Mailändischen. Wappen: gekrönter Kopf mit drei Gesichtern. Trivulzio. Marchese Johann Jacob T., aus alt- mailändischem Adelsgeschlecht, nebst seiner minderjährigen Nichte Christina (1819 vermählt an Graf Archinto) erhielt, auf Grund des seinem Ururgrossvater Alexander Theodor T. 1656 (von seinem Gute Sesto und Cologno) ertheilten Marchesestandes, bestätigt seinem (1802 j) Vater Georg Theodor durch Decret d. d. Mailand 8. August 177° 1 die Kais. Oesterreichische Bestätigung des Marchesetitels, laut Allerh. Entschliessung d. d. Mühlenbach 22. September 1817, doch erlosch dieser Zweig mit ihm. Das Wappen war der mit Marchesekrone gekrönte, von Gold und Grün fünfmal gespaltene Schild. Auf dem ungekrönten Helme mit rothgold- grünen Decken eine Meerjungfrau mit braunem Haar, nach hinten ausgestrecktem geringelten Schlangenleib und grünen Drachenflügeln, haltend in der Linken einen goldenen Ring mit Diamant, in der Rechten einen grünen Palmenzweig. Ueber ihrem Haupt ein silbernes Band mit der Inschrift: NE TE SMAY. Trotti. Es sind hier zwei ganz verschiedene Familien zu unterscheiden, beide mit Kais. Oesterreichischen Anerkennungen und verschiedenen Wappen. I. Bestätigung des Marchesetitels lt. Allerh. Entschliessung d. d. Florenz 23. März 1819 (durch K. Franz I. von.Oesterreich) für Paul und Hieronymus T., deren f Vater Johann Baptist 1733, Paul 1776, Hieronymus 1781 und deren Vorfahr bereits 1690 Bestätigungsurkunden des Titels durch das Adels-Conzil zu Padua ausgestellt erhalten hatten und zwar auf Grund eines d. d. 5. Februar 1688 ertheilten Parmasanischen Marchese- diploms, bestätigt durch Kaiser Karl VI. am 17. August 1718. Diese Familie soll aus Alessandria stammen. Welches Wappen derselben zukommt, ist uns nicht bekannt. 2. Trotti (Bentivoglio). Kais. Oesterreichische Bestätigung des Adels und Marchesestandes lt. Allerh. Entschliessung Wien 27. November 1816 für Lorenz M. T., seine Gattin geb. Gräfin Schafgotsche und seine Söhne Anton und Ludwig, wahrscheinlich auf Grund eines von Kaiser Karl VI. d. d. 14. Februar 1711 ertheilten Marchesediploms. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed., in zwei Formen. 3. Trotti. Kais. Oesterreichische Bestätigung des ihn in den alten Grafenstand vom Jahre 1640 und 1711 wieder einsetzenden Kais. Französischen Grafendiploms d. d. II. October 1810 — 1. A. E. d. d. Wien 20. November 1816 für Joseph T. aus Mailand. Ob zu I. oder 2. gehörig, ist uns unbekannt. Troyer. Das Wappen dieser im Mannsstamm am 14. Februar 1837 erloschenen Familie mit Kaiserlichem (nicht Erbländisch - Oesterreichischem) Grafendiplom für Reich und Erblande d. d. Wien 22. October 1697 (4 Felder, Herzschild, 4 Helme) ist von Kneschke gänzlich falsch und unvollkommen abgebildet; wir behalten die Darstellung einem ev. Supplementbande vor. Zedlitz-Trützschler. Feld I und IV nebst Helm II und III ist das v. Zedlitz'sche, Feld II und III das v. Trützschler'sche Wappen. Die Helme sind richtig, die Felder heraldisch falsch rangirt, wie denn auch die Schreibart: »Trützschler-Zedlitz« oder: »Triitzschler v. F., Graf v. Z.« richtiger wäre. Die Flecken auf den Flügeln des III. Helmes sollen Blutstropfen (sie!) vorstellen. — Das Diplom-Conzept fehlte leider im Archiv. Tschirschky-Renard. Die vordere Hälfte und Helm I und III ist aus dem Tschirschky - Reichel'schen, Herzschild und hintere Hälfte aus dem gräflich Renard'schen Wappen; am Halse des Türlcenkopfes hängen 3 Blutstropfen (sie!). Der Nasenring des Büffels und der Fuchs sind golden. T'Serclaes-Tilly. Zwei gräfliche Linien des Geschlechts sind erloschen und zwar die Brabanter I.inie zu Ophalfen mit Reichsgrafendiplom vom 13. September 1622, am 17. April 1869, die Preussische zu Ilallberg (Kgl. Preuss. CLXX1I Grafenstand d. d. 2. Juli 1851 für die Person des Felix Edmund Karl Ghislain, Fh. v. T'S.-T.), mit diesem am 16. Januar 1874. Eine dritte, die Grafen v. u. zu T'S. und zu Wommersom — Linie Norderwyck — mit Kgl. Belgischem Grafendiplom nach dem Erstgeburtsrecht für Theodor Emil Dominik Charles Ghislain Baron de T. S. de W. vom 21. April 1856 (25. August 1855) und Ausdehnung auf seine Descendenz vom 8. Februar 1871 blüht in Belgien; ihr Wappen wird in einem ev. Supplementband gebracht werden. Tunderfelt. Das Wappen der zur Burggräfin Rhodis erhobenen Freiin Wilhelmine v. T. (geb. 18. Januar 1777, f 6. Februar 1822), vermählt 23. August 1800 mit Herzog Wilhelm von Württemberg, zeigt nach Siegeln einen ge- theilten Schild, oben wachsender Adler, unten 3 Sterne. Auf dem gräflich gekrönten Helme ein Rosenstrauch mit 3 Blüthen und 4 Blättern. Schildhalter: 2 Ritter mit Hehnbüschen, umgürteten Schwertern und Standarten. Tyszkiewicz. Wie abgebildet ist das Wappen meist auf Siegeln. Als Devise erscheint oft: nec aspera terrent. Ueberacker s. Uiberacker. Uetterodt. Siegel zeigen zwar keine Grafenkrone, doch ist dieselbe diplomgcmäss, Herzschild und der stahl- farbene Mittelhelm mit Kleinod sind das Stammwappen, der Rückschild und die beiden äusseren goldenen Helme mit Kleinoden bilden das Wappen der -j- Burggrafen v. Kirchberg. Die Familie gehörte seit 155° 2U der reichsfrei und unmittelbaren Genossenschaft der Kaiserlichen Burgmannen zu Friedberg in der Wetterau, zu deren letzten Mitgliedern noch des jetztlebenden Grafen Ludwig Grossvater: Ludwig Wolff zählte. Uexküll s. Uxkull. Ugarte. Die Familie mit Böhmischem Grafendiplom von 29. Mai 1713, deren bei Kneschke incorrekt gegebenes Wappen abzubilden wir für einen ev. Supplementband uns vorbehalten, ist am 3. Februar 1875 im Mannsstamm erloschen. Uiberacker. Feld I und IV ist das Wappen des f v. Velber, Feld II und III das der f v. Inkofer, Herzschild und Mittelhelm das Stammwappen. Unsere Abbildung ist diplommässig richtig. Ulm. Diese gräfliche Linie des Geschlechts (Reichs- Grafenstand vom 27. März 1726) ist bereits 1814 im Mannsstamm erloschen (s. Freiherrl. laschenbuch de 1853, Seite 496/7). Ungern-Sternberg. Russischer Grafenstand cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Unruh. Nach dem Wortlaut des Diploms de 1745, dessen Zeichnung uns leider nicht vorlag, soll der Würfel (»Cubus«) fünf »Asse« zeigen, womit doch wohl nur fünf Punkte gemeint sind. Im Diplom de 1802 sind die Farben der Straussfedern nicht beschrieben. Unverzagt. Ueber diese 1835 erloschene Familie cfr. den Artikel Harnoncourt. Unwerth. Erbländischer Grafenstand mit »Hoch- und Wohlgeboren« (durch Kaiserin Maria Theresia) d. d. Wien 28. Juni 1764 für Ignaz Freiherrn v. U., Sohn des als Oberst des Kais. Kürassier-Regiments »Prinz zu Hessen- Darmstadt« verstorbenen, d. d. Wien 5. Januar 1702 in den Böhmischen