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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
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Scheel. Diese am 29. Septbr. 1725 in den dänischenGrafenstand erhobene erloschene Familie ist von denen vonPI essen beerbt worden, welche sich jetzt Scheel - Plessennennen (cfr. dort).

Schellart von Obbendorf. Angeblich 1844 imMannesstamm erloschen, nach anderer Nachricht noch ver-armt weiterblühend. Den Grafenstand erhielt d. d. Wien7. November 1674 Franz Caspar Adrian v. S. zu O., Freiherrzu Gürzenich, aus rheinischem uradeligem Geschlechte, Kais.Geh. Rath, Obristkämmerer und Kurpfälzischer General-Lieutenant. Das Wappen, welches wir einem ev. Supplementevorbehalten, zeigt in Silber einen rothbewehrten gekröntenschwarzen Löwen mit Doppelschweif. Auf dem Schilde eineBlätterkrone. Schildhalter: rechts ein goldener Greif, linksein widersehender doppelschweifiger Löwe. Kneschke giebtstatt der Blätterkrone die Grafenkrone und den Stammhelm,was falsch ist.

Schenk zu Castel. S. Castel.

Schenk von Staufenberg. S. Staufenberg.

Schilling von Canstadt. Die am 7. October 1866verstorbene Gemahlin des Grafen Adalbert zu Waldeck undPyrmont, geb. Freiin S. v. C., erhielt am 16. April 1819den Württembergischen Grafenstand (cfr. Gritzner, Standes-erhebungen und Gnadenakte deutscher Landesfürsten).

Schilling auf Schillingshof. Das Wappen dieserd. d. Wien 17. August 1781 in den heiligen RömischenReichs-Grafenstand erhobenen, in Kurland noch heutigenTages blühenden deutschen Familie behalten wir uns vor,in einem ev. Supplementbande zu bringen (cfr. Klingspor,Baltisches Wappenbuch).

Schimmelmann. Das Dänische Wappenbuch IX. T. 34giebt, abweichend von der jetzigen heraldisch richtigerenDarstellung, der auch wir gefolgt sind, den Pfauschweifohne Xlelm direkt aus der Grafenkrone, den Plerzschild desGräflich v. Rantzau'schen Wappens in I und IV gekröntund die Staude im Herzschilde schwebend. Feld II und IIIist das von Rumohr'sche Wappen.

Schimmelpenninck. D. d. 13. Juni 1834 erlangteGerrit S. nach dem Erstgeburtsrecht den Königl. Niederländ.Grafenstand. Das Wappen hoffen wir in einem ev. Supple-mentbande zu bringen; es ist das Stammwappen (2 Schlüssel)mit Schildhaltern und Devise.

Schinchinelli. Joseph S. aus Mailand (und dessenGattin Marie) erhielten Oesterreichischer Seits d. d. 16. Sep-tember 1816 die Bestätigung des Grafenstandes nach demmännlichen Erstgeburtsrecht. Wappen: cfr. Rietstap, arm.univ. nouv. dd.

Schirnding. Das Wappen nach den Freiherren-Diplomen vom 13. Dezember 1717 un ^ S.Juni 1746 (Vor-fahr des Grafen) hatte die Löwen in I und IV wachsend,das vom II. April 1737 dagegen schoD ganz; dem Grafen-diplom ist dann statt der flinfperligen Freiherren - die

Grafenkrone hinzugefügt worden, ferner der rechte Helm unddie Schildhalter. Deren Schwertscheiden sind schwarz mitgoldenen Beschlägen, die Griffe golden, die Lanzen braunmit silbernen Spitzen. Alle Flammen roth und gelbso nach dem Diplom.

Schizzi. Graf Ludwig S. aus Cremona erhielt 1. A. E.d. d. Wien 21. November (DecretWien 12. Dezember) 1816die Bestätigung des alten Adels und, nach dem Rechte dermännlichen Erstgeburt, auch des Grafenstandes, auf Grundeines von König Karl III. von Spanien und Herzog vonMailand dem Ludwig S., Sohn des Giacomo S., Enkel desLudwig S., mit obiger Beschränkung d. d. 17. November1670 verliehenen Maiiändischen Conte-Diploms. Des GrafenLudwig einziger Sohn war Folchino Graf S., und dessenNachkomme Don Giacomo Conte S. in Cremona, welcherlaut Decret vom 8. October 1790 in die Mailändische Matrikelals Graf aufgenommen wurde. Wappen: getheilt, oben inGold ein schwarzer Doppeladler, unten von Roth und Goldin 5 Reihen senkrecht gespickelt. Grafenkrone. Auf dembiaugoldbewulsteten Helme der Adler, hier goldbescheint.Decken: roth-gold-schwarz, beiderseits vermischt.

Schlabrendorf - Seppau. Dies auch auf Siegelnvielfach falsch dargestellte Wappen geben wir nach demDiplom. Der Adler ist der Schlesische, trotzdem irrig imsilbernen Felde und, obwohl in der Wappenbeschreibungkein Wort davon erwähnt, in der Zeichnung mit dem Kopfelinksgewendet abgebildet, was wir verbesserten. Die Lanzeauf Helm I und die Fahnenstangen auf Helm II sind braun,letztere haben 2 silberne Troddeln, alle aber silberne Spitzen.Der Ritter hat goldenes Ketten-Panzerhemd, stahlfarbenenBrustharnisch und Beinschienen, er hält mit der Rechtennicht einen Spiess, sondern eine Hellparte. Der Löwe istnaturfarben. Die Trophäe unter dem braunen Postament-brett, als »Armaturen« bezeichnet, haben wir in ihrer ganzen»Schönheit« wiedergegeben, um wieder ein Beispiel jenerentsetzlichen Heraldik, welche das vorige Jahrhundert ge-zeitigt, zu zeigen.

Schlabrendorf-Stolz. Preussisclier Grf. d. d. Berlin17. November 1772, j- M. 1. Januar 1858. Auch diesWappen, dessen Abbildung wir einem ev. Supplemente vor-behalten, ist Nichts weniger als heraldisch. Bei Koehne I 87im Ganzen richtig abgebildet, muss hinzugefügt werden, dassan den goldenbespitzten silbernen Stangen der Fahnen aufHelm I je 2 silberne Troddeln an langen Schnuren befestigtsind. Das blonde Plaar der Jungfrau, deren Halsausschnittim Diplom weiter ist, deren Kleid als »roth« beschrieben,als purpurfarben gezeichnet, ist viel länger. Beide Rosen(in Feld I und IV) sind fünfblättrig, die in IV rosa.Der Vergissmeinnichtzweig im Herzschild steht schräglinksund hat sieben Blüthen und sechs Blätter.

Beide Wappen haben dem eigentlichen Helmkleinod:einer auf einem Kissen sitzenden Meerkatze mit Ring, keinenPlatz eingeräumt, ein heraldischer Fehler ersten Ranges;auch sind bei dem Wappen des Stolzer Zweiges die Schräg-balken irrig blau und aus dem Ganzen das alte schöneStammwappen in keiner Weise mehr herauszuerkennen.

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