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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
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Schladen. Das Wappen dieser d. d. Breslau 2. (nicht20.) Februar 1813 gegraften, im September 1845 im Manns-,1 855 auch im weiblichen Stamme erloschenen Geschlechts,giebt Koehne, Preuss. Wappenb., im Ganzen richtig. Wirbehalten die Abbildung einem ev. Supplementbande vor.

Schleinitz. Die gräfliche Linie ist mit dem Todedes Kgl. Preuss. Hausministers Grafen v. S., welcher erst am15. Juni 1879 den Preussischen Grafenstand erhalten hatte,1885 wieder erloschen. Das Wappen, welches in einem ev.Supplementbande erscheinen wird, zeigt das Stammwappenmit Grafenkrone und zwei preussischen Adlern, mit demI-Iohenzollernschilde auf der Brust, als Schildhalter. Devise:In Bereitschaft sein.

Schlieben. So wie abgebildet (also der Kopf ab-gerissen und mit IC ö n i g s kröne) ist das Wappen nach demDiplom, wogegen Koehne, Preuss. Wappenb. I. 90, denAdlerkopf irrig mit rother Schnittfläche und adlig-gekröntetc. darstellt.

Schlieffen. So nach dem Diplom ; wir haben jedochden unrichtiger Weise auf Helm I nach rechts sehenden»Heiden« nach einwärts, der Helmrichtung entsprechend,gewendet. Derselbe hat rothes Haar, dito Bart und 7 goldeneKnöpfe am Kleide. Der im Diplom als »sitzend« be-zeichnete, gräflich- (auf Siegeln öfters irrig mit ICönigs-krone) gekrönte Adler ist natürlich auch eine heraldischeMissgeburt, ebenso dass man dem wachsenden Löwen aufHelm III noch einen Berg unterschob!

Schlik. Das Wappen bei Kneschke (nach Trier undCons.) ist ungebräuchlich. Das Grafendiplom de 1437,ebensowenig die Renovationsdiplome, zeigen irgendwie einWappen. Wir haben dasselbe nach einem Siegel des 16. Jahr-hunderts (cfr. auch Siebmacher, Wappenb.), mit den schild-haltenden Löwen auf Siegeln der Neuzeit, die damit über-einstimmen, wiedergegeben.

Schlippenbach, Herzschild ist Stammwappen, wel-che s, warum ist nicht ersichtlich, im Grafendiplom statt desganz schwarzen in ein schwarz-silbern schräglinks getheiltesFeld verwandelt wurde, Kette, Krone, Waage, zwei Fähnlein,alle Fahnenstangen und die rechte Helmfeder des Ritterssowie das Medusenhaupt auf seinem Schilde golden; Jung-frau griinbekränzt, silberngekleidet, Ritter silberngeharnischt,Flügel auf dem Janushelm silbern, die Lanze in III braunmit silberner, in II silbern mit blauer Spitze. Löwen seitüber 100 Jahren b. d. Linie in Preussen im Gebrauch.

Schlitz, gen. v. Görtz. Die Figur in I und IV (eineGatterthür) ist das Wappen der Ehegattin des Gegraften AnnaDorothea geb. v. Haxthausen (f 6. Dezbr. I7 2 3)- Feld IIund III das der f von Kerstlingerode, deren Gut Garthebei Göttingen er erworben hatte. Die Figuren des vorderenFeldes beschreibt das Diplom als ,,rotheingefasste Kreuz-Couverts ohne Siegel (sie!). Zweifelhaft ist es, ob dieselbenursprünglich rothe Ziegel (Schindeln) darstellten. Herzschildist das Stammwappen. Warum die Mauer-Schrägbalken, ent-gegen der Darstellung des ältesten Siegels de I3>73i jetzt

schräglinks dargestellt werden, wissen wir nicht, ebensowenig,weshalb das Gatter auf allen Siegeln die entgegen-gesetzten Richtungen wie im Diplom hat.

Schlitz, gen. v. Görtz-Wrisberg. Grote Hannöv.Wappenb. A. 3 giebt das Wappen mit diversen Unrichtig-keiten, wir nach den übereinstimmenden Siegeln. Die Diplomeenthalten keine Gräflichen Erhebungen, sondern nur die Erlaub-niss, sich des Grafen-Diploms d. d. 10. Juni 1726 (für ihrenGrossältervater) zu bedienen und zwar d. d. 26. 2. 1817für Plato von Görtz-Wrissberg zu Vogelsang, Drost Wernerv. G. -W. zu Wrissbergholzen und Kammerjunker Moritzv. G.-W. zu Hannover, Gebrüder, sowie d. d. 3. 6. 1817für der Vorigen Bruderssohn Heinrich August Carl v. G.-W.Die Namens- und Wappenvereinigung mit Wrisberg hattebereits, in Folge der 1735 erfolgten Vermählung mit KatharinaEva Sophie, Erbtochter des Freiherrn v. Wrisberg d. d. Wien12. Juni 1737 Karl Friedrich Graf S. zu S. erhalten. DerVogel ist nicht, wie Kneschke angiebt, ein auf schwarzemHügel stehender grünerPsittich" (sie!) mit rothem Schnabel,sondern ein natürlicher Gold-Fasan auf schwarzemBoden, das Wappen der "j" von Wrisberg, deren ITelm-kleinod de jure hätte dem vereinigten Wappen hinzugefügtwerden müssen.

Die am 25. Juli 1831 erloschene Linie der Freih. v.Labes, gen. Grafen v. Schlitz, creirt in Person des HansFreih. v. Labes, Adoptivsohnes des Joh. Eustachius Grafenvon Schlitz, gen. Görtz, führte das Wappen wie es KoehnePreuss. Wappenb. I. 91 nach dem Kgl. Preuss. Diplomv. 24. Dezember 1793 giebt.

Schlotheim. Ausser der d. d. Semlin 14. Mai 1788vom Reich gegraften bekannten Karoline Albertine Julianev. Schlotheim, Stammmutter der heutigen Grafen v. Hessensteinhatte Friedrich Wilhelm v. S., Oberst des k. k. Uhlanen-Regiments Nr. 2, d. d. Wien 9. Mai 1811 den Kais. Oesterr.Grafenstand erhalten, seine Linie ist jedoch am 1. Februar1856 mit dem ohne Erben Verstorbenen erloschen. DasWappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplementevorbehalten, hat im silbernen Schilde ein gestürztes schwarzesSchildlein; der auf der Grafenkrone ruhende gekrönte Helmmit Pfauschweif hat schwarzsilberne Decken. Schildhalter:zwei geharnischte Ritter mit je 3 rothen Helmstraussfedern.

Schmettau(ow). Das bei Koehne I. 92 nicht ganzcorrekt abgebildete Wappen geben wir nach dem Diplom. Dergoldbewehrte und -bescheinte Adler im Herzschild trägt denbayerischen Weckenschild. Sterne und Balken sind Stamm-wappen, die Bedeutung von Feld I und IV unbekannt. DerHundskopf" verschlingt einen rothen Pfeil und ist amHalse blutig abgeschnitten. Helm I trägt Hahnfedern. DieKugeln in der purpurnen Spitze eisenfarb (nicht schwarz),die oberen brennend; die Bänder der Kaiserkrone roth mitgoldenen Fransen. Der schildhaltende Kanonier hat goldenenKragen, Aufschläge, Knöpfe und Schossaufschläge, sowieHutborde und Flasche am weissen Bande, braune Hosen undweisse Gamaschen; er hält eine Zündruthe. Die Eisentheileder Armaturen links sind sämmtlich stahlfarb, die hölzernenbraun, die messingenen golden.

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