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Sarnthein. Feld I und IV ist das Wappen der altenSarntheiner von Nordheim, welche 1646 erloschen und derenWappen dem David Wagner, welcher ihre Herrschaft 1648käuflich erworben, bei der Erhebung in den Freiherrnstandd. d. II. November 1681 anstatt des Wagner'schen verliehenworden war. Feld II und III ist das des f Geschlechts derHopfau, welches durch Diplom Kaiser Karls V. d. d. Valla-dolid 20. März 1541 dem gleichnamigen Grossvater des obigenDavid als das seiner Mutter zu dem, seinem Vater Georgd. d. Augsburg 20. Septbr. 1530 verliehenen Wappen (was jetztunbekannt ist) hinzugefügt hatte. Mittelschild und Jerusalems-kreuz kam bei der Grafung hinzu und erst in diesem Diplomwurde gestattet, auch den ursprünglichen FamiliennamenWagner fortzulassen und sich Grafen von Sarnthein zuschreiben. Die Sterne sind golden. Weder auf dem Herz-schilde (wie irrig bei Kneschke) noch auf dem Hauptschildesteht im Diplom eine Krone.
Sauer, Grafen von und zu Ankhenstein, Freiherrenzu Klossniackh (nicht Kosiak). Dieses Geschlecht, welchesnoch am II. Februar 1814 in die Bayerische Adelsmatrikelbei der Grafenklasse eingetragen war, (cfr. Gritzner, Bayer.Adelsrepertorium, Seite 386) muss bald nachher erloschensein. Das Wappen nach dem Grafendiplom ist nirgends,auch nicht bei Tyroff, Bayer. Wpb. II 10 complet gegebenund behalten wir uns seine Abbildung und Erklärung füreinen ev. Supplementband vor.
Sauerma. Im Diploms-Concept ist der Schrägbalkenim hinteren Felde, worin der naturfarbene laufende Fuchs,erniedrigt, also nicht vom rechten Ober- zum linkenUntereck gezeichnet, es ist dies indess unheraldisch und sowie in der »Geschichte der Sauerma« auch von uns verbessert,sowie der auf Helm I fälschlich rechtssehende Adler ineinen einwärtssehenden verwandelt, insgleichen auch die un-geschickte Haltung des Schwertes im Rachen des Fuchses,(schrägrechtssteigend) in die natürlichere (schräglinksgestürzt)wie in der »Geschichte der Sauerma« verwandelt. Das Posta-ment besteht aus blauem Marmor.
Sauerma. Die Löwen als Schildhalter sind von der1798 gegraften Linie angenommen worden, obwohl im Diplomder ovale (sie) Schild lediglich frei auf einem brettartigenFussgestell ruht. Auch im Diplom de 1840 sind Schildhalternicht verliehen. Schild und Helm beider Diplome sind imUebrigen völlig gleich.
Graf Saurau, Freiherren auf Ligist, Fridlstain, Läbeggund Prembstetten. Den Reichs- und Erbländischen Grafen-stand, unter Vereinigung des Wappens mit dem des j" Ge-schlechts der von Lindegg, dem Prädikat Wohlgeboren undobigem Titel, erlangte d. d. Prag 12. Januar 1628 KarlFreih. v. S., kais. Rath und Kämmerer und als »Grafen vonSaurau, Freiherrn zu Grosslobming, Herrn der HerrschaftenThana und Thranerspach zu Sauerprunn und Reifferstein«,d. d. Wien 17. Januar 1636 die Gebrüder Ehrenreichund Erasmus Wilhelm, Freiherren v. S., mit demselbenWappen, ferner d. d. Pressburg 5. Januar 1638 das Prädikat
»Hoch- und Wohlgeboren« und endlich auch d. d. Ebersdorf5. October 1676 Seyfried Freiherr v. S., Herr auf Fridtund Vestenburg, Erblandmarschall in Steyermark, Deutsch-ordensritter und Comthur zu Laibach, Möttling und Tscher-nembl mit demselben Wappen. Karl gründete die jüngereLinie, welche sich mit des Stifters Söhnen Wolf Rudolf undSigmund Friedrich in den älteren Steyermärkischen und denjüngeren Oesterreichischen Zweig spaltete. Letzterer erloschgänzlich mit des Stifters Ururenkel Graf Franz (geboren10./9. 1760) am 9. Juni 1832. Der ältere SteyermärkischeZweig erlosch am 28. August 1846 im Mannesstamme mitGraf Zeno v. S., dessen Wittwe erst am 20. November 1880starb. Die ältere Linie mit Diplom de 1636 erlosch be-reits Anfangs des 18. saeculi. Das Wappen, welches überall,so auch bei Kneschke theils falsch, theils incomplet abge-bildet ist, hat einen sechsfeldrigen Hauptschild mit geviertemMittelschild und fünf Helmen, und behalten wir uns dieAbbildung für einen ev. Supplementband vor.
Sauvage. D. d. 30. December 1855 erhielt EtienneNoel Joseph Chevalier de S. und nachdem sein Vater Fried-rich Joseph de S. d. d. 28. Dezember 1840 die BelgischeAnerkennung des Ritterstandes, auf Grund eines dem FriedrichJoseph S. d. d. 8. Mai 1762 ertheilten Erbländischen Ritter-standsdiploms und der bereits durch König Wilhelm I. derNiederlande ertheilten Anerkennung vom 7. October 1822erhalten hatte, den Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht.Wappen: gespalten; vorn in Gold ein wilder, mit Epheubekränzter und umgürteter Mann, mit Keule über der Schulter,hinten in Blau ein roth-bezungter und -bewehrter goldenerLöwe. Grafenkrone. Gekrönter Helm: der wilde Mannwachsend. Decken: blaugolden. Schildhalter: 2 Löwen wieim Schilde, je mit Banner, wie der Schild, stehend auf grünemBoden.
Sawadowsky (Zawadowski). Diese in Russland nochblühende Familie (u. A. starb 1854 ein General der Cav.Graf Z., Hetman der Kosaken des schwarzen Meeres) erhieltden Grafenstand des heiligen Römischen Reichs d. d. Wien27. Juni 1794 in Person des Peter Wasiliewitsch S., Kais.Russ. Geh. Raths, und seiner Brüder Jacob (Jakow) undElias (Ilja) mit »Hoch- und Wohlgeboren«, sowie Wappen-besserung. Der Vater der Gebrüder hiess Wassili (Basilias)und war Geistlicher in der Ukraine, dessen Vater hiess eben-falls Basilius und des Letzteren Vater trat im 17. saec. inRussische Dienste. Peter war Günstling Katharinas II., erwar auch bei Kaiser Paul beliebt, der ihn d. d. 17. April1797 mit seinen Brüdern auch in den Russischen Grafenstanderhob. Wir behalten uns die Abbildung des bei Siebmacher,Supplement XI, 19 5, jedoch mit mehreren Fehlern gegebenenWappens für einen Supplementband vor.
Sayn-Wittgenstein-Sayn. Von dieser im Grafen-stand verbliebenen, in Bayern bei der Grafenklasse am16. September 1815 immatrikulirten Linie starb der letzteMannesspross Graf Gustav (geb. 10. März 1811) am 24. Juni1846. Seine Wittwe, geborene Gräfin Salisbury und deren
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