Schmidegg, hiessen ehedem »Messerschmidt«, warensiebenbürgische Deutsche und erhielten mit Prädikat»v. Schmideckh« d. d. Laxenburg 31. Mai 1675 durch K.Leopold I. Kgl. ungarische Adelsbestätigung, Thomas TheodorLeopold M. v. S. d. d. Wien 30. März 1689 den Freiherrn-,sein Sohn Friedr. Freih. v. Schinideg den Grafenstand, ohnedes Prädikat Sär-Ladäny. Wir geben das Wappen nachdem Diplom, wogegen Siegel fälschlich auf Helm I und IIIden Palmbaum zwischen zwei Schwertern wiederholen. DerGreif ist golden, der Palmbaum in II und III golden-be-fruchtet, die Rosen im Ilerzschild golden-besaamt.
Schmising-Kerssenbruck s. Korff.
Schönaich, die gräfliche Linie dieses jetzt als»Fürsten von Carolath-Beuthen« florirenden alten LausitzischenGeschlechts erlosch erst mit Graf Otto v. Schönaich (geb.I. Mai 1801), Herrn auf Gaffron und Riegersdorf im Mai 1832.Den Grafenstand für Reich und Erblande erlangte mit demgevierten Wappen (mit Herzschild und drei Helmen) JohannGeorg Freiherr von Schönaich, Besitzer der HerrschaftenCarolat und Beuten in Schlesien (welche schon K. Karl V.zu einem Baronat erhoben hatte, was K. Matthias d. d. Prag28. Juni 1616 bestätigte) d. d. Wien 5. Februar 1700.
Schönborn. Das Nähere über die Verzweigung derLinien und die Bedeutung der Wappenfelder cfr. NeuerSiebmacher hoher Adel II. Reihe; desgleichen
Schönburg, welche ihr altes schönes Wappen bisdato uuverunziert weiter führen.
Schönfeld. Die wilden Männer tragen natürlicheLöwenhäute und braune Keulen und steht der Schild aufmoosbewachsenem braunem Stein.
Schrattenbach. Die Gräfliche Linie erlosch imMährischen Zweige am 25. Mai 1816 im Mannesstamm, am9. October 1875 im Weibsstamm, im Steyerischen mit GrafOtto am 31. Dezember 1820. Das Reichsgrafenstands-Diplom vom 12. October 1649 verleiht das sechsfeldrigeWappen mit Spitze, Herzschild und vier Helmen, dessenAbbildung wir einem ev. Supplementbande vorbehalten; derName ist im Diplom Schrottenbach geschrieben.
Schulenburg. Ausser diversen erloschenen Linienexistiren zur Zeit noch die sechs gräflichen, deren Wappenwir nach den Diplomen abbilden. DieseWappengleichensich im Allgemeinen, nur ist der Adler bald ein-, balddoppelköpfig, der Stier (Erbküchenmeisteramt der KurmarkBrandenburg) bald mit zwei, bald mit drei Fähnlein: theilsgänzlich, theils der Kopf für sich quadrirt. Die einzelnenLinien wie folgt: 1) Lieberosa (Diplom 17. I- 1816 fürFriedr. Ferd. Bernhard Achaz v. d. S. zu L.) Stier stehend,ganz silbern roth quadrirt, roth-weiss getheilte Fähnlein anrothen Stangen, Flug, (nicht Flügel) auf Helm I. Männer grau-bärtig, der auf Helm Ilmit drei Straussfedern silber-roth-silbern;Schild in Zeichnung des Diploms goldbordirt. Schildhalter
