Druckschrift 
4 (1857)
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durchgebrochenen Eisenstab vor sieb hält. Das obere Stück des-selben wird von der rechten Vorderpranke in schräglinker Richtung,das untere von der linken Vorderpranke gerade abwärts gehalten.Auf dem Schilde steht ein, mit einem von Blau und Gold sechsmalgewundenen Wulste bedeckter Helm, aus welchem der Löwe mitdem durchgebrochenen Eisenstabe in den Vorderpranken aufwächst.Die Helmdecken sind blau und golden. Mönch, WappenbuchZittauischer Geschlechter, Tab. 34: Kesler v. Springseissen. Dasüber der Pforte-Mühle zu Zittau in Stein gehauene Wappen, einAllianzwappen rechts mit v. Hund und Altengrotlkau und der Um-schrift F. L. v. II. und A. M. v. II. G. v. K. (Friedrich Ludwigv. Hund und Altengrotlkau, geb. 14. Febr. 1670, vermählt 1711zu Zittau mit des Kaufmanns Looses [Lossa] Wittwe, Anna Marthav. Kessler, gen. Sprengeisen, gest. 19. Juni 1719) zeigt den Löwenim Schilde und auf dem Helme doppelt geschweift. Die Abbil-dung und wörtliche Beschreibung des Wappens nach dem Wappen-briefe von 1571 (s. unten) hat Dorst, Allgem. Wappenbuch, ILS. 42 und 43, gegeben. Im Grunde des blauen Schildes erbebensieb neben einander drei erdfarbene, schroffe Berge, aul welchenein rechts gekehrter, goldener Löwe mit hochaufgeschlagenemSchweife und rolher, ausgeschlagener Zunge, welcher in den Vorder-pranken ein gesprengtes Eisen (den Ring eines Kessels) hält, sosteht, dass die linke Hinterpranke auf der linken, die rechte aufder rechten Bergspitze ruht (die Stellung des Löwen ist nicht ausder Beschreibung im Wappenbriefe, sondern nur durch einen Blickauf die Abbildung verständlich). Auf dem Schilde steht ein Siech-helm mit blaugoldenen Decken und Wulste, welcher den Löwen desSchildes mit dem gesprengten Eisen in den Vorderpranken auf-wachsend trägt. Das gesprengte Eisenstück, welches Dorst, wieangeführt, als Ring eines Kessels gegeben hat, stellt in der Abbil-dung ein ganzes, nicht, wie oben nach Mönch angenommen wurde,durchgebrochenes Eisenstück dar.

Oesterreich, Sachsen.Christian WolfTgang, Hans undPaul die Kessler genannt Sprengseysen, allesammt Gebrüder", er-hielten wegen treuer Trabantendienste etc. vom Kaiser Maximilian II.,d. d. Scldoss Prag, 20. März 1571, einen erblichen Wappenbrief. Eine aus Böhmen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts indie Ober-Lausitz gekommene Adelsfamilie, welche daselbst bis gegendie Mitte des 18. Jahrhunderts geblüht bat. Aus derselben stammteAnna Martha v. K. gen. S. (s. unten den Artikel: Edle v. Lossa),