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Rave v. Pnpenheini, und soll, wie Mehrere annehmen, schon im9. Jahrhundert unter Kaiser Carl dem Grossen in Westphalen ge-blüht haben. Die älteste, gewisse Nachricht über das Geschlechtfindet sich in einer Corvey'schen Urkunde von 1120, in welcherGumbert v. Warburg und Reimhold v. Kaanstein, dessen Bruder,als Zeugen angeführt werden. 1344 waren Rave, Herbold und Teve,Gebrüder v. Papenheim, hessische Erb-Burgmänncr zu Schartenberg,und üherlicssen an Hessen das Oeffnungsrecht ihrer Burg zum Ca-nenstein. 1353 werden in einem Kaufbriefe genannt: Rave senior,Herboldus et Rave junior, milites, fratres de Kanstein, Rave deKughelenberg et Johannes, frater ejusdem, milites, Borchard, prae-positus in Bossentorp, Herhold, frater ejus, qui omnes dicuntur dePapenheim. 1397 lebten Herbold und Ludolph v. Habener, Gebrü-der, Rave und Johann, Herbolds Sühne, und Curt und Teve, VolbertsSühne, welche sich v. Canstein schrieben. 1442 finden sich ur-kundlich Herhold und Raban (I.) v. Canstein, so wie Volkard undJohann, Gebrüder, und Friedrich Rahan v. Canstein, während Lip-pold, Friedrich und Johann 1449 vorkommen. Des erwähnten Lip-polds Sühne waren Rahan (II.) und Adolph, welche sich noch dieRabener vom Canstein nannten. Rahan (II.) hinterliess von Margarethav. Wrede drei Sühne: Philipp, Rahan (III.) und Mordian, welche1566 noch lebten. Von Mordian stammten, aus der Ehe mit Mar-garethe v. Saldern, Rahan (IV.), welcher 1588 auf der UniversitätWittenberg starb, und Philipp Ludwig, gest. 16S0, welcher mit He-lene v. Westphal vermählt war. Aus dieser Ehe entspross Raban (V.).Derselbe bekleidete die Stelle eines kurbrandenburg. Geh. Ratlies,Obermarschalls, Kammerpräsidenten zu Berlin und Directors desKammerwesens in allen kurbrandenburg. Landen etc., war mit Hed-wig Sophia v. Kracht vermählt, durch welche Vermählung die GüterLindenberg, Schünberg und Melanichen in die Familie kamen, undwurde vom Kaiser Leopold I., 1657, in den Reichsfreiherrenslanderhoben. Von seinen drei Sühnen starb Friedrich Wilhelm, geh.1666, schon 1678, Philipp Ludwig blieb 1708 als k. preuss.Oberst der Gensdarmerie in der Schlacht bei Oudenarde, und auchCarl Hildebrand setzte den Stamm nicht fort. Letzterer studirtemit seinem Bruder Philipp Ludwig vier Jahre zu Frankfurt a. d. 0.,disputirte 1686 unter dem Vorsitze des berühmten Stryck, hereistedann zwei Jahre Italien, Frankreich und England, wurde 1689 amkurbrandenburg. Hofe Kammerjunker, resignirte aber bald wiederund machte als Volonlair den Feldzug gegen Frankreich in Brabantiv. 5