Wildgrafschaft; Feld HI: 3 (2. 1.) goldene Löwen wegenKyrburg; Feld IV: Vinstingen; FeldV (goldgekrönte silberneSäule): wegen Anholt. Feld VI (Montferrat), VII (Sachsen),VIII (Byzanz) und IX (Mantua) sind alte Salm'sche Anspruchs-wappen, die auch in dem von Savoyen und Gonzaga er-scheinen. Das Postament ist grauer Marmor.
Salm-Neuburg. Eine im Grafenstande verbliebeneLinie des fürstlichen Hauses Obersalm blühte in Oesterreichund erlosch hier, nachdem der Mannesstamm bereits am3. Februar 1784 abgegangen war, im Weibsstamme am21. März 1840. Das Wappen cfr. Neuer Siebmacher, HoherAdel, I. Reihe.
Salm-Reifferscheid. Ausser den Nachgeborenen derFürsten zu S.-R. (NB. vormals Nieder- oder Alt-Salm in denArdennen), welche noch in Mähren begütert sind und denTitel »Altgraf« (»Altgräfin«:) führen, existirt noch eine imGrafenstande verbliebene Linie in Böhmen (mit Reichsgrafen-diplom vom 6. Februar 1455), welche jedoch nur noch aufzwei Augen ruht. Das Wappen cfr. Neuer Siebmacher,Ploher Adel, I. Reihe.
Saltza. Aus dieser Thüringisch - Schlesisch - Livlän-dischen Familie erhielt ein Zweig 1843 > u Schweden denGrafenstand und sub 142 die Introduction.
Salvadori. Den Reichsgrafenstand de 1739 erhieltRo chus Anton de S., stammend aus der Stadt Riva di Trento,wo die Familie zuerst der Cittadinanza, dann dem Patriziateund seit 1583 dem dortigen Adel zugehörte. Die Bestäti-gung de 1868 erhielt Franz Graf S. de S.-N., Gutsbesitzerin Roveredo , Urenkel des Obigen. — Der Adler ist gold-bewehrt, die Sterne golden.
Sandels. Diese gegenwärtig durch Vermählung auchnach Preussen gekommene Familie erhielt 1815 ein schwe-disches Grafendiplom und sub Nr. 124 die Introduction.
Sandizell. Die Büfielhörner auf dem Helme (mitStirnf ell und Ohren) sind gleichsam mit Hermelinfell über-zogen ; die Ritter stahlgeharnischt mit holzfarbenen Lanzen,gelben Handschuhen, die Fransen der Fahnen golden. DasPostament golden (ex dipl. cop.).
Sandor von Szlawnicza. Aus diesem uralten unga-rischen gräflichen Geschlechte, welches den Ungar. Grafen-stand am 27. August 1787 erhielt, existirt, nachdem derletzte Mannesspross, Graf Moritz, am 23. Februar 1878gestorben ist, nur noch eine Dame, seine Tochter Pauline,vermählte Fürstin Metternich. Das Wappen, dessen Abbil-dung wir einem ev. Supplementband vorbehalten, ist beiKneschke im Allgemeinen richtig angegeben, jedoch ist derBerg ein spitzer Dreifels, der zwölfendige Hirsch hält dreieinzelne Blätter, der Pfeil ist silbern, die schildhaltendenAdler sind gekrönt und goldbewehrt und stehen auf grünemRasen. Die Adlerflügel auf Helm I und III ermangeln derAdlerklauen. Die Decken links sind blausilbern. Anscheinendeine andere Linie, die Grafen Sandor de Bajom, führen
im blauen Schilde auf grünem Boden einen gegen hohen, inden rechten Schildrand verschwindenden Fels aufgerichtetenzehnendigen Hirsch, welcher mit dem Maule eine von dreiauf dem Felsen an Blätterstengeln wachsenden Rosen abfrisst.Auf dem Helme wächst der Hirsch, eine Rose am Blätter-stengel im Maule haltend.
Sandreczky und Sandraschütz. Das Wappen dieses,mit Graf Hans v. S. u. S. am 2. Dezember 1886 erloschenen,durch Diplom d. d. Breslau 6. November 1741 (nicht 28. Juni1742) in den Preussischen Grafenstand erhobenen Geschlechtsgiebt Koehne, Preuss. Wappenbuch I. 86, ziemlich richtigsub Sandrasski. Wir behalten uns die Abbildung füreinen ev. Supplementband vor.
von Sangiantoffetti. L. A. E. und Diplom d. d.Wien 14. November 1819 erhielt Lorenz de S., aus einemaltadeligen Geschlechte der Stadt Crema, den k. k. Oesterr.Grafenstand. Die Familie gehörte seit 1638 auch dem Patriziatvon Venedig an. Das Wappen, dessen Reproduction wir einemev. Supplementbande vorbehalten, zeigt einen mit Grafen-krone bedeckten, von zwei auf grünem Rasen stehendengoldenen Löwen gehaltenen Schild, welcher einen natur-farbenen gekrönten Löwen, ein silbernes Gitter (Rahmenmit einem senkrechten und zwei Querstäben, alle mit Nagel-kuppen) in den Pranken haltend, im Roth über Silber ge-theilten Felde zeigt.
Sangiuliani. Laut k. k. Oesterreichischer A. E.d. d. Pavia 22. Februar 1816 (Decret 3. u. 16. Septemberejd.) erhielten die Söhne des f Grafen Anton v. S.: AbbeJohann Baptist und Franz, sowie des Letzteren Sohn Joseph,die Bestätigung des Grafentitels, welcher nach dem Rechteder männlichen Erstgeburt durch König Karl II. von Spaniend. d. 19. October 1693 ertheilt, d. d. Mailand 28. August1770 dem Conte Giov. Steffano S. anerkannt worden war.Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed.
Saporta. So wie wir gegeben, wird das Wappengefüh rt, also ein schreitender Löwe im Schi ldhaup t. DieFamilie existirt augenscheinlich noch in Frankreich.
Saracini. Bereits d. d. Wien 30. September 173thatte Leonhard Sigmund Cajetan S. aus der älteren Liniemit dem Prädikat v. B. und demselben Wappen wie imDiplom de 1790, nämlich einem von Grafenkrone gekröntenin rosa Cartouchebord, durch den zwei grüne Palmzweigesich schlingen, befindlichen Ovalschild, darin die 3 Löwen-köpfe (ohne Helme), den Reichs- und Erbländischen Grafen-stand mit Prädikat »Hoch- und Wohlgeboren«: erhalten. DieHerrschaften Molveno und Beifort, die ältesten Lehen imReichsfürstenthum Trient, hatte die Familie bereits von KaiserLeopold I. »cum mero et mixto ingenio« erhalten.
Sardagna. Der Herzschild ist goldbordirt; der Löweauch in beiden Diplomen linksgekehrt. In Feld II und IIIist ein von grünem Felsen herabfallender Wasserfall (I) darge-stellt. Nach dem Reichs-Vicariats - Diplom sind die Büffel-hörner auf Helm I anstatt mit Quer- je mit Schräg-(rechts-)Spange bezeichnet, sonst ist alles wie im Diplom de 1827.
CXLIX