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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
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vaticanischen Bibliothek, in weifsen Figuren auf brau-nem Grunde Bacchus und Ariadnen vorstellend. Alsbei den Römern aber Gemmen beliebter wurden, alszuerst Scaurus zu Rom eine Dactyliothek anlegte(PlINIUS, hist. nat. 37. 5.), dann die Sammlungdes Mithridates durch Pompejus aufs Capitol ge-bracht ward (PLIINITJS, hist. nat. eod.), Cäsar6 Dactyliotheken im Tempel der Venus genitrix an-legte, und diese Sammlungen allgemeiner wurden,bediente man sich des Glases vorzüglich zur Ver-vielfältigung der Gemmen in Abgüssen, und so ent-standen die Pasten, die uns aus dem Alterthumenoch gehlieben sind.

Etwas Aehnliches der Art war auch das vitrumObsidianum der Alten, das von einem gewissen Ob-sidius erfunden ward, von dunkler aber durchsichti-ger Masse war, und wovon uns PLINIUS in seinerhistoria natur. (Lib. 27. c. 6.), erzählt. Es wurdevorzüglich zu Portraits gebraucht, und PLINIUSnennt uns namentlich eine Büste des Augustus, diedaraus gearbeitet worden.

Von allen oben genannten Arten Glasarbeitensind mehrere auf unsrc Zeit gekommen, und amhöchsten steht wohl in jeder Hinsicht die schon ge-nannte Portlandsvase. Von den übrigen Pasten aber,die Gemmen nachbilden, ist uns aufser der bereitsangeführten Tafel im Museo des Vaticans und un-serm Löwenbändiger Amor keine einzige so wohlerhaltene von der Gröfse und Schönheit bekannt, dieuns aus dem Alterthume geblieben wäre.