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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
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CLXIIIr
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1509 anerkannt. Wappen (bestät. 1. Decret Mailand 26. Juni1773 Conte Don Camillo St.) von Gold und Schwarzfünfmal gespalten. Auf dem Schilde die Grafenkrone undein mit schwarzgoldenem Wulst und Decken versehenerHelm ohne Kleinod. — Die Familie blüht in Italien.

Starhemberg. Das abgebildete Wappen ist das derausser der Fürstlichen einzig noch blühenden Linie zu Eschel-berg, welche im Goth. gräfl. Taschenbuch als jüngerer Gun-dakkarscher Ast, 1. Zweig, bezeichnet wird, und zwar desvon Josef Franz Xaver (f 1774) abstammenden Zweiges.Die Wappenvermehrung mit Schwert, Türkenkopf, Stephans-thurm und Buchstaben L erhielt der Befreier Wiens Graf ErnstRüdiger v. St. d. d. Wien 28. November 1686. Nachdemmit seinem Sohne seine Linie erloschen war, ging dieselbe aufden Grafen Franz Anton (aus der Linie Eschelberg), Schwieger-sohn Ernst Rüdigers, Uber. Die Linkskehrung des Panthersist eine keineswegs heraldisch richtige, daher hier verbessert.

Starhemberg-Kaunitz-Rietberg. Karoline Leo-poldine Gräfin v. Starhemberg, in erster Ehe Wittwe (seit12. Octbr. 1842) des Grafen Anton Gundakkar des Aelteren,mit dessen am 3. Octbr. 1859 kinderlos verstorbenen BruderKarl der 2. (ältere) Zweig des jüngeren oder Gundakkar'schenAstes erlosch, war die Tochter des 1848 verstorbenen letztenFürsten von Kaunitz - Rietberg. Sie erhielt im Andenkenan diese berühmte Familie, laut A. E. und Ministerialdecretd. d. Wien 27. October 1855, die Vereinigung des Wappensderselben mit dem Starhemberg'schen und vermählte sicham 19. Juni 1860 in zweiter Ehe mit Peter d'AlcantaraPrinzen von Arenberg; mit ihrem am 8. Juni 1875 er-folgten Tode erlosch dies combinirte Wappen wieder. Das-selbe zeigt einen quergetheilten Schild, oben das abge-bildete gräflich Starhemberg'sche complete Wappen, derPanther aber grün und linksgekehrt, Anker und Schlangeetwas auswärts gelehnt, unten das complete Wappen derFürsten von Kaunitz - Rietberg - Questenberg , wie dasselbeNeuer Siebmacher, Hoher Adel, I. Reihe, Tafel 94 abge-bildet ist, jedoch sind 1855 die Geissein irrthümlich als »zweigoldene Stäbe, an denen je ein goldener Sporn an seinenweissen Anschnallriemen hängt«, beschrieben und abgebildet.Auf dem also getheilten Hauptschilde steht die Krone mitPfaufedern, Stephansthurm und grünem Panther, jedochlinksgekehrt (Stahremberg), zwischen vier gekrönten Helmenmit rothsilbernen - blaugoldenen Decken. Von diesen trägtHelm I (rechts) einen goldenen, Helm IV (links) einenschwarzen Löwen, beide gekrönt, Helm II eine goldbesaamteblaue Rose mit grünen Kelchblättern, Helm III einenschwarzen Flügel (aus dem F. Kaunitz'schen Wappen). Wirwerden dies complete Wappen in einem ev. Supplement-bande bringen.

