Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

161

S. 216218, und zwar mit dem Bemerken, dass er dieses Wappenin Farben geinall besilze. Auf diesem gemalten Wappen ist daserste Feld, dessen Tinctur Val. König nicht angegeben hat, golden,der Adler, nicht gekrönt, ist links gekehrt, zum Fluge geschicktund steht auf einem grünen Hügel; der Löwe im 2. Felde hateinen einfachen Schweif; der Bracke im 3. Felde liegt auswärtsgekehrt auf einem blauen Kissen mit goldenen Quasten, und dieLilie des 4. Feldes wird von den Rosen beseitet. Der einwärtsgekehrte Adler des rechten Helmes ist gekrönt und steht zum Flugebereit auf der Krone des Helmes. Die Eule von natürlicher Farbehat zwar im Mittelschilde den Stern neben sich zur Rechten, dochauf dem linken Helme fehlt derselbe. Die Helmdecken sind silbern, rotbund blau. Die jetzigen Freiherren v. Günderode führen nicht die-ses vermehrte Wappen, sondern nur das oben beschriebene Stamm-wappen, und das Geneal. Taschenbuch der freiherrl. Häuser, 1848.S. 144 und 145, giebt das freih. Wappen, wie folgt, an:im blauenFelde ein etwas schrägrechts liegender, natürlicher, knotiger Baum-ast, auf welchem, rechts gewendet, vorwärtssehend eine natürlicheNachteule, aber goldgekrönt und in der rechten Oberecke von einemgoldenen Sterne begleitet, sitzend zu sehen ist. Der auf demSchilde ruhende, offene, gekrönte Helm trägt mit blaugoldener Deckedie Figur des Schildes."

Wappen der Freiherren v. Günderode, genannt v. Kellner (s.unten). Schild quer gellieill; oben in Schwarz drei neben einan-der stehende, silberne Lilien, unten eine silberne, geziunte Mauermit einer rolhen Rose, darüber ein blauer Mittelschild mit demv. Günderodeschen Stammwappen, dem goldenen Sterne und derEule auf dem Raumaste. Auf dem Schilde ruht ein bewulsteterHelm, worauf, zwischen zwei knorrigen Raumästen, die Figur desMittelschildes erscheint. Die Helmdecken sind rechts blau und gol-den, und links schwarz und silbern. Diese Beschreibung des Wap-pens der Freiherren v. Günderode, gen. v. Kellner, ist handschrift-lichen Notizen entnommen, es sei daher erwähnt, wie Siebmacher,1. 211: Die Kellner, Frankfurt a. M. Adelige Patrieier, das Kell-nersche Wappen giebt: im schwarzen Schilde drei neben einanderstellende, silberne Lilien, und unter denselben eine den Schild untenganz ausfüllende, silberne Mauer von fünf Schichten, welche obendrei Zinnen, jede von zwei Schichten, hat. Unter der mittelstenZinne ist die Mauer mit einer sechsblätterigen Rose mit goldenenEutzen und grünen Blätlchen belegt. Auf dem Helme liegt einiv. n