Freiherrnstand als »Unwürth v. Unwürth« erhobenen damaligen Oberstlieutenant desselben Regiments. Die Familie erlosch am 29. April 1827 mit dessen kinderlos f Sohne Graf Ignaz v. U., dessen Bruder Graf Joseph, f 12. Januar 1822, laut Testament vom 16. Dezember 1821 den ältesten Sohn seiner Nichte Christine (Tochter eines dritten Bruders), vermählten Gräfin Sylva-Tarouca, zum Erben eingesetzt hatte. Die letzte Gräfin Unwerth, geb. Török de Szendrö starb am 6. Mai 1858 zu Prag (cfr. Sylva-Tarouca- Unwerth). Urach. Die letzte Gräfin dieses Namens (cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnadenakte deutscher Landesfürsten sub Württemberg) starb am 22. August 1884. Ursenbeck-Massimo, erloschen im Mannsstamme am 16. Oktober 1863, im Weibsstamme am 27. März 1880. Das Wappen etc. behalten wir einem ev. Supplementbande vor. Uruski. Mond und Sterne sind golden, das [Ross goldbehuft. Der Stier auf dem Helme schwarz, der schildhaltende Stier naturfarbig, der Pfeilschaft braun. Usedom. Der Preussische Grafenstand war persönlich für den am 22. Januar 1884 f Vater (Diplom d. d. 19. Dezember 1862) und für die Tochter (Diplom d. d. 11. April 1866 ausgefertigt. Das Wappen wird in einem ev. Supplement abgebildet werden. Uxkull. Das Wappen, bei Kneschke unrichtig, hier diplomgemäss abgebildet. Die Garben sind silbern, nicht golden und bilden nebst dem Adler das Wappen der Herrlichkeit Dornum; die Hämmer und Sicheln sind gold- bestielt, die Fahnen spiess-silbern, die Hellparten silbern mit braunem Schaft. Vailetti. Peter Ludwig V. oder Valletti erhielt 1. A. E. d. d. Wien n. Mai 1829 die K. Oesterreichische Bestätigung des Contititels, der seinem Geschlechte d. d. 25. Januar 1695 von Franz Farnese Herzog von Parma ertheilt worden war. Sein Vater Franz hatte erst d. d. 12. October 1818 die k. Oesterreichische Anerkennung als Edelmann erhalten. Wappen unbekannt. CLXXIII Vajni. L. A. E. d. d. Wien, 28. Januar (Plakat 10. Februar) 1817 erhielten die Gebrüder Cäsar, Johann und Carl V. aus Cremona die k. Oesterreichische Bestätigung des alten Adels, sowie des Marchesetitels, der, durch Diplom König Philipps V. von Spanien dem Julius Caesar Vaini d. d. 20. November 1703 verliehen, dem Julius Caesar V. bereits durch Decret d. d. Mailand, 28. August 1770 anerkannt worden war. Die Familie bliiht mit dem Beinamen ,,Parisetti" noch in Mailand (cfr. anunasio de la nobilta italiano de 1884. S. 587.) Wappen ibidem. Du Val de Beaulieu. Grafengeschlecht in Belgien, ursprünglich der Champagne entstammend. Den Grafenstand erhielt durch König Wilhelm I. der Niederlande d. d. 26. Dezember 1S20 Joseph Constant Fidele, nachdem sein Vater Guillaume Joseph d. d. Wien, 12. Juli 1783 den Ritterstand des hl. Rom. Reiches, er selbst d. d. 23. Juli 1792 den Reichsfreihermstand als Baron de Beaulieu und d. d. 12. November 1809 durch Kaiser Nsfpoleon I. den Französischen Grafenstand erhalten hatte. Der Grafenstand wurde laut Kgl. Belg. Diplom d. d. 20. September 1847 auf die gesammte Descendenz seines Sohnes Eduard Joseph Hubert Ferdinand ausgedehnt. Wappen cfr. Rietstap, armorial universel. nouv ed. u. Poplimont, la Belgique heraldique XI. 127 ff. Valenti - Gonzaga. Laut A. E. d. d. Schönbrunn 13. October 1831 erhielt Joseph V.-G. die k. Oesterreichische Bestätigung des Adels- und Marchesetitels, nachdem d. d. Mantua 20. November 1769 der k. k. Kämmerer und Geh. Rath Karl V.-G. und seine Brüder Octavio, Luigi Kardinal, Anton (Vater des Joseph) und Cajetan, Comthur des Malteserordens, seitens der Mantuanischen Regierung d. d. Mantua 20. November 1769 die Eintragung in die dortige Adelsmatrikel mit dem Marchesetitel erhalten hatten. Dieser Titel war d. d. 8. Dezember 1652 dem Odoardo V.-G. durch Herzog Carl von Mantua verliehen worden und der Beiname »Gonzaga« und deren Wappen d. d. 12. October 1518 von Franz Marchese von Mantua sämmtlichen Nachkommen des Hauses Valenti, bestätigt durch Herzog Vin- cenz I. von Mantua 1564, Herzog Carl I. 1629, Herzog Vincenz II. 1595> Herzogin Marie 1640, Herzog Karl II. 1661 und Herzogin Isabella Clara 1666. — Das Wappen, in welchem indess das der Gonzaga nicht enthalten ist, cfr. Rietstap. arm. univ. nouv. ed. Deila Valle-Agnelli-Maffei. Laut Allerh. Ent- schliessung d. d. Wien 20. November 1816 erhielt Lelio d. V. A.-M. aus Mantua die k. Oesterreichische Bestätigung des alten Adels und des Marchesetitels, des Letzteren auf Grund eines von Carl I. Herzog von Mantua d. d. Mantua 13. März 1637 dem Geschlechte ertheilten Marchesediploms, woraufhin bereits d. d. Mantua 28. August 177 1 die Gebrüder Alfons und Octavian sowie Roland Joseph nebst Söhnen Franz Roland, Lelio Vincenz und Anton Maria in die Mantuanische Adelsmatrikel als Marchesen eingetragen worden waren. Wappen cfr. Rietstap. arm. univ. nouv. ed. Valmarana. Die Bestätigung des Grafenstandes dieser Venetianischcn Familie in Oesterreich erfolgte 1) laut A. E. Perugia 28. Juni (Plakat 10. Juli) 1819 für die Gebrüder Benedict Triffor (J 18. Dezember 1847; seine Wittwe Lukretia geb. Gräfin Mangilli starb 1863) und Andreas Carl Vincenz, (geb. 12. Juni 1788, 1827—32 Podesta von Vicenza, k. k. Kämmerer, f 30. März 1861 zu Venedig) Söhne des "j" Stefano, 2) lt. A. E. d. d. Troppau 5. (Plakat 11.) November 1820 für Johann Baptist (Nachkomme des untengenannten Jacob); 3) lt. A. E. Mailand 13. (Plakat 24.) Mai 1825 für Nazar V. in Vicenza (Nachkomme des untengenannten Franz) sämmtlich auf Grund eines d. d. 30. April 1540 durch Kaiser Carl V. den Gebrüdern Johann, Alois und Jacob »Valmariani« nebst Vettern Johann, Friedrich und Franz ertheilten Reichsgrafendiploms. 1658 wurde das Geschlecht in das Patriziat von Venedig aufgenommen. Statt des Adlerfusses führt eine Linie in Venedig einen steigenden gr. Drachen im III. rothen Felde, den Weckenschrägbalken in I. und IV. oben von Edelkrone begleitet. Letzterer kommt auch allein vor und bildet das Stammwappen, welches, auch ohne Krone, die Linie in Vicenza, theilweis silbern in Roth führt. Valvasone. Laut A. Entschl. d. d. Schönbrunn 22. Juni 1821 erhielt Erasmus Gf. v. V. aus Udine die K. Oesterreichische Bestätigung des Grafenstandes, auf Grund eines von Kaiser Karl IV. dem Valvianus V. mit seinen Brüdern Simeon, Heinrich und Johann 1362 ertheilten Grafendiploms. Wappen wahrscheinlich Siebm. Suppl. VII. 4. Nr. 2: in Silber oben ein rother Löwe und ein Fuchs aufrecht zugewendet, darunter ein rother linker Schrägfuss in dem die Beine eines linksgekehrten aufrechten Löwen von verwechselter Färbung stehen. Varo. Dieses am 14. September 1876 erloschene Rheinische Grafengeschlecht, dessen Wappenabbildung wir einem ev. Supplementbande vorbehalten (bei Bernd Rhein. Wpb. I. 224 ist das Wappen inkorrekt) erhielt den Kgl. Spanischen Grafenstand d. d. St. Laurent 25. October 1692. Die Kgl. Preussische Anerkennung des Grafentitels erfolgte d. d. 2. Mai 1827 laut Staatsministerialrescript und d. d. 24. Februar 1834 als »Baron de Magny und Merveaux« für Karl Ludwig Franz Gf. v. V. zu Haus Cacn (R.