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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
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Schulin-Zeuthen (in Dänemark blühend). Kgl.dänische N. und Wv. d. d. 27. März 1867 und 10. März 1873.Das Wappen behalten wir einem ev. Supplementbande vor.

Sartorius Graf v. Schwanenfeld. Kgl. Preuss. Grf.nach dem Erstgeburtsrecht d. d. 26. August 1873, erloschenmit dem kinderlos verstorbenen ersten Grafen bereits 20. De-zember 1874. Das Wappen werden wir in einem ev.Supplementbande bringen.

Schweinitz. Wir haben dem schwarzbeohrten Dachs(W. der -j- Dachs von Polsnitz) auf Plelm I die heraldischrichtige Darstellung nach einwärts gegeben. Die hintereSchildhälfte ist das Wappen der f v. Schliebitz, Herzschildin Helm II das Stammwappen.

Schweinitz - Schlichting. Dachswendung wie oben;Herzschild bei Koehne Peuss. Wappenb. I. 97 falsch, muss wiehier quergetheilt sein, oben das vollständige Schweinitz'sche,unten das vollständige Schlichting'sche Wappen: drei, imDiplom als silbern beschriebene und da Metall auf Metallunsinnig, als naturfarben (rectius schwarz) gemalte Hirsch-stangen ; hierzu Helm IV.

Schwerin. 1) Linien Walsleben, Wildenhof etc. DerBrandenburgische Adler auf Helm I mit goldenen Waffenund ICleestängeln hält den , .Oranjenzweig mit 3 goldenenFrüchten" Bord und Schlüssel des Herzschildes golden.Die Krone auf Helm III soll nach dem Reichsgrafendiplomeine Freiherrnkrone sein, der Schlüssel ist wegen des Erb-kämmereramtes verliehen, die Raute ist das Stammwappen,das Pferd das der alten f Dynasten von Schwerin. 2) LinieWendisch-Wilmersdorf. Wir haben die unsinnige und heral-disch durchaus falsche Auswärtskehrung der Adlerköpfe aufHelm I und III durch deren Richtigstellung verbessert.3) Linie Schwerinsburg. Wir haben dem Adler auf Helm Idie heraldisch einzig richtige Wendung des Kopfes nach ein-wärts gegeben. Der Ritter auf Helm III soll entschiedenden Feldmarschall selbst darstellen, da er den Stern und amOrangeband über die Schulter an der rechten Hüfte das blaueKreuz des schwarzen Adlerordens trägt; er hält in der Rechtenden goldbeschlagenen schwarzen Marschallsstab, mit derLinken den goldenen Griff des Degens an rothem Wehrge-hänge in goldbeschlagener schwarzer Scheide. Harnisch,Handschuhe und Helm sind Stahlfarben mit goldenen Ver-zierungen ; Helmfedern weiss; das Postament ganz golden.Eine nach Siegeln vorkommende Devise: Honneur, Vertu,Franchise ist nicht diplomgemäss.

Zieten-Schwerin führen in I und IV den Kessel-haken der beerbten gräflichen "j" Linie Zieten-Wustrau(Preuss. Diplom d. d. 15. October 1840) und auf Hehn Ideren Helmkleinod, die roth mit weissen Ueberschlägen ge-kleidete blondhaarige Jungfrau, mit Eichkranz, sowie auchderen Schildhalter: den Preussischen und BrandenburgischenAdler (dieser mit purpurnem hermelinverbrämten Kurhut undblauem Herzschild mit goldenem Kurzepter). Nach heraldi-scher Regel müsste das Stammwappen (Schwerin) in I. und IV.,das Zieten'sche im II. und III. Felde stehen, ebenso die Helmevertauscht sein. Es ist dies einer der vielen heraldischen

Fehler, welche dem Kgl. Preussischen Heroldsamt aus derZeit des Regims des Grafen Stillfried zur Last fallen.

Schwicheldt so nach dem Diplom; jetzt gewöhnlichstatt der Helmdecke ein hermelingefütterter rother Wappen-inantel und die Devise: Et amor et gloria honorque. DieSterne an den Enden der Hahnfedern sind golden.

Scotti-Gallarati. D. d. Wien 12. Dezember 1816 er-hielten Carl, Franz und die väterlichen Oheime Constanz undDon Philipp (Cardinal) S. -G., die Ersteren vererblich nach demErstgeburtsrecht , die kaiserlich Oesterreichische Bestätigungdes alten Adels, Grafen- und Marchesestandes, nachdem lautDecret d. d. Mailand 21. März 1770 Conte Joh. Baptist S.-G.bei der Mailändischen Matrikel eingetragen worden war.W. Rietstap, armorial gen£ral, nouv. edition.

Seckendorf. Im Diplom de 1816 ist der Hut spitz,der Knopf roth, im Diplom de 1S10 der Hut niedrig, abernicht wie bei Kneschke mit hermelinenem, sondern stets mitweissem Stülp und mit weissem Reif um die Mütze, der beiTyroff, Bayer. Wappenb. XIII, 10 und XX, 42, wo irrigauch nur 7 Hahnfedern abgebildet sind, fehlt. Ein älteresGrafendiplom d. d. Wien 2. April 1719 hatte noch eineWappenvermehrung durch einen Adler auf dem Helme undArmaturstucke um den Schild; die Linie ist indess erloschen.

Secco d'Arragona. Laut k. Oesterr. A. Ii. Ent-Schliessung d. d. Wien 21. November 1816 erhielten Franz,Markus und Cyrus, Gebrüder Secco d'Arragona d& Conte Boniaus Brescia, nebst Schwester Theresia, Wittwe des Johann AntonS. d'A., die lc. Oesterr. Bestätigung des Adels und Erlaubniss,den Grafenstand in der Person des jedesmaligen Erstgeborenendes Geschlechts zu führen. Ferner erhielt die gleiche Be-stätigung d. d. 12. December 1816 Kajetan S. d'A. aus Mailandnebst dessen Vetter Carl Franz, minderjähriger Sohn desMarchese Johann Anton S. d'A. und des letzteren WittweMaria Theresia, unter Anerkennung des Marchesetitels.Wappen unbekannt.

Secco-Comneno, d.d. 12. December 1816 erhieltauch Peter S. - C. die lc. Oesterr. Bestätigung des Grafen-standes. Wappen unbekannt.

Sedlnitzky, des polnischen Wappenstammes Odrow;eine Figur, die, horribile dictu, von den Zopfheraldikern ineinen Schnurrbart mit Oberlippe verwandelt, weiter nichtsist, als ein Wurfeisen, oder vielleicht Bogen (ohne Sehne)mit aufgelegtem Pfeil. Wir behalten uns vor, das Wappendieser am 25. März 1871 erloschenen Familie, welches auchin das Wappen der Grafen Perponcher und Widmann (s. d.)übergegangen ist, in einem ev. Supplementbande abzubilden.

Seeau. Diese Familie erlangte den rittermässigenAdelstand für die Oesterreichischen Erblande d. d. Wien19. März 1582 und Prag I.Juli 1592; den Freiherrnstandd. d. Oedenburg 19. September 1681 und Wien 5. Januar 1682.Sie hiessen früher Seauer. Im Adelsdiplom ist das Kameel(hier braun mit hängendem rothen Zügel in Gold) mit