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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
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Stubenberg-. Wir haben an anderer Stelle bereitsfrüher betont, dass der sogenannte »Zopf», welcher durchden Ring des »Ankers«, der ursprünglich wohl auch etwasanderes dargestellt haben mag, sich schlingt, lediglich einermodernen Wappensage seinen Ursprung verdankt und sichernur ein Tau-Ende war. Doch haben wir, da die Familiedas Wappen seit ca. 200 Jahren so führt, auch diesem»Zopf« in der Abbildung sein Recht gegeben, dessenromantisches Original noch immer getreulich im gräflichenFamilien-Schrein aufbewahrt werden soll!

Stubick. Das von uns abgebildete , auch vonSiebm. V 22 u. 42 u. III 49 No. 5 gegebene, ist dasdiplommässige Wappen, alle anderen sind unrichtig oderunvollständig. Die Namenszüge auf der Brust des Adlers(C. und R. II) sowie die auf Helm II, nebst der dazu-gehörigen Krone, die Waffen sämmtlicher Adler, Scepterund Schwertgriff, Reichsapfel, Kissenquasten und Uberhauptalle Kronen sind golden, die Sauerampferpflanze im Mittel-pfahl hat drei gelbbraune Blüthen, der Igel ist natürlich(hellbraun), die Kissen kirschroth, der Thurm in III »röth-lich«, mit goldenem Schildchen, worin die schwarze InitialeF. II, Feld III ist das Ungarische, IV das BöhmischeWappen. Auf Helm II der Erzherzogliche Hut, daraufeine gekrönte »Marmortafel«, auf dieser der Reichsadler,dessen Hals die Kette des goldenen Vliesses umgiebt. Der»kriegerische Merkur« auf Helm I, dessen Rechte denbraunen, mit goldenen Knöpfen, silbernen Flügeln undgrünen Schlangen versehenen Caduceus, die Linke die Sauer-ampferpflanze hält, war bereits in etwas anderer Form dasKleinod des laut rittermässigem Adelsdiplom d. d. Prag18. August 1562 dem Ahnherrn der gräflichen Familie:Johann St., Doctor der Arzneikunde, nebst BrüdernLorenz, Gregor und Matthias verbesserten Wappens, dessenSchild geviert, im eingeschobenen Mittelpfahl die Sauer-ainpferpflanze, im I. und IV. blauen Felde V 2 goldenenAdler am Spalt, im II. und III. schwarzen zwei silberneBalken, im oberen den schwarzen Dreiberg enthielt. DesMerkurs Panzer und Helm sind blau mit goldenen Be-schlägen, der Helmflügel roth in goldener Fassung, gold-befranste Schärpe und Kleidsaum kirschroth. Der Ungarauf Helm III hat goldene Litzen und Knöpfe am silbern-gefütterten pelzverbrämten blauen Mantel, rothen Rock mitsilbernen Knöpfen und Gurt. Agraffe und Schwertgriff, sowieDegengriff des Merkur sind golden. Dies complicirte Wappenwar übrigens bereits in dem d. d. Wien 12. Dezember 1659verliehenen Ungarischen Freiherrndiplom ebenso verliehen.Das im Goth. Gräfl. Taschenbuch de 1862 S. 879 ff. be-schriebene Wappen ist hiernach zu berichtigen, ebenso diegänzlich unmotivirten Erklärungen , welche dort andie beiden Helmfiguren geknüpft sind, zu streichen.

Stürgkh. Kneschke giebt (und auch das noch nichteinmal correkt) irrthümlich das im Diplom de 1721 ver-liehene, nicht das 1731 verbesserte Wappen, wie wir eslaut Diplom abbildeten. Der goldene Ring, den der Storchhält, hat blauen Stein.

Stürmer. Diese am 14. Juli 1863 mit dem Diplom-empfänger wieder erloschene gräfliche Familie erhielt den

k. k. Oesterr. Grafenstand 1. A. Handschr. d. d. Wien9. November (Diplom Wien 27. Dezember) 1842, in Persondes Bartholomäus Freiherrn v. St., k. k. Geh. Rath undInternuntius bei der Ottomanischen Pforte für die deutschenund ungarischen Staaten. Er war ein Sohn des d. d. Wien12. Juni 1801 in den Oesterr. Ritter- und Adelstand, d. d.Wien 27. Mai 1813 (als Commandeur des UngarischenStefausordens) in den Oesterr. Freiherrnstand erhobenenIgnaz Frh. v. St., k. k. wirkl. Hofraths. Das von Kneschkeabgebildete Wappen ist theils falsch, theils incorrekt; zu-nächst stehen die Helme im Schilde: I. 2. (!) Wir gedenkendie correkte Abbildung in einem ev. Supplementband zu geben.

Suardi. Den erbl. Oesterr. Grafenstand erhieltenvon K. Maria Theresia: Karl Ludwig, k. k. Kämmerer undRath bei der Intendanza zu Triest und Julius Philipp, Welt-priester, Gebr., aus uraltem Görzer Geschlecht d. d. Wien19. October 1774. Das Wappen werden wir in einem ev.Nachtrage bringen.

Subow (Zuboff). Reichsgrafendiplom d. d. Wien7. Februar 1793; cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch.

Suchodolski. Adalbert v. S., aus einem polnischenGeschlechte des Stammes Janina erhielt d. d. Wien 10. Juli1800 den Galizischen Grafenstand durch K. Franz II.Nachkommen blühen in Russland und der Türkei. Wappen:(in Roth ein von goldenem Cartouchebord eingefasstesdunkelviolettes Schildchen, Grafenkrone. Gekrönter Helm:Pfauwedel von fünf Federn. Decken: rothgolden) einemev. Supplementbande vorbehalten.

Suminski. Eigentliche Grafenstands-Bestätigunghat nirgends, höchstens stillschweigend stattgefunden. InPreussen ist nur das Prädikat »Leszczyc« genehmigt worden.Die Helmdecke ist beiderseits roth und golden.

Surgant. Johann Graf S., k. k. Hauptmann, geborenzu Jaslowitz in Mähren 14. Juni 1760, gefallen bei Aspern22. Mai 1809, stammte aus einem alten Niederländischen,Mitte 18. saec. nach Oesterreich übergesiedelten Geschlechte.Ueber Grafenstandserhebung und Wappen ist uns Nichtsbekannt geworden.

Sweerts-Sporck. Die Wappenabbildungen bei Siebm.Suppl. VI 8. No. 5 und hiernach bei Kneschke sind nichtganz correkt, hier folgt die Darstellung nach dem Diplom.Herzschild und Helm I, III und IV sind dem GräflichSporck'schen Wappen entnommen, wogegen der Rückschildund Helm II und V dem freiherrlich Sweerts'schen ent-stammen. Der Kopf steht diplomgemäss im goldenenFelde, hat rothes Kleid, braunen Bart, rothen Turban mitsilbernem Bande und schwarzer Reiherfeder an Agraffe undsteht schräg. Der Türke auf Helm V hält (wie bei Sporck)einen goldenen türkischen Commandostab, hat rothes Kleidmit weissem Gürtel, purpurnen Mantel und Turban wie imHerzschild. Der Arm auf Helm V ist stahlgeharnischt.Diese Familie Swderts stammt aus Louvain.

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