-B. Düsseldorf). — cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1876, S. 949. Vasquez-Pinos (von Löwenthal). Spanische, 1711 nach Oesterreich gekommene Familie, nach dem gräflichen Taschenbuch de 1848 mit Grafendiplom de 1344 und dem Grandenthum von Spanien de 1519. Das Wappen giebt Kneschke im Ganzen richtig, nur ist das Kreuz kein Kleeblatt-, sondern ein Lilien-(Gleven-)Kreuz. Der Personalbestand ist zuletzt im Jahrgang 1874 des Gothaischen Gräfl. Taschenbuchs S. 913 aufgeführt. Von da ab suchen wir den Artikel vergeblich; selbst unter den »veralteten Familienartikeln« ist er (warum, ist nicht ersichtlich, denn die Familie blüht wahrscheinlich noch heute in Ungarn) nicht mehr zu finden. (!) Vassan. Dieses Namens standen 1806 zwei Grafen als Sekondelieutenants in der Preussischen Armee, der eine im Regiment Hohenlohe in Breslau wurde 1810 dimittirt und ging in französische Dienste, der andere, im Regiment CLXXIV Graf Wartenleben zu Mühlhausen in Thüringen starb 1808. Wappen (ex sig.) in Blau ein goldener Sparren bis zum Schildhaupt, begleitet oben beiderseits von Rose, unten von Muschel (Gelenk abwärts). Aus der den Schild deckenden fiinfblättrigen Krone wächst ein Löwe. Schildhalter: zwei widersehende Löwen auf Postament. Devise (über dem Schilde) Virtus vulnere virescit. Vay. Das Wappen ist im Goth. Taschenbuch de 1876, S. 949/50 nicht ganz korrekt beschrieben, wir geben es nach dem Diplom. Im Herzschild ist der Hii'ch natur- farben, das Doppelkreuz, Mond und Sterne, Lilie und Samen der rothcn Rose golden; der dem Hirsch durch das linke Auge geschossene Pfeil hat braunen Schaft, goldenen Flitsch, silberne Spitze. Feld I: Bock naturbraun, Feld II: Biiffel- kopf naturbraun, Pfeil wie im Herzschild, Feld III/IV: Regenbogen roth, gold, grün, blau, Feld V: Pelikan silbern, sich die Brust aufreissend, mit 3 Jungen in geflochtenem, braunem Nest, Feld VI: Tiger natürlich, Lilie golden an grünem Blätterstengel, Mond und Stern golden. Spitze: Rosen silbern mit goldenem Samen an grünen Blättcrstcngeln — so nach dem Diplom. — Vecsey von Hajnäcskeö. Diese im Mannesstamme am 15. Januar 1856 erloschene ungarische Familie, deren im gothaischen Gräflichen Taschenbuche de 1880 nicht ganz korrekt beschriebenes Wappen wir in einem ev. Supplementbande abbilden werden, erhielt d. d. Wien 17. April 1813 den Ungarischen Grafenstand. Veltheim. Im Mannesstamme am 5. Juni 1860 erloschen, von Preusscn gegraft d. d. Berlin 6. Juli 1798. Die Wappenabbildung behalten wir einem ev. Supplementbande vor, sie ist bei Koehne, preuss. Wappenbuch nicht ganz richtig. Vendramin-Calergy. d. d. Wien 24. Dezember 1818 erhielten die Gebrüder Kaspar Franz und Niklas Kaspar V.-C., Söhne des Senators Girolamo V.-C., aus einem ursprünglich Slavonischen, 1381 ins Venetianische Patriziat aufgenommene Geschlecht, aus dem Andreas V. vom 5. März 1476—1478 der LXX. Doge von Venedig war, den K. Oesterreichischen Grafenstand. Wappenabbildung in einem ev. Supplement. Venier. Ueber die Erhebung s. das gothaische gräfliche Taschenbuch de 186 1 . del Verme. Mailändische Familie, deren Grafenstand, auf Grund eines dem Geschlechte d. d. 1. October 1433 durch Kaiser Siegismund verliehenen, mit dem Grafentitel verknüpften Lehens im Veronesischen, laut A. E. d. d. Pavia 22. Februar 1816 dem Grafen Franz del V. Oesterreichischer Seite anerkannt worden ist. Wappen: cfr. Riet- stap. armorial universel nouv. ed. Verri. Verschieden von der nachstehenden Familie. Gabriel V., Patrizier von Mailand, erlangte d. d. Wien 14. Dezember 1816 die k. Oesterreichische Bestätigung des ihm bereits laut Dekret d. d. Mailand 21. Juli 177° zu ~ gestandenen, dann von Kaiser Napoleon verliehenen Grafentitels nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen: Unter goldenem Schildhaupt, worin ein beidköpfig - gekrönter schwarzer Adler, in Roth ein silberner Balken, darin stehend eine rothe Sau mit silbernem Leibgurt. Grafenkrone. Auf dem rothsilbern-bewulsteten Helm wächst ein gekrönter schwarzer (einfacher) Adler. Verri della Bosia. Verschieden von voriger F amilie. Veterani, Herren zu Mallentheim etc., erloschen im Mannesstamme am 15. November 1855, im weiblichen am 15. October 1865. Der Reichs- und erbländische Grafenstand war bereits durch Diplom d. d. Wien 14. März 1692 an Friedrich Anton v. V., Kais. General der Cavallcrie gekommen. (Im Diplom ist kein Wappen verliehen.) Derselbe starb ohne Erben als Kaiserl. Geh. Rath, Feldmarschall, Oberst über ein Regiment Kürassiere und kom- mandirender General in Siebenbürgen ohne Söhne. Nach seinem Ableben nahm, laut testamentarischer Bestimmung, der Gemahl seiner einzigen Tochter Julius Franz Graf Marzichi (Sohn der f Schwester seines Schwiegervaters) Kaiserl. Oberstlieutenant des Montecucculischen Kürassier- Regiments, den Namen »Graf von Veterani« an, welche Namensänderung und Wappenvereinigung vom Kaiser durch Diplom d. d. Ebersdorf 26. September 1702 (mit dem bei Siebm., Suppl. XII. 26. Nr. 4 ziemlich richtig abgebildeten Wappen) bestätigt wurde. Jedoch auch dessen Ehe blieb ohne Söhne und die einzige Tochter Constantia vermählte sich an Johann Christoph Ferdinand (Sohn des Freiherrn Johann Peter) von Mallenthein (aus einem Geschlecht, welches d. d. Wien 6. Dezember 1560 von Kaiser Max II. eine adlige Wappenbesserung, d. d. Wien 6. März 1686 in Person des Johann Peter v. M. die Bestätigung des alten Freiherrnstandes für Reich und Erblande erhalten hatte.) Genannter Johann Christoph Ferdinand wurde nebst Bruder Johann Friedrich d. d. Laxenburg 5- Mai 1719 in den Grafenstand erhoben (wahrscheinlich mit dem bei Siebm. Suppl. XII. 26. Nr. 3. abgebildeten Wappen, obwohl das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt und Siebm. II. 23 Nr. 5 ein anderes geben) —■ in keinem der beiden letzteren Diplome ist ein Wappen verliehen. Jedenfalls führten die Grafen V.