Druckschrift 
4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
Seite
CLXXVr
Einzelbild herunterladen
 

Graf Wartenleben zu Mühlhausen in Thüringen starb 1808.Wappen (ex sig.) in Blau ein goldener Sparren bis zumSchildhaupt, begleitet oben beiderseits von Rose, unten vonMuschel (Gelenk abwärts). Aus der den Schild deckendenfiinfblättrigen Krone wächst ein Löwe. Schildhalter: zweiwidersehende Löwen auf Postament. Devise (über demSchilde) Virtus vulnere virescit.

Vay. Das Wappen ist im Goth. Taschenbuch de1876, S. 949/50 nicht ganz korrekt beschrieben, wir gebenes nach dem Diplom. Im Herzschild ist der Hii'ch natur-farben, das Doppelkreuz, Mond und Sterne, Lilie und Samender rothcn Rose golden; der dem Hirsch durch das linkeAuge geschossene Pfeil hat braunen Schaft, goldenen Flitsch,silberne Spitze. Feld I: Bock naturbraun, Feld II: Biiffel-kopf naturbraun, Pfeil wie im Herzschild, Feld III/IV:Regenbogen roth, gold, grün, blau, Feld V: Pelikan silbern,sich die Brust aufreissend, mit 3 Jungen in geflochtenem,braunem Nest, Feld VI: Tiger natürlich, Lilie golden angrünem Blätterstengel, Mond und Stern golden. Spitze:Rosen silbern mit goldenem Samen an grünen Blättcrstcngeln so nach dem Diplom.

Vecsey von Hajnäcskeö. Diese im Mannesstammeam 15. Januar 1856 erloschene ungarische Familie, derenim gothaischen Gräflichen Taschenbuche de 1880 nichtganz korrekt beschriebenes Wappen wir in einem ev.Supplementbande abbilden werden, erhielt d. d. Wien17. April 1813 den Ungarischen Grafenstand.

Veltheim. Im Mannesstamme am 5. Juni 1860erloschen, von Preusscn gegraft d. d. Berlin 6. Juli 1798.Die Wappenabbildung behalten wir einem ev. Supplement-bande vor, sie ist bei Koehne, preuss. Wappenbuch nichtganz richtig.

Vendramin-Calergy. d. d. Wien 24. Dezember1818 erhielten die Gebrüder Kaspar Franz und NiklasKaspar V.-C., Söhne des Senators Girolamo V.-C., auseinem ursprünglich Slavonischen, 1381 ins VenetianischePatriziat aufgenommene Geschlecht, aus dem Andreas V.vom 5. März 14761478 der LXX. Doge von Venedigwar, den K. Oesterreichischen Grafenstand. Wappen-abbildung in einem ev. Supplement.

Venier. Ueber die Erhebung s. das gothaischegräfliche Taschenbuch de 186 1 .

del Verme. Mailändische Familie, deren Grafen-stand, auf Grund eines dem Geschlechte d. d. 1. October1433 durch Kaiser Siegismund verliehenen, mit dem Grafen-titel verknüpften Lehens im Veronesischen, laut A. E. d. d.Pavia 22. Februar 1816 dem Grafen Franz del V. Oester-reichischer Seite anerkannt worden ist. Wappen: cfr. Riet-stap. armorial universel nouv. ed.

Verri. Verschieden von der nachstehenden Familie.Gabriel V., Patrizier von Mailand, erlangte d. d. Wien14. Dezember 1816 die k. Oesterreichische Bestätigung desihm bereits laut Dekret d. d. Mailand 21. Juli 177° zu ~

gestandenen, dann von Kaiser Napoleon verliehenen Grafen-titels nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen: Unter goldenemSchildhaupt, worin ein beidköpfig - gekrönter schwarzerAdler, in Roth ein silberner Balken, darin stehend einerothe Sau mit silbernem Leibgurt. Grafenkrone. Auf demrothsilbern-bewulsteten Helm wächst ein gekrönter schwarzer(einfacher) Adler.

Verri della Bosia. Verschieden von vorigerF amilie.

Veterani, Herren zu Mallentheim etc., erloschen imMannesstamme am 15. November 1855, im weiblichen am15. October 1865. Der Reichs- und erbländische Grafen-stand war bereits durch Diplom d. d. Wien 14. März 1692an Friedrich Anton v. V., Kais. General der Cavallcriegekommen. (Im Diplom ist kein Wappen verliehen.) Der-selbe starb ohne Erben als Kaiserl. Geh. Rath, Feld-marschall, Oberst über ein Regiment Kürassiere und kom-mandirender General in Siebenbürgen ohne Söhne. Nachseinem Ableben nahm, laut testamentarischer Bestimmung,der Gemahl seiner einzigen Tochter Julius Franz GrafMarzichi (Sohn der f Schwester seines Schwiegervaters)Kaiserl. Oberstlieutenant des Montecucculischen Kürassier-Regiments, den Namen »Graf von Veterani« an, welcheNamensänderung und Wappenvereinigung vom Kaiser durchDiplom d. d. Ebersdorf 26. September 1702 (mit dem beiSiebm., Suppl. XII. 26. Nr. 4 ziemlich richtig abgebildetenWappen) bestätigt wurde. Jedoch auch dessen Ehe bliebohne Söhne und die einzige Tochter Constantia vermähltesich an Johann Christoph Ferdinand (Sohn des FreiherrnJohann Peter) von Mallenthein (aus einem Geschlecht,welches d. d. Wien 6. Dezember 1560 von Kaiser Max II.eine adlige Wappenbesserung, d. d. Wien 6. März 1686in Person des Johann Peter v. M. die Bestätigung desalten Freiherrnstandes für Reich und Erblande erhalten hatte.)Genannter Johann Christoph Ferdinand wurde nebst BruderJohann Friedrich d. d. Laxenburg 5- Mai 1719 in denGrafenstand erhoben (wahrscheinlich mit dem bei Siebm.Suppl. XII. 26. Nr. 3. abgebildeten Wappen, obwohl dasWappenbuch der durchlauchtigen Welt und Siebm. II. 23Nr. 5 ein anderes geben) in keinem der beiden letzterenDiplome ist ein Wappen verliehen. Jedenfalls führten dieGrafen V.-M. das bei Kneschke allerdings nicht ganz korrektwiedergegebene Wappen, dessen Abbildung wir einem ev.Supplemente vorbehalten.

Vetter von der Lilie. Unsere mit guten älterenSiegeln übereinstimmende Abbildung ist diplomgemäss,wogegen Kneschke und Tyroff Oesterr. Wpb. 26. Taf. 94das Wappen nicht ganz korrekt geben; vor allem sind dieFahnen auf der Burg nicht diplomgemäss.

Vetter von Lilienberg. Kneschke beschreibt dasWappen dieser d. d. 21. Dezember 1813 in den Oester-reichischen Grafenstand erhobenen, am 25. August 1847im Mannes-, am 29. Januar 1880 im Weibsstamme er-loschenen Familie nicht ganz richtig. Wir behalten dieAbbildung einem ev. Nachtrage vor.

CLXXV