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schwarzer Mut mit weissem Stulpe, aus welchem zwei schwarze,auf jeder Seite zweimal geastete Aeste, der linke aus dem Stulpe,der rechte hinter dem Hute, etwas schräg hervortreten. Die Ilehn-decken sind schwarz und silhern. Mit dieser Beschreibung stimmtdie Angabe der „Declaration" ganz: ein schwarzer Schild, die Li-lien und die Mauer weiss, die Bose roth mit einem gelben Butzenund grünen Blättchen. Auf dem Helme ein schwarzer Hut miteinem weissen füttern Stulpe, die beiden Aeste schwarz, und dieHelmdecken schwarz und weiss.
Frankfurt a. M., Grossherzogthum Hessen und Baden.Altes, thüringisches Adelsgeschlecht, welches sich aus Thüringen inmehreren deutschen Ländern ausbreitete und sich namentlich indie meissnische, rheinländische und Frankfurter Linie theilte. Hum-hracht und Buddeus im histor. Lexicon heginnen die Stammreihemit Jonas v. G., welcher I465 mit dem Herzoge Albrecht zu Sach-sen als Ca,valier zu dem heiligen Grabe gereist sein soll; doch ist,wie Müller in den Annal. Saxon. nachgewiesen, diese Heise 1476erfolgt, und ein v. Gilnderode in dem genau angegebenen Coinitatedes Herzogs nicht genannt; die Familie ist aber urkundlich schonaus dem 14. Jahrhunderte bekannt, denn nach Gauhe findet sichim Altenburger Archive eine Urkunde von 1339, vermöge welcherDietzmann Günterod!, dem Markgrafen Wilhelm die Gerichte zu Bot-heim abkaufte und zu Leben empfing. Die Sühne des genanntenJonas, welcher 1500 starb, Dietz und Kunz v. G., stifteten zweiHauptlinien. Die ältere, von Dietz gegründete Hauptlinie breitetesich in Sachsen und Hessen in den Häusern Rauhenstein, Lengen-feld, Herda, Foggebül, Ballhausen etc. weit aus, erlosch aber nach1660. Zu dieser Linie geborte der aus der Bauhensteiner undGoldbacher Linie stammende kais. Kriegsrath und Oberst Heinrichv. G., welcher vom Kaiser Rudolph II. 3. Febr. 1610 mit seinenVettern, Albrecht v. G., Herrn auf Groitsch (im Kreise Delitsch),und Wilhelm v. G.' den Reichsfreiherrenstand erhielt. Die männ-liche Nachkommenschaft des Freiherrn Heinrich erlosch schon1629 mit dem Sohne desselben, dem Freiherrn Jacob Christian.Der Stifter der jüngeren Hauptlinie, Kunz v. G., welcher, vermähltmit Anna v. Altpeck, 1535 starb, pflanzte den Stamm dauernd fort.Der Sohn desselben war Dillmann v. G., und ein Urenkel des Letz-teren, Philipp Wilhelm, Herr zu Schotten (in Hessen), Raths-Schult-heiss zu Frankfurt a. M., gest. 16S9, hatte zwei Söhne, HectorWilhelm und Johann Achill, welche die Gründer zweier Speciallinien