-M. das bei Kneschke allerdings nicht ganz korrekt wiedergegebene Wappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplemente vorbehalten. Vetter von der Lilie. Unsere mit guten älteren Siegeln übereinstimmende Abbildung ist diplomgemäss, wogegen Kneschke und Tyroff Oesterr. Wpb. 26. Taf. 94 das Wappen nicht ganz korrekt geben; vor allem sind die Fahnen auf der Burg nicht diplomgemäss. Vetter von Lilienberg. Kneschke beschreibt das Wappen dieser d. d. 21. Dezember 1813 in den Oesterreichischen Grafenstand erhobenen, am 25. August 1847 im Mannes-, am 29. Januar 1880 im Weibsstamme erloschenen Familie nicht ganz richtig. Wir behalten die Abbildung einem ev. Nachtrage vor. CLXXV Viani. Johann Baptist V. und Sohn Markus erhielten d. d. 16. September 1816 die K. Oesterreichische Bestätigung des Adels und Grafenstandes. Woher der Grafentitel, ist nicht zu ermitteln, wogegen eine andere Linie den Marchesetitel von Besuzzo im Mailändischen führte. Wappen cfr. Rietstap. armorial universel, nouv. ed. Vichi. Das Geschlecht scheint erloschen zu sein. Viczay de Loos et Hederväri von Vicza. Erloschen im Mannesstammc am 23. Dezember 18.73. Das Ungarische Grafendiplom d. d. Laxenburg 14. Mai 1723 für Jobo Christof hreih. V. de L. etil., eques auratus, verleiht das Wappen nicht so wie es Kneschke und Tyroff, Oesterr. Wpb. VI. 31. 82, irrig abbilden, sondern den Flügel in Klaue endend, statt der Balkentheilung 3 silberne Querströme. Wir werden dasselbe in einem ev. Supplement bringen. Viereck. Das Wappen dieser, laut A. E. O. und Diplom d. d. Berlin, 30. März 1834 in den Preusischen Grafenstand erhobenen, am 12. Januar 1854 verstorbenen Gräfin (bekannten Hofdame und Freundin des Königshauses) war ein gevierter Schild, mit silbernem Herzschild, darin der Preusische Königsadler, jedoch ohne Scepter, Reichsapfel und Namenszug. Feld I. und IV: (Viereck): 3 schwarze Jagdhörner mit goldenen Beschlägen, je einen schräglinken schwarzen Pfeil ohne Flitsch überdeckend. II. und III. (Wietersheim) in Roth zwischen 2 auseinandergerückten silbernen Balken pfalweis nebeneinander 2 silberne Lilien. — Grafenkrone mit 3 gekrönten Helmen. Helm I. (rechts) linksgekehrter, aufrechter, schwarzer Rüde mit goldenem Ilalzband (Viereck), Helm II: Der Adler des Herzschildes, Helm III: oben gekrönte und mit silberner Lilie besteckte, von silberner Epheuguirlande zweimal (je mit 3 sichtbaren Blättern) schräg umwundene rothe Säule (Wietersheim). Decken: I und II: schwarzsilbern, III: rothsilbern. Schildhalter: 2 widersehende Rüden mit goldenem Halsband, stehend auf goldener Arabeske (ex dipl. cop.) Vieregg. Die Abbildung des Wappens dieser durch Kurf. Karl Theodor von Pfalzbayern am I. März 179° gegraften, am 18. October 1864 im Mannesstamme erloschene Famile behalten wir einem ev. Supplementband vor. Vilain XIV. Belgisches Grafengeschlecht. Hier müssen wir lediglich auf Poplimont la Belgique heraldique verweisen, wo Abstammung, Diplom und Wappen zu finden ist. Villani. Ob auf Grund eines d. d. Wien 28. Februar 1720 dem Don Onorato V. Patrizier von Lodi, durch Kaiser Carl VI. nach dem Erstgeburtsrecht verliehenen Mailändischen Grafendiploms, ist nicht bekannt, erhielt Anton Marchese V. aus Mailand laut A. E., d. d. Wien 12. Dezember 18 16 nebst Gemahlin Eleonore geb. Sforza-Visconti d Oria und Schwiegertochter Bianca geb. Nazzi, Wittwe seines | Sohnes Alexander, die k. Oesterreichische Bestätigung des alten Adels mit dem ihm d. d. 4- August 177° bereits von der Regierung in Mailand bestätigten Marchesetitel. Wappen. cfr. Rietstap. arm. universel, nouv. ed. de la Ville sur Illon. Ferdinand d. 1. V. s. I., seit Dezember 1810 Gemahl der Prinzessin Marie Caroline von Hessen-Philippsthal (geb. 13. Januar 1793), Kgl. West- phälischer Oberst und Gouverneur des Palastes in Cassel, erhielt 181 1 vom König Jerome den Grafenstand. Die Ehe wurde 1814 getrennt. Ueber sein weiteres Schicksal und Wappen ist nichts bekannt. Villegas de Saint Pierre. Mit mehreren Grafendiplomen, in Belgien blühend, cfr. Poplimont, la Belgique heraldique, sowie das annuaire de la noblesse de Belgique von Baron Stein d'Altenstein. Villers. Das Wappen und seiner Felder Bedeutung giebt das Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1860, S. 881, womit die Abbildung bei Bernd, Rhein. Wpb. I. 124 ziemlich übereinstimmt. Wir haben dieselbe nach guten Siegeln verbessert und dem Löwen auf Helm I die heraldisch allein richtige Linkswendung gegeben. Vimerati-Sozzi. Paul V.-S. erhielt d. d. Wien 12. Januar 1826 Oesterreichischer Seits die Bestätigung des Grafenstandes nach dem männlichen Erstgeburtsrecht, auf Grund eines mit derselben Beschränkung von Karl II., König von Spanien und beider Sizilien, Herzog von Mailand, d. d. 15. März 1681 dem Peter V.-S, aus einem Geschlechte von Bergamo, verliehenen Grafendiploms. Wappen: cfr. Rietstap. armorial universel, nouv. ed. Vincentio de Concina. Unter diesem Namen findet sich in verschiedenen Wappenbiichern ein gräfliches Wappen (4 Felder, Herzschild, 3 Helme) doch haben wir im Archiv zu Wien kein Diplom gefunden. Virmond. Ueber das Grafen- und die sonstigen Diplome nebst Wappen dieses, angeblich noch im Jahre 1835 in Oesterreich angesessenen Geschlechts cfr. Deutscher Herold de 1890, Nr. 4 (vom April) Seite 46 ff. Visart j Grafengeschlechter in Belgien, Vischer de Celles f cfr. Poplimont la Belgique heraldique. Visconti. Ein ungemein verbreitetes Geschlecht. Oesterreichische Anerkennungen erhielten: 1., Anton V.- Ajrni, d. d. 16. September 18 16 des Marchesetitels nach dem Erstgeburtsrecht; derselbe hatte d. d. Wien 12. Mai 1791, Decret d. d. Mailand 25. Juni ejd. die Wappenvereinigung mit dem der Stadt Mailand erhalten; 2., Alphons Marchese V.-Ajmi, k. k. Kämmerer d. d. Wien 28. Januar, Decret Mailand 10. Februar 1817 die gleiche Anerkennung unter der Bedingung der Entsagung des ihm von Kaiser Napoleon verliehenen Italienischen Grafentitels; 3., Anton und Giacomo, Söhne des Alfons, dieselbe Bewilligung laut A. E. Wien 13. Februar 1844; 4., Galeazzo und Kaspar V. d. d. I. December 18 16 Bestätigung des Grafenstandes; 5., Franz, k. k. Kämmerer, nebst Neffen Johann, Alois, Hubert und Franz Karl dgl., laut A. E. Wien 27. November 18 1 6 ; 6., Hermes V., dgl. d. d. 12. Dezember 1816. 