io. November 1730 in Person des Johann Bernard v. Weiss-bach, Generals en Chef der Russischen Cavallerie, nebstSohn Carl Simon, stud. philo, in Breslau, den BöhmischenGrafenstand mit folgendem Wappen: schräg geviert undquer getheilt (6 Felder) mit blau-silbern getheiltem Herzschild,darin ein brauner Stierkopf im Visir. Im Hauptschildoben: schwarzer Adler in Silber, unten in Schwarz eingoldener Greif; rechts oben und links unten in Roth einaus dem Aussenrande hervorgehender silberngekleideterUnterarm, ein goldbegrifftcs Schwert schrägauswärts haltend;links oben und rechts unten: in Blau ein silberner Schräg-strom. Grafenkrone mit 3 gekrönten Helmen, deren mitt-lerer den Adler, der rechte den Arm mit Schwert aus V.wachsend zwischen offenem goldenem Fluge, der linkezwischen 2 blauen Büffelhörnern drei Straussfedern silbern-blau, silbern trägt. Decken roth-silbem, schwarz-silbern,blau-silbern. Schildhalter: 2 natürliche Leoparden.
Weissenwolf. Im Diplom ist kein Wappen an-gegeben. Wir haben dasselbe daher nicht nach der modernen,auch bei Kneschke beliebten Darstellung, sondern nacheinem alten Siegel des Grafen David U. v. W. gegeben.
Wellingerode. Pierre Simon Meyronnet, Kgl.Westphälischer Grossmarschall des Palastes und Staatsrath(f zu Paris 10. September 1812) erhielt von K. Jeromeam 12. Juni 1808 den Westphälischen Grafenstand.
Welsersheimb. Wie abgebildet ist das Wappendiplomgemäss.
Welsperg. Kneschkes Darstellung enthält ver-schiedene Inkorrektheiten, wogegen unsere Darstellung dierichtige ist. Stammwappen ist Feld II/III und Helm IIIDer Herzschild und Helm II ist das Wappen des f Villander(ertheilt d. d. Wien 19. März 1564). Der Löwe istdurch Diplom, Innsbruck d. d. 5. Juli 1570, als dasWappen von Michaelsburg, von Erzherzog Ferdinandv. Oesterreich-Tyrol verliehen. Dasselbe Wappen im Frei-herrndiplom, d. d. Prag 2. Mai 1571 (für Christoph, denErwerber des Diploms de 1570), ohne Wappen. DasFreiherrndiplom d. d. Wien 9- Juni 1567 lautet auf Hansund 5 Vettern, Gebrüder. Erst im Grafendiplom de_ 1693ist die Kugel (wegen Langenstein) aus dem Wappen derf Grafen v. Raittenau dem Guidobald Freih. v. W., Erbendes 7 Rudolf Hanibal, Grafen und Edlen Herrn auf Rait-tenau, Herrn zu Langenstein, Gniedt und Rossegg (f 1671),verliehen.
Wenkheim. Die Darstellung bei Kneschke nichtganz korrekt, wir geben es nach dem Diplom. Die Sternesind golden, die Mütze des Mannes hat braunen Pelz.
v. d. Wenge, Graf Lambsdorff, cfr. Klingspor,Baltisches Wappenbuch.
Wengersky. Die Darstellung bei Kneschke istfalsch; beide Löwen stehen gold auf schwarz. Ohne Herz-schild und Helm III war das Wappen (Adler einfach undgekrönt) schon im Freiherrndiplom d. d- Wien 31. Mai
1652 (in den Diplomen steht überall »Wingersky«) ver-liehen.
Wengersky-Montelabate. D. d. Wien 8. Juni 1805erhielt Johann Graf v. W. die kais. Bewilligung, Namenund Wappen seines f Oheims Grafen v. Montelabate(ult. stirp.), von dem er die Hrn. Bystrzitz nebst GutPrussinowitz in Mähren ererbt, mit dem seinigen zu verbinden.Auf dem gevierten Schilde liegt statt des Balken - Herz-schildchens ein gekröntes geviertes, welches im I. und IV.silbernem Felde einen entwurzelten grünen Eichbaum imII. und III. rothen einen schwebenden, von 3 (2. I.)steigenden silbernen Monden begleiteten Sparren (Monte-labate) zeigt. Auf der Grafenkrone nur ein gekrönterHelm mit schwarzgolden-rothsilbernen Decken, auf dem einmit vierzinniger rother Mauerkrone um den Plals gekröntersilberner Einhornrumpf steht.
Werder. Die Sterne sind golden.
Werthem. Es existiren undiplommässige Varianten,unsere Darstellung ist indess die richtige. Der Ast mit denBlättern, die Kronen, der Adler, das Halsband des Bärenund dessen mittlere Straussfeder sind golden, die Stech-schilder der Löwen Stahlfarben mit goldenem Rande, dasPostament von braunem Marmor.
van de Werwe. Grafengeschlecht in Belgien, mitErbländisch-Niederländischem Grafendiplom d. d. Wien 24.August 1768 cfr. Poplimont, la Belgique heraldique.
Wesdehlen. Führten das Wappen auch schon als»Petitpierre<f.
Westarp. Die Ritter mit braunen Lanzen, miteiserner Spitze und goldener Troddel, rothem Gurt mitgoldener Schnalle, Schwert in goldbeschlagener schwarzerScheide, Harnisch und Helm Stahlfarben mit goldenenVerzierungen. Der Weinstock hat braunen Pfahl und pur-purne Trauben.
Westerholt. Diese mittelst Reichsgrafendiplom,d. d. München 22. September 1790 und dem Stammwappengegrafte Linie ist im Mannesstamme erloschen 5. Dezember1863.
Westerholt-Gysenberg. Das Wappen der Lombeckin Feld II und III des Herzschildes ist nicht, wie Kneschkeangiebt, ein »Widderkopf«, sondern ein »Nesselblatt« (Schild-beschlag) ähnlich wie das Holsteinische, mit 3 blauenNägeln. Feld I und IV des Herzschildes ist das Stamm-wappen, Feld I und IV des Hauptschildes: die 3 Amseln inGold (nicht Silber) das der 7 und aufgeheiratheten Gysen-berg, Feld II und III das der Raitz v. Frentz (cfr. Gritzner,Standeserhebungen und Gnadenakte deutscher Landesfürsten.)
Westphalen. Unsere Abbildung entspricht der imDiplom. Jetzt wird nach Siegeln der Schild golden, aufdemselben statt der Grafenkrone ein böhmischer rother Hut,in dessen kronenartigem schwarzen Stülp 2 Hahnfedern
CLXXXI.