Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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Silber ein quer gelegtes, mit der Spitze rechts gekehrtes Schwertmit goldenem Griffe; 2 in lilau ein einwärts gekehrter, goldenerLöwe; 3 ebenfalls in Blau drei Stücke einer zerbrochenen Kette,jedes von zwei Bingen. Dieselben liegen neben einander, das ersteund dritte schräglinks, das zweite schrägrecht?; 4 in Silber einvorwärtssehender Mohr mit blau-silbernem Bunde auf dem Kopfeund mit blau-silbernem Federschurze, welcher in der Rechten einen,mit der Sehne einwärts gekehrten, silbernen Bogen, in der linkenaber einen l'feil mit goldener, nach oben und links stehender Spitzeund mit von Blau und Silber geviertem Gefieder hält. Auf demSchilde steht eine fiinfperlige Krone, auf welcher sich drei gekrönteHelme erheben. Der mittlere trägt eine rechts gekehrte, weisseTaube, der rechte neben einander vier blätterreiche, grüne Zweige,und aus dem linken wächst der Mohr des 4. Feldes mit Bogenund Pfeil auf. Die Sehne des Bogens steht hier rechts. Die Helm-decken sind rechts blau und silbern, links roth und silbern, undden Schild halten zwei auf einem goldenen Postamente stehende,auswärtssehende, golden gekrönte und golden bewehrte, schwarzeAdler. Abdrücke von Petschaften. Wappenbuch der Preuss.Monarchie, II. 46. N. Preuss. Adelslex., III. S. 2 und 194.v. Hellbach, II. S. 1. Freiherr v. Ledebur, II. S. 1.

Preussen. Die verwittw. Geh. Rätbin Caroline Maria Elisa-beth Labes, geb. v. Daum (gest. 10. März 1810), wurde vom Kö-nige Friedrich Wilhelm II. von Preussen, 2. Oct. 1786, mit ihremSohne, Hans Labes, unter Verleibimg des oben beschriebenen Wap-pens, in den Freiherrenstand des Königreichs Preussen erhoben.Letzterer vermählte sich, 12. März 1794, mit Luise Caroline, Toch-ter des 1821 verstorbenen k. preuss. Staatsministers Johann Eusta-chius Grafen v. Schlitz, gen. Goerlz, wurde von Letzterem adoptirtund erhielt die Erlaubniss, sich Freiherr v. Labes, genannt Grafv. Schlitz, nennen und fortan, statt des früheren, folgendes Wappenführen zn dürfen: Schild quer getheilt: oben in Silber zwei über-einander stehende, schräglinke, oben dreimal gezinnte, schwarzeBalken; unten in Roth eine silberne Lilie. Auf dem Schilde er-heben sich über der Grafenkrone zwei gekrönte Helme. Der rechteHelm trägt einen offenen, silbernen Adlersflug, dessen rechter Flü-gel mit den gezinnlen, schräglinken Balken der oberen Schildes-hälfte, der linke aber mit denselben Balken, sehrägrechts gestellt,belegt ist, der linke Helm aber ein aufrecht gestelltes, mit der Spitzenach oben gekehrtes Schwert mit goldenem Griffe zwischen einem