Löwe und entsprechende Decken, als besonderes Schildchenwiederholt. — Endlich ist noch eines weiteren BöhmischenGrafendiploms d. d. Laxenbürg 16. Mai 1736 ftir FranzWenzel v. W. u. K., k. Kämmerer und G.-F.-M.-Lt. zuerwähnen, welches das Wappen ganz wie nach dem Diplomde 1724, jedoch mit der Grafenkrone zwischen Schild undHelmen und über letzteren ein Band mit der Devise: Quodero spero, die jetzt auch die anderen Linien führen, verleiht.
Wallmoden. Erloschen am 28. Februar 1883.Ueber die Bedeutung der Wappenfelder cfr. Neuer Sieb-macher, Hoher Adel, II. Reihe. Die Schnallen, die Spangenan den Hörnern der Böcke, Stülp und Quaste der Mütze desMannes, sowie der Bord des Halsbandes des Löwen sindgolden, ebenso Reif und Zacken, wie Büschel der Kroneim Herzschild, die Bänder der beiden Eisenhüte sind roth.
Wallwitz. Nach dem Diplom stehen die Schild-halter auf Marmorpostament, nicht wie bei Kneschke aufgrünem Boden.
Walmerode. Diese gräfliche Familie ist 1852 nachAmerika ausgewandert, wo sie noch blüht; das BöhmischeGrafenstandsdiplom ist datirt Wien 9. August 1682 fürJohann Reinhard Freiherrn v. W., kais. Kämmerer, Sohn desf Reinhard, welcher, mit seinem Bruder Engelbrecht undVetter Wilhelm, das Diplom de 1628 und (allein) d. d. Ebers-dorf 19. September 1631 erhielt. In diesem Diplom ist dasd. d. l7.Februar 1628 bestätigte Wappen (in schwarz 2kleidet) Balken, oben von 3, unten von 2 rothen Rosen be-silberne in fast nicht wieder zu erkennender Form ausein-ander gezerrt und »verbessert«. Das gräfliche Diplomenthält kein Wappen, es dürfte also das freiherrliche weiterfortgeführt worden sein.
Walsegg. Am 2. Juni 1857 starb zu Wien GräfinCaroline Leopoldine von Sternberg, geborene Gräfin vonWalsegg, wohl jedenfalls die Letzte dieses Geschlechts.Dasselbe war d. d. Prag I. September 16 16 in Person desWolfgang und Dietrich Gebrüder »die Wägelle«, in derStadt Neustadt, durch Kaiser Matthias in den Reichs- underbländischen Adelstand erhoben worden, mit einem Wappen,in dessen blauem Schilde auf grünem Dreiberg ein auf-rechter gekrönter grauer Wolff stand, der in der rechtenTatze eine goldene Waage hielt. Dasselbe Bild wachsendauf dem gekrönten Helme zwischen offenem blausilber-rothsilbern getheiltem Fluge. Schon bei der Verleihungdes Reichs- und erbländischen Ritterstandes an Mathiasv. Wägele, Nieder-Oesterreichischen Landschaftseinnehmer,erhielt derselbe das Prädikat »von Walsegg«, sowie dieErlaubniss der Fortlassung des Namens »Wägele«. DasWappen wurde geviert, mit gekröntem, goldenem Herz-schilde, darin ein schwarzer Adler. I und IV in Silber3 rothe Schrägbalken, im II. und III. schwarzen Feldeder goldene Wolf, gekrönt mit goldener siebenzackigerKrone, wachsend, in der Rechten ein Schwert, in derLinken die Waage haltend; dazu 2 gekrönte Helme, derenrechter mit schwarzgoldener Decke einen Pfauwedel, derlinke mit rothsilberner Decke den Wolf wie im Schildezwischen offenem schwarzen Fluge zeigte. Bei der Erhebung
in den Reichs- und erbländischen Grafenstand d. d. Wien28. Octobcr 1707 für Franz Bernhard Freiherrn Wägelev. Walsegg, Nieder-Oesterrcichischen Flofkammerrath undJohann Karl, kais. Obristwachtmeiser des General Voubon-schen Dragonerregiments, Söhne des d. d. Wien 8. Juli1675 nebst Brüdern Georg Leopold, Weltpriester und Matthiasin den Reichs- und erbländischen Freiherrnstand erhobenenFranz Bernhard W. v. W., Nieder-Oesterreichischer Regi-mentsraths (aus der Ehe mit einer Tochter des -j* MährischenLandeshauptmannes Gabriel Grafen Serenyi) ist ein Wappennicht erwähnt. Nach Siegeln wurde das freiherrlicheWappen de 1675, welches den Schild de 1648 unverändertzeigt und zwischen den beiden Helmen (der Wolf ohneFlügel) einen dritten mit gekröntem, goldbewehrtem,schwarzem Adler zeigt, fortgeführt.
Walsh. Grafengeschlecht englischen Ursprungs inBaden, cfr. Neuer Siebmacher, Badischer Adel.
Waltersdorff. Dieses in Dänemark am 3. Juli 1819creirte Grafengeschlecht erlosch bereits am 13. October1820, so dass ein Diplom nicht ausgefertigt ward.
Wangenheim. Der dem am 21. October 1851Verstorbenen ertheilte kgl. Preussische Grafenstand d. d.Berlin 15. October 1840 war nur für die Person ver-liehen. Seine Wittwe starb am 4. März 1860. Das gräf-liche Wappen war das Stammwappen mit Grafenkronczwischen Schild und Helm.
Wartenberg. Friederike Henriette Kolb vonWartenberg, "j" vor 1833, vermählt mit Philipp Reichs-grafen von Hardenberg (geb. 14. October 1756, f 31. Jan.1840) vormals kgl. Hannoverscher Oberappellations-Gerichts-rath, Oberhofmarschall und Oberst-Hofmeister, erhielt d. d.Berlin, 19. September 1786 als »v. W.« den PreussischenGrafenstand mit dem bei Koehne, Preuss. Wpb. abge-bildeten Wappen.
Wartensleben. Die Abstammung der verschiedenenLinien cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1861. — Un-richtig ist die a. a. O. gemachte Angabe, dass d. d.I. Januar 1703 dem Alexander Hermann ein kgl. Preussi-sches Grafendiplom ertheilt und dies d. d. Wien 29. März1706 bestätigt sei. Letzteres Diplom ist überhaupt kein»Bestätigungs-«, sondern lediglich ein Grafenstands-Diplom,da der Erhobene einfach als »von Wartenslebcn« ange-sprochen wird. Im selben Diplom wird seinem SohneKarl Philipp v. W. erlaubt, den Namen und das Wappender j" Grafen von Flodorff neben dem seinigen zuführen.Das im Diplom eingemalte Wappen zeigt im geviertenRiickschild das gräfliche Wappen dieser Familie und imaufgelegten, mit fünfblättriger Krone gekrönten Herzschildden Wappenschild der jüngeren, 1745 in den Reichsgrafen-stand erhobenen Linie, jedoch der Schild hier in zweigleich grosse Theile getheilt. Der Hauptschild trägt vierHelme, von denen Nr. 2 der v. Wartensleben'sche ist, diedrei anderen, sowie die Schildhalter (2 geflügelte wider-sehende Löwen) zum Gräflich FlodorfPschen gehören.Pliernach rnüsste die ältere gräfliche Linie, nach Weg-
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