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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
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lassung der nur der Linie des Grafen Karl Friedrich«) zu-stehenden Felder und Helme, nur den beschriebenen Herz-schild und den Wartensleben'schen Helm führen. "Wie nunGraf Carl Sophonius Philipp, ältester Sohn des AlexanderHermann, als er am 30. Dezember 1704 zum Johanniter-ordensritter geschlagen wurde, dazu kam, das in Sonnenburgaufgehängte Wappen, nämlich: einen quadrirten Schild mitMittelschild, in dem und auf dem mittleren Helme dasStammwappen, im I. und IV. Felde der preussische Adlermit Scepter und Schwert, FR., Lilienstängcln und einerKrone um den Plals, darüber eine Königskrone schwebend,im II. und III. Felde und auf dem linken Helme ein ge-harnischter Arm, welcher in der Faust einen linksgekehrtenSäbel führt, in Roth. Decken roth und silbern.« Auf demrechten Helm zwei Flügel, ein schwarzer und ein rother,jeder mit einem goldenen Scepter belegt. Decken rechtsschwarz und silbern, links roth und silbern), zu führen, istbisher nicht aufzuklären gewesen, denn ein Diplom mitdiesem Wappen existirt in Conzept im kgl. Geh. Staats-aichiv nicht. Dennoch bestätigen Siegel dies Wappen,welches theilweis noch jetzt geführt wird. Uebrigens nahmGraf Carl Sophonius Philipp (geb. 21. September 1680,f als kgl. Polnischer Staatsminister 7. October 17^1)als Gemahl der Johanna Margarethe v. Hüyssen, Gräfin undErbin v. ModorfT, dessen Söhne vor ihm starben, ebenfallsden Namen »Flodorff« an.

Die jüngere Linie, deren Diplomempfänger de 1745:Karl Friedrich und Vetter Karl Philipp Christian ebenfallsbis dahin den einfachen Adelstand führten und als Wappen-vermehrung (für den Ersteren) die Erlaubniss, das Wappenseiner Grossmutter aus dem *j* Geschlecht der Riviered'Arschot *"*) mit dem seinigen zu verbinden, erhielt, führt dasvon uns abgebildete Wappen. Das gespaltene Schildhauptzeigt rechts in Gold den halben Reichs-, links in Silber denhalben Preussischen Adler (dieser mit goldnem Ivleestängel),deren Flügel sich auf Plelm I wiederholen. Der Germanezur Rechten hält den blauen Schild mit goldenem Schild-rand und Monogramm Karls des Grossen, über dem Helmeine blutbespritzte Wolfshaut und einen schwarzen Speermit silberner .Spitze und blauer Troddel, der linke Ritterin eisenfarbener goldverzierter Rüstung, das .Schwert ingoldbeschlagener schwarzer Lederscheide, einen goldbe-schlagenen schwarzen Marschallstab.

Wass von Czege. (Wasz de Szege.) Das compli-zirte Wappen dieser in der Ungarischen Magnatentafel

*) Karl' Friedrich v. W., kgl. Preussischer Kämmerer, Johan-niterritter und Dompropst zu Brandenburg, hatte bereits durch be-sonderes kaiserliches Diplom d. d. Wien 1. März 1706 .die Ge-nehmigung der Adoption Seitens des kinderlosen Adrian Gustav Grafvon Flodorff, Herrn zu Loet, Meeswicke und Eisden, Erbmarschallder Lande Valkenburg und Limburg, Herrn zu Stevenes, mit derBewilligung, dessen Namen und Wappen neben dem seinigen zu führen,erhalten.