7., Alois und Anton Gebr. V. aus Cremona dgl. laut A. E CLXXVI Wien 21. November 1816 (auf Grund eines Diploms der Kaiserin Maria Iheresia d. d. Wien 10. August 1752 für Anton V. cfr. ann. della nobiltä it.de 1884; 8., Hannibal und Pirrhus, dgl., jedoch für Letzteren nur nach dem Erstgeburtsrecht laut A. E. d. d. Baden 30. Juli (Decret 18. August) 1818; 9., Bestätigung des Grafenstandes für Peter Franz Visconti-Borromeo, nebst Bruder Joseph, Domherrn zu Mailand laut A. E. Wien 27. November 1816 (Descendenz cfr. ann. della 110b. it. de 1884). Vitzthum. Kneschke giebt das Wappen inkorrekt, wir nach dem Diplom. Hiernach sind die Löwen »natürlicher l'arbe«; die Felder II und III beschrieben als »purpurn« sind in der Malerei zinnoberroth, die Adler goldbewehrt, die Leoparden naturfarben. Die Grundfarbe des Ilerzschildes ist nicht silbern, sondern golden. Voit von Rieneck. Diese, noch am 9. April 1810 in Bayern bei der Grafenklasse immatrikulierte, d. d. Wien 27. Oktober 1697 nach dem Erstgeburtsrechte, resp. für den jedesmaligen Erben des Fideikommisses Schlopp etc. erhobene Familie dürfte mit dem Immatrikulirten: Franz Anton Philipp, geb. 8. Dezember 1745, Anfangs dieses Jahrhunderts erloschen sein. Das Wappen ist bei Tyroff, Bayer. Wppb. insofern inkorrekt, als in Feld II und III nicht ein »Andreas-« , sondern ein »Burgundisches« Kreuz, d. s. 2 schragenweis verschränkte geknorrte Aeste, schwebend, dargestellt sind. Der Widder ist goldbewehrt und hebt den rechten Fuss, die Decken der äusseren Helme sind roth, gold und silbern vermischt. Vojkffy de Klokosch et Vojkovich. Wir behalten die Wappendarstellung dieser noch auf zwei Augen (Graf Janko) blühenden Familie, welche sich jetzt V. de Klokoc et Tfebinje schreibt, einem ev. Supplementbande vor. Der gevierte, mit eingepfropfter Spitze, Grafenkrone und 3 Helmen, sowie Schildhaltern versehene Schild enthält im Herzschilde das Stammwappen: einen rothgekleideten, säbelführenden Arm, darüber pfalweis 3 goldene Kronen. Das Ungarische Grafendiplom, d. d. Wien 14. Mai 1768 ausgestellt, lautet auf Sigmund V. de K. et V., Oberst eines k. k. Banat- Grenz-Infanterie-Regiments und Christoph, Oberstlieutenaut. Dieselben stammten aus einer der ältesten Familien Kroatiens, welche sich Woyk schrieb und schon im XII. Jahrhundert Güter zwischen der Save und Drau besessen haben soll. Urkundlich tritt 1228 auf: Rubin, filius comitis Job de genere Woyk, davon kroatisch: Vojkovic, ungarisch: Vojkffy, zu deutsch: »Söhne Woyks«. Voltolini. Das Prädikat »v. Valtelina« ist nur in dem Diplom de 1790, nicht in dem von 1840/1 verliehen. Bei Tyroff, Bayer. Wppb. und bei Kneschke ist das Wappen inkorrekt, wogegen wir es nach dem Diplom geben. Der Empfänger des Grafen-Bestätigungsdiploms de 1840/1: Graf Franz war der Sohn des 179° Gegraften. I11 ersterem Diplom ist der Reichsvikariats - Grafenstand bestätigt und der k. Oesterreichische verliehen. Beide Diplome er- theilen dasselbe Wappen. Voss. Das Wappen (des Diploms de 1800) ist bei ICoehne II. 9 nicht ganz korrekt. Der Fuchs im goldenen (nicht silbernen) Mittelschilde, der (anscheinend wegen der Abstammung) linksgekehrt, aufgerichtet ist, erscheint auch auf Helm I in ganzer Figur, wohingegen der Adler auf Plelm II nicht in ganzer Figur, sondern wachsend, doch so, dass man noch einen Theil der Schenkel sieht, abgebildet ist. Dahingegen sagt die Beschreibung: »im Mittelschilde ein Fuchs in vollem Lauf«, was natürlich ein Irrthum ist, da die Voss stets den Fuchs aufgerichtet führen. Voss-Buch. Wie abgebildet ist das Wappen de 1840 diplomgemäss. Vrecourt. Hier vergl. man den Artikel Lavaulx, sowie das Gräfl. Taschenbuch de 1844. Vrints. Die Sterne und die Butzen der Rosen sind golden, die Schildhalter 2 natürliche Geyer. Waal siehe Wahl. Wachtmeister. Wie hier gegeben, ist das Wappen diplomgemäss, bei Koehne II. 9 unrichtig. Die Fahnen in I und auf Helm II sind abwechselnd golden und roth mit braunen Stangen mit goldenen Spitzen, die Kraniche natürlichgrau, die Fa,hne des Reiters in Feld IV von Gold und Roth getheilt, darin ein silbernes Kreuzchen. Das zügellose Ross hat nur ein goldenes Nasenledcr und blaue Schabracke mit goldenem Bord. Die Säbel sind ganz Stahlfarben, die Wolke grau, das Postament grauer Marmor, Schild und Helm I und III des Wappens entspricht genau dem der schwedischen Linien, nur ist bei diesen die Geschmacklosigkeit des Preussischen Herolds, an dem Arm auf Helm III auch noch eine Wolke anzubringen, nicht zu bemerken. Ueber die Schwedisch-Baltische Linie der Grafen W. af Johannishuus cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Waffenberg. Die Abbildung des Wappens dieser durch 2 Diplome d. d. Wien 15. Dezember 1718 und d. d. Wien 11. Juli 1777 ' n den Reichs- und erbländischen, respective Erbländisch - Oesterreichischen Grafenstand erhobenen, im Mannesstamme am 29. September 1857, im Weiblichen Stamme am 21. Februar 1869 erloschenen Familie werden wir in einem ev. Supplementbande bringen. Das Gothaifche Gräfliche Taschenbuch de 1855 bringt eine bis auf einzelne Abweichungen ziemlich richtige Wappenbeschreibung. Die Familie stammt aus der Stadt Steyr, hiess ursprünglich Mittermayr, erhielt d. d. Wien 27. Januar 1651 den Reichs- und erbländischen Adelstand, d. d. 26. Juli 1678 das Prädikat »v. Waffenberg«, nebst Wappcn- besserung, d. d. Wien 20. December 1685 die Erlaubniss, den Urnamen M. fortzulassen und d. d. Wien 14. Juli 1702 den Reichs- und erbländischen Freiherrnstand. Wagensperg. Wie hier gegeben, ist das Wappen diplommässig; die 3 goldbegrifften Sicheln sind das Stammwappen, Feld I und IV wegen Petschach, II und III wegen Pausach, der Adler wegen Lichtenberg geführt. CLXXVII Die Kaiserkrone ist golden, die Fahnen blau mit goldenem Kreuz an goldenen Spiessen (cfr. auch Neuer Siebmacher, Kärnthener Adel, Tafel 8 und den Text. Wahl. Am 20. März 1812 starb Eleonore geb. Gräfin Waal, vermählt an Raimund Grafen Thurn-Hofer- Valsassina. Die Dame stammte wol aus dem d. d. 10. October 1641 in den Reichsgrafenstand erhobenen f Geschlechte V. Wahl. (cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1866 Seite 1100/1). Waldbott. Wie abgebildet, d. h. mit dem Deutschordenskreuz, wird das Wappen jetzt durchgängig geführt, Kneschke ist also im Irrthum; auch in Tyroff, Bayer. Wpb. II. 46 ist das Kreuz in dieser Form angegeben (cfr. auch Neuer Siebmacher, Hoher Adel II. Reihe). Waldburg. Ueber das Wappen dieses Geschlechts ist Näheres Neuer Siebmacher, Hoher Adel, I. Reihe zu finden. Waldburg-Syrgenstein. Wir behalten uns die Abbi ldu ng dieses durch Kgl. Bayerisches Diplom d. d. 16. August 1885 vermehrten Wappens fiir einen ev. Supplementband vor (cfr. auch Goth. Hofkalender de 1887. S. 223). Waldeck und Pyrmont. Ueber diese Gräfliche Linie mit Prädikat »Erlaucht« cfr. Neuer Siebmacher, Hoher Adel, II. Reihe. Waldeck. Aus vorigem Hause morganatisch abstammend (cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1874). Walderdorff. Wir haben das Wappen so abgebildet, wie es im Diplom verliehen ist, also mit der alten Grafenkrone auf dem Schilde und ohne die jetzt geführten beiden Helme, wie es Kneschke giebt. Dort ist ausserdem die Darstellung insofern fehlerhaft, als der gesammte Ober- theil der Löwen roth tingirt ist, wogegen diplommässig nur der Kopf mit der Mähne und die beiden Schwanzbüschel roth sein