Töchter, Gräfin Eleonore, vermählte Prinzess Otto zu Sayn- |Wittgenstein-Berleburg, und Leontine, vermählte Gräfin Carl iv. Königsmarck, leben noch. Das Wappen dieser Linie ist:geviert, mit Herzschild (Sayn), I und IV: Wittgenstein, II:Homburg, III: Freysburg. 3 gekrönte Helme. I (rechts):Sayn, II: Wittgenstein, III: Homburg, cfr. Neuer Siebmacher,Hoher Adel, I. Reihe.
Sbruglio. Franz Heinrich S. und seine Mutter Marianne,geborene Gräfin Antonini erhielten durch Allerhöchste Ent-schliessung d. d. Mailand 13. Mai 1825 die k. k. Oesterr.Bestätigung des Grafenstandes, den, verliehen d. d. 8. Juli1683 durch den Grossherzog Cosmus III. von Toscana, d. d.10. Februar 1734 dem Heinrich Conte Sbroglie seitens derRepublik Venedig bestätigt worden war. Die Bestätigungdes rittermännischen Adelstandes, unter Verleihung des Ritter-standes für Reich und Erblande, hatten d. d. Wien 9. Mai1640 die aus Friaul stammenden Nikolaus de Sbrulio undseine Brüder Ferdinand, Richard, Julius Cäsar, Rudolf, Carl,Johann Joseph und Johann Franz, und d. d. Ebersdorf,7. September 1695 die Gebrüder Franz und Rudolf erhalten.Wappen: In Silber ein flugbereiter rother Hahn, statt desSchwanzes Kopf und Hals einer grünen Schlange habend.Letzterer auf dem Helme. Das gräfliche Wappen kennenwir nicht.
della Scala. Eine Linie dieses Geschlechts, nämlichClaudius d. S., erhielt am 10. December 1816 die k. k.Oesterreichische Bestätigung des Grafenstandes cfr. annuariodella nobilta italiana de 1883/4.
Sceriman. Stephan und Johann Baptist de S. er-hielten d. d. Laxenburg 24. Juli (Decretsausfertigung vom3. August) 1817 die k. k. Bestätigung des UngarischenGrafenstandes, den, mit Prädikat »Hochgeboren« ihr VorfahrStephan d. d. 23. Juni 1669 erhalten hatte. Derselbe stammteaus dem Geschlecht der Serat Seriman, aus Armenisch-Per-sischem Geschlecht, worüber Kaiser Leopold d. d. Wien12. Mai 1699 noch eine Bestätigung ertheilt hatte. Wappen(1699) geviert. I: 4 (l. 2. I.) goldene Sterne in Blau,II und III: beidköpfig gekrönter schwarzer Adler in Silber,IV: zwei aus den Schildrändern hervorgehende »treue« Händemit rothen Aermeln. Auf dem Schilde fünfblättrige Krone,zwischen den Blättern Perlenzinken.
Schach von Wittenau. Die Familie schreibt sichzu Unrecht Schack, denn erstens hat sie mit dieser Familieabsolut Nichts gemein, dann aber weist das Schachbretim Mittelschilde genügend auf den Namen hin.
Schack. Die Mecklenburgische Linie ist mit Nichtendie einzig blühende; zwar ist die Linie der Grafen Schackzu Giesegaard, mit dänischem Grafendiplom vom 18. October1749, am 19. November 1821 erloschen, doch blüht nocheine gräfliche Linie Schack - Schakkenborg mit dänischemLehns - Grafendiplom vom 25. Mai 1671 und Ausdehnungdes Diploms vom 17. September I77 2 > deren Wappen-Ab-bildung wir einem ev. Supplementbande vorbehalten, inDänemark.
Schärffenberg. Die Grafenkrone ist im Diplom 1717verliehen und zwar so, dass sie, des halbrechtsgekehrtenHelmes Bruststück umschliessend, auf dem Helme ruht.Kneschke hat sie fortgelassen.
Schaesberg. Ueber dieses Geschlecht cfr. NeuerSiebmacher, Hoher Adel, II. Reihe. Heut werden als Schild-halter zwei auf grünem Rasen stehende goldene Löwen ge-führt, welche indess nicht diplomgemäss sind.
Schaffgotsch. Erst im Diplom de 1708 ist das bis-herige gevierte Wappen als Herzschild auferlegt worden demder Fürsten von Liegnitz, Brieg und Wohlau. Die Pfälesind das alte Stammwappen, der Greif das der "j" Greiffenstein.Im Diplom de 1703 ist ein Wappen überhaupt nicht verliehenund scheint erst nach dem Jahre 1708 auch die andere Linieangefangen zu haben, sich dieses vermehrten Wappens zubedienen. Hanns Anton Graf v. Schaffgotsche, genannt desheiligen Römischen Reiches Semperfrey, und von Kynast,Freih. zu Trachenberg, W. Geh. Rath, Kämmerer, Landes-hauptmann des Fürstenthums Schweidnitz und Jauer (geb.1675, -j- 1742), führt, obwohl Empfänger des Diploms de1708, laut seines grossen Siegels das vermehrte Wappennicht, sondern nur den Herzschild, darin I und IV von Silberund Roth sieben mal (acht Plätze) gespalten, II und IIIder Greif, hier anscheinend stehend auf felsigem Boden. Aufdem rechten rothsilbern-bewulsteten Helme das Lamm mitder Glocke vor einem Baume. Auf dem linken gekröntenHelme der Greif. Aus der Böhmischen Linie zeigt einSiegel, wahrscheinlich des Stifters Johann Ernst (geb. 1685,f 1747), den Schild ebenso, als Schildhalter zwei gekrönterücksehende Greifen auf Postament. Das jetzige Wappenhat bald gekrönte widersehende, bald ungekrönte Greifenals Schildhalter. Das Lamm auf dem Mittelhelme hat, nachdemman ihm unrichtiger Weise im Diplom diesen (Ehren)platzeingeräumt hatte, der dem Schlesischen Helmkleinod gebührthätte, die Linkswendung, wie es auf dem rechten Helmehatte, beibehalten.
Schall. Das vereinigte Wappen wie abgebildet, über-einstimmend nach Siegeln, so auch noch mit GrafenkroneTyroff, Sächs. Wappenb. VII. I. — Ein älteres Siegel derGrafen Schall zeigt die Sparren von Gold und Roth ge-schacht. Die vordere Hälfte ist Schall, die hintere, mitHelm II, III, IV: Riaucour.
Schallenberg. Kneschke giebt das Wappen falschund uncomplet, wir dagegen nach dem Diplom, in demdie Schildhalter verliehen sind. Die Adler sind gold-gekrönt, alle Kronen an der Gans (nicht Schwan), die über8 (nicht 6) Quertheilungen sitzt, sind golden, der Löwe imHerzschilde wächst aus Mauer mit 2 Scharten.
Scheler. Die Rose ist das Stammwappen, das Hirsch-horn ein württembergisches Gnadenzeichen, das Schwert dasZeichen der comtes - militaires, sonst immer angebracht ineinem blauen rechten Obereck. Das Reichsadelsdiplom d. d.Wien 26. Juni 1727 lautet auf Mathäus Scheller aus Ulm,Dr. juris (nicht Feldhauptmann), und zeigt nur die Roseim blauen Schilde und vor geschlossenem Flug auf dem Plelme.
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