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Keine aller dieser Darstellungen spricht aberdieselbe Idee so klar aus, kein andres der uns übriggebliebenen antiken Kunstwerke wiederholt densel-ben Gedanken in den Nebenfiguren so deutlieh, wieeine Mosaik des capitolinischen Museums. Wir se-hen dort Hercules, diesen gewaltigen Heros, diesesIdeal höchster Körperkraft, vornüber gebengt, un-tbätig und schmachtend, wie er die Spindel dreht.Der Obertbcil des Körpers ist nackt, die Hüftendeckt ein Weibergewand, und in dem Gürtel stecktder Rocken. Schild und Keule ruhen neben ihm,und auf der Erde liegt ein umgeworfenes Gefäfs undein Thyrsus. Zwei Liebesgötter, deren einer mitEichenlaub bekränzt ist, spielen mit einem gefessel-ten Löwen; ein dritter bläst die Syrinx. Auch hieralso finden wir den Gott, wie er die gewaltige Kraftbezwingt. Unthätig lauscht der Heros den Tönender Syrinx, und mit dem gefesselten Löwen spieltmuthwillig die Liebe. Dieselbe Idee in den beidenHauptfiguren. Beide, der Löwenbändiger und dergebändigte Löwe, gehorchen der allmächtigen Liebe(s. MlLLINS mytholog. Gallerie S. 101. PI. CXVIII.No. 454.).
Was nun den Kunstwerth unsrer Paste anbe-trifft, so war das Original unstreitig eine Kamee derbesten Zeit. Der jugendlich volle Körper des Kin-des, und das Bein, das sich zugleich von der Seitedes Löwen abhebt, und doch anschmiegt, sind vor-trefflich ausgeführt. Unübertrefflich schön ist derKörper des Löwen, und die Majestät im Kopfe des
Thie-