Die Kaiserkrone ist golden, die Fahnen blau mit goldenemKreuz an goldenen Spiessen (cfr. auch Neuer Siebmacher,Kärnthener Adel, Tafel 8 und den Text.
Wahl. Am 20. März 1812 starb Eleonore geb.Gräfin Waal, vermählt an Raimund Grafen Thurn-Hofer-Valsassina. Die Dame stammte wol aus dem d. d. 10.October 1641 in den Reichsgrafenstand erhobenen f Ge-schlechte V. Wahl. (cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de1866 Seite 1100/1).
Waldbott. Wie abgebildet, d. h. mit dem Deutsch-ordenskreuz, wird das Wappen jetzt durchgängig geführt,Kneschke ist also im Irrthum; auch in Tyroff, Bayer. Wpb.II. 46 ist das Kreuz in dieser Form angegeben (cfr. auchNeuer Siebmacher, Hoher Adel II. Reihe).
Waldburg. Ueber das Wappen dieses Geschlechtsist Näheres Neuer Siebmacher, Hoher Adel, I. Reihe zufinden.
Waldburg-Syrgenstein. Wir behalten uns dieAbbi ldu ng dieses durch Kgl. Bayerisches Diplom d. d.16. August 1885 vermehrten Wappens fiir einen ev. Supple-mentband vor (cfr. auch Goth. Hofkalender de 1887.S. 223).
Waldeck und Pyrmont. Ueber diese GräflicheLinie mit Prädikat »Erlaucht« cfr. Neuer Siebmacher,Hoher Adel, II. Reihe.
Waldeck. Aus vorigem Hause morganatisch ab-stammend (cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1874).
Walderdorff. Wir haben das Wappen so abge-bildet, wie es im Diplom verliehen ist, also mit der altenGrafenkrone auf dem Schilde und ohne die jetzt geführtenbeiden Helme, wie es Kneschke giebt. Dort ist ausserdemdie Darstellung insofern fehlerhaft, als der gesammte Ober-theil der Löwen roth tingirt ist, wogegen diplommässig nurder Kopf mit der Mähne und die beiden Schwanzbüschelroth sein sollen.
Walderode. Ueber diese 1816 erloschene Familiecfr. den Artikel Des Fours.
Waldersee. Die zum Diplom gehörige Zeichnungwar in den Akten leider nicht vorhanden, doch bestätigenverschiedene gute Siegclabdriicke die Richtigkeit unsererund die Irrthümer der Darstellung bei Koehne II. 16. —Die Beschreibung spricht übrigens (bei Helm III) voneinem »aufsteigenden Schlesischen Adler, zum Andenkenan die Schlesische Landeshuldigung am 8. October 1785swonach man glauben sollte, dass der Adler wüchse, wasaber auf keinem Siegel der Fall ist. Von den Löwen istnicht gesagt, dass sie auswärts sehen sollen. Das Siegeldes Johann George v. W. in actis zeigt sie einwärtssehend, den Adler auf Helm III als den Preussischenwie im Herzschilde.
Waldkirch. Der Ring und die Kopfbinde sindgolden, der Mohr braunschwarz.
Waldner. So nach Abdrücken der Linie in Baden.Die Linie in Frankreich hat statt der »Amseln« drei »Mer-letten«. Was richtig, könnten nur älteste Siegel feststellen.
Waldorff. Diese in Oesterreich noch im Jahre 1835als ansässig angegebene, d. d. Wien 20. September 1727 inden Böhmischen Grafenstand erhobene Familie hat denAdel erst d. d. Wien 10. September 1664, den Ritterstandd. d. Wien 6. Dezember 1670, d. d. Laxenburg 28. Mai 1702und Wien I. Dezember 1742 erlangt (cfr. auch NeuerSiebmacher, Böhmischer Adel S. 184).
Waldstein. Der Riickschild ist das Stammwappen;das zweimal wiederholte, von dem geflügelten Drachenumfasste, goldschwarz gespaltene Schildchen ist das Wappender J v. Wartenberg. Die Helme sind silbern, der Reichs-adler, innerhalb des von Rautenkranz umgebenen Herz-schildes hält in dem rechten Fange einen gestürzten eisernenAnker, in dem linken einen grünen Palmenzweig und trägtauf der Brust die goldene Initiale Kaiser Ferdinands II.Die Herzen auf dem vorderen linken Flügel des mitt-leren Helmes, sowie das ganze hintere Flügelpaar sindgolden. Kahn und Ruder des mit silbernem Kopftuch undgoldschwarz gespaltenem Kleide versehenen Mannes sindholzbraun. Helm I und die rechte Kleinodshälfte des II.Helmes gehört zum Wappen Waldstein, das übrige zumWappen Wartenberg. Die nunmehr im Mannesstammeerloschene Linie zu Arnau führte nur die WaldsteinschenInsignien und in einem goldenen Mittelschilde einen schwarzenDoppeladler.
Walewski. Wie angegeben nach dem Goth. Gräfl.Taschenbuch de 1874, im Brustschild des Adlers der Ritterzu Pferde, den Drachen erstechend (Wappen des Grossf.Moskau). Siegel indess zeigen nur die Säule und zwar, imrothen Felde und den Löwen (mit Säbel in der Linken)aus der den Schild deckenden Grafenkrone wachsend. Wirhaben diesen heraldischen Unsinn durch Einschiebung desWappenhelmes verbessert.
Wallis. Das von uns abgebildete Wappen ist dasnach dem Diplom de 1724, womit ein d. d. Wien 6. Februar1767 von Kaiserin Maria Theresia dem Patrizius und RobertGebrüdern, sowie Vettern Edmund, Philipp und Olivier Frei-herr von W. verliehenes Grafendiplom völlig übereinstimmt.Der Schwan auf dem Thurme rnuss heraldisch richtig nachlinks sehen, was wir verbesserten. Das Wappen nach demDiplom de 1706 für die ältere (I.) Linie hat denselbenSchild, doch den Arm aus dem Rande hervorgehend, denLöwen im Herzschilde ungekrönt und statt des Thurmesein mit drei Zinnenthürmen besetztes Kastell. Dasselbe,besetzt mit dem Schwan zwischen den (hier zwei) Thürmenund gehalten durch zwei auf Helm I und III aufrechte,gekrönte, ganze, goldene, doppelschweifige Löwen, stehtauf Helm II. Neben dem Hauptschilde erscheint untenrechts und links Feld III, respective der Herzschild, je miteinem Helme, auf dem der Arm, resp. der blaue, wachsende
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