Starzenski. d. d. Wien 1. Dezember 1780 erhobKaiser Joseph II. die Gebrüder Mathias, gewesener Bran-sienser Jurisdictions-Starost, und Peter, gewesener PolnischerOberst, Gutsbesitzer in Galizien, in den erbländ. Grafenstandvon Galizien und Lodomerien, mit Titel »Hoch- und Wol-geboren«. Die Erhebung wurde durch Decret der Königl.Preuss. Regierung zu Bialystock d. d. 7. Dezember 1799dem Mathias Graf S. anerkannt. Die Familie gehört zum

polnischen Wappenstamm Mzura(Lis) und führt dies Wappen;zwischen Schild und Helm die Grafenkrone. Die Familieblüht in zwei Linien; ihr Personalbestand ist zuletzt imGoth. gräfl. Taschenbuch de 1866 aufgeführt. Ihr vollerTitel ist: Grafen (Mzura) von Starzenice-Starzenski. DasWappen werden wir in einem ev. Supplement abbilden.

Starzsinski d'Oliva. Unter diesem Namen wird alsam 21. October 1863 zu Tarczal im Zempliner Comitat inUngarn verstorben ein »Graf« Karl, geb. 1774, k. k.Oesterr. Kämmerer und Major in Pension, aufgeführt. Der-selbe dürfte der Familie Starzynski aus dem polnischenWappenstamm Doliva (I) entstammen, welche unseresWissens niemals ein Grafendiplom erhalten hat.

Stauffenberg. Das Wappen ist lediglich wie ehedemverblieben, also ohne Grafenkrone; die beiden Köcher aufdem Helm je mit rother Spange, beschreibt, komisch ge-nug, das Gräfl. Taschenbuch de 1875 als »zwei in der Mittemit einem rothen Knopf versehene silberne Schalmeien«(siel), die beiden schreitenden Löwen als »zwei auf allenVieren (sie!) übereinander laufende« (!). Die ältere d. d.Wien 15. August 1791 in den Reichsgrafenstand erhobeneLinie des Geschlechts, mit demselben Wappen (jedoch Grafen-krone und der Hut vorn noch mit schwarzem Hahnfeder-busch), erlosch im Mannsstamm 1833 mit Graf Clemens(dem Sohne des gegraften Damian Hugo Friedrich Anton),welcher am 17. August 1813 der Grafenklasse der Königl.Bayer. Adelsmatrikel einverleibt worden war.

Stedingk. Eine Linie dieses pommerschen Geschlechts(Wappen: 2 Streitkolben) hat in Schweden den Grafenstandnach dem Erstgeburtsrecht d. d. 21. Novbr. 1809 (intro-ducirt 181 1 im Ritterhause zu Stockholm sub Nr. 117)erhalten und blüht daselbst. Wapppn cfr. Rietstap.

van den Steen de Jehay. Am 5. August 1847erkannte der König der Belgier den d. d. Rom bei St. Peter22. Mai 1846 durch Papst Gregor XVI. der Wittwe Car-lotta v. d. St. d. J., ihren Töchtern Carlotta und Eleonoreund ihren Söhnen, den Baronen Amand, Aloyis, Leopold,Eduard, Xavier und Victor, nebst Wappenvermehrung (durchdie päpstlichen Schlüssel und die Devise »Semper et ubiquefidelis«) ertheilten Grafenstand an. (cfr. Poplimont, la Belgiqueheraldique und Rietstap, arm. univ., nouv. ed.)

van den Stegen. (Linie de Schrieck.) JosephConstantin Philipp v. d. St., in dessen Familie bereits inzwei f Linien, nämlich d. d. 30. Januar 1698 der Spanisch-niederländische und d. d. 17. September 1825 der Königl.Niederländische Grafenstand gekommen war, erhielt durchKönig Wilhelm I. der Niederlande den persönlichenGrafenstand. Letzterer wurde seinem Sohne Philippe MarieNorbert (geb. 1796, lebte noch 1867), dessen älterer SohnAlbert Philipp Joseph Marie bereits d. d. 5. Septbr. 1856den K. Belgischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrechterhalten hatte, laut Diplom d. d. 8. Juni 1871 vom Königder Belgier auf seine gesammte Nachkommenschaft ausge-dehnt. (cfr. Poplimont, la Belgique heraldique und Rietstap,

arm. univ.

dd.)

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