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4 (1890) Wappentafel 586 - 700 nebst Text ; S - Z
Entstehung
Seite
CXLVIIIr
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golden. Kneschke giebt dem linken Schildhalter eine Sichelstatt des Mistelzweiges, doch bestätigen alle Siegel auch beidiesem den Zweig; das Wort Takusticuw soll ein altceltischerSchlachtruf, sein. Die Grafenkrone ist nicht verliehen.

v. Saint Paul de Byram, Herren zu Ewart, YeaverinCopelande. Unter diesem Namen erhielt Horaz Paul deSt. P. d. B. etc., Oberst der k. k. Reiterei, mit Titel»Hoch- und Wohlgeboren« sowie Wappenbesserung, d. d.Wien 20. Juli 1759, den Reichsgrafenstand. Das ihm ver-liehene Wappen giebt Siebmacher, Supplement X 3 Nr. 6ziemlich richtig; die 3 Löwen in Feld II sind golden, dereinzelne silbern, der Schrägbalken in Feld III und IV istein Dornenschrägbalken, der Löwe des Herzschildes gold-gekrönt, aber blau-bezungt und -bewehrt. Das Kreuz inder Spitze des II. Feldes ist silbern und mit 9 schwarzensenkrechten Schindeln belegt, die Pfeile auf Helm I sindgolden, mit blauem Bande umbunden. Die Decken desIII. Plelmes blaugolden, beide Standarten an braunen Lanzenmit eisernen Spitzen und nach aussen abfliegenden goldenenHändern mit Quasten und goldenen Fransen. Die Devisegolden auf blauem Bande. So führt die noch heutigen Tagesin England blühende Familie das Wappen, welches wir ineinem ev. Supplementbande abbilden werden und soist es auch im Gräfl. Taschenbuch de 1865 ff. beschrieben.Ausserdem giebt Siebmacher a. a. O. sub Nr. 5 ein etwasabweichendes Wappen mit nur 6 Fehlem; wohin dasselbegehört, ist uns nicht bekannt geworden.

Sala. Das Wappen dieser d. d. Pressburg 23. Juni1751 in den Reichsgrafenstand erhobenen, in Mecklenburg-Schwerin am 6. September ejd. anerkannten, am 30. Mai1806 J Linie, giebt ziemlich richtig Siebmacher, SupplementX 3 su b Nr. 4 (r. Burg schwebend, darauf goldbewehrter={{= Adler in Silber).

Salazar. Die unmündigen Kinder des " j" Johann Contede S. in Mailand, nämlich: Theresia, Lorenz, Isabella undAlexander erhielten 1. A. E. d. d. Holitsch 28. October 1823die Bestätigung des Adels für Oesterreich und des Grafen-standes für den jedesmaligen Erstgeborenen (hier Lorenz).Ihr gleichnamiger Grossvater war durch Decret d. d. Mai-land 4. August 1771 als Conte in die mailändischen Matrikeleingetragen worden. Sein Vorfahr Don Diego S., aus uraltemspanischen Geschlecht, Grosskanzler der spanischen Lombardei,welcher 1618 das Lehen Romanengo (Prov. Creinona) er-worben hatte, war durch König Philipp III. von Spaniend. d. 27. Juli 1627 nach dem Erstgeburtsrecht in den Grafen-stand erhoben worden. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ.,nouv. ed.

Salburg. Der Falke ist natürlicher Farbe und dasWappen der f von Falckenstein, welches dem von S. d. d.22. Mai 1607 verliehen worden war, nachdem er 1605 vonKaiser Rudolf diese Herrschaft erkauft hatte. Grafenkroneist nicht verliehen. Alle Helme golden; Feld I und IVist gtammwappen, II und III ist das uralte Wappen der fvon Haunspöck.

Sales. Rudolf de S. aus Sirano im Valtellina erhielt1. A. E. d. d. Wien 28. Januar 1817 Decret 10. Februarejd. die k. k. Oesterr. Bestätigung des Adels und aufGrund eines Diploms Kaiser Leopolds I. d. d. 26. August1694 auch des Grafenstandes unbeschränkt. Es scheint alssei dies die Familie der noch heut in Savoyen blühendenGrafen Sales (d'Annecy), deren Wappen Rietstap, arm. univ.,nouv. ed. giebt.

Salis. Die sehr genauen Stammtafeln dieser Familiegiebt das Handbuch zum Taschenbuch der gräflichen Häuser.Die gräfliche Linie zu Soglio(-Bondo) führt das Wappenmit den 3 Helmen; der Löwe gold-gekrönt mit Schwertwächst auf Helm III zwischen 2 gelehnten Standarten mitgoldenen Lanzen und Fransen, welche von Roth und Silber5 mal quergetheilt sind. Die geflügelte Jungfrau auf Helm IIhat blondes Haar. Der Baum ist ein Weiden- oder Salen-baum (Saalweide, salix patula viridis) und Namenswappen.Als Devise dieser Linie jedoch nicht diplomgemässerscheinen: »Salix flectitur non frangitur« und »pro deo regeet patria«. Die Linie zu Seewis führt das Stammwappenmit Schildhaltern und Devise, wie abgebildet, jedoch kommenauch Siegel vor, auf denen der goldene Bord um das untereFeld fehlt und die wilden Männer, ausgerissene Tannenhaltend, auf Postament stehen. Die Linie zu Zizers führtnach dem Diplom das Wappen wie abgebildet, es ist daherdie Darstellung im Neuen Siebmacher, Salzb. Adel Tafel 24und bei Kneschke nicht correct. Die Helme sind golden;die Jungfrau hat braunes Haar. Als Devise (jedoch nichtim Diplom) erscheint: »Mihi sunt pro fructibus arma«.

Salisch und Grossgraben. Das Wappen dieserd. d. Breslau 6. November 1741 in den Preussischen Grafen-stand erhobenen, im Mannesstamm am 27. August 1883,im Weibsstamm am 19. April 1885 erloschenen schlesischenFamilie ist bei Koehne, Preuss. Wpb., I 85 richtig darge-stellt und dürfte in einem ev. Supplement d. W. später nochabgebildet werden.

Salm-Hoogstraeten. Die bisher in genealogischenWerken erscheinenden Daten und Fakta waren zum grossenTheil unrichtig, weshalb wir auf das Gräfliche Taschenbuchde 1888 verweisen, in welchem zum ersten Male der That-bestand urkundengemäss festgestellt ist, u. A. dass, laut Kgl.Preussischer Declaration vom 21. Februar 1870 festgestelltworden ist, dass die Ehe des Fürsten Constantin zu Salm-Salm mit Catharina Bender als eine morganatische nichtanzusehen sei, weil dieselbe bereits 1810 im Haag, wo da-mals der code Napoleon, welcher keine Missheirathen kennt,eingeführt war, dass ferner ein Adelsdiplom Salm de Loonvom 28. September 1830 nicht existirt. Das d. d. Berlin28. Mai 1831 mit dem Grafenstand als »Hoogstraeten« verlieheneWappen wurde seit 1847 mit dem Salm'schen vermehrt, jedochkam Ersteres durch die Wappenbesserungs-Urkunde v. 13. Juni1860 ganz in Wegfall und führen sie nunmehr gänzlich dasdes Vaters mit Grafenkrone. Der Mittelschild ist das Stamm-wappen (Obersalm) : 2 silberne Salme und 4 silberne Kreuz-chen; Feldl: der blau-gekrönte und -bezungte rothe Löwewegen der Rheingrafschaft; Feld II (Leopard) wegen der

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