**) Bereits im 14. saec. lebte Daniel d'Arschot dit de Riviere,sire de Neerlinter. Dessen Nachkomme im VII. Grade: Henri de R.d'A., Baron de Heess A. de Hanteville erhielt d. d Regensburg22. März 1623 durch K. Ferdinand II. den Reichsgrafenstand. Mitseinen Enkeln erlosch das Geschlecht. Wappen: in Silber 3 (2. 1.)schwarze Gleven. Ein mit diesem vermehrtes Gräfl. Wartenlebenschesfindet sich nicht.

noch heute ziemlich zahlreich vertretenen Grafengeschlechtswerden wir in einem ev. Supplementbande abbildlich bringen.Das Grafendiplom ist ein Ungarisches und ertheilt vonKaiserin Maria Theresia d. d. Wien 13. November 1744dem Nicolaus, Georg und Adam Vass de Czege.

Wassenaer. Noch in den Niederlanden blühende,d. d. Wien 12. Dezember 1792 in den Reichsgrafenstanderhobene, in den Niederlanden am 17. November 1815 darinanerkannte und daselbst am 18. November 1846 mit Namen-und Wappenvereinigung (mit dem der *j* Starrenburg) be-gnadigte Familie. Wir werden das Wappen in einem ev..Supplement abbilden.

de Wavrin Villers au Tertre. Ein in Belgienam 14. Juni 1856 als gräflich anerkanntes Geschlecht,über das bei Poplimont, la Belgique heraldique Nähereszu ersehen ist.

Wedel(l). Der gemeinschaftliche Stammvater allergräflichen Linien ist Jürgen Ernst v. W., f 1661. Dessenältester Sohn Friedrich Wilhelm (geb. 1640, J 1706) er-heirathete die Schestedtschen Güter auf Fühnen, welche zuseinen Gunsten d. d. 11. October 1672 zur GrafschaftWedellsborg, er selbst am 20. Dezember ejd. zum DänischenGrafen creirt wurde. (Nachkommen in Dänemark). Derzweite Sohn Jürgen Emsts, Gustav Wilhelm auf Jarlsberg(geb. 1641, J 1717), vermählte sich mit Maria, Erbtochterdes Ehrentreiter auf Evenburg und erhielt (nach dem Erst-geburtsrecht) d. d. 30. Januar 1684 dänischen Lehens-grafenstand. Sein ältester Sohn Georg Ernst (geb. 1666,y 1717) ist der Stifter dieser in Dänemark blühenden Liniezu Jarlsberg. Der jüngere: Erhard Freiherr v. W. (f 174°)erbte Evenburg und dessen Sohn Anton Franz (*j* 1788),welcher von seinem mütterlichen Oheim, dem Grafen HaroBurchard v. Frydag auch Gödens in Ostfriesland ererbthatte, erhielt das kgl. Preussische Diplom de 1776 undist der Stifter der Grafen v. W. in Preussen. Das Wappender Diplome de 1684 und 1776 ist fast gleich, doch führtdie Dänische Linie die Dänische, die Preussische (wenigstensjetzt) die neunperlige Grafenkrone. Die Darstellung beiKoehne, Preuss. Wppb. II. 12, bei Kneschke und Erot sindnicht ganz korrekt, die unsrige diplomgemäss. Ein Helmwird nicht geführt. Die Danebrogs haben braune Stangen,das Kammrad ist roth, Flut und Kleid des Götzenbildesblau roth gespalten mit goldener Schnur und Quaste undweissem Kragen auf gold-silber gespaltenem Grunde, dasSchloss hat schwarze Fenster und Mauerstriche. DasDänische Diplom de 1684 wie 1672 giebt das Kammradaus 24 abwechselnd schwarzen und rothen Stücken, darindas Götzenbild von schwarz und roth gespalten, sonstebenso.

Eine dritte, d. d. 6. Juli 1798 in den PreussischenGrafenstand erhobene Linie (mit dem Stammwappen) isterloschen und Name und Wappen auf die Maltzan über-gegangen.

Weissbach. Diese, angeblich noch 1835 in Oester-reich ansässig gewesene Familie (cfr. Goth. Taschenbuchd. frhl. Häuser de 1857, S. 832) erlangte d. d. Wien

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