ohne Klauen. Postament: lila Marmor. 2) Hehlen,Beetzendorf etc. (Diplom 7. 12. 1728 für ChristianGünther Freih. v. d. S. und Bruder Adolf Friedrich.) Stier vonRoth und Silber quadrirt, schreitend, zwei weiss-roth getheilteFähnlein an rothen Stangen mit Silberspitzen, Flug offen (beiKoehne I. 93 irrig geschlossen), Mann mit drei rothen Strauss-federn; Schildhalter ohne Klauen auf grünem Boden.3) Kehnert, Trampe, Bodendorf etc. (Diplom: 1) d. d.Berlin 2. 10. 1786 für Friedr. Wilh. v. d. S. auf Kehnert unddessen Vetter Alex. Friedr. Georg v. d. S. auf Blumberg undAltenhausen. 2) d. d. Berlin 6. 7. 1798 für Philipp ErnstAlex. v. d. S. auf Emden, und die Gebr. Aug. Carl Jacobauf Altenhausen und Funckenhagen, und Leop. ChristophWilh. Johann auf Bodendorf. Kopf des roth-silbern quadrirtenStiers ebenso quadrirt, drei Fähnlein, abwechselnd silbernroth quadrirt, an rothen Spiessen, linkes Büffelhorn silbern,der Adler nicht mit Königskrone, die Schilde nicht gold-bordirt, wie bei Koehne I. 94, aber mit goldenen Waffenund ICleestängeln. Männer alle mit Pfaufedern auf demKopfe, Klauen und weissen Bärten. Postament: Marmor,rechts schwarzgold- links roth-silbern geschacht. 4) Vitzen-burg-Burgscheidungen, (Diplom d. d. Wien 26. August1786 für Levin Friedr. Freih. v. d. S., Kursächs. Geh. Rathund Khr. und Bruder Heinrich Moritz Freih. v. d. S., Kur-sächs. Khr. und Amtshauptmann des Thtiring. Kreises)Stier ganz rothsilbern quadrirt, schreitend, zwei silbern-rothgetheilte Fähnlein an braunen Stangen mit silbernen Spitzen;offener Flug, Mann auf Helm II mit drei rothen Straussfedernund ebenso wie die Schildhalter mit grauem Bart. 5) Schulen -burg-Hessler, Diplom wie 4; im Diplom v. 5. 3. 1844keine Wappenvermehrung, welche aus Siegeln dennoch durchFeld IV (W. Hessler) und den linken Schildhalter geführtwird. Die Namens - u n d Wappenverbindung war jedoch durchTestament des Moritz v. Hessler, ultimus stirpis, d. d.Vitzen-burg 6. Ii. 1801 gefordert für den jedesmaligen Besitzer derFideicommisse Vitzenburg und Weissenschrimbach. 6) A n g e r n(Diplom d. d. Berlin 16. Juli 1774 für Alex. Friedr. Christophv. d. S., k. k. Rittmeister auf Angern, Wentorf und Balitz);Adler hat goldene Waffen und Kleestängel; Stier schreitend,ganz rothsilbern quadrirt, drei Fähnlein, abwechselnd roth-silbern getheilt an goldenen Lanzen, Männer alle mit Pfau-federn und Klauen und weissen Bärten, der linke Adlerflügelauf Helm I roth, die Btiffelhörner silbern roth übereckgetheilt.Herzschild ohne goldene Borde, Decken rechts: schwarz-silbern, nicht schwarzgolden wie bei Koehne I 94.) Ausser-dem existiren noch Grafendiplome d. d. Wien 14. 10. 1715und d. d. Wien 10. März 1734 (älteste Linie zu Lieberosa"j" 6. Dezember 1778) sowie dänisches Grafendiplom d. d.8. Mai 1741 (f ältere Linie Lieberosa, verbessert von Däne-mark 9. 8. 1754) — diese sämmtlich erloschen, ebenso dieLinie zu Rippen mit Preuss. Diplom vom 5. Juni 1798(Koehne I 95), welche ebenfalls erloschen ist, sowie einKursächs. Reichsvicariats-Diplom d. d. Dresden 7. August 1790für eine gleichfalls erloschene Linie, deren ev. Abbildungeinem Supplementbande vorbehalten ist.
Schulin. Kgl. Dänischer Grafenstand d. d. 5. März1750. Wappen richtig bei Kneschke; die Abbildung bringenwir in einem ev. Supplementbande.
CUV