Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
64
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G4

Rabe. 1 und 4 in Blau ein schräglinks gelegler, oben und unten,so wie in der Mitte mit Gold beschlagener, schwarzer Commando-stab; 2 und 3 in Roth ein die Sachsen links kehrender, schwarzerAdlersflügel. Auf dem Schilde stehen zwei Helme. Der rechte, miteinem von Schwarz und Silber fünfmal gewundenen Wulste be-deckte Helm trägt den Adlersflügel des 2. und 3. Feldes, und derlinke eine golden gekrönte, mit sechs schwarzen Hahnenfedern, vonwelchen drei kürzere sich rechts, drei längere links kehren, be-steckte, rothe Säule, welche mit dem Rahen des Schildes belegt ist.Die Decken heider Helme sind schwarz und silbern. Wie be-schrieben gieht Tyroff, II. 146, dies vermehrte Wappen mit derUeberschrift: Herren v. Canstein. Das genealog. Taschenb. d. freih.Häuser, 1856 S. 106, führt, nach Angabe des wie oben beschriebe-nen einfachen Wappens, auch das vermehrte Wappen an, kehrtaber die Sachsen der Flitgel im 2. und 3. Felde rechts. In Bezugauf den linken Helm wird gesagt, dass der Schmuck desselben derdes Stammwappens sei: also die silberne, golden gekrönte, mit sie-ben schwarzen Hahnenfedern besteckte Säule, vor welcher der Rahedes Schildes steht.

Das ursprüngliche Wappen des Geschlechts wurde, nach hand-schriftlichen Notizen, wie folgt, gefühlt: im silbernen Schilde einrechtsgekehrter, schwarzer Rahe. Der Hehn trug einen silbernenKöcher, aus welchem fünf schwarze Federn, welche bisweilen auchabwechselnd schwarz und silbern lingirt waren, emporwuchsen, einWappen, welches, von dem nicht gekrönten Raben abgesehen, unddie Federn wechselweise schwarz und silbern angenommen, ganzmit den Angaben über das Wappen der Freiherren v. Pappenheim(s. unten und den Artikel v. Pappenheim) stimmen. Nachrichtenüber die Familie geben: Gauhe, I. S. 324326. Seifert, Ge-schlechtsreg. Hochadel. Aeltern und Kinder, S. 6365 und S. 372.

Köhler, Iiistor. Münzbelustig., XIII. S. 18. Freih. v. Krohne,I. S. 141 und S. 336. v. Hellbach, I. S. 219. N. Preuss.Adelslex.,-I. S. 348 und 349. Freih. v. Ledebur, I. S. 133.

Gen. Taschenb. d. freih. Häuser, 1855. S. 86 und 1857, S. 109bis 111.

Preussen, Herzogthum Nassau. Eins der ältesten und vor-nehmsten Adelsgeschlechter Westphalens, in welchem Herzogtlmmedas gleichnamige Stammschloss desselben liegt. Die Familie, welcheim 17. Jahrhunderte auch in der Mark Brandenburg mit den GüternSchönberg, Lindenburg etc. angesessen wurde, liiess ursprünglich