Sizzo. Wie abgebildet ist das Wappen nach demDiplom de 1774; wohingegen das nach der dem ArnoldGrafen S. (Urenkel des 1774 diplomirten Philipp) lautPlacat d. d. Wien 8. April 1885 ertheilten Bestätigungs-urkunde des den Schild überziehenden rothen Balkens er-mangelt. Den Adelstand für Reich und Erblande hatteChristoph und Thomas, sowie Anton, Bernhard und Johann S.,Gebrüder und Vetter, Bürger von Trient, d. d. Wien6. October 1654 von Kaiser Ferdinand III. erhalten. Hiertheilt der Balken den vom Adler und Schifflein getheiltenSchild; der Anker 1774 ist hinzugekommen.
Skarbek von Gura, Johann Thomas S. v. G. erhieltd. d. 14. November 1835 die k. Oesterreichische Bestätigung
des 1778 dem Ludwig und Johann und d. d.
1782 dem Joseph Benedict v. S. ertheilten erbländ.-
Galizischen Grafenstandes. Die Familie gehört dem polnischen
Wappenstamme Abdank an, wurde 1846 als gräflich
auch im Königreich Polen anerkannt und blüht noch in zweiLinien. Das Wappen und Näheres über die Diplome hoffenwir in einem ev. Supplemente geben zu können.
Skörzewski, das Wappenbild des polnischen Stamm-wappens Leszczyc im I. Felde des Wappens de 1787 ist,verinuthlich wegen der gleichfalls rothen Felder II und III(W. Abdank) in Blau verwandelt (sie!). Die Jungfrau despolnischen Stammwappens Rawicz in Feld IV trägt einsilbernes Kleid, dieFarben des »Regenbogens« (sie!) imStamm-wappenDrogosfaw (Herzschild) sind: lila (!), grün, golden, dasMarmorgestell grau, die Straussfedern auf dem Helme alsnatürliche beschrieben, grauweiss gemalt. Wir haben anstattdes gräflich - gekrönten Helmes im Diplom 1787 lieber diegräfliche Rangkrone auf den Schild gestellt, aber auch diesist nicht heraldisch. Im Diplom de 1840 ist der Bogen nurgold und grün, das Marmorpostament weiss.
Sobeck von Kornitz, diese am 18. October 1716 inden Reichsgrafenstand (Diplom für Karl Heinrich) erhobeneLinie des im Freiherrnstande fortblühenden Geschlechts,welche wahrscheinlich mit dem anno 1837 unvermählt j-Grafen Ferdinand S. v. K. erloschen ist, führte den Schildgespalten und halbgetheilt, vorn die Sobeck'sche Wappenfigur»Kornic« (Antoniuskreuz auf drei Stufen) hinten obenin Blau schräg übereinander drei Pfeile, unten zwei zumKranz verschränkte grüne Oelzweige in Silber. Grafenkrone mitdrei gekrönten Helmen. Helm I: der Kranz, Helm II:der Sobeck'sche Mannesrumpf, Helm III: die drei Pfeile,hier sternförmig verschränkt (nach Siegel des Diplom-empfängers).
Soden, die bei Kneschke erscheinenden schildhalten-den widersehenden goldenen Löwen sind nicht diplomgemäss,auch sind (von uns nach dem Diplom abgebildet) die Rosenvier- nicht fünfblättrig, der Adler ganz, nicht wachsend.Beide Fehler macht auch Tyroff Bayer. Wpb. II 20 und nachihm v. d. Becke-Ivlüchtzner, Adel des Königr. Württemberg.
Sokolnicki. d. d. Berlin 9. Juni 1817 erhielt Coe-lestin v. S., des polnischen Wappenstammes Nowina, denPreuss. Grafenstand. Graf Joseph v. S. besass noch 1853
das Gut Wierzeja (Kr. Samter). Das Stammwappen Nowinaist dahin geändert, dass das Schwert mit der Spitze in derHöhlung eines die Stollen aufwärtskehrenden silbernen Huf-eisens steht. Grafenkrone. Auf dem gekrönten Helm mitblaugolden-blausilbernen Decken kniet das stahlgeharnischtegoldbespornteBein. Abbildung folgt in ev. Supplementbande.
Sola-Cabiati. (Gräfl.Taschenbuch 1885.) Das Wappenwird in einem ev. Supplementbande abgebildet werden.
Solares de la Ballera. Alphonse de S., Kaiserl.Oberstlieut. im Regiment »de Clerfayt«, Sohn des FrangoisManuel Solares y Jove erhielt am 12. Dezember 1787 denErbländisch - Niederländischen Grafenstand. Das Wappen istunbekannt, ebenso, ob und wann die Familie erlosch.
Solms. Wir geben hier die Wappen der Linien so,wie sie thatsächlich jetzt im Gebrauch sind. Des verein-fachten der Linie Sonnewalde, Zweig zu Sonne-walde, nach dem Entwurf des damaligen FamilienseniorsFürsten Wilhelm Christian Karl zu Solms - Braunfels vom26. November 1805, bedient sich die übrige Familie indessnicht. Das Wappen der Grafen v. Solms zu Rödelheim istdem der zu Laubach durchaus gleich, doch wird beiErsterem mitunter der Sonnenwalder silberne Löwe gekröntund doppelschweifig geführt. Statt der Helme bedienen sichdie Grafen vielfach eines Hermelinmantels mit der Krone derErlauchten Grafen. Löwen als Schildhalter führt auf mehrerenSiegeln auch die Linie zu Baruth, d. h. die jüngeren Söhnedes durch König Friedrich III. 1888 gefürsteten Zweiges,wenn solche vorhanden. Das Wappen dieser Linie, wie esim Fürstendiplom verbessert, würden dieselben ohne die fürst-lichen Insignien ebenfalls zu fuhren haben, da der Fürsten-stand nur nach Erstgeburtsrecht verliehen ist. Die Geschichteund Entwickelung des Wappens cfr. Neues Siebmacher'schesWappenbuch hoher Adel I. Reihe.
Sommariva. Aus diesem Geschlecht sind bekannt:Marquis Hannibal, geb. zu Lodi 10. März 1755, f zuWien 10. Juli 1829 als k. Oesterreichischer General derKavallerie zu Wien und (sein Sohn ? !) Marquis Karl,geb. in der Lombardei "j" als k. Oesterr. F.-M.-L. am13. Mai 1858 zu Rakos Palota in Ungarn. Wappen: in Goldfünf blaue Schrägbalken. Auf dem Schilde eine fünfblättrigeKrone. Helm : wachsender Plerkules. Schildhalter: zwei der-gleichen. Abbildung in einem ev. Supplementband.
Somogyi von Medgyes. Die Abbildung desWappens dieser am 17. Juli 1816 in den Ungarischen Grafen-stand erhobenen, am 5. November 1865 im Manns- am25. Juni 1881 im Weibstamme erloschenen Geschlechts be-halten wir einem ev. Supplementbande vor.
Somssich. Die Pfeile sind eisenbespitzt, rothbeflitscht,liolzfarben und kommen auch mit den Spitzen nach obengerichtet vor.
Sontheim. Die Familie ist im Mannsstamm am25. April 1873 erloschen; das Grafendiplom d. d. Stuttgart24. Januar 1807; das Wappen wird im ev. Supplementbanderscheinen.
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