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4 (1857)
Entstehung
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Reichslehn in Besitz nahm, mit dem kaiserlichen Heere, daher erden rothen Adlersflug auf dem Helme in schwarz umwandelte, undaus den Blutflecken im Schilde wurden goldene Schindeln. Erhatte auch Lehne von den Grafen v. Sponheim. 1375 war seinSohn Alhrecht Reichsburgmann zu Oppenheim, sein Enkel Wilderichhatte 1411 alle Lehen empfangen. Sein Urenkel Alhrecht erhielt1477 die letzte Belohnung von der Pfalz, seitdem wird ihrer nichterwähnt. Nach den beiden besten Brandenburgschen Chronikenvon Angelus und Enzelt gehören die Barfus zu den adeligen Ge-schlechtern, welche. 926 mit dem Kaiser Heinrich I. nach der Markkamen und diese von den Wenden eroberten. 1227 war FriedrichBarvot (Nudipes), Riller, im Gefolge des Herzogs Alherl von Sach-sen, und 1253 war ein Barvot markgräflich Brandenburgscher Vogtdes Schlosses Lelms. Die Nachkommen des Friedrich Barvot er-hielten sich bis 1336 in Sachsen-Lauenburg. In Meklenlmrgwar Melchior Barfus von 1509 bis 1527 Comthur des St. Johan-niter-Ordens zu Mirow, und ein Barfus war begütert, nämlich JobstBarlus 1621 zu Rangow hei Stavenhagen. Beide waren Märker.In Bommern, von wo ich jetzt aus dem Provinzial-Archive zu Alt-Stettin Nachrichten erwarte, erhielten die Barfus, und zwar Theo-derich 1245, die Präsidenlenstelle im Schoppenstuhle zu Alt-Stettinund waren dort Erblehnrichter und Schultheissen bis 1341; derLetzte war Konrad. Ein Märker, Siegmund Barfuss, begleitete 1496mit sechs reisigen Pferden den Herzog Bogislav X. von Pommernnach Jerusalem und wurde dort zum Ritter des heiligen Grabesgeschlagen. 1510 wurde er Hofmeister des Herzogs Georg vonPommern: er besass das Gut Spandoweshagen bei Wolgast.1611 war Valentin Barfus Gutsbesitzer zu Stolzenburg undPrielzig und Ober-Jägermeister des Herzogs, Schlosshauplmann zuTorgelow. Derselbe war ein Märker. Mein Gross-Oheim, FranzHeinrich v. Barfus, kOnigl. Kammerherr, besass 1721 die StadlFiddichow, Selchow und Splintenfeld in Pommern.

v. Behr, S. 42 44.

Verschiedene Stammbuchblätter bestätigen die richtige Angahedes Wappens. Das Stammbuchblatt des Franz Behr (Paris, 30. Mai1610) und des Georg Christoph Beher (Padua, 8. Dec. 1611) zei-gen im silbernen Felde einen gehenden, schwarzen Bär mit golde jnem Halsbande und Ringe und ausgeschlagener, rolher Zunge. Einanderes Stammbuchblatt des Justus Behr (Bourges, 4. Jan. 1619)