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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
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dergleichen Knöpfen, goldenem Leibbund, die Tigerfellean goldenen Ketten, vorn mit grossem dergleichen Schloss,mit karmoisinrothem Futter, die Säbel mit goldenen Griffenund goldbeschlagenen schwarzen Scheiden. An gold-bebuckeltem schwarzem Riemen trägt der rechte eine hölzernePulverflasche, der links eine goldbestickte grüne Kugeltasche;das Postament ist marmorfarben. Uebrigens zeigen alleneueren Siegel die Mauer nicht aus dem Schildfuss hervor-gehend und beiderseits anstossend, sondern aus einer Edel-krone hervorgehend, links mit 3 etwas hervorstehendenBalken, aber ohne Zinnen, oben darauf die Elstern, dashalboffene Thor mit aufgezogenem Fallgatter.

Taaffe. Bereits d. d. Wien 10. August 1676 hattepranzT., Graf zu Carlinford, Oberstlieutenant im Regiment» Lothringen « das Incolat für Böhmen und dessen incorporirteLande erhalten, ebenso dessen Erbe (im Besitz des GutesTeutschleuthen in Schlesien) Theobald Graf T. d. d. Wien2. November 1702. Die Bestätigung ihres Stammbaumsde 1 839 erhielten die Gebrüder Franz und Ludwig Grafen T.mit dem abgebildeten Wappen. Die das Ross besäendenSeesterne sind schwarz, der Arm stahlgeharnischt, mitgoldenen Reifen.

Taczanowski. Der Preussische Grafenstand vom17. Mai (Diplom 6. September) 1854 war zunächst nur alspersönlicher verliehen, wurde im Diplom auf des Erhobeneneventuellen Nachfolger (nach dem Erstgeburtsrecht ausadliger Ehe) im Fideikommiss ausgedehnt, ist indess nachdem am 10. Mai 1867 erfolgten Tode des ersten Grafenbisher nicht weiter beansprucht worden. Die Abbildungdes Wappens behalten wir einem ev. Supplementbande vor.

Talbot, Fanny Gabriele de Talbot (geb. 1781), Stifts-dame des Kgl. Bayerischen Damenstifts St. Anna zu München,abstammend aus der bekannten Englischen Familie diesesNamens, erhielt lt. Allerh. Handschreibens d. d. Wien 9. Januar1831 (Diplom d. d. Wien 26. Januar 1833) den k. Oesterr.Freiherrn- und lt. Allerh. Entschliessung d. d. Wien 8. Mai(Diplom d. d. Wien 5. Juli) 1841 den k. Oesterr. Grafen-stand. Der rechts von goldenem Bracken (»Talbot«) linksvon blaubezungtem rothen Löwen, stehend auf goldenerArabeske, gehaltene, von fünfperliger Freiherrn- resp. derGrafen - Krone überhöhte Rauten - Schild zeigt innerhalbgoldenen Dornenbords einen goldenen, mit schwarzenHermelinschwänzchen besäten Löwen. Die Abbildung be-halten wir uns für einen ev. Supplementband vor.

Tannenberg. Diese im Mannsstamm am 19. Dezember1846, im Weibsstamm am 24. Mai 1874 erloschene, d. d.Wien 4. Juli 1737 gegrafte Familie, deren (bei Kneschkenicht ganz correkte) Wappenabbildung wir iu einem ev.Supplementbande zu geben gedenken, hat erst d. d. Neustadt19. Mai 1685, in Person des Georg Tannauer, Gewerke derTiroler Bergwerke den rittermässigen Reichs- und erbländischenAdelstand mit Prädikat: »v. Tannenberg« und Besserungdes den Gebrüdern Tannawer d. d. Linz 28. Mai 1493 vomRom. König Maximilan I. beigelegten Wappens (die 3 Aesteund der Mannsrumpf) erhalten.

Tanzi, Antonio T., aus Mailänder Patriziergeschlecht,erhielt von Kaiserin Maria Theresia mit Prädikat »Don«d. d. Wien 27. Februar 1772 den Adelstand für die Lom-bardei und d.d. Wien 10. Januar 1787 durch Kaiser Joseph II.die Lombardische Grafenstands-Beslätigung, welche dem GrafenErnest d. d. 2. September 1816 Oesterreichischer Seits noch-mals bestätigt ward. Das Wappen (Abbildung in ev. Supp-lement) cfr. Rietstap arm. univ., nouv. ed. Hierher gehörtu. A. Gräfin Irma T., geb. 1847 zu Gratz, Gattin des am29. März 1873 auf Söll verstorbenen Gutsbesitzers OttoFreih. Unterrichter von Rechtenthal auf Rechtenthal.

Tarnowski, Johann Graf Amor Tarnowski, erhieltd. d. Wien 18. Juli 1785 von Kaiser Joseph II. die Gali-zische Grafenstands-Bestätigung. Als Devise erscheint aufSiegeln: Astra peti.

Tascher de la Pagerie. Am 6. September 1S24wurde in die Kgl. Bayerische Adelsmatrikel bei der Grafen-klasse aufgenommen: Graf Karl Joseph Ludwig Philippv. T. d. 1. P., dessen Vater Peter Claude Ludwig RobertT. d. 1. P., Kaiserl. Französischer Oberst, vermählt mitAmalie Therese Marie Antoinette Charlotte Prinzessin v. d.Leyen, am 9. Mai 1810 den Kaiserl. Französischen Grafen-stand (bestätigt von Ludwig XVIII. am 14. August 181S)erhalten hatte. Eine weitere Tochter aus letzterer Ehe waru. A. Sofie, geb. 3. März 1823, vermählt an FerdinandFreiherrn Waldner v. Freundstein (geb. 1819, f 1857). DasWappen (welches wir ev. Supplementbande vorbehalten)giebt Tyroff, Bayer. Wappenbuch IX 89. Nach Siegelnkommen als Schildhalter zwei widersehende Löwen und dieDevise » Honori Fidelis « vor.

Tattenbach. Der Herzschild ist das Stammwappen T.,Feld I und IV das der f Intobler, Feld II und III das desf Freih. v. Trenbach; das rechts befindliche Schildchenund Helm enthält das Wappen der Grafen v. Rheinstein(Hirschstange) und das Jagdhorn wegen des Erblandjäger-meister-Amtes im Herzogthum Bayern, das linke das Wappendes f Rösch. Alle diese Wappen sind im Diplom de 1637in der abgebildeten Form verliehen, es kommen indessSiegel mit 6 Feldern vor, in denen Feld V die Bilder desrechten, Feld VI die des linken Schildes und 5 Helmen,von denen der erste rechts Hirsch- und Jagdhorn, der linkeden wachsenden Wolf trägt. Endlich ist noch einer 1671mit dem enthaupteten Grafen Johannes Erasmus erloschenengräfl. Linie zu gedenken, deren Wappen bei SiebmacherSupplement VII 3, No. 2 abgebildet ist und im quergetheiltenHerzschild unten einen mit 5 blauen Eisenhütlein belegtenSchrägbalken zeigt (vielleicht das ebenfalls im Diplom 1637verliehene Wappen der j Freih. v. Triibeneck, früher Luxberggenannt). Aehnliche Zusammenstellungen, worin besondersbemerkenswerth eine abwechselnd rothe und schwarze Hirsch-stange (wegen Regenstein und Blankenburg) zeigen Siegeldes Wilh. Leopold Gf. v. T. de 1631, Hans Erasmus de 1663und Joh. Christoph de 1641.

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