Druckschrift 
4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
Seite
CLXIr
Einzelbild herunterladen
 

abgebildete der Abkömmlinge Johanns führt. Allerdingsführt sowohl Leop. Maria Joseph (Bischof von Brixen seit1749) aus der Linie Georgs, wie auch dessen Bruderssohnund Nachfolger Joseph Philipp dieses andere Wappen, welchesim I. und IV. Felde den Löwen mit dem Schenkenbecherlinksgekehrt, im II. und III. schräg von Roth über Silbergetheiltem Felde zwei Sterne gegenschräg, mit wechselndenFärbungen, Helm I den Löwen, Helm II einen wie Feld IIbezeichneten geschlossenen Flug zeigt. Indess giebt Tyroff,Bayer. Wpb. II 21, XVII 57 als das Wappen der in Bayernam 10. Juli 1816 bei der Grafenklasse immatrikulirten Linievon-Winkel (vormals daselbst auf Roggenburg angesessen)das von uns dargestellte der Johann'schen Linie. Was denGrafenstand der Letzteren betrifft, so ist das Diplom vom27. Juni 1637 lediglich den direkten Nachkommen Georgsertheilt, dahingegen soll (nach Hübner) der d. d. Ebersdorf23. October 1637 gegrafte Zweig (des Dominicus Vigilius)mit des Diplomempfängers Sohne erloschen sein, ein Grafen-diplom de 1660 aber existirt nicht. Immerhin könnte beider grossen Unsicherheit in der genealogischen Reihenfolgedes Johann'schen Zweiges, dessen einzelne Linien bisher inkeiner Weise genealogisch an Hübner anschliessen und nirgendsbis vor das Jahr 1650 zurückreichen, die Abstammung vondem Grafendiplom de 23. October 1637 möglich sein, derenNachweis sicher sehr erwünscht wäre. Das Wappen be-treffend, so ist der Löwe mit dem Schenkenbecher (wegendes Obersterbschenken- und Panieramts von Tirol seit 1450)das Stammwappen, Feld II und III nebst Helm II das der•J beerbten Familie Lichtenberg in Tirol. Die Sterne imWappen der Georgslinie sind das Wappen der -j- TirolerPflaum.

Spee. Die bei Kneschke angegebene Devise »Spesdurat avorem« ist nicht diplommässig, der grüne Boden(auf dem der Helm steht) dort und bei Bernd, Rhein. Wpb.I 116, falsch.

Spiegel. Beide Diplome für Philipp, Graf v. Sp.,verleihen dasselbe Wappen, die Ruine (Diesenberg) im Herz-schilde ist braun auf grünbewachsenem braunem Felsen, dieSpiegel in I und IV Stammwappen, der Maueranker in IIund III das der -j- v. Hanxleden. Der Löwe ist blaugekrönt(der Bergische), die Adler goldbewehrt und gräflich-gekrönt,die Schrift golden. Durch ein zweites Diplom d. d. Berlin,17. Januar 1816 hatte übrigens (mit dem einfachen Stamm-wappen , darauf Grafenkrone und der gräflich - gekrönteStammhelm, unten die Devise) der Domdechant Ferd. Aug.Maria Josef Anton, Freih. v. Spiegel, (geb. 25. Dezember1764, 2. August 1835 als Erzbischof von Cöln), BruderPhilipps, gleichfalls den Grafenstand erhalten.

Spinuzzi. Siegelsammlungen ergeben das Wappen,welches eine noch im vorigen Säculo in Sachsen blühendegräfliche Familie v. S. führte, nämlich: Unter rothem Schild-haupt, worin ein linksgekehrter Pelikan, brustritzend, flug-bereit (alias gekrönter Adler), in Blau ein oben von 3 (1. 2.)Sternen, unten von Rose begleiteter, mit einem Dorneuhag,alias Palmenzweig (Damascirung? 1), belegter Balken. Aufdem Schilde die Grafenkrone.

Sponeck, Sponneck. Bekanntlich Herzogl. Württem-bergische Mömpelgart'sche Abkömmlinge, erzeugt mit derT ochter eines von Held wicher (nicht Hedwiger). Sie führtenbis zur Grafung diesen Namen. Stern und Mond sind golden,der Fisch eine »Asche«, Wappen der v. IL, verliehen vonKaiser Max. II. Mit ähnlichem Wappen und dem Namen»Graf v. Horneburg« wurde d. d. Wien 2. September 1761ein natürlicher Sohn des -j- Herzogs Leopold Eberhard zuWürttemberg - Mömpelgart, Karl Leopold, in den Reichs-grafenstand erhoben. Das oft falsch dargestellte Wappenist hier dem Diplom und guten übereinstimmenden Siegelnentsprechend abgebildet.

Sporckh. Das fast überall incorrekt gezeichneteWappen hier nach dem Diplom. Der Türke hat braunenBart, goldene Agraffe, schwarzen Reiherbusch, rothen Mantelmit weissem Futter, purpurfarbenen Rock mit goldenemGürtel und hält einen goldenen Kolben, die Lanze desFähnleins ist golden, die Adler goldbewehrt.

Spreti, nach dem Taschenbuch der gräfl. Häuser;woher vermehrt, nescimus. Graf S. auf Weilbach, Weichs,Käpping und Berg führt, nach grossem Siegel vor. Säculums,nur den Herzschild, auf dem ungekrönten Helm fünfStraussfedern. Palmzweige umgeben den Schild. Aehnlichso Siebmacher, Suppl. VII 3, Nr. 9.

Sprinzenstein. Wie abgebildet wird das gräflicheWappen, welches freilich im Diplom nicht beschrieben oderdargestellt, geführt, sehr ähnlich dem im Freiherrndiplomd. d. Prag, 18. Dezember 1591 verliehenen. Ebenso führtes z. B., laut grossen schönen Siegels, Johann Ehrenreich,Graf und Herr v. Sp. auf Neuhaus. Das Mittelschild (dergoldbewehrte Stier) dazu Helm II, Wappen der f Tirolerv. Gechling) kam durch genanntes Freiherrndiplom hinzu.Kneschke bildet das Wappen falsch ab, Dorst, Schles.Wpb. II 135 ziemlich richtig.

Stackelberg. Die Wappen dieser beiden Linien inEsthland (Diplom 16. Mai 1775 — blühend) und in Esth-und Livland (Diplom 31. Mai 1786, erloschen 10. Novbr.1 869), giebt Klingspor, Balt. Wpb., wir werden sie imev. Supplement geben.

Stadel v. Kornberg. Der letzte Graf scheint GrafEmanuel, geb. 17. August 1787, k. k. Kreiskommissar imViertel unterm Wiener Wald, J* 24. September 1845, ge-wesen zu sein (cfr. Gräfl. Taschenbuch 1842 ff. und Frhl.Taschenbuch 1849). Wappen: Drei übereinanderliegende,roth mit goldenem Stülp gekleidete, am Untertheil mit neungoldenen Knöpfen besetzte Arme in Schwarz.

Stadion. Das Kreuz kommt auf Siegeln auch alsgemeines vor; oft halten Löwe und widersehender Wolf denSchild. Wie abgebildet nach dem Diplom.

Stadnicki. Hier sind verschiedene theils irrige, theilsincorrekte Angaben im Gräfl. Taschenbuch zu berichtigen.Den Grafeustand erhielten A) aus der Linie zu Zmigröd1) als Graf v. Z.-St. zu Zabno: Michael, d. d. Wien,

CLXI