sollen. Walderode. Ueber diese 1816 erloschene Familie cfr. den Artikel Des Fours. Waldersee. Die zum Diplom gehörige Zeichnung war in den Akten leider nicht vorhanden, doch bestätigen verschiedene gute Siegclabdriicke die Richtigkeit unserer und die Irrthümer der Darstellung bei Koehne II. 16. — Die Beschreibung spricht übrigens (bei Helm III) von einem »aufsteigenden Schlesischen Adler, zum Andenken an die Schlesische Landeshuldigung am 8. October 1785s wonach man glauben sollte, dass der Adler wüchse, was aber auf keinem Siegel der Fall ist. Von den Löwen ist nicht gesagt, dass sie auswärts sehen sollen. Das Siegel des Johann George v. W. in actis zeigt sie einwärts sehend, den Adler auf Helm III als den Preussischen wie im Herzschilde. Waldkirch. Der Ring und die Kopfbinde sind golden, der Mohr braunschwarz. Waldner. So nach Abdrücken der Linie in Baden. Die Linie in Frankreich hat statt der »Amseln« drei »Mer- letten«. Was richtig, könnten nur älteste Siegel feststellen. Waldorff. Diese in Oesterreich noch im Jahre 1835 als ansässig angegebene, d. d. Wien 20. September 1727 in den Böhmischen Grafenstand erhobene Familie hat den Adel erst d. d. Wien 10. September 1664, den Ritterstand d. d. Wien 6. Dezember 1670, d. d. Laxenburg 28. Mai 1702 und Wien I. Dezember 1742 erlangt (cfr. auch Neuer Siebmacher, Böhmischer Adel S. 184). Waldstein. Der Riickschild ist das Stammwappen; das zweimal wiederholte, von dem geflügelten Drachen umfasste, goldschwarz gespaltene Schildchen ist das Wappen der J v. Wartenberg. Die Helme sind silbern, der Reichsadler, innerhalb des von Rautenkranz umgebenen Herzschildes hält in dem rechten Fange einen gestürzten eisernen Anker, in dem linken einen grünen Palmenzweig und trägt auf der Brust die goldene Initiale Kaiser Ferdinands II. Die Herzen auf dem vorderen linken Flügel des mittleren Helmes, sowie das ganze hintere Flügelpaar sind golden. Kahn und Ruder des mit silbernem Kopftuch und goldschwarz gespaltenem Kleide versehenen Mannes sind holzbraun. Helm I und die rechte Kleinodshälfte des II. Helmes gehört zum Wappen Waldstein, das übrige zum Wappen Wartenberg. Die nunmehr im Mannesstamme erloschene Linie zu Arnau führte nur die Waldsteinschen Insignien und in einem goldenen Mittelschilde einen schwarzen Doppeladler. Walewski. Wie angegeben nach dem Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1874, im Brustschild des Adlers der Ritter zu Pferde, den Drachen erstechend (Wappen des Grossf. Moskau). Siegel indess zeigen nur die Säule und zwar, im rothen Felde und den Löwen (mit Säbel in der Linken) aus der den Schild deckenden Grafenkrone wachsend. Wir haben diesen heraldischen Unsinn durch Einschiebung des Wappenhelmes verbessert. Wallis. Das von uns abgebildete Wappen ist das nach dem Diplom de 1724, womit ein d. d. Wien 6. Februar 1767 von Kaiserin Maria Theresia dem Patrizius und Robert Gebrüdern, sowie Vettern Edmund, Philipp und Olivier Freiherr von W. verliehenes Grafendiplom völlig übereinstimmt. Der Schwan auf dem Thurme rnuss heraldisch richtig nach links sehen, was wir verbesserten. Das Wappen nach dem Diplom de 1706 für die ältere (I.) Linie hat denselben Schild, doch den Arm aus dem Rande hervorgehend, den Löwen im Herzschilde ungekrönt und statt des Thurmes ein mit drei Zinnenthürmen besetztes Kastell. Dasselbe, besetzt mit dem Schwan zwischen den (hier zwei) Thürmen und gehalten durch zwei auf Helm I und III aufrechte, gekrönte, ganze, goldene, doppelschweifige Löwen, steht auf Helm II. Neben dem Hauptschilde erscheint unten rechts und links Feld III, respective der Herzschild, je mit einem Helme, auf dem der Arm, resp. der blaue, wachsende CLXXVIII Löwe und entsprechende Decken, als besonderes Schildchen wiederholt. — Endlich ist noch eines weiteren Böhmischen Grafendiploms d. d. Laxenbürg 16. Mai 1736 ftir Franz Wenzel v. W. u. K., k. Kämmerer und G.-F.-M.-Lt. zu erwähnen, welches das Wappen ganz wie nach dem Diplom de 1724, jedoch mit der Grafenkrone zwischen Schild und Helmen und über letzteren ein Band mit der Devise: Quod ero spero, die jetzt auch die anderen Linien führen, verleiht. Wallmoden. Erloschen am 28. Februar 1883. Ueber die Bedeutung der Wappenfelder cfr. Neuer Siebmacher, Hoher Adel, II. Reihe. Die Schnallen, die Spangen an den Hörnern der Böcke, Stülp und Quaste der Mütze des Mannes, sowie der Bord des Halsbandes des Löwen sind golden, ebenso Reif und Zacken, wie Büschel der Krone im Herzschild, die Bänder der beiden Eisenhüte sind roth. Wallwitz. Nach dem Diplom stehen die Schildhalter auf Marmorpostament, nicht wie bei Kneschke auf grünem Boden. Walmerode. Diese gräfliche Familie ist 1852 nach Amerika ausgewandert, wo sie noch blüht; das Böhmische Grafenstandsdiplom ist datirt Wien 9. August 1682 für Johann Reinhard Freiherrn v. W., kais. Kämmerer, Sohn des f Reinhard, welcher, mit seinem Bruder Engelbrecht und Vetter Wilhelm, das Diplom de 1628 und (allein) d. d. Ebersdorf 19. September 1631 erhielt. In diesem Diplom ist das d. d. l7.Februar 1628 bestätigte Wappen (in schwarz 2 kleidet) Balken, oben von 3, unten von 2 rothen Rosen besilberne in fast nicht wieder zu erkennender Form auseinander gezerrt und »verbessert«. Das gräfliche Diplom enthält kein Wappen, es dürfte also das freiherrliche weiter fortgeführt worden sein. Walsegg. Am 2. Juni 1857 starb zu Wien Gräfin Caroline Leopoldine von Sternberg, geborene Gräfin von Walsegg, wohl jedenfalls die Letzte dieses Geschlechts. Dasselbe war d. d. Prag I. September 16 16 in Person des Wolfgang und Dietrich Gebrüder »die Wägelle«, in der Stadt Neustadt, durch Kaiser Matthias in den Reichs- und erbländischen Adelstand erhoben worden, mit einem Wappen, in dessen blauem Schilde auf grünem Dreiberg ein aufrechter gekrönter grauer Wolff stand, der in der rechten Tatze eine goldene Waage hielt. Dasselbe Bild wachsend auf dem gekrönten Helme zwischen offenem blausilber- rothsilbern getheiltem Fluge. Schon bei der Verleihung des Reichs- und erbländischen Ritterstandes an Mathias v. Wägele, Nieder-Oesterreichischen Landschaftseinnehmer, erhielt derselbe das Prädikat »von Walsegg«, sowie die Erlaubniss der Fortlassung des Namens »Wägele«. Das Wappen wurde geviert, mit gekröntem, goldenem Herzschilde, darin ein schwarzer Adler. I und IV in Silber 3 rothe Schrägbalken, im II. und III. schwarzen Felde der goldene Wolf, gekrönt mit goldener siebenzackiger Krone, wachsend, in der Rechten ein Schwert, in der Linken die Waage haltend; dazu 2 gekrönte Helme, deren rechter mit schwarzgoldener Decke einen Pfauwedel, der linke mit rothsilberner Decke den Wolf wie im Schilde zwischen