346
breit, und an den dicksten Stellen ungefähr f, anden dünnsten etwa .i- Zoll dick. Sie ist vollkommengut erhalten, und besteht ans einer Unterlage vonschwärzlich grünem Glase, welches mit einer grau-blauen, etwa y Linie dicken emailleartigen Lageüberzogen ist, so dafs die ganze Masse ein onyx-,aber besser ein feuerstein - ähnliches Aussehn hat.Ganz deutlich sieht man, dafs der Amor nebst einemStücke des Löwenrücken, auf dem er sitzt, einge-setzt ist, wie denn auch diefs Stück eine etwas hel-lere Farbe hat. AVarum diefs geschehen, läfst sichnicht mit Bestimmtheit sagen; wahrscheinlich wohl,um die Farherdagen des Originals nachzubilden, wiewir ja wissen, dafs diefs von den Alten sehr künst-lich gemacht ward. Eben so ist wahrscheinlich dasStück mit dem Amor früher gegossen, dann in dieForm gelegt, und die andere emailleartige Massedarüber gegossen, beide Stücke aber durch die dik-kere schwärzliche Glasmasse, welche man daraufgofs, verbunden worden. Dafs der Amor etwa einesMangels wegen, als die Paste bereits vollendet, her-ausgeschnitten , und ein andrer eingesetzt worden,läfst sich nicht gut annehmen; da selbst, wenn dasAusschneiden aus der Glasmasse gelungen wäre, dochdas eingesetzte Stück nie so genau passen, und inder Dicke des Glases ein Zwischenraum entstandensein würde, der beim Durchsehen bemerkt werdenmüfste, was aber keineswegs der Fall ist.
Es ist bekannt, zu wie vielen Arbeiten die Al-ten das Glas benutzten, und wie sie es zur Ausle-gung von Fufsböden, Anfertigung von Gefafsen, und