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v. Swieten, Freiherren.
Im rothen Schilde drei (2 und 1) silberne, mit den Griffenabwärts gekehrte Geigen. Den Schild bedeckt eine filnfperlige Krone,lind denselben ballen zwei einwärtssehende, weisse Windhunde mitsilbern eingefassten und beringten rothen Halsbändern. Bei Er-hebung in den Freiherrensland ist der alle Wappenschild der Fa-milie ohne Kleinod etc. beibehalten worden. — Abdrücke von Pet-schaften. — Megerle von Mühlfeld, Ergänzungsband, S. 106. —v. Hellbach, II. S. 562. — Genealog. Taschenbuch der freiherrl.Häuser, 1853. S. 466 und 467, und 1857. S. 753, unter Berufungauf 1856. S. 674.
Oesterreich. D. Gerard (Gerhard) van Swieten, k. k. Leib-arzt und Prolomedicus, wurde vom Kaiser Franz I. laut Diplomsd. d. Wien, 19. Mai 1753, in den erbländisch-österreichischen Frei-herrenstand erhoben. Derselbe, geb. zu Leyden 1699, gest. zuWien 1772, stand am k. k. Hofe als Leibarzt des Kaisers Franz I.und der Kaiserin Maria Theresia in hoher Gunst und in grossemAnsehen, erwarb sich um das damalige gesammte Medicinalwesendes Österreichischen Kaiserthums ausgezeichnete Verdienste und ge-hörte zu seiner Zeit zu den vorzüglichsten Bearbeitern der medi-»cinischen Wissenschaft, in welcher namentlich die von ihm heraus-gegebenen, den Aerzten des 18. Jahrhunderts so bekannten undwerthen Commentarii in Boerhaavii Aphorismos, Lugd. Batav. 1743—1772. V. Vol. 4. eine lange Reibe von Jahren zu den bestenpraktischen Werken mit allem Rechte gezählt worden sind. —Gerard Freiherr v. Swieten stammte aus einem alten holländischenGeschlechte, welches schon im 13. Jahrhunderte, in welchem 1230Emerand van Swieten, vermählt mit Catharina, Wiltwe des Jeande Iloefen, vorkommt, bekannt war. Die fortlaufende Stammreibeder Familie beginnt mit dem Enkel des genannten Emerand, Her-mann van Swieten, gest. 1345, von welchem Letzteren im zwölftenGliede Gerard v. Swieten — Sohn des mit Elisabeth van Loo ver-mählten Thomas v. S., Enkel des Gerard v. S. und der Wilhelminev. Brederode, und Urenkel des Sebastian v. S. und der Catharinade ßronckhorst — stammte. Aus der Ehe desselben mit MariaLambertine Elisabeth Theerbeck de Coesfeld entsprossten zwei Söhne,die Freiherren Gerard (II.) und Gilbert Henri. Freiherr Gerard (IL),geb. 1743, k. k. Geb. Rath, früher k. k. Gesandter am k. preuss.Hofe, später Präfect der k. k. Hofbibliothek etc., starb 1803 unver-