offenem schwarzen Fluge zeigte. Bei der Erhebung in den Reichs- und erbländischen Grafenstand d. d. Wien 28. Octobcr 1707 für Franz Bernhard Freiherrn Wägele v. Walsegg, Nieder-Oesterrcichischen Flofkammerrath und Johann Karl, kais. Obristwachtmeiser des General Voubon- schen Dragonerregiments, Söhne des d. d. Wien 8. Juli 1675 nebst Brüdern Georg Leopold, Weltpriester und Matthias in den Reichs- und erbländischen Freiherrnstand erhobenen Franz Bernhard W. v. W., Nieder-Oesterreichischer Regimentsraths (aus der Ehe mit einer Tochter des -j* Mährischen Landeshauptmannes Gabriel Grafen Serenyi) ist ein Wappen nicht erwähnt. Nach Siegeln wurde das freiherrliche Wappen de 1675, welches den Schild de 1648 unverändert zeigt und zwischen den beiden Helmen (der Wolf ohne Flügel) einen dritten mit gekröntem, goldbewehrtem, schwarzem Adler zeigt, fortgeführt. Walsh. Grafengeschlecht englischen Ursprungs in Baden, cfr. Neuer Siebmacher, Badischer Adel. Waltersdorff. Dieses in Dänemark am 3. Juli 1819 creirte Grafengeschlecht erlosch bereits am 13. October 1820, so dass ein Diplom nicht ausgefertigt ward. Wangenheim. Der dem am 21. October 1851 Verstorbenen ertheilte kgl. Preussische Grafenstand d. d. Berlin 15. October 1840 war nur für die Person verliehen. Seine Wittwe starb am 4. März 1860. Das gräfliche Wappen war das Stammwappen mit Grafenkronc zwischen Schild und Helm. Wartenberg. Friederike Henriette Kolb von Wartenberg, "j" vor 1833, vermählt mit Philipp Reichsgrafen von Hardenberg (geb. 14. October 1756, f 31. Jan. 1840) vormals kgl. Hannoverscher Oberappellations-Gerichts- rath, Oberhofmarschall und Oberst-Hofmeister, erhielt d. d. Berlin, 19. September 1786 als »v. W.« den Preussischen Grafenstand mit dem bei Koehne, Preuss. Wpb. abgebildeten Wappen. Wartensleben. Die Abstammung der verschiedenen Linien cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1861. — Unrichtig ist die a. a. O. gemachte Angabe, dass d. d. I. Januar 1703 dem Alexander Hermann ein kgl. Preussi- sches Grafendiplom ertheilt und dies d. d. Wien 29. März 1706 bestätigt sei. Letzteres Diplom ist überhaupt kein »Bestätigungs-«, sondern lediglich ein Grafenstands-Diplom, da der Erhobene einfach als »von Wartenslebcn« angesprochen wird. Im selben Diplom wird seinem Sohne Karl Philipp v. W. erlaubt, den Namen und das Wappen der j" Grafen von Flodorff neben dem seinigen zuführen. Das im Diplom eingemalte Wappen zeigt im gevierten Riickschild das gräfliche Wappen dieser Familie und im aufgelegten, mit fünfblättriger Krone gekrönten Herzschild den Wappenschild der jüngeren, 1745 in den Reichsgrafenstand erhobenen Linie, jedoch der Schild hier in zwei gleich grosse Theile getheilt. Der Hauptschild trägt vier Helme, von denen Nr. 2 der v. Wartensleben'sche ist, die drei anderen, sowie die Schildhalter (2 geflügelte widersehende Löwen) zum Gräflich FlodorfPschen gehören. Pliernach rnüsste die ältere gräfliche Linie, nach Weg- CLXXIX lassung der nur der Linie des Grafen Karl Friedrich«) zustehenden Felder und Helme, nur den beschriebenen Herzschild und den Wartensleben'schen Helm führen. "Wie nun Graf Carl Sophonius Philipp, ältester Sohn des Alexander Hermann, als er am 30. Dezember 1704 zum Johanniter- ordensritter geschlagen wurde, dazu kam, das in Sonnenburg aufgehängte Wappen, nämlich: einen quadrirten Schild mit Mittelschild, in dem und auf dem mittleren Helme das Stammwappen, im I. und IV. Felde der preussische Adler mit Scepter und Schwert, FR., Lilienstängcln und einer Krone um den Plals, darüber eine Königskrone schwebend, im II. und III. Felde und auf dem linken Helme ein geharnischter Arm, welcher in der Faust einen linksgekehrten Säbel führt, in Roth. Decken roth und silbern.« Auf dem rechten Helm zwei Flügel, ein schwarzer und ein rother, jeder mit einem goldenen Scepter belegt. Decken rechts schwarz und silbern, links roth und silbern), zu führen, ist bisher nicht aufzuklären gewesen, denn ein Diplom mit diesem Wappen existirt in Conzept im kgl. Geh. Staats- aichiv nicht. Dennoch bestätigen Siegel dies Wappen, welches theilweis noch jetzt geführt wird. Uebrigens nahm Graf Carl Sophonius Philipp (geb. 21. September 1680, f als kgl. Polnischer Staatsminister 7. October 17^1) als Gemahl der Johanna Margarethe v. Hüyssen, Gräfin und Erbin v. ModorfT, dessen Söhne vor ihm starben, ebenfalls den Namen »Flodorff« an. Die jüngere Linie, deren Diplomempfänger de 1745: Karl Friedrich und Vetter Karl Philipp Christian ebenfalls bis dahin den einfachen Adelstand führten und als Wappenvermehrung (für den Ersteren) die Erlaubniss, das Wappen seiner Grossmutter aus dem *j* Geschlecht der Riviere d'Arschot *•"*) mit dem seinigen zu verbinden, erhielt, führt das von uns abgebildete Wappen. Das gespaltene Schildhaupt zeigt rechts in Gold den halben Reichs-, links in Silber den halben Preussischen Adler (dieser mit goldnem Ivleestängel), deren Flügel sich auf Plelm I wiederholen. Der Germane zur Rechten hält den blauen Schild mit goldenem Schildrand und Monogramm Karls des Grossen, über dem Helm eine blutbespritzte Wolfshaut und einen schwarzen Speer mit silberner .Spitze und blauer Troddel, der linke Ritter in eisenfarbener goldverzierter Rüstung, das .Schwert in goldbeschlagener schwarzer Lederscheide, einen goldbeschlagenen schwarzen Marschallstab. Wass von Czege. (Wasz de Szege.) Das compli- zirte Wappen dieser in der Ungarischen Magnatentafel *) Karl' Friedrich v. W., kgl. Preussischer Kämmerer, Johan- niterritter und Dompropst zu Brandenburg, hatte bereits durch besonderes kaiserliches Diplom d. d. Wien 1. März 1706 .die Genehmigung der Adoption Seitens des kinderlosen Adrian Gustav Graf von Flodorff, Herrn zu Loet, Meeswicke und Eisden, Erbmarschall der Lande Valkenburg und Limburg, Herrn zu Stevenes, mit der Bewilligung, dessen Namen und Wappen neben dem seinigen zu führen, erhalten. **) Bereits im 14. saec. lebte Daniel d'Arschot dit de Riviere, sire de Neerlinter. Dessen Nachkomme im VII. Grade: Henri de R. d'A., Baron de Heess A. de Hanteville erhielt d. d Regensburg 22. März 1623 durch K. Ferdinand II. den Reichsgrafenstand. Mit seinen Enkeln erlosch das Geschlecht. Wappen: in Silber 3 (2. 