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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Place and Date of Creation
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Wien 21. November 1816 (auf Grund eines Diploms derKaiserin Maria Iheresia d. d. Wien 10. August 1752 fürAnton V. cfr. ann. della nobiltä it.de 1884; 8., Hannibalund Pirrhus, dgl., jedoch für Letzteren nur nach dem Erst-geburtsrecht laut A. E. d. d. Baden 30. Juli (Decret 18.August) 1818; 9., Bestätigung des Grafenstandes für PeterFranz Visconti-Borromeo, nebst Bruder Joseph, Dom-herrn zu Mailand laut A. E. Wien 27. November 1816(Descendenz cfr. ann. della 110b. it. de 1884).

Vitzthum. Kneschke giebt das Wappen inkorrekt,wir nach dem Diplom. Hiernach sind die Löwen »natür-licher l'arbe«; die Felder II und III beschrieben als »pur-purn« sind in der Malerei zinnoberroth, die Adler gold-bewehrt, die Leoparden naturfarben. Die Grundfarbe desIlerzschildes ist nicht silbern, sondern golden.

Voit von Rieneck. Diese, noch am 9. April 1810in Bayern bei der Grafenklasse immatrikulierte, d. d. Wien27. Oktober 1697 nach dem Erstgeburtsrechte, resp. fürden jedesmaligen Erben des Fideikommisses Schlopp etc.erhobene Familie dürfte mit dem Immatrikulirten: FranzAnton Philipp, geb. 8. Dezember 1745, Anfangs diesesJahrhunderts erloschen sein. Das Wappen ist bei Tyroff,Bayer. Wppb. insofern inkorrekt, als in Feld II und IIInicht ein »Andreas-« , sondern ein »Burgundisches« Kreuz,d. s. 2 schragenweis verschränkte geknorrte Aeste, schwebend,dargestellt sind. Der Widder ist goldbewehrt und hebtden rechten Fuss, die Decken der äusseren Helme sindroth, gold und silbern vermischt.

Vojkffy de Klokosch et Vojkovich. Wir behaltendie Wappendarstellung dieser noch auf zwei Augen (GrafJanko) blühenden Familie, welche sich jetzt V. de Klokocet Tfebinje schreibt, einem ev. Supplementbande vor. Dergevierte, mit eingepfropfter Spitze, Grafenkrone und 3 Helmen,sowie Schildhaltern versehene Schild enthält im Herzschildedas Stammwappen: einen rothgekleideten, säbelführendenArm, darüber pfalweis 3 goldene Kronen. Das UngarischeGrafendiplom, d. d. Wien 14. Mai 1768 ausgestellt, lautetauf Sigmund V. de K. et V., Oberst eines k. k. Banat-Grenz-Infanterie-Regiments und Christoph, Oberstlieutenaut.Dieselben stammten aus einer der ältesten Familien Kroatiens,welche sich Woyk schrieb und schon im XII. JahrhundertGüter zwischen der Save und Drau besessen haben soll.Urkundlich tritt 1228 auf: Rubin, filius comitis Job degenere Woyk, davon kroatisch: Vojkovic, ungarisch: Vojkffy,zu deutsch: »Söhne Woyks«.

Voltolini. Das Prädikat »v. Valtelina« ist nur indem Diplom de 1790, nicht in dem von 1840/1 verliehen.Bei Tyroff, Bayer. Wppb. und bei Kneschke ist das Wappeninkorrekt, wogegen wir es nach dem Diplom geben. DerEmpfänger des Grafen-Bestätigungsdiploms de 1840/1: GrafFranz war der Sohn des 179° Gegraften. I11 ersteremDiplom ist der Reichsvikariats - Grafenstand bestätigt undder k. Oesterreichische verliehen. Beide Diplome er-theilen dasselbe Wappen.

Voss. Das Wappen (des Diploms de 1800) ist beiICoehne II. 9 nicht ganz korrekt. Der Fuchs im goldenen(nicht silbernen) Mittelschilde, der (anscheinend wegen derAbstammung) linksgekehrt, aufgerichtet ist, erscheintauch auf Helm I in ganzer Figur, wohingegen der Adlerauf Plelm II nicht in ganzer Figur, sondern wachsend, dochso, dass man noch einen Theil der Schenkel sieht, abge-bildet ist. Dahingegen sagt die Beschreibung: »im Mittel-schilde ein Fuchs in vollem Lauf«, was natürlich einIrrthum ist, da die Voss stets den Fuchs aufgerichtet führen.

Voss-Buch. Wie abgebildet ist das Wappen de1840 diplomgemäss.

Vrecourt. Hier vergl. man den Artikel Lavaulx,sowie das Gräfl. Taschenbuch de 1844.

Vrints. Die Sterne und die Butzen der Rosen sindgolden, die Schildhalter 2 natürliche Geyer.

Waal siehe Wahl.

Wachtmeister. Wie hier gegeben, ist das Wappendiplomgemäss, bei Koehne II. 9 unrichtig. Die Fahnen inI und auf Helm II sind abwechselnd golden und roth mitbraunen Stangen mit goldenen Spitzen, die Kraniche natürlich-grau, die Fa,hne des Reiters in Feld IV von Gold undRoth getheilt, darin ein silbernes Kreuzchen. Das zügel-lose Ross hat nur ein goldenes Nasenledcr und blaueSchabracke mit goldenem Bord. Die Säbel sind ganzStahlfarben, die Wolke grau, das Postament grauer Marmor,Schild und Helm I und III des Wappens entspricht genaudem der schwedischen Linien, nur ist bei diesen die Ge-schmacklosigkeit des Preussischen Herolds, an dem Armauf Helm III auch noch eine Wolke anzubringen, nichtzu bemerken. Ueber die Schwedisch-Baltische Linie derGrafen W. af Johannishuus cfr. Klingspor, BaltischesWappenbuch.

Waffenberg. Die Abbildung des Wappens dieserdurch 2 Diplome d. d. Wien 15. Dezember 1718 und d. d.Wien 11. Juli 1777 ' n den Reichs- und erbländischen,respective Erbländisch - Oesterreichischen Grafenstand er-hobenen, im Mannesstamme am 29. September 1857, imWeiblichen Stamme am 21. Februar 1869 erloschenenFamilie werden wir in einem ev. Supplementbande bringen.Das Gothaifche Gräfliche Taschenbuch de 1855 bringt eine bisauf einzelne Abweichungen ziemlich richtige Wappenbe-schreibung. Die Familie stammt aus der Stadt Steyr, hiessursprünglich Mittermayr, erhielt d. d. Wien 27. Januar1651 den Reichs- und erbländischen Adelstand, d. d. 26.Juli 1678 das Prädikat »v. Waffenberg«, nebst Wappcn-besserung, d. d. Wien 20. December 1685 die Erlaubniss,den Urnamen M. fortzulassen und d. d. Wien 14. Juli 1702den Reichs- und erbländischen Freiherrnstand.

Wagensperg. Wie hier gegeben, ist das Wappendiplommässig; die 3 goldbegrifften Sicheln sind das Stamm-wappen, Feld I und IV wegen Petschach, II und IIIwegen Pausach, der Adler wegen Lichtenberg geführt.

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