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v. Günther (in Preussen, Diplom vom Jahre 1778).
Im golden eiugefassten, runden Schilde in Blau ein, aus natür-lichen, am linken Schildesrande in der Mitte stehenden Wolkenhervortretender, im Ellbogen nach unten gekrümmter, rechts ge-kehrter, schwarz geharnischter Arm, welcher die geschlossene Faustnach rechts und ohen hält. Auf dem Schilde steht ein gekrönterHelm, welcher drei Straussenfedern, silbern, blau, silbern, trägt.Die llelmdeeken sind blau und silbern, und den Schild halten zwei,auf grünem Boden stehende, vorwärtssehende, golden bewehrte,schwärze Adler. — Wappenbuch der Preuss. Monarchie, III. 35.— N. Preuss. Adelslex., I. S. 48, und Hl. S. 300. — Freih. v. Le-debur, I. 300.
Preussen. Carl Ludwig Günther, k. preuss. Bittmeister imHusaren-Regimente v. Delling, wurde vom Könige Friedrich II. vonPreussen, im Lager hei Jaromirs in Böhmen, 9. Aug. 1778, in denAdelstand des Königreichs Preussen, unter Beilegung des oben be-schriebenen Wappens erhohen. Später wurde derselbe, welcher22. April 1803 als k. preuss. General-Lieutenant, Chef des Bos-niaken-Rcgiments, commandirender General in Neu-Ostpreussen etc.,so viel bekannt, ohne Nachkommen gestorben ist, vom KönigeFriedrich Wilhelm III. von Preussen, 1798, in den Freiherrenstanderhoben und zwar mit ganz verändertem Wappen, nämlich im gol-denen Schilde ein schrägrechter, rother, mit drei sechsstrahligen,silbernen Sternen belegter Balken, und auf dem gekrönten Helmemit rothgoldenen Decken ein aufwachsender, rechtssehender weis-ser Bock. — Abdrücke von Petschaften. — Wappenbuch d. Preuss.Monarchie, II. 39. — Dieses Wappen ist dasselbe, welches Sieb-macher, III. 138: Die Günther, Meissnisch, nur mit dem Unter-schiede, dass der Schrägbalken nicht rolh, sondern schwarz ist,gegeben hat, und auf welches Bd. IL S. 196, Rücksicht genommenworden ist. Wahrscheinlich leitete der General-Lieutenant Freiherrv. Günther seinen Ursprung aus der sächsischen Familie v. Güntherher, und betrachtete das Wappen dieser Familie, welches von ihmvor Erhebung in den Adelstand geführt worden war, als Slamm-wappen.