1.) schwarze Gleven. Ein mit diesem vermehrtes Gräfl. Wartenlebensches findet sich nicht. noch heute ziemlich zahlreich vertretenen Grafengeschlechts werden wir in einem ev. Supplementbande abbildlich bringen. Das Grafendiplom ist ein Ungarisches und ertheilt von Kaiserin Maria Theresia d. d. Wien 13. November 1744 dem Nicolaus, Georg und Adam Vass de Czege. Wassenaer. Noch in den Niederlanden blühende, d. d. Wien 12. Dezember 1792 in den Reichsgrafenstand erhobene, in den Niederlanden am 17. November 1815 darin anerkannte und daselbst am 18. November 1846 mit Namen- und Wappenvereinigung (mit dem der *j* Starrenburg) begnadigte Familie. Wir werden das Wappen in einem ev. .Supplement abbilden. de Wavrin Villers au Tertre. Ein in Belgien am 14. Juni 1856 als gräflich anerkanntes Geschlecht, über das bei Poplimont, la Belgique heraldique Näheres zu ersehen ist. Wedel(l). Der gemeinschaftliche Stammvater aller gräflichen Linien ist Jürgen Ernst v. W., f 1661. Dessen ältester Sohn Friedrich Wilhelm (geb. 1640, J 1706) er- heirathete die Schestedtschen Güter auf Fühnen, welche zu seinen Gunsten d. d. 11. October 1672 zur Grafschaft Wedellsborg, er selbst am 20. Dezember ejd. zum Dänischen Grafen creirt wurde. (Nachkommen in Dänemark). Der zweite Sohn Jürgen Emsts, Gustav Wilhelm auf Jarlsberg (geb. 1641, J 1717), vermählte sich mit Maria, Erbtochter des Ehrentreiter auf Evenburg und erhielt (nach dem Erstgeburtsrecht) d. d. 30. Januar 1684 dänischen Lehensgrafenstand. Sein ältester Sohn Georg Ernst (geb. 1666, y 1717) ist der Stifter dieser in Dänemark blühenden Linie zu Jarlsberg. Der jüngere: Erhard Freiherr v. W. (f 174°) erbte Evenburg und dessen Sohn Anton Franz (*j* 1788), welcher von seinem mütterlichen Oheim, dem Grafen Haro Burchard v. Frydag auch Gödens in Ostfriesland ererbt hatte, erhielt das kgl. Preussische Diplom de 1776 und ist der Stifter der Grafen v. W. in Preussen. Das Wappen der Diplome de 1684 und 1776 ist fast gleich, doch führt die Dänische Linie die Dänische, die Preussische (wenigstens jetzt) die neunperlige Grafenkrone. Die Darstellung bei Koehne, Preuss. Wppb. II. 12, bei Kneschke und Erot sind nicht ganz korrekt, die unsrige diplomgemäss. Ein Helm wird nicht geführt. Die Danebrogs haben braune Stangen, das Kammrad ist roth, Flut und Kleid des Götzenbildes blau roth gespalten mit goldener Schnur und Quaste und weissem Kragen auf gold-silber gespaltenem Grunde, das Schloss hat schwarze Fenster und Mauerstriche. Das Dänische Diplom de 1684 wie 1672 giebt das Kammrad aus 24 abwechselnd schwarzen und rothen Stücken, darin das Götzenbild von schwarz und roth gespalten, sonst ebenso. Eine dritte, d. d. 6. Juli 1798 in den Preussischen Grafenstand erhobene Linie (mit dem Stammwappen) ist erloschen und Name und Wappen auf die Maltzan übergegangen. Weissbach. Diese, angeblich noch 1835 in Oesterreich ansässig gewesene Familie (cfr. Goth. Taschenbuch d. frhl. Häuser de 1857, S. 832) erlangte d. d. Wien CLXXX io. November 1730 in Person des Johann Bernard v. Weissbach, Generals en Chef der Russischen Cavallerie, nebst Sohn Carl Simon, stud. philo, in Breslau, den Böhmischen Grafenstand mit folgendem Wappen: schräg geviert und quer getheilt (6 Felder) mit blau-silbern getheiltem Herzschild, darin ein brauner Stierkopf im Visir. Im Hauptschild oben: schwarzer Adler in Silber, unten in Schwarz ein goldener Greif; rechts oben und links unten in Roth ein aus dem Aussenrande hervorgehender silberngekleideter Unterarm, ein goldbegrifftcs Schwert schrägauswärts haltend; links oben und rechts unten: in Blau ein silberner Schrägstrom. Grafenkrone mit 3 gekrönten Helmen, deren mittlerer den Adler, der rechte den Arm mit Schwert aus V. wachsend zwischen offenem goldenem Fluge, der linke zwischen 2 blauen Büffelhörnern drei Straussfedern silbernblau, silbern trägt. Decken roth-silbem, schwarz-silbern, blau-silbern. Schildhalter: 2 natürliche Leoparden. Weissenwolf. Im Diplom ist kein Wappen angegeben. Wir haben dasselbe daher nicht nach der modernen, auch bei Kneschke beliebten Darstellung, sondern nach einem alten Siegel des Grafen David U. v. W. gegeben. Wellingerode. Pierre Simon Meyronnet, Kgl. Westphälischer Grossmarschall des Palastes und Staatsrath (f zu Paris 10. September 1812) erhielt von K. Jerome am 12. Juni 1808 den Westphälischen Grafenstand. Welsersheimb. Wie abgebildet ist das Wappen diplomgemäss. Welsperg. Kneschkes Darstellung enthält verschiedene Inkorrektheiten, wogegen unsere Darstellung die richtige ist. Stammwappen ist Feld II/III und Helm III Der Herzschild und Helm II ist das Wappen des f Villander (ertheilt d. d. Wien 19. März 1564). Der Löwe ist durch Diplom, Innsbruck d. d. 5. Juli 1570, als das Wappen von Michaelsburg, von Erzherzog Ferdinand v. Oesterreich-Tyrol verliehen. Dasselbe Wappen im Freiherrndiplom, d. d. Prag 2. Mai 1571 (für Christoph, den Erwerber des Diploms de 1570), ohne Wappen. Das Freiherrndiplom d. d. Wien 9- Juni 1567 lautet auf Hans und 5 Vettern, Gebrüder. Erst im Grafendiplom de_ 1693 ist die Kugel (wegen Langenstein) aus dem Wappen der f Grafen v. Raittenau dem Guidobald Freih. v. W., Erben des 7 Rudolf Hanibal, Grafen und Edlen Herrn auf Raittenau, Herrn zu Langenstein, Gniedt und Rossegg (f 1671), verliehen. Wenkheim. Die Darstellung bei Kneschke nicht ganz korrekt, wir geben es nach dem Diplom. Die Sterne sind golden, die Mütze des Mannes hat braunen Pelz. v. d. Wenge, Graf Lambsdorff, cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch. Wengersky. Die Darstellung bei Kneschke ist falsch; beide Löwen stehen gold auf schwarz. Ohne Herzschild und Helm III war das Wappen (Adler einfach und gekrönt) schon im Freiherrndiplom d. d- Wien 31. Mai 1652 (in den Diplomen steht überall »Wingersky«) verliehen. Wengersky-Montelabate. D. d. Wien 8. Juni 1805 erhielt Johann Graf v. W. die kais. Bewilligung, Namen und Wappen seines f Oheims Grafen v. Montelabate (ult. stirp.), von dem er die Hrn. Bystrzitz nebst Gut Prussinowitz in Mähren ererbt, mit dem seinigen zu verbinden. Auf dem gevierten Schilde liegt statt des Balken - Herz- schildchens ein gekröntes geviertes, welches im I. und IV. silbernem Felde einen entwurzelten grünen Eichbaum im II. und III. rothen einen schwebenden, von 3 (2. I.) steigenden silbernen Monden begleiteten Sparren (Montelabate) zeigt. Auf der Grafenkrone nur ein gekrönter Helm mit schwarzgolden-rothsilbernen Decken, auf dem ein mit vierzinniger rother Mauerkrone um den Plals gekrönter silberner Einhornrumpf steht. Werder. Die Sterne sind golden. Werthem. Es existiren undiplommässige Varianten, unsere Darstellung ist indess die richtige. Der Ast mit den Blättern, die Kronen, der Adler, das Halsband des Bären und dessen mittlere Straussfeder sind golden, die Stechschilder der Löwen Stahlfarben mit goldenem Rande, das Postament von braunem Marmor. van de Werwe. Grafengeschlecht in Belgien, mit Erbländisch-Niederländischem Grafendiplom d. d. Wien 24. August 1768 cfr. Poplimont, la Belgique heraldique. Wesdehlen. Führten das Wappen auch schon als »Petitpierre