die auf Siegeln beliebte Darstellung des II. und III. Feldes,welches von Silber und Blau dreimal (vier Plätze) getheiltmit 10 (3232) Muscheln belegt dargestellt wird.
Straka von Nedabylitz. Diese 1835 in Oesterreichnoch angesessene gräfliche Familie erhielt d. d. Linz11. September 1732 mit Prädikat: »Hoch- und Wolgeboren«sowie Wappenbesserung den Erbländisch-Böhmischen Grafen-stand, in Person des Johann Karl (Erbländisch-Böhmischen)Freiherrn (seit d. d. Laxenburg 6. Mai 1721) St. v. N.(Sohnes des Albrecht Karl St.v.N.), Beisitzer der Kgl. Böhm.Kammer und Hof-Lehenrechtsbeisitzer. Wappen : im gold-bordirten blauen Felde ein auf grünem Hügel schreitenderschwarzer Hahn mit rothem Kamm und Lappen und silbernemSchnabel. Auf dem Schilde die Grafenkrone mit gekröntemHelm (mit blausilbernen Decken), darauf der Hahn.
Stralenheim-Wasaburg. Ueber diese am II. Mai
1872 im Mannestamm erloschene gräfliche Familie erschienein guterund wahrheitsgetreuer Artikel im »Deutschen Herold *No. 4 de 1889. Auf denselben verweisend, behalten wir dieAbbildung des Wappens einem ev. Supplementbande vor.
Strassoldo. Unsere Abbildung ist die allein diplom-gemässe und richtige. Die auf Siegeln erscheinenden Dar-stellungen, wonach u. A. der Adler mit Kaiserkrone, derHerzschild zweifeldrig, die Mohrenbüsten in II und III alswachsende Mohren, statt der sechs Straussfedern deren nurdrei erscheinen etc., gehören sämmtlich in den Bereich desheraldischen Unfugs, der, Mangels genauer Kenntniss desdiplommässigen Wappens von Wappenherren wie Siegel-stechern getrieben wird und nicht genug zu rügen ist. Allealten Siegel, auch das Wappen des berühmten GrafenRaymund Anton, 1751—81, Bischofs von Eichstädt schliessensich durchaus unserer Darstellung an. Auch die Linie in Italienführt es nach dem »annuario della nobiltä italiana« genau so.
v. der Straten, blühend in den Linien Ponthoz undWaillet. Abbildungen und Siegel ergeben sowol den ab-gebildeten Schild geviert mit einein blauen Felde, worinein von 4 (3. 1.) goldenen Ringen begleiteter goldenerBalken, wie auch andererseits einen gevierten Schild mitHerzschild (Stammwappen). I und IV: in Roth ein goldenesgemeines Kreuz, in der Mitte desselben ein gekrönter auf-rechter Löwe, II und III: von Silber und Blau siebenmalgetheilt. Auf dem Schilde die gräfliche Krone mit demStammhelm; hinter dem Schilde bald zwei, bald vier Bannerverschränkt. Schildhalter: die Adler mit Halsbändern, theil-weise auch widersehend, (cfr. auch Poplimont, la Belgiquelieraldique, sowie Rietstap, arm. univ., nouv. ed.)
Stratico. Dem Simon S. aus Zara, ansässig in Mai-land, welcher d. d. 11. October 1810 den k. FranzösischenGrafenstand und die Senatorwürde erhalten, wurde d. d. Wien24. November 1816 Oesterreichischer Seits für seine Persondiese Würde anerkannt, cfr. Neuer Siebmacher, DalmatinerAdel S. 84.
Strein von Schwarzenau - Dammer. Der d. d.
II. Februar 1856 in den Preussischen Grafenstand nach
dem Erstgeburtsrecht Erhobene starb am 8. Januar 1872unbeerbt. Das Wappen behalten wir einem ev. Suppleinent-band vor.
Strigelli. Nur für seine Person erhielt OesterreichischerSeits d. d. 20. Mai 1816 Anton S. die Bestätigung des ihmvon der Französischen Regierung Italiens ertheilten Grafen-standes. Näheres und Wappen unbekannt.
Striggi di Gonzaga. Vincenz Striggi hatte d. d.Mantua 28. Juni 1771 die Bestätigung als Marchese erhalten,welcher Titel und das Prädikat: »di Gonzaga« dem AlexanderSt. aus Mailand Oesterreichischer Seits für ihn und seine männ-liche Descendenz 1. A. E. d. d. Wien 21. November (Placat12. Dezember) 1816 zuerkannt wurde. Wappen: in Silberein von goldenen Sternen bordweis begleiteter, mit zweiübereinander schwimmenden silbernen Fischen zwischen zweigoldenen Sternen belegter blauer Balken. Marchesekrone.
Strogonow. Das Wappen dieser wieder erloschenenLinie des Russischen Geschlechts nach dem d. d. Wien9. Juni 1761 dem k. Russ. Kämmerer und Gesandten zuWien Alexander Sergiewitsch S., mit Prädikat »Hoch- undWolgeboren«, verliehenen Reichsgrafendiplome, giebt ziem-lich richtig Siebm., Suppl. X 3, No. 9, nur muss der Kopfim Schilde und auf Helm I der eines weissen Bären, derauf Helm III der eines schwarzen Fuchses sein, letztereauch als Schildhalter. Eine andere, in den RussischenGrafenstand erhobene Linie cfr. Klingspor, Balt. Wappenb.
Strozzi. L. A. E. d. d. Wien 19. (Decret 23.) Nov.1816 erhielten die Gebrüder Carl, Alexander und JohannFranz St., Söhne des Philipp St. (geb. 1708, f 1773) ausdem Mantuanischen Aste dieses italienischen Geschlechts(cfr. la nobilta italiana, Jahrg. 1879) die k. k. Oesterr.Bestätigung des Marchesestandes , den ihr Vater und seineBrüder d. d. Mantua 17. August 1770 bestätigt erhalten hatten.Das Wappen nach letzterem Diplom zeigt im goldenenSchilde den von rothen Balken, worin drei zunehmendesilberne Monde, durchzogenen Ovalschild mit Cartouchebord,darauf die Marchesekrone und ein gekrönter Helm mitrothgoldenen Decken, aus dem ein widersehender silbernerBracke wächst. Den R e i c h s grafenstand hatte d. d. Regens-burg 27. März 1623 Jacob S., kais. Kämmerer, nebst BrüderAmericus, Karl und Leo (Johannitterritter) erhalten (ohneWappen im Diplom).
Stuart-Leincester, Grafen d'Albany. Noch jetztin der Oesterreichischen Armee ; Prätendenten auf Schottlandnach dem Wappen, welches den vollständigen schottischen,königlich - gekrönten rothen Löwen, innerhalb doppeltenglevenbesteckten inneren Bordes zeigt. Auf dem SchildeGrafenkrone. Schildhalter: zwei königlich - gekrönte Ein-hörner, um den Hals mit einer zweiten (Blätter-) Krone,daran eine um den Leib geschlungene herabhängende goldeneKette; sie halten goldbefranste Banner, rechts wie der Schild,links blau mit silbernem Andreaskreuz. Devise: »In myDepence God me depent« (in Lapidarschrift).
CLXV
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