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schwarzen Schilde drei Ballen von gewechselter Farbe, welches un-verändert jederzeit beibehalten worden sei, verewigt haben. Nachdieser Sage und Annahme möchte freilich die neuere Heraldik dieoben erwähnten Rosen wieder zu Ballen machen. — Hans Pallau-ser war schon 1377 in Tirol zu Tramin im Vintschgau und imEisak-Thale mit Villanders, Trostburg, Guffidan, Campan und denKüchengärlen bei Sarns angesessen, und die Enkel desselben, dieBrüder D. Niclaus Palaus, Domherr in Brixen, und Hans Palauswurden vom Kaiser Maximilian I. zu Insbruck, 15. Oct. 1497, fürechte alte Ritter und Edelleule erklärt und erhielten die Erlaub-niss, ihren Sitz auf dem Piihl oder Glarz als einen Edelmannssitzmit Fürstenfreiung nach ihrem Namen Palaus nennen zu dürfen.1514 wurde das Geschlecht in die tiroler Landesmatrikel aufge-nommen, in welcher dasselbe später, s. unten, als freiherrlich vor-kommt und jetzt das älteste Geschlecht in dieser Matrikel ist. —v. Hefner giebt das oben erwähnte Diplom von 1497 als Bestätigungdes althergebrachten Adels der Familie mit der Erlaubniss, sich aufdem Büchl zu Sarns ein Schloss mit Namen Palaus bauen zu dür-fen, nennt als Jahr der Aufnahme in die tiroler Landstandsschaft1524 und setzt hinzu, dass Johann Franz v. Palaus von der Kai-serin Königin Maria Theresia, 1753, in den Freiherrenstand erhobenworden sei. — Das »genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häu-ser, 1848. S. 270, führt den Erwerber des Freiherrcndiploms alsJohann Anton v. und zu Pallaus, Campan und Rezetz (später llazöz)auf, und giebt an, dass das Diplom am 14. Mai des oben genann-ten Jahres 1753 ausgestellt worden sei. — Von dem schon genann-ten Empfänger des Freiherrendiploms, dem Freiherrn JohannAnton, stammte aus der Ehe mit Anna v. Söll zu Aich- und Halln-berg Freiherr Caspar, vermählt mit Hedwig Freiin v. Cazan zuGriesfeld, welcher durch zwei Söhne, die Freiherren Ignaz Antonund Carl, den Stamm fortsetzte. Ignaz Anton Freiherr v. und zuPalaus, Campan und Razöz, geb. 1780, k. bayer. Kämmerer undAppellations-Gerichtsrath zu Bamberg, welcher, wie v. Lang (a. a. 0.)angiebt, in die Adelsmatrikel des Königreichs Bayern eingetragenworden ist, vermählte sich mit Anna Freiin v. Lindt, aus welcherEhe ein Solin, Freiherr Maximilian, geb. 1824, lebt. — FreiherrCarl, gest. 1849 als kön. bayer. Platzmajor in Landau, war ver-mählt mit Catharina ßonfioli-Cavalcabö, gest. 1845, aus welcherEhe, neben zwei Töchtern, den Freiinnen Henriette und Adelheid,ein Sohn, Freiherr Carl, stammt.